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Komposition von Prof. Otfried Büsing in Stuttgart erstmals zu hören

»Psalmen des Lichts«, eine Komposition von Prof. Otfried Büsing kommt am 28. November 2014 in der Stuttgarter Stiftskirche erstmals zur Aufführung.

Das Werk für 3 Vokalsolisten, zwei fünfstimmige Chöre und Instrumentalensemble wurde nach Texten aus den Höhlen von Qumran, nach der kirchlichen Überlieferung und von Else Lasker-Schüler zum Abschluss des Stuttgarter Psalmenjahrs 2013 /14 komponiert.

Termin
28. November 2014, 19.00 Uhr

Ort
Stiftskirche Stuttgart

Mit Chören des Kirchenkreises Stuttgart, Vokalsolisten und Instrumentalisten
Die Leitung hat KMD Prof. Jörg-Hannes Hahn.

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18.11.2014
Debussy: Préludes

CD Neuerscheinung von Prof. Gilead Mishory

Gilead Mishory (Klavier)
Debussy: Préludes

Label: NEOS
2014

Weitere Informationen beim Verlag

Ab sofort ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

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Oberstufenschüler erhalten Einblick in den Studienalltag an der Freiburger Musikhochschule.

Wie in jedem Jahr gibt es auch am kommenden Mittwoch, den 19. November 2014 einen Studieninformationstag an der Hochschule für Musik Freiburg. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die hierfür freigestellt wurden, sind herzlich dazu eingeladen, die besondere Studienatmosphäre in einer der renommiertesten Musikhochschulen Deutschlands zu erleben.

Das Programm beginnt um 10 Uhr. Nach einer kurzen Einführung durch den Prorektor Prof. Dr. Ludwig Holtmeier stellen sich die einzelnen Studiengänge vor: Der Bachelorstudiengang Lehrberufe (Prof. Dr. Andreas Doerne), der Studiengang Schulmusik (Prof. Dr. Hans Schneider), Bachelor- und Masterangebote (Prof. Dr. Ludwig Holtmeier), sowie der Bachelor-/Masterstudiengang Kirchenmusik (Prof. Martin Schmeding).

Das Besondere: Interessierte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, an einzelnen Lehrveranstaltungen teilzunehmen oder in Unterrichtsklassen zu hospitieren. Die Themen reichen von der Methodik des Klavierspiels, über eine Textwerkstatt Musikwissenschaft bis hin zum Seminar über Historische Aufführungspraxis. Zudem besteht die Möglichkeit, in Unterrichtsklassen zu hospitieren und sich mit Lehrenden und Studierenden auszutauschen.

Um 20 Uhr gibt es dann im großen Konzertsaal ein Konzert mit dem Kammerorchester der Musikhochschule. Auf dem Programm stehen Werke von C.Ph.E. Bach, Penderecki und Richard Strauss. Die Leitung hat Prof. Wolfram Christ. Der Eintritt für Schülerinnen und Schüler beträgt nur 4 Euro. 

Mehr zum Thema:
Download Programm Studieninformationstag am 19.11.2014 (pdf)
Anfahrt zur Hochschule für Musik (google map)
Online-Tickets für Konzertabend mit dem Kammerorchester

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Konzert des FAB-Vorstudenten im Internet verfügbar

Romain Carl (FAB, Klasse Prof. Christoph Sischka) errang beim 3. Internationalen Jenö Takács Klavierwettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten den 3. Preis in der Kategorie B (Jahrgänge 1999-2001).
In dieser Kategorie hatten Teilnehmer aus Österreich, Taiwan, Ungarn, Deutschland, Südkorea, Japan, Russland und Italien teilgenommen. Zum gesamten Wettbewerb hatten sich junge Pianistinnen und Pianisten aus 17 Nationen angemeldet.

Herzlichen Glückwunsch!

Jenö Takács gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des Burgenlandes (Österreich) und lebte und wirkte von 1902-2005 im Burgenland, in Wien, Kairo, Manila, Ungarn, Cincinnati, um die letzten Lebensjahrzehnte ab 1970 wieder im Burgenland zu verbringen.

Der Wettbewerb wird von der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz mit dem Institut Oberschützen zusammen mit der Jenö-Takács Stiftung, der Gemeinde Oberschützen und dem Bundesland Burgenland veranstaltet. Er ist der einzige internationale Wettbewerb in Österreich für Pianistinnen und Pianisten bis zu 18 Jahren.

Weitere Informationen
Preisträger-Galakonzert auf Youtube
(Konzertauftritt Romain Carl ab 1:03:27)

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Studierende der Klasse Prof. Schwehr komponieren zu Aquarellserien der Malerin Gabriela Stellino.

Aquarell von Gebriela Stellino

In der Reihe »KlangBild« präsentieren am 2. Dezember 2014 um 19.30 Uhr im E-Werk Freiburg die Künstlerin Gabriela Stellino und die Studierenden der Kompositionsklasse Prof. Schwehr, Vasiliki Kourti-Papamoustou und Andru Matuschka, das Gemeinschaftsprojekt »Sequenzen«.

Abstrahierende Skizzen der gleichen Landschaft, Tag für Tag, viele Tage lang sind das Ausgangsmaterial für das Projekt. Die im Aquarell „eingefrorenen“ Augenblicke werden digitalisiert und überblendet. Ähnlich einer alten Trickfilmtechnik verschmelzen so die Bildfolgen zu leicht bewegten Sequenzen und faszinieren mit fast unmerklichen Wandlungen.

Andru Matuschka und Vasiliki Kourti-Papamoustou sensibilisierten ihre Sinne für das subtile „Bildgeschehen“. Unkalkulierte, punktuelle Anreize gaben Impulse für die Musik, die gerade nicht ab- oder nachbilden will. Vielmehr spielen die Tonspuren mit den Erwartungen an eine Interaktion zwischen Bild und Ton – sanft, verschmitzt, überraschend.  

Weitere Informationen
Webseite Gabriela Stellino
E-Werk Freiburg

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CD Neuerscheinung von Prof. Jean-Guihen Queyras

Jean-Guihen Queyras & Alexander Melnikov:
Beethoven: Complete Works for Violoncello and Piano

Label: Harmonia Mundi
2014

In CD reinhören

Ab sofort ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

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Francois-Xavier Roth bescheinigt Freiburger Gesangsstudierenden hohes Niveau.

Mit einem fulminanten Auftakt hat eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen dem SWR Sinfonieorchester und der Hochschule für Musik Freiburg begonnen: Im Rahmen eines Workshops am 5. November hatten sechs Gesangsstudierende die Gelegenheit, mit François-Xavier Roth an Opernarien zu arbeiten.
"Horizonterweiternd", "inspirierend", "bereichernd" - so lautet das Fazit dieses Workshops!

François-Xavier Roth zeigte sich beeindruckt von dem hohen Niveau der Sängerinnen und Sänger und freut sich auf weitere Kooperation.

Wir uns auch!

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Neue Publikation von Prof. Dr. Joseph Willimann

Joseph Willimann (Hrsg.):
Werkstatttexte zur Neuen Musik: Anton Webern, Luigi Nono, György Ligeti, Beat Furrer

erschienen im Rahmen der Schriftenreihe der Hochschule für Musik Freiburg 
(Herausgegeben im Auftrag von Andreas Doerne, Ludwig Holtmeier, Janina Klassen, Hans Schneider und Joseph Willimann)
Band 2
ISBN 978-3-487-15082-6

Olms Verlag
Hildesheim, Zürich 2014

Ab sofort ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

 

 

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1. Preis beim European Phoniatrics Voice Award 2014

Prof. Dr. Matthias Echternach, Oberarzt am Freiburger Institut für Musikermedizin, hat beim European Phonatrics Voice Award 2014 den 1. Preis erhalten. Die Auszeichnung erhielt er für seine Arbeit mit dem Titel »Vocal fold vibrations at high soprano fundamental frequencies«. Verliehen wird der Preis von der Union der Europäischen Phoniater.

Biografie
Prof. Dr. Matthias Echternach ist seit 2006 als Facharzt bzw. seit 2011 als Oberarzt am Freiburger Institut für Musikermedizin tätig. Seit 2013 ist er Facharzt für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörungen (Phoniatrie und Pädaudiologie). 2010 habilitierte er für das Fach HNO an der medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. 2012 erhielt er einen Ruf auf eine W3-Professur für Musikermedizin an die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin (Rufablehnung). 2013 wurde er zum außerplanmäßigen Professor der Universität Freiburg ernannt.
Matthias Echternach singt neben solistischen Tätigkeiten als Tenor in verschiedenen Ensembles wie dem Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius) und der Camerata vocale Freiburg (Winfried Toll).
Im FIM ist er in der Diagnostik und Behandlung der Patienten mit Stimmstörungen tätig. Hier liegt einer seiner Schwerpunkte auf der Phonochirurgie. Daneben wirkt er mit in der Lehre für Medizinstudenten.
Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Einflüsse des Vokaltraktes auf die Stimmregister, Regularität von Stimmregisterübergängen, Vocal Cord Dysfunction, Lampenfieber bei Sängern und Intubationsschäden im Kehlkopf.

Weitere Informationen
Union der Europäischen Phoniater
Freiburger Institut für Musikermedizin

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2. Preis für Magdalena Faust (Klarinette) mit »Trio Marie«

Beim 8. bundesweiten und 6. internationalen Interpretationswettbewerb Verfemte Musik gewann die Klarinettin Magdalena Faust (Klasse Prof. Jörg Widmann) mit dem »Trio Marie« den zweiten Preis (3.000 €). 

Neben Magdalena Faust gehören dem Trio Ludwig Schulze (Violine) und Joong Hyeok Choi (Klavier) an.

Weitere Informationen
Internationales Festival Verfemte Musik

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Jetzt bewerben!

Zum Wintersemester 2014/15 vergibt die Hochschule für Musik Freiburg bis zu sechs Deutschlandstipendien.

Das DeutschlandStipendium wird im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf der Grundlage des Stipendienprogrammgesetzes vergeben. Es soll begabte Studierende unterstützen, die hervorragende Leistungen in Studium oder Beruf erwarten lassen oder bereits erbracht haben.

Bewerben können sich Studierende, die am 01.10.2014 an der Hochschule für Musik Freiburg immatrikuliert sind.

Bewerbungsfrist: 30. November 2014

Weitere Informationen
Auschreibung und Bewerbungsformular im Internet

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Interessante Fragen an Prof. Dr. Bernhard Richter

In einem Interview der Stuttgarter Nachrichten stellte Redakteurin Susanne Benda außergewöhnliche Fragen an den Leiter des Freiburger Instituts für Musikermedizin, Prof. Dr. Bernhard Richter. Beispielsweise ob Chorsingen krank mache oder warum Chorsänger obrigkeitsgläubig seien. 

Die nicht minder interessanten Antworten von Prof. Richter können Sie unter nachfolgendem Link nachlesen:

»Die Dosis macht das Gift« - Bernhard Richter übers Chorsingen

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Informationen auch auf Bibliotheks-Webseite

Der Nachlass des Ende 2012 verstorbenen langjährigen Professors für
Musiktheorie Eckehard Kiem wurde in der Bibliothek archiviert und ist dort auf
Anfrage einsehbar.

Auf der Bibliotheks-Webseite finden Interessierte eine Aufstellung des
unveröffentlichten Nachlasses der Kompositionen, Seminare und Vorträge sowie
Bibliographie und Diskographie.

Weitere Informationen
Webseite der Bibliothek

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CD Neuerscheinung von Prof. Pi-Hsien Chen

Karlheinz Stockhausen, Ludwig van Beethoven
Klavierstücke, Sonaten
Prof. Pi-Hsien Chen (Klavier)

Hat Hut Records
Basel 2014

CD ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

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CD Neuerscheinung von Heinrich Walther

Max Reger
Symphonischer Prolog zu einer Tragödie: Orgelwerke
Orgeltranskription von Heinrich Walther
Interpret: Heinrich Walther
Aufnahme: Orgel in der Jesuitenkirche Heidelberg

Organum classics
Öhringen 2014

CD ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

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"Eigenes Werk" mit 1.500 Euro ausgezeichnet

Rebecca Falk, Violoncello (FAB-Klasse Beverley Ellis) war gleich mehrfach beim "Wochenende der Sonderpreise" (WESPE) erfolgreich, das dieses Jahr in Neubrandenburg ausgetragen wurde.
Für ihre eigene Komposition »Sonate für Violine und Violoncello«, die sie in der Kategorie »Eigenes Werk« zusammen mit Elisa Schrape interpretierte, erhielten die beiden Spielerinnen ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.
In der Kategorie »Werk einer Komponistin« erhielt sie zusammen mit ihrem Klaviertrio Elisa Schrape (Violine) und Viktor Soos (Klavier) einen Sonderpreis in Höhe von 750 Euro. Sie interpretierten das Trio op. 150 von Amy Beach.

Zum Wochenende der Sonderpreise können sich Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert bewerben. Der Wettbewerb findet in den entsprechenden Kategorien statt ohne Unterscheidung nach Altersgruppen oder Besetzungen.

Als zweites Hauptfach belegt Rebecca Falk in der FAB Klavier bei Prof. Christoph Sischka.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen
Ergebnisliste zum Download (pdf)

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Klavierstudent gewinnt bei European Music Competition 2014 in Italien

Jaehong Lim (Klasse Prof. Dr. Tibor Szász) hat beim European Music Competition 2014 »Città di Moncalieri« (Italien) in der Kategorie Klavier solo bis 35 Jahre den 1. Preis erhalten.
In dieser Kategorie wurde der Wettbewerb in zwei Runden ausgetragen.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen
Webseite European Music Competition

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Hochschule für Musik Freiburg richtet künstlerische Hauptfachausbildung Gitarre neu aus.

Die Hochschule für Musik in Freiburg hat ihre künstlerische Hauptfachausbildung Gitarre grundlegend reformiert. Neben der künstlerischen Exzellenz steht künftig auch die ausgeprägte musikpädagogische Qualifizierung im Zentrum der Ausbildung. Das mögliche Tätigkeitsspektrum angehender Berufsgitarristen wird hierdurch deutlich breiter. 

"Die Gitarre ist eine der beliebtesten Lerninstrumente und der Bedarf an qualifizierten Lehrkräften entsprechend groß", beschreibt Stefan Goeritz (Foto), Leiter der städtischen Musikschule Waldkirch, die derzeitige Situation. "Für Gitarristen, die ihr Instrument exzellent beherrschen und gleichzeitig über musikpädagogische Kompetenzen verfügen, steigen die Berufschancen deutlich."
Stefan Goeritz ist Gitarrist und koordiniert federführend die inhaltliche Umsetzung des neuen Modells an der Hochschule für Musik Freiburg.

Prof. Dr. Andreas Doerne, ebenfalls Gitarrist sowie Studiengangsleiter Instrumental- und Vokalpädagogik hat die Reform der Hauptfachausbildung Gitarre an der Hochschule für Musik Freiburg initiiert und das Modell gemeinsam mit Stefan Goeritz entwickelt. Er stellt klar: "Trotz des stärkeren pädagogischen Fokus wird es keine Abstriche an die künsterlische Exzellenz unseres Studiengangs geben". Das Gegenteil sei der Fall: Die stilistische Vielfalt im Lehrangebot ist nun deutlich größer als bisher. So können Gitarren-Studierende künftig auch hochschulexterne Lehrkräfte besuchen, die Experten sind für einen bestimmten gitarristischen Stil oder für unterschiedliche Genres wie Flamenco, Jazz, Pop oder Alte Musik.
Unterschiedliche Lehrpersönlichkeiten heißt gleichzeitig: vielfältigere künstlerische Anregungen. „Das künstlerische Ausbildungsangebot verbessert sich sowohl qualitativ als auch quantitativ“, so Prof. Dr. Andreas Doerne, der den neuen Studiengang deshalb auch „Gitarre-Plus“ nennt.

Jetzt für Sommersemester 2015 anmelden

Der reformierte Studiengang ist mit diesem Wintersemester erstmals an den Start gegangen. Den Gitarre-Studierenden steht nun noch mehr Unterrichtszeit zur Verfügung als bisher, und dies bei gleichem Deputatsumfang. Möglich wird dies durch neue Unterrichtsformen wie Gruppenunterricht oder gegenseitiges Unterrichten, bei dem die Studierenden unterschiedliche musikpädagogische Herangehensweisen kennen lernen und erproben können.

Anmeldungen für das Sommersemester 2015 sind noch möglich. Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2014.

Weitere Informationen
»Gitarre – die Reform der künstlerischen Hauptfachausbildung« von Prof. Dr. Andreas Doerne

Kontakt

Stefan Goeritz
E-Mail
Tel.: 07681-4934736

Prof. Dr. Andreas Doerne
Tel.: 0761-31915-38
E-Mail

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Dozent für Klavier gibt bei der Schubertiade Japan Konzerte und eine Masterclass

Tilman Krämer, Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg, wird Anfang November für 10 Tage zu Konzerten nach Japan reisen. Innerhalb der 20. Schubertiade Japan konzertiert er solistisch als auch mit dem renommierten Sänger Yoshifumi Hata und weiteren japanischen Musikern.

Zudem wird Tilman Krämer, der dieses Jahr bereits in Madrid und Leipzig Kurse abgehalten hat, innerhalb des Festivals eine Masterclass für Klavier geben und als Juror des Schubert-Competition fungieren.

Weitere Informationen
Schubertiade Japan

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Filmprojekt mit Musik von Vasili Kourti-Papamoustou in Waldkirch ausgezeichnet

Das Filmprojekt "Nachtschwärmer" mit Musik der Freiburger Filmmusik-Studentin Vasiliki Kourti-Papamoustou (Klasse Prof. Cornelius Schwehr, Foto) hat jetzt den Bürgerpreis Freiburg Nördlicher Breisgau 2014 verliehen bekommen.   

Es ist bereits der zweite Film der Jugendgruppe des Waldkircher Theatervereins, der nach zweijähriger Vorbereitungszeit fertiggestellt wurde. Nun ist er als DVD im lokalen Handel erhältlich. Ziel war es, Jugendliche der Schule für Sehbehinderte Waldkirch und des Theater Waldkirch zusammenzubringen: von der Entwicklung der Filmgeschichte über die schauspielerische Leistung bis hin zu allen Details der technischen Produktion wurde „inklusiv“ gearbeitet.

Die Initiative »für mich, für uns, für freiburg nördlicher breisgau« wählte die  
Projektarbeit für den Film „Nachtschwärmer“ in der Kategorie U21 als eine von acht Preisträgern. Mit dem Gesamtpreis von 8.000 Euro, der zu gleichen Teilen an die acht Gewinner geht, ehrt die Initiative bürgerschaftliches Engagement für Vielfalt und Miteinander in der Gesellschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen
Badische Zeitung zum Film „Nachtschwärmer“
Regiotrends zur Preisverleihung

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Freiburger Kompositionsstudent gewinnt »Contempo-Preis 2014«

Der Freiburger Kompositionsstudent Lukas Stamm hat den den Schaffhauser Contempo-Preis 2014 gewonnen.

Bei dem Wettbewerb waren in diesem Jahr „junge Tastentalente“ gesucht. Eine Pianistin und vier Pianisten gingen mit Musik aus Jazz, Klassik und freier Improvisation ins Rennen um die 5000 SFr Preisgeld.

Lukas Stamm überzeugte die Jury auch durch seinen intellektuellen Zugang zur Musik. "Man hat gespürt, dass es ihm nicht nur um die Töne an sich geht, als er bei der Preisverleihung zu Inputs aus dem Publikum improvisiert hat», so Contempo-Präsident Andi Kunz im Interview mit der Schaffhauser az. "Er versucht, die Musik der alten Meister zu verstehen und fühlt sich richtiggehend ein."

Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

Der Contempo-Kulturpreis
Der jährlich durchgeführte Wettbewerb stellt junge Menschen aus der Schweizer Region um Schaffhausen in den Mittelpunkt und fördert verschiedenste Sparten des kulturellen Lebens. Neben dem Preisgeld wird die Gewinnerin oder der Gewinner eine Jahr lang fachkompetent begleitet und unterstützt.
Anders als vom Staat, einer Stiftung oder von einem Wirtschaftsunternehmen getragen, wird der Contempo-Kulturpreis ausschließlich von den rund 200 Mitgliedern des gleichnamigen Vereins finanziert. Er ist ein Baustein des Vereins, der all seine Ressourcen für das Kulturzentrum KiK einsetzt. Engagiertes Ziel ist es, die „Kultur in der Kammgarn“ in ihrer Vielseitigkeit und Agilität zu stärken und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen
Artikel in der Lokalzeitung „shaz“ (Seite 30)
Contempo-Kulturförderpreis
Kultur in der Kammgarn

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20.10.2014
Musikphilosophie

Neue Publikation von Dr. Richard Klein

Richard Klein:
»Musikphilosophie«
zur Einführung

1. Auflage, 240 S., Broschur
978-3-88506-087-1
Junius Verlag, Preis: 14,90 EUR

Ab sofort ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

Verlagstext:
Musikphilosophie ist bislang kein akademisches Fach. Ihr fehlt eine Tradition, in der Begriffe kontinuierlich gebildet, bestritten und verändert werden. Das Bedürfnis nach einer philosophischen Beschäftigung mit Musik nimmt indes zu. In diese »Nichtdisziplin« erstmals einzuführen heißt zweierlei: Welche Themen sind für eine Musikphilosophie von heute relevant? Welche sachliche und personelle Auswahl lässt sich treffen? Zum Prinzip dieses Bandes gehören seine Beschränkung auf die Historie seit 1800 und die Anbindung philosophischer Überlegungen an musikwissenschaftliche Interessen. Neben der einleitenden Darlegung zur Methodik enthält er Kapitel zu Eduard Hanslick, Adam Smith, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Theodor W. Adorno, Bob Dylan, zur musikalischen Zeit und zum Werkbegriff.

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Lehrbeauftragter für Jazz-Kontrabass für außergewöhnliche Konzerterlebnisse geehrt

Das Kuratorium des Schwarzwald Musikfestivals hat Jazzbassist Dieter Ilg den Schwarzwald Musikfestival-Sonderpreis by Maurice Lacroix verliehen. Wie die Badische Zeitung bereichtet, überreichte Staatssekretär Jürgen Walter vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Patron des Kuratoriums, zusammen mit Festivalintendant Mark Mast die von Maurice Lacroix zur Verfügung gestellte Uhr.

Mit diesem Preis honoriert das Festival "herausragende künstlerische Leistungen und außergewöhnliche Konzerterlebnisse".

Dieter Ilg ist Lehrbeauftragter für Jazz-Kontrabass an der Hochschule für Musik Freiburg.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen
Vita Dieter Ilg
Webseite Dieter Ilg
Schwarzwald Musikfestival

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Am 22./23. November kommen in Freiburg und Basel Ensemblewerke des Komponisten zur Aufführung.

Foto: Harald Rehling

Mit je zwei Konzerten feiern das Institut für Neue Musik Freiburg und die Musik Akademie Basel das künstlerische Oeuvre Klaus Hubers. Zunächst von 1964-73 in Basel, dann von 1973-90 in Freiburg leitete er die Kompositionsklassen sowie das Institut für Neue Musik in Freiburg.

Als eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Musik der Nachkriegszeit vermied er es jedoch erfolgreich, lediglich auf eine Ansammlung innermusikalisch-stilistischer Merkmale festgelegt zu werden. Obwohl er niemals seine Verwurzelung in der mittelalterlichen als auch der seriellen Kompositionspraxis leugnete, ist jedes Werk erneut eine höchst individuelle Auseinandersetzung sowohl mit kompositionstechnischen als auch außermusikalischen Sachverhalten.

Bei aller Meisterschaft in der Strukturierung des Materials stellt er konsequent die Musik als die „letzte visionäre Vermittlerin eines hohen ethischen Bestrebens“ in das Zentrum seines Schaffens. Konkrete Bezugnahmen auf jeweils aktuelle politische Kontexte sollen den Zuhörer zu aktiver Reflexion anregen und das Eintreten für die „Utopie eines rechten Lebens“ anstiften:
In »Erniedrigt – Geknechtet – Verlassen – Verachtet« (1975/78-1982) widmet er sich höchst ambitioniert dem Konfliktfeld um die sandinistische Revolution in Nicaragua. »Zwei Sätze für Ensemble« (1979/83) thematisiert Pinochets Putsch 1973 in Chile. In den 1990er Jahren wird der Irakkrieg zum Auslöser einer intensiven Annäherung an die arabische Musikkultur. Anschließend beschäftigen Huber das Palästinaproblem sowie der Komplex Kapitalismus/Geldwirtschaft.

Dieser Anspruch des empathischen Komponierens zeigte sich auch in Hubers Selbstverständnis als Lehrer: Aufmerksamkeit, Offenheit und Toleranz gegenüber einer Vielfalt von ästhetischen Positionen, kulturellen Hintergründen und angestrebten Zielen, brachten eine beachtliche Zahl erfolgreicher Schüler hervor.

Weitere Informationen
Veranstaltungsprogramme »Klaus Huber zum 90. Geburtstag« 22./23. Nov.
Biographie Klaus Huber mit Werkverzeichnis, Bibliographie und Diskographie
»Laudatio auf Klaus Huber« von Claus Steffen Mahnkopf

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Mit zahlreichen Reformvorhaben reagiert die Freiburger Musikhochschule derzeit auf den rasanten Wandel im Musikerberuf. In seiner Rede anlässlich der Akademischen Feier zur Wintersemestereröffnung 2014/15 sprach Rektor Dr. Rüdiger Nolte über die künftigen Herausforderungen in der musikalischen Welt - und mit welchen Konzepten die Freiburger Musikhochschule diesen begegnet.

Lesen Sie hier die vollständige Rede von Dr. Rüdiger Nolte, Rektor der Hochschule für Musik Freiburg (anlässlich der Akademischen Feier zur Eröffnung des Wintersemesters 2014/15 am 13. Oktober 2014 im Konzertsaal der Musikhochschule, siehe auch
Bildergalerie Eröffnungsfeier

Meine Damen und Herren,

hinlänglich bekannt wird sein, dass der Landesrechnungshof empfohlen hatte, die Haushalte der fünf baden-württembergischen Musikhochschulen um 4 bis 5 Millionen Euro zu kürzen.
Weniger bekannt mag sein, dass mit dieser Empfehlung die Freiburger Musikhochschule wegen angeblich unverhältnismäßig guter Ausstattung im besonderen Kürzungsfokus stand und wir einen oft mühsamen Argumentationsfeldzug dagegen zu führen hatten.
Und viel zu unbekannt ist, dass wir diese schließlich anerkannte Klarstellung den unnachgiebigen Überprüfungen von Ludwig Holtmeier zu verdanken haben - was dank ihm schließlich in Baden-Württemberg zur akzeptierten Einsicht führte, dass gewisse Aspekte für die weitere Debatte um die Hochschulen bindend wurden, wie etwa die Beachtung vereinbarter Richtzahlen oder die der Ausfinanziertheit oder die differenzierte Beachtung offen darzulegender Stellensituation.

Diese Klarstellungen in Kombination mit der Tatsache – und hier danke ich Prof. Andreas Doerne -, dass wir gleichzeitig mit Reform-Konzepten aufwarten können, hatte im vergangenen Jahr zur Folge, dass die Freiburger Hochschule nun wieder den Ruf als solider Standort genießt und dass wir wieder nach vorne blicken können.

Und das ist auch nötig.

Denn wichtiger als diese tagespolitische Debatte ist es, die musikalische Ausbildung im Zusammenhang gesellschaftlicher Veränderungen neu zu überdenken.
Und darüber möchte ich heute sprechen, auch, um Ihnen den gedanklichen Zusammenhang für einige Reform-Vorhaben zu skizzieren.

Die Tatsache der SWR-Orchester-Fusion ist wohl nicht allein Ausdruck einer intendantischen Ignoranz, sondern vielmehr Ausdruck eines geringer gewordenen Interesses an der Tradition klassischer Musik.

Und damit bin ich beim 1. Thema meiner Rede:
Wir haben ein gehöriges Problem mit unserer musikalischen Gegenwart.
Merkwürdig: unbestritten ist die Tatsache, dass sich um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert mit dem Übergang einer aristokratischen in eine bürgerliche Gesellschaft eine vollkommen neue Kultur gebildet hat.
Aber kaum wahrgenommen wird, dass sich unsere gegenwärtige Kultur um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert, also in den letzten 25 Jahren, im Zuge einer digitalen Revolution ebenfalls entscheidend verändert hat – und zwar so sehr, dass man wohl nicht mehr von bürgerlicher Kultur sprechen kann, dass zumindest so etwas wie großflächige Kulturschichtungen oder –überlappungen festzustellen sind.

Die gestrige Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an den Informatiker Jaron Lanier mag wie die Bestätigung eines dringend notwendigen neuen gesellschaftlichen Diskurses gewirkt haben.
Der nicht zuletzt unsere Gegenwartswahrnehmung meint.
Denn es ist doch auffällig, dass trotz aller radikalen Veränderungen weiterhin häufig an bürgerlichen Werten und Traditionen festgehalten wird, so, als hätten die noch immer ihre prägende Relevanz.
Um über Musik zu sprechen: Betrachtet man die vorherrschend aus Werken vergangener Epochen bestehenden Konzertprogramme, dann ist festzustellen, dass Viele das ganz selbstverständlich finden und diese historische Musik erleben, als sei sie uns nah.
Wenn wir aber unsere historische Distanz zu diesen Werken außer Acht lassen, übersehen wir deren stilistische und klangliche Besonderheiten.
Oder um einem Gedanken des Philosophen Walter Benjamin zu folgen: wir sollten uns auf die Werke zubewegen und nicht diese zu uns heranholen.
Ein Gegenargument wäre sicherlich: große Kunst hat doch nichts zu tun mit gesellschaftlichen Veränderungen.

Das mag sogar sein.
Meist aber wird die behauptete Gültigkeit der Kunst nicht aus dem Werk selbst heraus erklärt – womit man sich nämlich bereits auf dessen historische Besonderheit einlassen würde -, sondern mit einer im Verhältnis zum Werk äußerlichen Überzeugung.

Ganz abgesehen davon, dass wir mit solch distanzloser, die Musik als überhistorisch setzender Wahrnehmung unseren eigenen Bezug zu unserer eigenen musikalischen Gegenwart ignorieren – anders als das übrigens in der Bildenden Kunst oder in der Literatur der Fall ist.
Aus der Perspektive einer noch heute überwiegenden Haltung des Konzertpublikums, aber auch bei Musikern, lässt sich also beobachten, dass man unsere musikalische Gegenwart am liebsten sich selber überlässt.
Als ließe man sie – ausgegrenzt – links liegen.
Warum? Weil sie uns nicht gefällt?

Aber wenn wir die Musik unserer Gegenwart nicht als Ausdruck unseres ästhetischen Empfindens akzeptieren können - Neue Musik, auch Jazz, Rock, Pop - warum ändern wir sie dann nicht?
Eine solche regulierende Auseinandersetzung von Musik und Gesellschaft, von Gewohnheit und Experiment, von Unterhaltung und Innovation, von Geselligkeit und Kontemplation hat über mehrere Jahrhunderte durchaus funktioniert – nicht zuletzt deshalb, weil diese regulierende Auseinandersetzung aus einem eigenen Gegenwarts-Verständnis heraus geschah.
Ich spreche damit nicht gegen die Pflege unserer musikalischen Tradition. Ganz im Gegenteil.
Worum es mir geht: unser Umgang mit Werken aus früheren Zeiten, unser Spielen und unser Hören sollte aus unserem eigenen Gegenwartsverständnis heraus geschehen – und nicht, als wären die Werke unsere Gegenwart.

Und hiermit bin ich beim 2. Thema meiner Rede: die Frage nach der gegenwärtigen Bedeutung von Musik.
Das Geschäft mit der Klassik scheint - noch - zu funktionieren, besonders im Festivalbereich.
Festivals jedoch sind Events und bieten über die Musik hinaus zusätzliche Attraktionen gehobener Geselligkeit.
Doch wenn die Geselligkeit überhandnimmt, kann das passieren, was jemand mal als die Infantilisierung der Kultur bezeichnet hat, die Verselbständigung zur Spaßkultur.
Was nun den Bezug zur Musik selbst betrifft, so ist momentan ein rapider Interessensschwund an unserer klassischen Musiktradition zu beobachten.
Diese Krise ist jedoch nur ein Teil eines weiter reichenden Problems unseres Umgangs mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Musik.
Denn der grundsätzliche Bedeutungswert von Musik kommt uns zunehmend abhanden.
Und dieses Problem mag mit dem Überwiegen von Spaßkultur sehr wohl zusammen hängen.
Hier nun setzt die immer wichtiger werdende Aufgabe für unsere Musikhochschulen an. Denn wir müssen mehr als bislang begreifen, dass
1. die gesellschaftliche und menschliche Bedeutung von Musik weit über das Klassische Repertoire hinaus geht, und
2. begreifen, dass wir an den Musikhochschulen uns für diese umfassende Musikbedeutung verantwortlich zu fühlen haben.

Selbstverständlich muss es an unseren Hochschulen weiterhin um künstlerische Exzellenz gehen. Und in jedem Fall ist gegen leichtfertig dagegen formulierte Meinungen mit allem Nachdruck anzugehen.
Denn der Schutz unserer großen musikalischen Kunsttradition muss eine unserer zentralen Verantwortungen bleiben.
Der formulierte Vorwurf aber, wir würden hier in Freiburg zulassen, dass aus unserer Kunsthochschule eine Pädagogische Hochschule wird, stimmt aus mehreren Gründen nicht.
- Erstens geht es niemals um ein entweder oder zwischen künstlerisch und  pädagogisch, sondern um beides,
- Zweitens haben wir in jüngster Vergangenheit im künstlerischen Bereich sehr wohl exzellent berufen können, teilweise sogar steigernd, und
- Drittens stimmt der Vorwurf nicht, weil er die gesellschaftlich dringende Notwendigkeit reformierter Pädagogik ignoriert - und zwar fatal ignoriert.

Dazu muss ich bitte noch einmal ausholen:
Die gesellschaftliche Bedeutung von Musik ergab sich in früheren Jahrhunderten aus Repräsentationsbedürfnissen, etwa denen der Fürsten oder denen eines selbstbewusst gewordenen Bürgertums.
Heutzutage aber ist die wirtschaftlich und politisch einflussreiche Elite nur noch in Ausnahmefällen bereit, klassische Musik zu fördern.
Und wenn unsere musikalische Hochkultur nur noch rudimentär von Repräsentationsbedürfnissen getragen wird, dann muss sich die Pflege und Förderung unserer Musikkultur anders motivieren.
Wenn die Pflege der Musikkultur nicht mehr von oben kommt, dann muss sie aus der Breite kommen.
Und hierfür brauchen wir Menschen, die ich als künstlerisch motivierte Menschen bezeichnen möchte.
Diese künstlerisch motivierten Menschen wären nach dem Verfall der Repräsentationskultur die gültige Referenz für eine lebendige Musikkultur. Nicht zuletzt im Verweis auf Ideale, wie sie schon bei Friedrich Schiller oder Wilhelm v. Humboldt zu finden sind.
Vorhin sprach ich davon, dass die Fusion der SWR-Orchester ein Ausdruck eines veränderten gesellschaftlichen Interesses ist. Jetzt kann ich ergänzen, dass der Widerstand gegen die Fusion zwar von einem enorm engagierten Freundeskreis betrieben wird, unterstützt von vielen Bürgern, dass sich letztlich aber das Engagement aus Wirtschaft und Politik in Grenzen hält.
Wie anders war es dagegen in Freiburg im Jahre 1887, als es die politische und wirtschaftliche Elite dieser Stadt als Ausdruck ihrer Repräsentationsbedürfnisse geradezu für unverzichtbar hielt, ein Philharmonisches Orchester zu gründen.
Wenn heute also aus den Führungsetagen kaum mehr Schutz und Förderung für Musikkultur zu erwarten ist, dann müssen wir uns umso mehr für das Ideal des künstlerisch motivierten Menschen engagieren.
Letzte Woche erst hörte ich von einem Fachmann der Branche, in 20 Jahren, wenn eine Folgegeneration die großen Vermögen erben wird, ist Schluss mit der Förderung klassischer Musik.

Es sei denn, wir unternehmen etwas.

Und hier setzen Aufgabe und Wichtigkeit reformorientierter Musikpädagogik an.
Doch nicht mehr allein zur Pflege musikalischer Hochkultur, wie sie für ein bürgerliches Repräsentationsbedürfnis sozusagen exklusiv passend war, sondern im Sinne eines umfassender reflektierten Musikverständnisses, das offen ist gegenüber allen Musikströmungen, d.h. frei ist von falschen Ausgrenzungen.

In diesem Zusammenhang nenne ich drei Freiburger Reform-Vorhaben:
1.  Das bereits andernorts beschriebene Projekt einer Labormusikschule als experimentellem Forschungsprojekt, an dem neue Lehrkonzepte entwickelt, erprobt und praktiziert werden sollen. Hier ist das Ideal des künstlerisch motivierten Menschen der unmittelbare pädagogische Anlass sowie der gesellschaftliche Auftrag.
2. Ein Institut in Kooperation mit der Freiburger Universität, mit dem ein tradierter Wissenschaftsbegriff hinterfragt werden soll, indem die bedeutenden Aspekte von Kunst und Pädagogik, auch unter soziologischer Perspektive, in die Musikwissenschaft mit einbezogen werden sollen – zugunsten eines neu und erweitert und offen reflektierten Verständnisses musikalischer Praxis.
3. Ein neu zu konzipierender Studiengang, der unter Verzicht auf einen falschen Perfektionsbegriff den Typus des musikalisch gebildeten Menschen zum Gegenstand hat, bei dem mit höchstmöglichem künstlerischen Anspruch ästhetische und technische Gegenwarts-Erscheinungen ebenso Bestandteil des Studiums sein sollen wie auch interdisziplinäre Studien, nicht nur mit anderen Künsten, auch mit Studien wie BWL, Soziologie oder Neurologie, ein Studiengang, der zudem Kompetenzen im Umgang mit neuesten Medienentwicklungen vermittelt.

Die hier beschriebenen Reform-Vorhaben enthalten einen noch detailliert auszuarbeitenden Anspruch auf die Gründung einer Reform-Musikhochschule.
Entsprechend soll der rein künstlerisch ausgerichtete Bereich zeitnah ebenfalls hinterfragt werden.
Umso mehr freue ich mich über erste Eigeninitiativen, wie z.B. die Vereinbarung der Professorinnen Julia Schröder und Simone Zgraggen mit unserem ganz neu berufenen Violin-Professor Sebastian Hamann, im Masterstudiengang Co-Teaching zu praktizieren. Dies wäre eine erste Initiative gegen das noch vorherrschende Meister-Schüler-Prinzip.
Und wenn wir jährlich Tage für das Thema Improvisation reservieren, dann sind damit gerade auch die künstlerisch ausgerichteten Klassen angesprochen.
Uns ist klar, dass das ein langwieriger Überzeugungsprozess ist.
Aber es kann auch nicht so schwierig sein zu erkennen, dass Improvisation als Teil künstlerischer Qualifikation im 19. Jahrhundert sehr wohl und erfolgreich zum Ausbildungskanon im musikalischen Hochleistungsbereich gehörte.
Mit der heute üblichen Reduktion auf das Einstudieren von Werken besteht die Gefahr, dass der Begriff des Künstlerischen nur vorausgesetzt wird oder sich auf individuell gebildete Empfindungen beschränkt oder auf private Inspirationen.
Oder sich reduziert auf den Anspruch auf Perfektion.

Noch einmal zurück zur Politik.
Der Bericht des Landesrechnungshofs und die darauf folgende Debatte haben eins gezeigt, und das ist für uns alle neu und sehr ernst zu nehmen: die Daseinsberechtigung unserer Musikhochschulen ist nicht mehr selbstverständlich.
Und auch wenn vieles in dieser Debatte von Unkorrektheit geprägt war, bestand doch die Chance, dass wir Musikhochschulen sozusagen in uns gegangen sind.

Nicht zuletzt zeigt sich das im momentanen Bemühen, ein gemeinsames Konzept vorzulegen, das nicht mehr alle Hochschulen das gleiche anbieten lässt.
Dieses Konzept sieht vor, dass jede Hochschule ihr Angebot in drei Sparten auflistet.
a) Kernbereiche: die Kernbereiche enthalten das, was an jeder Hochschule unterrichtet werden muss: das sind Orchesterinstrumente, Gesang, Komposition, Klavier, Musiktheorie/Gehörbildung, Musikwissenschaft und Vorklassen-Ausbildung.
b) Profilbereiche: diese Profilbereiche beschreiben nahezu den Rest des Angebots, mit der Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen.
c) Qualifizierte Zentren. Hier handelt es sich um besondere Ausbildungsschwerpunkte mit besonders tief und intensiv angelegten Curricula.
Pro Hochschule sollten es nicht mehr als zwei oder drei Zentren sein.

Wir haben uns entschlossen, unter Berücksichtigung der besonderen Standortvorteile in Freiburg dem Senat und Hochschulrat folgende Zentren vorzuschlagen und diese in den entsprechenden Fachgruppen zu besprechen:
1. Forschung. Hier sei an das gemeinsame Institut von Hochschule und Universität erinnert, aber auch an unsere Kooperationen mit der Pädagogischen Hochschule
2. Kirchenmusik als Baden-württembergisches Zentrum neben Stuttgart
3. Ein Zentrum für künstlerische und angewandte Klavierpraxis.
Diese drei Qualifizierten Zentren sind in Ergänzung zu den Kernbereichen zu verstehen und zu unseren übrigen Schwerpunkten wie etwa Schulmusik, Instrumental- und Vokalpädagogik, Orchesterinstrumente oder Komposition.

Die Tatsache, dass Freiburg vergleichsweise viele Klavierprofessuren hat, sollten wir argumentativ nach vorne gerichtet nutzen.
Freiburg soll ein Muster bildendes Zentrum für Klavierstudien werden.
Geplant ist, einige Klavier-Professuren zu profilieren, z.B. als Ausbildungen für qualifiziert ausgebildete Klavierpädagogen, denn es kann nicht sein, dass das Klavier an Musikschulen weiterhin sehr gefragt ist und wir dafür keine adäquaten Ausbildungen bieten, oder profiliert als Professuren für Improvisation oder für Korrepetition.
Und selbstverständlich sollen einige Professuren dem pianistischen Hochleistungsbereich vorbehalten bleiben.
Dieses Zentrum wäre deshalb ein qualifiziertes Zentrum, weil dort umfassend über die Bedeutung des Klavierspiels in allen seinen Facetten nachgedacht werden soll, d.h. ohne unnötige Ausgrenzungen. Und ohne „links-liegen-lassen“.

Zum Schluss: ich hatte vor Kurzem Gelegenheit, in Japan zu sein. Unter vielem anderen hat man dort Gelegenheit zu erkennen, dass unsere europäische Kultur nicht die einzige auf der Welt ist.
Die Bedeutung der Globalität ist ein weiterer Aspekt unserer Gegenwart.
Auch den sollten wir in unserer Musikhochschulausbildung nicht übersehen.
So wenig, wie wir übersehen sollten, dass wir dabei sind, unsere große Musiktradition durch musealisierende Traditionspflege zu gefährden – und damit in Gefahr sind, ein wahrliches Kulturgut aufs Spiel zu setzen, nämlich die Bedeutung von Musik für unsere menschliche Dignität.

Hier an unserer Hochschule gibt es zur Zeit viele gute Ansätze.
Und ich bitte Sie alle herzlich, dabei mit zumachen.

Wie hat gestern Jaron Lanier, der Musiker und Kenner unserer digitalen Gegenwart seine Rede beendet: „Lasst uns unsere Schöpfung lieben“.

Besten Dank.

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Neue Publikation von Prof. Dr. Meinrad Walter

Meinrad Walter:
»Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!«
Johann Sebastian Bachs musikalisch-lutherische Bibelauslegung im Kirchenjahr

255 Seiten, ISBN 978-3-460-08602-9
Katholisches Bibelwerk, Stuttgart, 2014

Ab sofort ausleihbar in der
Bibliothek der Hochschule für Musik Freiburg

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Freiburger Musikhochschul-Dozent gewinnt 1. Preis beim Wettbewerb »cantando-parlando«

Johannes Söllner, Dozent für Improvisation und Schulpraktisches Klavierspiel an der Freiburger Musikhochschule, hat erneut einen international ausgeschriebenen Kompositionspreis gewonnen. Sein Stück »flussbeschreibung« wurde von der Jury des »cantando-parlando« Wettbewerbes soeben mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Bereits 2013 fand im Vorfeld ein Lyrikwettbewerb statt. Die dort prämierten Gedichte bildeten nun die Textgrundlage für die Stücke des diesjährigen Kompositionspreises. Die jetzt ausgezeichneten Werke werden im kommenden Jahr wiederum Pflichtstücke beim Lied-Duowettbewerb sein.

Herzlichen Glückwunsch!

Mehr Informationen
Vita Johannes Söllner
Webseite Joahannes Söllner
Webseite Kompositionswettbewerb »cantando-parlando«

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Freiburger Gesangsstudent gewinnt in der Finalrunde den 3. Preis

Beim internationalen Musikwettbewerb Gesang/Klavier, der vom 18.-28. September 2014 in Köln stattfand, hat Won Kim (Soloist Diplom Gesang Klasse Prof. Markus Goritzki) den 3. Preis gewonnen.

Won Kim war in zwei Vorrunden erfolgreich, in der Finalrunde konzertierte er mit dem WDR Funkhaus Orchester Köln, wo er schließlich gegen drei weitere Mitbewerber antrat.
Der von AUDI gestiftete Preis 3. Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Weitere Informationen
Internationaler Musikwettbewerb Gesang/Klavier 2014, Köln

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Das von Ralf Schmid im Auftrag der Carnegie Hall komponierte Werk »A Distant Drum« wird am 28. Oktober in New York uraufgeführt.

Das von Ralf Schmid (links im Bild), Professor für Jazz-Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg, komponierte Musiktheater »A Distant Drum« wird am 28.10. in der Carnegie Hall in New York uraufgeführt. Die Carnegie Hall ist gleichzeitig die Auftraggeberin des Werkes. Musikalischer Leiter ist ebenfalls Ralf Schmid.

Im Ensemble sind renommierte Musiker wie Daniel Hope (Violine, rechts im Bild) und Jason Marsalis (Schlagzeug) mit denen Ralf Schmid in dieser Woche zu Proben und Vorpremieren nach Südafrika reisen wird. Ab 23. Oktober beginnen dann die Endproben in New York, am 28.10. feiert das Stück Premiere in der Carnegie Hall.

Hintergrund zu »A Distant Drum«
»A Distant Drum«, unter der Regie von Jerry Mofokeng und mit Atandwa Kani und Christian Schoombie besetzt, thematisiert das Leben des schwarzen
Journalisten Nat Nakasa, der im Johannesburg der 60er Jahre für das legendäre Magazin DRUM mit Brillanz und Ironie den Lebensalltag im Apartheid-System beschreibt.
In einer dunklen und brutalen Zeit blüht Nakasa auf, gründet gegen Widerstände ein schwarzes Literaturmagazin, schreibt sogar für die weiße Presse. Mutig und gewitzt bricht er die grotesken Regeln der Segregation und gerät unter Beobachtung des Regimes. Auf Druck muss Nakasa 1964 Südafrika verlassen und geht als Stipendiat nach Harvard. Er darf nicht mehr zurück, sein Heimweh stürzt ihn in die Depression und er begeht 1965 in New York Selbstmord. Im September 2014 wurde Nat Nakasa unter großer öffentlicher Teilnahme in seinem Heimatland Südafrika nochmals beigesetzt.
Daniel Hopes Vater Christopher Hope, der wie Nakasa mit seiner Familie Südafrika ohne Rückreisemöglichkeit verlassen musste, holt mit seinem Theaterscript »A Distant Drum« einen hochtalentierten Intellektuellen und inspirierten Lebemann ans Licht, der im Post-Apartheid-Südafrika eine bedeutende Rolle hätte spielen können.

Ralf Schmids Musik kreist um ein für Daniel Hope komponiertes Solo-Violinthema, das Nat Nakasas Entwurzelung und seine Sehnsucht nach Heimat in einer geeinten Gesellschaft und in einer besseren Welt ins Bewusstsein ruft. Gegenpol zu Nats Melancholie ist der pralle Sound und bunte Lifestyle der Township Communities und ihrer urbanen, stilbewussten Bohème, zu der auch Nakasas Freund, die Jazzikone Hugh Masekela gehört. Ein Mix aus Jazz und afrikanischen Rhythmen durchzieht daher Ralf Schmids »A Distant Drum« Partitur, wie auch die für Südafrikas Musiktradition essentiellen Chorklänge, die vorproduziert und elektronisch bearbeitet in den musikalischen Fluss des Live-Ensembles integriert werden.

Mehr zum Thema
Eindrücke und Berichte von diesen Reisen gibt es auf www.ralfschmid.de
Veranstaltungshinweis Carnegie Hall
Veranstaltungshinweis bei Daniel Hope
Net Nakasas Beisetzung

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Bus des „Netzwerk Neue Musik BW“ geht mit Kanons der Freiburger Kompositionsklassen auf Reisen.

Das „Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg“ ist ein Zusammenschluss zahlreicher Akteure der Neuen Musik, ein Konzept für die nachhaltige Präsenz und Verfügbarkeit zeitgenössischer Musik im Kulturleben des Landes.

Das neueste Angebot des Netzwerks macht Klang mobil und schickt einen alten Bus mit Neuer Musik durch Baden und Württemberg. Er hält an Parkplätzen, Schulen, Märkten, Hinterhöfen, Fußgängerzonen und realisiert kleine Aufführungen, Uraufführungen sowie Performances für alle, die neugierig genug sind, stehen zu bleiben.

Für den Fahrplan Oktober/November 2014 wurden busfähige Neukompositionen in Auftrag gegeben. So entstanden vierzehn sehr unterschiedliche Kanons und Kanonkonzepte der Studenten Ruslan Khazipov, Amir Teymuri, Clemens Thomas und Carlo Thomsen aus den Kompositionsklassen des Instituts für Neue Musik Freiburg.

Termine
An drei Busstationen, wird die „Schola Heidelberg“ diese Uraufführungen
badischer und württembergischer Kanons dem Publikum präsentieren:

Mittwoch, 22.10.2014, 16.00 Uhr
LOOPING-BW in Schwetzingen, Kleine Planken
Donnerstag, 23.10.2014, 11.00 Uhr
LOOPING-BW in Heidelberg
Freitag, 24.10.2014, 13.00 Uhr
LOOPING-BW in Heidelberg, Pädagogische Hochschule

Zudem wird die „Schola Heidelberg“ das neue Kanonprogramm im Rahmen der
Stuttgarter Veranstaltungstage des „Netzwerk Junge Ohren“ vorstellen sowie am Wettbewerb „Junge Ohren Preis 2014“ teilnehmen:
Donnerstag, den 27.11.2014, 19.30 Uhr
Stuttgart, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Mehr zum Thema
Netzwerk Neue Musik BW
Fahrplan Oktober/November 2014 »Netzwerk mobil, Klang im Bus«
Schola Heidelberg/KlangForum Heidelberg e.V.
netzwerk junge ohren

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