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DFG-Projekt

Erstes Arbeitstreffen des wissenschaftlichen Netzwerks zum Transfer von Forschung in die Lehre an Musikhochschulen

Am 24.11.2016 fand am Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM) das erste Arbeitstreffen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten wissenschaftlichen Netzwerks unter der Leitung von Dr. Manfred Nusseck mit dem Themenschwerpunkt Transfer von Forschung in die Lehre an Musikhochschulen statt.

Die Teilnehmergruppe setzt sich aus Vertretern der Musikhochschulen München, Lübeck, Frankfurt, Leipzig und Freiburg zusammen. Zunächst wurden die Ergebnisse einer Multizenterstudie zur Gesundheit im Musikstudium, die vom FIM geleitet und koordiniert wurde, vorgestellt. In dieser Längsschnittuntersuchung an den oben genannten Musikhochschulen wurden Musikstudierende im Bachelorstudium von Beginn bis ins siebte Semester in regelmäßigen Abständen über Studierfähigkeit und präventives Verhalten befragt. Es zeigte sich, dass über alle beteiligten Musikhochschulen zu Beginn des Studiums bereits 29% der Musikstudierenden ein spielbeeinträchtigendes Gesundheitsproblem hatten. Diese Anzahl stieg im zweiten Studienjahr auf 42% an und blieb im dritten Jahr bei 36% sowie im vierten Jahr bei 32%. Im Netzwerk wurde diskutiert, welche Ansatzpunkte Lehrveranstaltungen liefern, um dieses Ergebnis zu verbessern. Hierzu könnten die Ergebnisse in Seminaren an den beteiligten Musikhochschulen mit den Studierenden besprochen werden und Überlegungen gesammelt werden, wie gesundheitsbezogene Präventionsmaßnahmen für Musikstudierende und Instrumentallehrkräfte stärker bewusst gemacht werden könnten. Ziel des Netzwerks ist es, über die Verbindung von Forschung und Lehre im Musikhochschulalltag zu reflektieren und konkrete Ansatzpunkte zu sammeln. Das Netzwerk hat eine Laufzeit von 3 Jahren (2016-2019).

Dr. Manfred Nusseck

Die deutschen MusikhochschulenDeutsch-Französische Hochschule