Raum-Buchungs-SystemRaum-Buchungs-System

Das Elektronische Raum-Buchungs-System ("E-RBS") dient zur Online-Raumbuchung der Musikhochschule. Zielgruppe sind Lehrkräfte, Studierende und Verwaltung der Musikhochschule.

Als zentrales Anreizsystem zur Umsetzung des Projektziels, alle Raum-Nutzer zu einem sparsamen Umgang mit den Raum-Zeit-Ressourcen zu ermutigen, müssen für jeden Raum-Nutzer mehrere unterschiedliche vom Rektorat definierte Zeitkonten eingerichtet werden können:

•    bei Lehrenden sowie Studierenden in der Rolle "Tutor" in prozentueller Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Lehrdeputat;

•    bei Studierenden in Form fest definierter Stundenkontingente.

•    Lehrende mit umfangreicher Konzerttätigkeit buchen ihren Unterrichtsraum unregelmäßig.

•    Projekt-gebundene Lehrende mit großen Anfahrtswegen benötigen Raumbelegungen nur alle 2-4Wochen, dann jedoch mit 2- bis 4-fachem Wochen-Lehrdeputat (Feature "Wochendeputatsgültigkeit").

Unterschiedliche Nutzungsmodalitäten erfordern auf der Nutzerseite neben den verschiedenen Rechteprofilen äußerst differenzierte Buchungsprofile: Dort müssen zu jedem der verschiedenen Zeitkonten Buchungsparameter wie Buchungsvorlauf (mit Anfang und Ende), Belegungszeitgrenzen (mit Minimum, Maximum, "automatische Mittagsgrenze") sowie eine sinnvolle Belegungstaktung (mit Anfang und Ende) eingestellt werden können.

Dem Prinzip akademischer Selbstverwaltung der Musikhochschule muss das Programm auch auf der Ebene der Selbstverwaltung der Raumpool-Räume durch Fachgruppen oder Institute Rechnung tragen: Der Rektorats-seitige Chef-ADMIN übergibt jedem Raumpool-ADMIN vorläufige räumliche Zutrittsrechte zum Raumpool. Der Raumpool-ADMIN muss durch das Programm in die Lage versetzt werden, die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Erteilung endgültiger Zutrittsrechte zum Raumpool bzw. dessen Einzelräumen zu haben:

-    entweder allen Raumpool-Nutzern (pauschale) endgültige räumliche Zutrittsrechte zu allen Unterrichtsräumen des Raumpools,

-    oder jedem Raumpool-Nutzer unterschiedliche endgültige, nur räumliche oder räumlich-zeitliche Zutrittsrechte zu einzelnen Unterrichtsräumen des Raumpools zu erteilen.

Wegen der gestiegenen zeitlichen Flexibilisierung ist die Funktion einer Vorbelegung des Folgesemesters nur für Lehrer sinnvoll, um deren Bedarfe rechtzeitig sichtbar zu machen. Zudem ist es erforderlich, bei der Vorbelegung des Folgesemesters Mehrfacheinträge (wie z.B. bei doodle-Listen) zu ermöglichen. Diese "Mehrfach-Vorreservierungen" werden vom System neutral behandelt, da sie nur die Realität der Kollisions-Konflikte darstellen, welche von allen Betroffenen selbst aufgelöst werden müssen. Gleichzeitig mit der Vorreservierung werden die Zeitkonten aller Kollidierenden jeweils mit der vollen Belegzeit belastet.

Es sollen verschiedene Anfragen beantwortet werden: Unter Abfrage aller sowohl allgemeinen als auch Nutzer-individuellen, räumlich-zeitlichen Zutrittsrechte sollen Räume gesucht, gebucht  -  d.h. (virtuell) vor-reserviert oder (physisch real) belegt  -  und getauscht werden.

Wegen des Primats "Prüfungen VOR Unterricht/Üben" muss das Prüfungsamt innerhalb des Prüfungszeitraums die Funktion der Buchung von freien bzw. der Überbuchung von bereits belegten Räumen/Zeiträumen erhalten.

Es sollen verschiedene Ansichten der Raumbelegungen angezeigt sowie verschiedene Listen erstellt / Berichte durchgeführt werden können.

Für alle Raumbelegungs-Anfragen und -Anzeigen muss das Programm verschiedene Bildschirm-Auflösungen für Desktop-Computer und Smartphones darstellen können.

Alle Raum-Nutzer und -Verwalter sollen sich mit persönlichen Nutzerdaten (LOGIN und Passwort) verschlüsselt im Online-System anmelden. Raum-Nutzer sollen sich außerdem mit Ihrem InterCard-Nutzerausweis über den Chipkartenleser beim Empfang (Pforte) ausweisen, um ihre Identität sowie ihre Zutrittsrechte zu gewünschten Unterrichtsräumen nachweisen zu können.

Das Empfangs-Personal der Musikhochschul-Pforte soll jeden Raum-Nutzer mithilfe von auf dem LDAP-Server der Musikhochschule hinterlegten persönlichen Daten per Gesichtskontrolle identifizieren, am E-RBS anmelden sowie  -  nach Kontrolle seiner akuten Zutrittsrechte zum gewünschten Unterrichtsraum  -  den entsprechenden Raumschlüssel für den Raumzutritt ausgeben. Außerdem soll die Pforte Raumbeleger-Verspätungen im E-RBS eingeben sowie Sanktionierungs-Maßnahmen durchsetzen.

Da die Gesichtskontrolle durch die Pforte für ein externes Gebäude wie z.B. den geplanten Erweiterungsbau der Musikhochschule nicht möglich ist, sollte die Zutrittskontrolle zu dessen (Unterrichts-)Räumen möglichst über ein elektronisches Zutrittssystem per Türsteuerung (Chipkartenlese-Sensoren, elektronisches Türschloss) steuerbar sein, welches mit dem geplanten E-RBS verbunden werden müsste.

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