AusgangssituationAusgangssituation

Die Musikhochschule verfügt über etwa 100 Unterrichtsräume, in denen etwa 200 bis 250 Lehrende künstlerisch-theoretischen Einzel- und Gruppen-Unterricht durchführen und etwa 500 Studierende instrumental-künstlerische Übungen abhalten.

Die Nutzung sämtlicher Unterrichtsäume der Musikhochschule erfolgt dabei auf zwei unterschiedliche Arten: mittel- bis langfristig geplante, Universitäts-ähnliche Semester-Dauerbelegungen zu Unterrichtszwecken seitens der Lehrenden und hochgradig fluktuierende, kurz- bis mittelfristige Einzelbelegungen zu Übezwecken seitens der Studierenden.

Die Musikhochschule ist räumlich-personell in mehrere, teilweise mehrfach hierarchisch gestaffelte Organisationseinheiten unterteilt: So wird die Personengruppe "Lehrende" in "Fachgruppen", "Institute" oder andere instrumenten-spezifische Nutzergruppen unterteilt, wobei die Fachgruppen teilweise aus weiteren Unter-Einheiten bestehen.

Vom Rektorat (Chef-ADMIN) werden Unterrichtsräume zu "Raumpools" zusammengefasst, und jeder Fachgruppe / jedem Institut ein eigener Raumpool vorläufig zugewiesen. Die Organisation der endgültigen Verwendung entweder des gesamten Raumpools oder aller einzelnen Raumpool-Räume  -  als Zuordnung von Nutzern zu einzelnen Unterrichtsräumen  - muss von Fachgruppen und Instituten im Sinne akademischer Selbstverwaltung (Raumpool-ADMINs) selbständig und zum Teil höchst unterschiedlich organisiert werden (Beispiele):

•    Lehrende verschiedener Fachgruppen sowie Studierende in der Rolle "Tutor" benutzen den Raumpool "Seminarräume" mit während des gesamten Semesters unverändert durchlaufenden Belegungszeiträumen ("Dauerbelegung"), ähnlich der Seminarorganisation an einer Universität.

•    Lehrende und Studierende/ngruppen (z.B. "Ensemble") nutzen zwei große Probenräume: die Lehrer besitzen "Dauerbelegungen", die Studierenden können freie Probe-Zeiträume selbständig oder über das Studierendensekretariat buchen; gleichzeitig wird die Belegung dieser Räume in den Abendstunden für Vorspiel- und Konzertveranstaltungen durch das Studierendensekretariat verwaltet.

•    Der Raumpool "Orgelräume" besteht aus Lehrenden und Studierenden verschiedener Instrumente/ngruppen (z.B. Orgel, Tuba, Saxophon und Bläserkorrepetition): die Lehrenden buchen per "Dauerbelegung", die Studierenden sollen entweder auf genau einen oder auf alle Unterrichtsräume des Raumpools "Orgelräume" zugreifen können.

•    Alle Lehrenden des Haupt-/Nebenfachs "Klavier" nutzen zusammen den Raumpool "Klavierräume". Gemeinsam mit ihrer jeweiligen Studierenden-Klasse nutzt ein Teil dieser Lehrenden davon genau einen Unterrichtsraum (z.B. "Klavierraum X"), ein anderer Teil an verschiedenen Unterrichtstagen mehrere verschiedene Unterrichtsräume. Deshalb sollen auch die Klavier-Studierenden für Ihre Übestunden Zutrittsrecht jeweils nur für genau denselben Unterrichtsraum / nur für genau dieselben Unterrichtsräume wie ihr jeweiliger Haupt-/Nebenfach-Klavierlehrer erhalten.

Aufgrund dieser typischen Beispiele muss die Raum-Nutzer-Organisationsstruktur der Musikhochschul-Realität in Form von ebenso strukturierbaren Gruppenverwaltung der Unterrichtsräumen zu "Raumpools" sowie von einer Gruppenverwaltung der mehrfach-hierarchisierten Nutzergruppen abgebildet werden können (z.B. Obergruppe "Fachgruppe 1, Musiktheorie-Komposition-Musikwissenschaft-Musikpädagogik-Elementare Musikpädagogik-Musikermedizin" – Untergruppe "Theorielehrer" – Unter-Untergruppe "Theorieraum 320").

Herausforderung für das gesamte E-RBS ist folglich nicht eine einfache Raumverwaltungs-Software, sondern der Umgang mit der Komplexität sich ständig wandelnder Nutzergruppen und deren Untereinheiten im Zusammenspiel mit Raumpools und deren Einzelräumen.

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