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„Madame Lenin“ am 11. und 12. November im Südufer Freiburg

Eine Produktion von zeug und quer e.V. im Rahmen der Russischen Kulturtage 2017

Künstlerische Leitung: Clemens K. Thomas, Kompositionsstudent am Institut für Neue Musik und Mitbegründer von zeug und quer e.V.  



Im Rahmen der Russischen Kulturtage Freiburg präsentiert der junge Kulturverein zeug und quer e. V. das musiktheatrale Ritual „Madame Lenin“. In der 90-minütigen Performance wird die „Utopie“ der Revolution in Frage gestellt: Werden Revolutionen im Nachhinein verklärt? Übersehen wir bei allen Neuerungen (Utopie des „Neuen Menschen“, Technifizierung, Fortschrittsgedanke…) nicht die negativen Auswirkungen der Revolution? Und zusammen mit ihnen die auf der Strecke Gebliebenen, die vom Fortschritt Abgehängten, die in andere Richtung Strebenden, die NichtIdeologiekonformen…? 



Madame Lenin, „Protagonistin“ des gleichnamigen Stücks von Welimir Chlebnikow (1885-1922), ist gegen ihren Willen Insassin einer psychiatrischen Anstalt. Sie spricht nichts und meidet die anderen Menschen. Die Textvorlage ist konsequent als Introspektion angelegt - anstelle von handelnden Personen treten 13 verschiedene „Stimmen“. Sie geben die Sinneseindrücke und Gedanken Madame Lenins wieder. Ihr Inneres wird geäußert. Die Zuschauenden haben Teil an ihren Schmerzen, ihren Ängsten, ihrer Behandlung — und werden Teil Madame Lenins… 

Madame Lenin steht im Mittelpunkt einer musikalisch-szenischen Performance, die Übergänge und Grenzen auslotet: semantisch verständliche Sprache wird transrationaler Klang, „Normalität“ wird „verrückt“. Madame Lenin ist eine „Verrückte“ - zumindest in den Augen ihres behandelnden Arztes. Doch wann eigentlich wird Normalität zum Problem, das behandelt werden muss? Wann eigentlich wird Normalität „verrückt“?

Das Team

Vokalquartett

Juliane Stolzenbach-Ramos 

Julienne Mbodjé 

Steffen Schwendner

Linus Fischer

Streichquartett, Evenos-Quartett, Essen 

Klarinette, Daniela Kohler
Harfe, Magdalena Schiela (als Gast)
Gitarre, Robert Menczel (als Gast)
Blumentöpfe, Yuyoung Jin und Lukas Mühlhaus
Komposition

Boris Yoffe, Vertonung des zentralen Textes „Madame Lenin“ von Welimir Chlebnikow

Ruslan Khazipov, Vertonung des Textes von Andrej Platonow

Clemens K. Thomas, Vertonung des Textes von Daniil Charms

Organisation

zeug und quer e.V.

Idee und Konzept

Boris Yoffe 

künstlerische Leitung

Clemens K. Thomas



Termine

11. November 2017, 20 Uhr SÜDUFER Freiburg, Haslacher Straße 41

12. November 2017, 18 Uhr SÜDUFER Freiburg, Haslacher Straße 41

15. Dezember 2017 Berlin, 20 Uhr Hamburger Bahnhof, Eröffnungsveranstaltung des 
„D-bü Wettbewerb Studierender deutscher Hochschulen“ 

April 2018 Karlsruhe, Studio des Badischen Staatstheaters im Rahmen der 24. Europäischen Kulturtage „Umbrüche Aufbrüche - Gleiche Rechte für Alle“



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