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Hochschulchor

Über den Hochschulchor

Der Chor der Musikhochschule Freiburg setzt sich aus Studierenden aller Fachbereiche zusammen und umfasst je nach Projekt 50-80 Sängerinnen und Sänger. Der Hochschulchor probt während des Semesters in der Regel wöchentlich mittwochs abends von 17.30-19.30 Uhr und erarbeitet Chorwerke aller Epochen, die in Konzerten am Ende des Semesters der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei oratorischen und chorsinfonischen Werken arbeitet der Chor mit Solisten und dem Hochschulorchester zusammen.

Höhepunkte der vergangenen Jahre waren unter anderem die Aufführungen der „Jahreszeiten“ von J. Haydn, dem „Dixit Dominus“ von G.F. Händel, dem „Deutschen Requiem“ von J. Brahms, dem „Lobgesang“ von F. Mendelssohn Bartholdy mit einer Uraufführung des jungen Freiburger Komponisten Jan Esra Kuhl, sowie die „Sacred Concerts“ von Duke Ellington.

Im vergangenen Jahr gastierte das Ensemble mit dem „Deutsch-russischen-Dialog“ in der Berliner Philharmonie und in St. Petersburg.

Das Ensemble wird in wechselndem Turnus von Prof. Frank Markowitsch und Prof. Morten Schuldt-Jensen geleitet.

 

Projekte

Ellington: Sacred Concert für Chor, Big-Band, Sopran und Stepptänzer

Projekt des Wintersemesters 2019/2020

Unter der Leitung von Prof. Morten Schuldt-Jensen und in Kooperation mit der Bigband (Leitung: Prof. Axel Kühn) stand beim Hochschulchorprojekt im Frühjahr 2020 das Sacred concert von Duke Ellington im Mittelpunkt des Programmes.

Für Duke Ellington, dessen Big-Band sich mehr und mehr vom Tanz- zum Konzert-
Orchester entwickelt hatte, bildeten drei geistliche Werke den Mittelpunkt
seiner Arbeit in den 1960er und 1970er Jahren. Bei den sogenannten Sacred
Concerts I, II und III handelte es sich um Kirchenkonzerte, die jeweils aus
etwa einem Dutzend lose zusammenhängender Nummern bestanden. Ellington
entwarf und arrangierte Text und Musik und spielte selbst Klavier. Die 
Aufführungen dieser Jazz-Oratorien fanden 1965, 1968 und 1973 in kirchlichem
Rahmen unter Ellingtons Leitung statt. Sie sind als Live-Mitschnitte in
Tonaufnahmen erhalten. Diese dienten John Høybye und Peter Pedersen 1993
als Vorlage für ihre notierte Fassung, worin dem Chor eine besonders wichtige Rolle zukommt.
Der erste Teil des Abends zeichnet die Wurzeln der Sacred Concerts nach:
afro-amerikanische Work-Songs, Gospels und Spirituals, Kirchenmusik mit europäischen Wurzeln, Ellingtons populäre Tanzmusik und seine Song-Hits. Die Sopranistin Elisabeth Birgmeier scheute dabei nicht davor, auch mal ein etwas anderes Programm solistisch darzubieten.

Deutsch-russischer Dialog

Projekt des Wintersemesters 2018/2019 und des Sommersemesters 2019

Zwei ganze Semester nahm das Chorprojekt Deutsch-russischer Dialog in Anspruch und fand seine Höhepunkte im Januar 2019 in der Berliner Philharmonie und im April in St.Petersburg, bis es schließlich im Juni auch in Freiburg aufgeführt wurde.

Nicht nur das Programm bestand aus gleichen Teilen aus russischer und deutscher Literatur, auch die Ensembles bestanden aus jungen Musikern verschiedener Länder. Gemeinsam mit dem Chor des Rimski-Korsakov-Konservatoriums aus St.Petersburg, dem Sinfonieorchester des Jungen Ensembles Berlin und dem EuropaChor brachte der Hochschulchor unter anderem Stravinskys Psalmsinfonie und Brahms' Schicksallied auf die Bühnen Russlands und Deutschlands. Dirigiert wurde dieses Projekt von Michael Riedel und Frank Markowitsch.

Barockprojekt

Projekt des Wintersemesters 2017/2018

Im Jahr 2017 konzipierte Prof. Frank Markowitsch anlässlich des Telemann-Jahres ein Barockprojekt, in dem Chor und Barockorchester der Musikhochschule gemeinsam Werke alter Meister erklingen ließen. Umrahmt von Meisterkursen, Werkstatt- und Mitsingkonzerten wurden Telemanns Donnerode und Dixit Dominus von Georg Händel aufgeführt.

Den ersten Teil der Donnerode komponierte Georg Philipp Telemann zum Anlass des verheerenden Erdbebens 1755 in Lissabon. Der große Erfolg des ersten Teils veranlasste den Komponisten das Werk zu einem geschlossenen Oratorium zu vervollständigen. Auch Händels Dixit Dominus gehört zu den gewichtigeren und umfangreicheren Werken des Komponisten.

Mendelssohn: 2.Sinfonie "Lobgesang"

Projekt des Sommersemesters 2017

Zum Anlass des Reformationsjahres 2017 entschied sich Prof. Frank Markowitsch die 2. Sinfonie "Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy aufzuführen. Das Werk wurde zum 400. Jahrestag des Buchdrucks geschrieben. Die gesellschaftlichen Veränderungen, die zu dieser Zeit einsetzten, sind in gewisser Weise vergleichbar mit heutigen Veränderungen durch Digitalisierung und ähnlichen Prozessen. Mit diesem Thema beschäftigte sich auch die Auftragskomposition von Jan Esra Kuhl, die im Zuge dieses Projekts uraufgeführt wurde.

Brahms: Ein deutsches Requiem

Projekt des Wintersemesters 2016/2017

Im Februar 2017 führte Prof. Morten Schuldt-Jensen mit dem Hochschulchor Brahms' Requiem auf. Solisten waren die Sopranistin Andrea Nübel und der Baritonsänger Changjun Yoon. Begleitet wurde der Chor von einem kleinen Instrumentalensemble der Hochschule.

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