Gender/Diversity StipendiumGender/Diversity Stipendium

Gender/Diversity Stipendium

Vergabe des Gender/Diversity-Stipendiums 2018/19

Die Hochschule für Musik Freiburg vergibt für das akademische Jahr 2018/19 aus den Mitteln des Professorinnen-Programms ein Stipendium an Studierende und junge Absolventinnen und Absolventen, die sich in wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Themenkomplex Musik und Gender auseinandersetzen.

Das Gender/Diversity Stipendium

 

Die Hochschule für Musik Freiburg vergibt jedes Jahr aus den Mitteln des Professorinnen-Programms ein Stipendium an Studierende und junge Absolventinnen und Absolventen, die sich in wissenschaftlichen Arbeiten mit folgenden Themenfeldern auseinandersetzen:

-       Musik und Gender
-       Chancengerechtigkeit und Gleichbehandlung
-       Homosexualität und Queer
-       Kulturelle Prägung und interkulturelle Role Models
-       Crossgender Castings / Crossgender Stimmen
-       Gender und Musikmaschine
-       Gender, Psychologie und Wahrnehmung
-       weitere, eigene Themenstellungen aus dem Komplex Musik-Gender-Vielfalt

 

Wie hoch ist die Fördersumme?

Es werden Stipendien in einer Gesamthöhe von 2400 Euro für abgeschlossene wissenschaftliche Arbeiten oder für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten vergeben.

Die Jury kann entscheiden, dass die Förderung an mehrere BewerberInnen vergeben und gemäß eines von der Jury festgelegten Verhältnisses geteilt wird.

 

Wer kann sich bewerben?

Studierende der Hochschule für Musik Freiburg oder AbsolventInnen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegt.  Die Auszeichnung ist auf die Hochschule für Musik Freiburg beschränkt und richtet sich in erster Linie an innovative Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Zulassungsarbeiten, integrative Prüfungen mit künstlerisch-wissenschaftlicher Fächerkombination und Dissertationen).
Es können aber auch innovative Forschungsarbeiten eingereicht werden, die in anderen Kontexten entstanden sind oder entstehen sollen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht.

 

Wie bewerbe ich mich?

Einzureichen sind

 -       die fertige Arbeit in gedruckter Form (Falls diese bereits publiziert wurde, darf die Veröffentlichung nicht länger als ein Jahr zurückliegen),

-       oder eine Dokumentation der künstlerisch-wissenschaftlichen integrativen Prüfung (z. B. Generalprobenmitschnitt, Programmheft, schriftliche Erläuterung des Konzepts),

-       oder ein aussagekräftiges Exposé, sofern die Arbeit im Rahmen des Stipendiums erstellt werden soll,

-       und ein aussagekräftiger Lebenslauf.

 

Die Bewerbungsfrist:

Anmeldeschluss: 15. November 2018

 

Die Bewerbungen sind zu richten an:

Hochschule für Musik Freiburg

zu Hd. Jacqueline Pfann

Schwarzwaldstr. 141

79102 Freiburg

 

 

Das Stipendium 2017/18 ging in gleichen Teilen an:

Marei Roos studiert derzeit im 8. Semester Schulmusik mit Hauptfach Violoncello bei Prof. Elena Cheah und im Beifach Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie erhielt das Gender/Diversity Stipendium für eine Arbeit im Rahmen des Seminars "Heldinnen.Heroinen. Pionierinnen. Aspekte einer anderen Heroengeschichte" bei Prof. Janina Klassen im Wintersemester 2016/17.

Der Titel ihrer Arbeit lautet "Frauenquote für Dirigentinnen?! - Ein geeignetes Instrument zur Förderung von Frauen im Kulturbereich?"

Rahel Schnitter studiert seit 2012 Schulmusik an der Musikhochschule Freiburg und parallel dazu Spanisch an der Albert-Ludwig-Universität. Inspiriert von Praxiseinsätzen an Schulen in Heidelberg, Peru und Freiburg geht sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit der Frage nach, was guter Musikunterricht aus Schülerperspektive ist. Dafür führt sie an einem Freiburger Gymnasium Gruppendiskussionen durch.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Unterschieden im aktiven und passiven Musikerleben zwischen Jungen und Mädchen. Gibt es Methoden, Formen und musikalische Inhalte, die von einem bestimmten Geschlecht bevorzugt werden? Werden Jungen und Mädchen im Unterrichtsgeschehen traditionell in bestimmte Rollenstereotypen „gesteckt“ oder kann das Fach Musik individuelle Entfaltungsmöglichkeiten fördern? Auch möchte sie der Frage nachgehen, ob und wie sich die Wahrnehmung der Geschlechter bezüglich der Qualität des Musikunterrichts unterscheidet. Damit verbunden: Wird womöglich der Lehrplan und die Vorgehensweise der Lehrkraft von den SuS als geschlechterorientiert wahrgenommen? Um das herauszufinden, werden die Diskussionen sowohl in geschlechtergetrennten als auch in gemischten Gruppen durchgeführt. Ziel der Arbeit ist es, nicht nur neue und fundierte Einblicke in die Schülerperspektive zu erlangen, sondern auch mithilfe der Studienergebnisse Impulse zu einem gendersensiblen Musikunterricht zu geben.

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