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Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten des »Deutschlandstipendiums« 2022/2023

Ein Mal pro Jahr vergibt eine Jury an der Hochschule für Musik Freiburg die »Deutschlandstipendien«. Für das akademische Jahr 2022/2023 wurden sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten damit ausgezeichnet. Hier stellen wir sie vor.

An der Hochschule für Musik Freiburg werden seit dem Wintersemester 2011/2012 jährlich im Dezember Deutschlandstipendien vergeben. Das Deutschlandstipendium fördert Studierende sowie Studienanfängerinnen und Studienanfänger, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten 300 Euro monatlich – die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stifterinnen und Stiftern. Dieses Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung ist das Besondere am Deutschlandstipendium. Im Förderjahr 2022/2023 werden an unserer Hochschule Stipendien bereitgestellt durch die Heidi-Gruss-Stiftung, die Dominik-Pfahlberg-Stiftung, die »Doris und Jochen Ortmann-Stiftung« sowie die Yamaha Group Europe. Allen Stipendiengebern dankt die Hochschule für Musik Freiburg nachdrücklich für Ihr Engagement.

Der Leistungsbegriff, der dem Stipendium zugrunde liegt, ist bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Die folgenden Studierenden haben die Jury mit ihren Leistungen überzeugt – herzlichen Glückwunsch an unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahres 2022/2023!

Benedikt Noel Heisinger erhielt seine ersten musikalischen Impulse bereits in jungen Jahren durch verschiedene Instrumentalunterrichte. Seinen ersten Gesangsunterricht nahm der Bariton im Alter von 16 Jahren. Seit 2018 ist er Mitglied der »Audi Jugendchorakademie« mit welcher er mit Orchestern wie den Duisburger Philharmonikern, der » Akademie für Alte Musik Berlin« und »Les Siècles« unter der Leitung von Christoph Prégardien, Martin Steidler, François-Xavier Roth und anderen konzertierte. Zum Wintersemester 2019/2020 begann er sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Freiburg in der Klasse von Prof. Torsten Meyer. Weitere stimmliche Erfahrungen sammelte er bei einem Meisterkurs mit Prof. Klesie Kelly-Moog. 2022 gewann er den ersten Preis des »Lions Musikpreis« im Distrikt Süd-West sowie einen Förderpreis der »Helene Rosenberg-Stiftung«. Zudem wurde er für das Jahr 2023 in die Akademie des »Balthasar-Neumann-Chors« aufgenommen.

David Auli Morales entdeckte sein Interesse am Schlagzeug in »El Sistema« in San Antonio de los Altos (Venezuela). Im Jahr 2008 kam er an das Konservatorium »Simón Bolívar« und studierte Schlagzeug bei Geniver Graci und bei Yván Hernandez. Im Jahr 2012 wurde er in das Jugend-Orchester von Caracas aufgenommen, in dem er bis 2016 aktiv mitspielte. Mit diesem Orchester reiste er durch Europa, Asien und Amerika und arbeitete mit renommierten Dirigentinnen und Dirigenten zusammen, darunter zum Beispiel Gustavo Dudamel, Leon Botstein und Kyung Bok Gung. Entscheidende und wichtige musikalische Impulse erhielt er in zahlreichen Meisterkursen unter anderem bei Zak Bond, Dave Samuels, Marta Klimasara, Emmanuel Séjourné, Roger Carlson und anderen. Im Laufe seines Bachelor-Studiums an der Hochschule für Musik Freiburg gründete er das Ensemble für Alte Musik »Tammurriata«, das Duo Intakt (Blockflöte-Schlagzeug) sowie das »Clash Trio« (Schlagzeug-Ensemble). Mit diesen Ensembles konnte er in verschiedenen Ländern spielen und an wichtigen Festivals teilnehmen, zum Beispiel an den »Innsbrucker Festwochen der Alten Musik« und am »Two Days and Two Nights of New Music« in Odessa (Ukraine). Im Oktober 2017 erhielt er ein Stipendium bei der »Helene Rosenberg-Stiftung«. In der Spielzeit 2018-2019 war er Praktikant beim Philharmonischen Orchester Freiburg. Im November 2021 gewann er den ersten Preis beim Wettbewerb der »Edition Tre Fontane« mit dem Duo Intakt. Im September 2022 gewann er den ersten Preis bei der »Swiss Percussion Competition« mit dem »Clash Trio«. Seit Oktober 2021 studiert er an der Hochschule für Musik Freiburg im Master-Studiengang Schlagzeug bei Prof. Håkon Stene, Prof. Dr. h. c. Bernhard Wulff, Prof. Taijiro Miyazaki und Tilman Collmer. Seit Januar 2020 ist David Auli Morales ehrenamtliches Mitglied des Vereins Pro Venezuela, wo er sich um die Organisation verschiedener kultureller Aktivitäten kümmert.

Adomas Pleita wurde in Litauen geboren, wo er bereits früh an der Nationalen Musikschule in Vilnius Unterricht in Flöte, Fagott und Komposition erhielt. Seit 2020 studiert er Fagott bei Prof. Henrik Rabien, zunächst an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und seit 2022 an der Hochschule für Musik Freiburg. Weitere Impulse erhielt er von Dag Jensen und Jussi Särkkä im Rahmen der »Sibelius Summer Academy 2019«. Adomas Pleita gewann als Jugendlicher zahlreiche Preise in seiner Heimat, darunter den ersten Preis beim »24. Juozas Pakalnis«-Wettbewerb und den zweiten Preis beim zweiten internationalen Kammermusik-Wettbewerb »Muzikinė akvarelė«. Als 17-jähriger ist er bereits als Solist mit dem St.-Christophorus-Kammerorchester in Vilnius und dem Orchester der »Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstschule« aufgetreten. Außerdem war er Teilnehmer des Jugend-Kammermusik-Festivals »In corpore« in Helsinki (Finnland) 2018. Schon in den akademischen Jahren 2020/2021 und 2021/2022 war Adomas Pleita Stipendiat des Deutschlandstipendiums.

Simone Schermi wurde in Imperia in Italien geboren, begann sein Violinstudium bei Prof. Alfonso Moretta an der Musikschule »G. Amadeo« in seiner Heimatstadt und schloss sein Bachelor-Studium am Konservatorium in Genua bei Prof. Vittorio Marchese mit Bestnoten ab. Er war Konzertmeister und Solist des Jugend-Regionalorchesters von Ligurien, seiner Heimatregion, und arbeitet derzeit mit mehreren Orchestern zusammen, darunter die »Basel Sinfonietta«. Er absolvierte ein Erasmus-Semester an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Noé Inui und nahm an mehreren bedeutenden Meisterkursen teil, darunter kürzlich im Rahmen der »AIMS – Internationale Musikakademie von Solsona« in Spanien und der renommierten »Festival Academy Budapest« in Ungarn. Zurzeit studiert er im Masterstudiengang Violine bei Prof. Simone Zgraggen an der Hochschule für Musik Freiburg, wo er außerdem Erasmus-Tutor ist.

Josephine Schmirl studiert seit 2019 Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg im Bachelor Musik bei Prof. Alfonso Gómez mit integriertem Minor-Profil in Musikphysiologie/Musikermedizin. Aktuell beschäftigt sie sich mit Forschungsarbeiten über Resilienz. Neben internationalen Meisterkursen in Frankreich und Italien bei Prof. Irina Edelstein, Ana-Marija Markovina und Prof. Gilead Mishory, gewann sie drei Bundespreise des Wettbewerbs »Jugend Musiziert« in der Kategorie Klavier Duo (2012, 2015, 2018) sowie den zweiten Preis beim internationalen Klavier-Wettbewerb »Clavis« in Sankt Petersburg (2018). Seit 2021 studiert Josephine Schmirl parallel zu ihrem Musikstudium Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Lilli Felicia Schmitt, geboren 2000 in Darmstadt, studiert aktuell im fünften Semester Bachelor Violine bei Prof. Simone Zgraggen an der Hochschule für Musik Freiburg. Zuvor hatte sie Unterricht bei Barbara Kummer am »Dr. Hoch’s Konservatorium, Pre-College Franfurt am Main« und bei Ingo de Haas. Seit ihrem Studium erhielt sie weitere wichtige Impulse durch Prof. Tanja Becker-Bender, Melise Mellinger (»Ensemble Recherche«), Ulf Hoelscher und Prof. Barbara Doll. Mit ihrem Streichquartett »percaso string quartet« (Camilla Pedini, Theresa Wagner, Clara Dietze), welches sich im Februar 2022 gründete, nahm sie an verschiedenen Meisterkursen teil, unter anderem bei der Ensemble-Akademie Freiburg und mit dem Streichquartett »Quatuor Diotima« in Metz, Frankreich. Im November 2022 gewannen sie einen Förderpreis beim »Boris-Pergamenschikow-Preis für zeitgenössische Kammermusik« an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Lilli Felicia Schmitt war Konzertmeisterin des Landesjugendorchesters Hessen sowie zahlreicher anderer Jugendorchester im Raum Darmstadt – Frankfurt am Main, mit denen sie auch als Solistin konzertierte. Zuletzt spielte sie bei der jnp (junge norddeutsche philharmonie) und diverse Aushilfen bei der Basler Sinfonietta und der Kammerphilharmonie Mannheim. Ab dem Wintersemester 2022 hat sie das Tutorat bei Prof. Simone Zgraggen übernommen, bei dem sie deren FAB-Studierende begleitend unterrichtet.

Johann Sundermeier studiert an der Hochschule für Musik Freiburg Blockflöte bei Prof. Stefan Temmingh. Des Weiteren ist sein musikalischer Werdegang von Musikproduktion, Improvisation und Komposition geprägt. Wichtige Impulse erhielt er dabei von Ralf Schmid, Armin Metz und Cito Kaling. Zu hören war er mit seinen Kompositionen bei Festivals wie dem den »Folklorum Festspielen«, »Folk´n´Fusion Hildesheim« und den Blockflöten-Festtagen Bad Kissingen und im Pierre-Boulez-Saal in Berlin. Er komponierte und produzierte die Musik für die Tanz- und Videoproduktionen »Residuals«, »Screen(d)« und »Envy« unter der Leitung der Choreografin Uta Engel.

Foto: Valentin Behringer

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