FrauenFörderStipendium MusikFrauenFörderStipendium Musik

FrauenFörderStipendium Musik

Das FrauenFörderStipendium Musik der Hochschule für Musik Freiburg wird aus den Mitteln des Professorinnenprogramms finanziert.

Zwei Studierende wurden aus den Bewerberinnen ausgewählt und werden seit Oktober 2018 unterstützt:

Wir gratulieren den beiden Stipendiatinnen!

Auch 2019 wird das Stipendium wieder vergeben werden.

Wer kann sich bewerben?

Gefördert werden sollen besonders begabte und leistungsstarke Studentinnen der Hochschule für Musik Freiburg in grundständigen und Masterstudiengängen, die erwarten lassen, die Präsenz von Frauen in Fächern, in denen sie im Beruf unterrepräsentiert sind, zu erhöhen. Auf Grund statistischer Erhebungen einschlägiger Arbeitgeber wie Orchestern (Deutsche Orchestervereinigung DOV), Kirchen und Hochschulen wurden die folgenden Fächer für die diesjährige Ausschreibung ausgewählt:

Violoncello
Kontrabass
Oboe/Englischhorn
Klarinette
Fagott
Waldhorn
Trompete
Posaune
Tuba
Pauke/Schlagzeug
Orgel/Kirchenmusik
Dirigieren
Komposition/Elektronische Komposition
Filmmusik
Musiktheorie
Liedgestaltung

 

Wie hoch ist die monatliche Zuwendung?

Die monatliche Zuwendung beträgt 400,00 EUR und wird für jeweils zwei Semester vergeben. Folgeanträge sind möglich. Gefördert werden können maximal zwei Studentinnen.

Was wird von mir als Stipendiatin erwartet?

Die ausgewählten Stipendiatinnen verpflichten sich zur Teilnahme an einem von der Hochschule angebotenen coaching/workshop für Musikerinnen.
Zum Abschluss gestalten die Stipendiatinnen in Wort, Ton, Bild oder anderen Ausdrucksformen ein frei gewähltes Projekt. Die Projekte sollen öffentlich präsentiert und Projektdokumentationen elektronisch publiziert werden.

Wie bewerbe ich mich?

Die Bewerbung erfolgt schriftlich in Papier- oder elektronischer Form. Einzureichen sind ein aussagekräftiger Lebenslauf sowie ein Gutachten der Lehrperson im Hauptfach. Zusätzlich reichen Instrumentalistinnen ein Programm mit zwei kontrastierenden Werken ein, Nicht-Instrumentalistinnen eine aktuelle Arbeitsprobe (z.B. DVD/Partitur/Projektbeschreibung - individuelle Lösungen können gefunden werden).

Die Auswahlkommission:

Die Auswahlkommission setzt sich zusammen aus dem Prorektor für Lehre, drei hauptamtlichen Lehrenden verschiedener Bereiche, der Gleichstellungsbeauftragten, zwei Studierenden sowie einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter aus dem Studierendenreferat.

 

Die Bewerbungsfrist:

Anmeldeschluss: Montag, 04.11.2019, Auswahlvorspiel: Donnerstag, 21. November 2019


Bewerbungen bitte an:

Auswahlkommission FrauenFörderStipendium Musik
Hochschule für Musik Freiburg
Jacqueline Pfann, Raum 237
j.pfann(at)mh-freiburg.de

Das Auswahlverfahren:

Die Kommission trifft aus den frist- und formgerecht eingegangen Bewerbungen eine Vorauswahl. Die ausgewählten Bewerberinnen stellen sich mit einem Vorspiel (Instrumentalistinnen) oder der Präsentation ihrer Arbeitsprobe (Nicht-Instrumentalistinnen) sowie einem anschließenden Gespräch mit der Kommission vor (Gesamtdauer ca. 30 Min.).

Die Stipendiatinnen 2018/19:

 

Friederike Scheunchen studiert derzeit Master Chorleitung bei Prof. Markowitsch und Prof. Sandmeier an der Musikhochschule Freiburg sowie Französisch auf Lehramt. 2016 schloss sie ihr Schulmusikstudium in den Hauptfächern Chor- und Orchesterleitung bei Prof. Alber und Hannes Reich, Violoncello bei Prof. de Secondi und Sprechen bei S. A. Werner an der Musikhochschule Trossingen ab.

Mit sechs Jahren begann sie in der Mädchenkantorei Stuttgart und singt bis heute in verschiedenen Ensembles (Camerata Vocale Freiburg, Kammerchor der Musikhochschule Freiburg, Philharmonia Chor Stuttgart, u.a.) mit denen sie u.a. mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, den Münchner Symphonikern, der Badischen Philharmonie und der Württembergischen Philharmonie unter GMD G. Feltz, S. Denève, O. Rudner, K.-D. Masur, K. J. Edusei und S. Tewinkel konzertierte.

Dirigentische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse u.a. bei F. Bernius, M. Creed, G. Grün, H.-C. Rademann, A. Reibenspies, W. Schäfer und M. Schreier. Sie assistierte u.a. bei der Opernproduktion Die Fledermaus (Ltg. S. Tewinkel, Kammerphilharmonie Graubünden), bei der Meersburger Sommerakademie (Ltg. F. Markowitsch) sowie bei Projekten der Hochschulchöre Freiburg und Trossingen und ist Assistentin der Camerata Vocale Freiburg.

Außerdem ist sie als Gesangs- und Cellopädagogin tätig und unterrichtete im Rahmen eines Tutorats Chorleitung im Einzelunterricht für Schulmusik- und Rhythmikstudierende an der Musikhochschule Trossingen. Mehrere Jahre leitete sie den Kirchenchor Epfendorf und ist seit 2015 Dirigentin des Kammerchores ChorNetto Titisee-Neustadt, mit dem sie neben anspruchsvollen a cappella Werken Uraufführungen (W. Hader, D. Gräf, W. Freymann) und Chorsinfonik (Brahms Requiem, Mozart Requiem, 2019 Rossini Petite Messe solennelle u.a.) gemeinsam mit dem von ihr gegründeten Projektorchester Camerata ChorNetto (Musiker der Staatsoper Stuttgart, der Stuttgarter Philharmoniker, sowie der Musikhochschulen Trossingen und Freiburg) aufführt. Im Wintersemester 18/19 ist sie für die Choreinstudierung von Honnegers Les Aventures du Roi Pausole des Opernstudios der Hochschule verantwortlich.

 

Mira Abu El Assal  wurde 1993 in Nazareth, Israel geboren. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und besuchte die Barenboim-Said Musikschule, an der sie intensiv gefördert wurde. Mit 14 gewann sie einen Preis für Amerika-Israel Keren-Sharet Wettbewerb in Israel. Mit 15 Jahren wurde sie aktives Mitglied  des “West-Eastern Divan Orchestra” unter der Leitung von Daniel Barenboim und bereiste mit dem Orchester die ganze Welt. Mit  16 spielte sie Solo mit dem “Haifa Symphony Orchestra” in Israel. Mit 18  schloss sie die Schule mit dem Abitur ab und zog direkt im Anschluss nach Berlin wo sie die deutsche Sprache lernte und ihr  Bachelor Studium im Sommer 2016 an der Hans-Eisler Hochschule abschloss.Im Jahr 2016 war Mira Stipendiatin des Live Music Now Vereins, wo sie die Möglichkeit bekam für ein spezielles Publikum in Krankenhäusern, Altenheimen und Gefängnissen zu spielen. Im selben Jahr spielte sie als Solocellistin mit vielen Orchestern in Deutschland, darunter das Expat Philharmonie Orchester und die Junge Philharmonie Berlin. Darüber hinaus arbeitete sie an der Freien Musikschule Potsdam als Cello-Lehrerin und besuchte Masterclasses bei Daniel Barenboim, Velery Gergiev,  Marin Alsop, Guy Brounstein, Elena Cheah, Claudius Popp, Stephan Forck, Joseph Schwab und Julian Steckel. Im Jahr 2017 wurde sie Mitglied des Global Leaders‘ Entrepreneurship-Programms. Im Zuge dessen entschloss sie sich, in der Zukunft ein sozialpädagogisch orientiertes Musikinstitut zu gründen mit dem Ziel,  Frauen durch Musik zu stärken.Ab Oktober 2018 studiert sie Master Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Elena Cheah.