An der Hochschule für Musik Freiburg finden zwei im jährlichen Wechsel stattfindende internationale Musikwettbewerbe statt:
Internationaler Klarinettenwettbewerb Freiburg
Internationaler Violinwettbewerb Freiburg
Konzeption und Besetzung der Wettbewerbe bewegen sich auf höchstem Niveau, herausragende Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens nehmen als Juroren teil.
Veranstaltungsträger ist der Verein »Internationale Musikwettbewerbe Freiburg e.V.« unter dem Vorsitz von Dr. Rüdiger Nolte, Rektor der Hochschule für Musik Freiburg. Vereinsvorstände sind der Kulturbürgermeister der Stadt Freiburg, Ulrich von Kirchbach als stellvertretender Vorsitzender, der ehemalige leitende ärtztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, Prof.Dr.Dr.h.c. Matthias Brandis und als Geschäftsführer Manfred Klimanski, der Kanzler der Musikhochschule Freiburg.
1. Internationaler Klarinettenwettbewerb Freiburg
24.– 28. August 2009
Vom 24. bis 28. August 2009 stellten sich 32 Teilnehmende aus 13 Nationen dem Urteil der Jury unter Leitung von Jörg Widmann, der an der Freiburger Hochschule als Professor für Klarinette und Komposition tätig ist. Es gelang ihm eine prominent besetzte Jury um sich zu versammeln: die Klarinettisten Dieter Klöcker (Emeritus der Hochschule Freiburg), Sabine Meyer (Professorin in Lübeck und ehem. Soloklarinettistin der Berliner Philharmoniker), Paul Meyer (Paris) und Charles Neidich (Professor an der Juillard School, New York), den Komponisten Aribert Reimann (Berlin) sowie den Chefdirigenten des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg Sylvain Cambreling (Freiburg). Das Teilnehmerfeld wurde in der Vorrunde unter 76 Bewerbungen aus 22 Nationen ausgewählt.
An der Hochschule für Musik Freiburg gab es seit jeher eine herausragende Holzbläsertradition. Namen wie Gustav Scheck, Heinz Holliger, Dieter Klöcker, Aurèle Nicolet mögen stellvertretend hierfür stehen. Diese Tradition tätig fortzusetzen, ist Anliegen dieses Wettbewerbs, der zugleich explizit auch ein glühendes Plädoyer für die Moderne ist.
Der Wettbewerb wird zu großen Teilen durch einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg finanziert. Die Ernst von Siemens Musikstiftung ermöglicht einen Kompositionsauftrag, der 2009 an Tobias PM Schneid vergeben wurde. Das Werk (2009 Schneids Konzert für Klarinette und Orchester) ist in der 3. Runde als eines der beiden Pflichtstücke im Wettbewerb zu spielen.
Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, wovon 10.000 an den Erstplatzierten gehen. Der Gewinner tritt auch als Solist der Auftragskomposition auf, die Dank der Kooperation mit dem Südwestrundfunk zusammen mit dem Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden und Freiburg uraufgeführt wird.
Mit dieser Ausstattung nimmt der Freiburger Klarinettenwettbewerb in Bezug auf internationale Ausstrahlung und Reputation unter den regelmäßig stattfinden Klarinettenwettbewerben in Deutschland eine Sonderstellung ein.
Preisträger 2009
Die 25-jährige Klarinettistin Moran Katz aus Israel gewann den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis im 1. Internationalen Klarinettenwettbewerb Freiburg 2009. Den zweiten Preis (3.000 Euro) erhielt Timothy Carter (29 Jahre) aus USA, auf den dritten Platz (2.000 Euro) kam die 21-jährige Belgierin Annelien van Wauwe. Shelly Ezra, 24 Jahre alt und ebenfalls aus Israel, erhielt den Spezialpreis der Jury (1.000 Euro).

Annelien van Wauwe | Shelly Ezra | Moran Katz | Timothy Carter
Preisverleihung beim 1. Internationalen Klarinettenwettbewerb Freiburg
Wettbewerbskatalog als PDF
www.klarinette.imw-freiburg.de
1. Internationaler Violinwettbewerb Freiburg
23.– 31. August 2010
Zum 1. Internationalen Violinwettbewerb Freiburg, der vom 23. bis 31. August 2010 stattfand, hatten sich 47 junge Geigerinnen und Geiger aus 18 Nationen eingeschrieben. Präsident und künstlerischer Leiter des Wettbewerbs war Rainer Kussmaul, international bekannter Solist und Kammermusiker, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und an der Hochschule für Musik Freiburg Professor einer der exzellentesten Violinklassen weltweit.
Er versammelte eine Jury hochkarätiger Namen: Alexander Dick (Feuilletonchef der Badischen Zeitung Freiburg, Musikkritiker), Ulf Hoelscher (Professor für Violine an der Hochschule für Musik Karlsruhe), John Holloway (Professor für Violine an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden), Sergej Kravchenko (Professor für Violine am Tchaikovsky Konservatorium in Moskau), Takumi Kubota (Professorin für Violine an der Toho Gakuen School of Music Tokyo und Aichi Prefectural University of Fine Arts and Music Nagoyarr) und Hu Kun (Professor für Violine an der Royal Academy of Music, London).
Die Hochschule für Musik Freiburg, wo unter anderen Sandor Vegh und Wolfgang Marschner unterrichteten, pflegt eine langjährige Geigertradition. Als Besonderheit dieses in indirekter Nachfolge zum Internationalen Violinwettbewerb Ludwig Spohr stehenden Wettbewerbes ist zu nennen, dass die dritte der insgesamt vier Wettbewerbsrunden mit Kammerorchester und dirigierendem Solisten ausgetragen wird.
Die Finanzierung sichert das Land Baden-Württemberg, dessen Ministerpräsident Stefan Mappus auch die Schirmherrschaft übernommen hat. Vergeben werden ein erster Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro, ein zweiter und dritter Preis mit 10.000 und 7.500 Euro sowie Sonderpreise. Der 1. Preis ist verbunden mit je einem Anschlusskonzert als Solist des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim und der Philharmonie Baden-Baden.
Preisträger 2010
Der 24-jährige Geiger Itamar Zormann aus Israel gewann in der 4. Wettbewerbsrunde den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis im 1. Internationalen Violinwettbewerb Freiburg 2010. Den zweiten Preis (10.000 Euro) erhielt Elena Graf (22 Jahre) aus Frankfurt, auf den dritten Platz (7.500 Euro) kam der 27-jährige Armenier Martin Yavryan. Die Sonderpreise im 1. Internationalen Violinwettbewerb Freiburg wurden bereits nach der 3. Wettbewerbsrunde am Sonntag, 29. August vergeben. Den Sonderpreis für die beste Interpretation eines der vier Violinkonzerte von W.A. Mozart in Höhe von 2500 € erhielt Itamar Zorman. Der Sonderpreis für den besten jungen Interpreten in Höhe von 2500 € ging an die 14-jährige Milena Wilke aus Freiburg.

Martin Yavryan | Elena Graf | Itamar Zormann | Milena Wilke
Preisverleihung beim 1. Internationalen Violinwettbewerb Freiburg

