Musikhochschule Freiburg

Willkommen beim Institut für Neue Musik

Herzlich willkommen beim Institut für Neue Musik, das im Jahre 1964 von Wolfgang Fortner gegründet, dann von Klaus Huber ausgebaut und von Mathias Spahlinger weitergeführt wurde. Von 2009 bis Oktober 2017 war Cornelius Schwehr Institutsdirektor. Seit Oktober 2017 leitet Johannes Schöllhorn das Institut für Neue Musik.

Aktuelle Meldungen

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Kompositionsauftrag für SONG Yang

SONG Yang (Studierende im Konzertexamen Klasse Prof. Johannes Schöllhorn) hat im Rahmen des „Gyeonggi Korean Orchestra International Musical Work Contest“ einen Kompositionsauftrag für ein Orchesterwerk erhalten. Ihr Werk „Ripple“ für Guzheng und Orchester wird am 17. November 2018 im Seongnam Arts Center in Gyeonggi (Südkorea) uraufgeführt.

Herzlichen Glückwunsch!

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Am Dienstag, 9. Oktober, präsentiert die Kompositionsstudentin des Instituts für Neue Musik zum Abschluss des FrauenFörderStipendiums der Musikhochschule Freiburgihr Werk *in für Ensemble

„Begreifst du denn nicht, daß Neusprech nur ein Ziel hat, nämlich den Gedankenspielraum einzuengen? Zu guter Letzt werden wir Gedankendelikte buchstäblich unmöglich machen, weil es keine Wörter mehr geben wird um sie auszudrücken. Jeder Begriff, der jemals benötigt werden könnte, wird durch exakt ein Wort ausgedrückt sein, dessen Bedeutung streng definiert ist und dessen sämtliche Nebenbedeutungen eliminiert und vergessen sind.“ (George Orwell 1984, 1949)

„Es zeigte sich, dass Männer wie Frauen nach dem Lesen von Texten mit generischem Maskulinum seltener Frauen gedanklich repräsentierten, Frauen also tatsächlich nicht mitgedacht wurden. Dies änderte sich bei der Verwendung verschiedener feministischer Varianten [...].“ (Anna Sieben, Julia Scholz (Queer-)Feministische Psychologien. Eine Einführung, 2012)

So leitet Meike Senker, die im Masterstudiengang Komposition bei Prof. Johannes Schöllhorn studiert, die Reflexion zu ihrem Werk  *in  (2017) ein. Sie spricht weiter:  … … … …  In der Komposition  *in  habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie man zu einem feministischen Thema komponieren kann. Ziel war es ein Stück zu schreiben, das sich als politisches Statement verstehen lässt, ohne jedoch von der eigentlichen Musik abzulenken. 

In den beiden vorangestellten Zitaten geht es um Sprache, die eine Wirklichkeit konstruiert. Statt Sprache verwende ich in meiner Komposition für ´Ensemble ohne Stimme´ inner- und außermusikalische Symbolik. Neben ihrer außermusikalischen Bedeutung tritt dieser Gebrauch von Symbolik in ein Spannungsverhältnis zur Musik. Der Einsatz von (nicht nur) musikalischen Symbolen lässt sich also gleichsam politisch denken: so wie Sprache eine Wirklichkeit konstruiert, werden die kompositorisch tragenden Symbole als im geschichtlichen Verlauf gewachsene Zuordnungen zum ideologischen Konstrukt. 

Das Stück ist als Auftragskomposition für das Essener Ensemble S201 entstanden und wurde im Rahmen des Open-Festivals im Februar dieses Jahres sowie beim Konzert „Junge Komponisten“ am 3.07.2018 aufgeführt. Das Ensemble zeichnet sich neben der außergewöhnlichen Besetzung durch eine Spezialisierung auf Improvisation und zeitgenössische Musik aus, die oft über das im Konzert gewöhnlich-zu-hörende Instrumentalspiel hinausgeht. 

Konzert am Dienstag, 9. Oktober, 20.00 Uhr

Lecture Recital zum Abschluss des Frauenförderstipendiums
der Hochschule für Musik Freiburg
Kammermusiksaal

MEIKE SENKER

*in  für Ensemble (2017)

mit dem Ensemble S201: Dimitry Stavrianidi, Flöte | Tamon Yashima, Englishhorn | Hyunjung Kim, Bassklarinette | Robert Wheatley, Cello | Filip Erakovic, Akkordeon | Itxaso Etxeberria, Klavier | Emanuel Wittersheim, E-Bass

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Der Komponist und Leiter des Instituts für Neue Musik präsentiert Werke aus den Jahren 1995 bis 2017

… ob es etwas wie „Neue Musik“ gibt?
„Ich denke nicht daran. […] Ich mache Musik: das Neugierig-Sein, das Entdecken, das Staunen, das Sich-selbst-überraschen-können, das Wagnis, das Auf-die-Klänge-warten-können, das Verstört-werden, das Auf-verrückte-Weise-genießen, das Etwas-bauen, das Denken-als-hohes-Vergnügen […] und ganz vieles mehr - das möchte ich nie missen.“ (Johannes Schöllhorn)
 
Mit Beginn des Wintersemesters 2017/2018 startete Johannes Schöllhorn seine Tätigkeit als  Kompositionsprofessor an der Musikhochschule Freiburg und übernahm zeitgleich die  Leitung des Instituts für Neue Musik. Am 13. Juli spannt er den Bogen über mehr als zwei Jahrzehnte seiner künstlerischen Arbeit: In seinem Antrittskonzert werden signifikante Kompositionen einzelner Schaffensperioden zu hören sein, interpretiert von Gastsolisten und dem Ensemble Aventure sowie Lehrenden und  Studierenden der Freiburger  Musikhochschule.

 

TERMIN

Freitag, 13. Juli 2018 um 19.30 Uhr
im Wolfgang-Hoffmann-Saal der Musikhochschule Freiburg
JOHANNES SCHÖLLHORN – ANTRITTSKONZERT

PROGRAMM
Werke von Johannes
Schöllhorn conductus (2010) für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier | a-self-same-song (2010) Version für Bassklarinette | reprise (2017) für Akkordeon | Damenstimmen (1995) für Sprecher(in) und Klavier | grisaille (2013) für Violoncello | canon per augmentationem in contrario motu (aus: Anamorphoses 2001-2010) für Klavier | red and blue (1999) für 6 Schlagzeuger

Shizuyo Oka Bassklarinette (ensemble recherche) | Ensemble Aventure | Séverine Ballon Violoncello | Katharina Kegler Klavier | Teodoro Anzellotti Akkordeon | Alfonso Gomez Klavier | Schlagzeugensemble der Hochschule für Musik | Studio für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik | Johannes Schöllhorn

Eintritt frei

WEITERE INFORMATIONEN
- Johannes Schöllhorn
- Institut für neue Musik der Hochschule für Musik Freiburg 

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Am Samstag, 7. Juli, spricht der Komponist über sein Werk „Es geht besser besser“. Aufführung am Vorabend durch das Ensemble Aventure

„Hannes Seidl hat ein feines Gespür für den alltäglichen Irrsinn, den wir Normalität nennen“, schreibt Bernd Leukert: „Der musikalischen Warenwelt, die als klingende Bedarfsartikel, als allgegenwärtige Klangkulisse oder primitive Werbeträger angeboten wird, begegnet er, indem er sich damit auseinandersetzt, mit gewitzter Antithese. Mit unbändiger Lust an der Groteske, vor allem aber am klugen Komponieren, treibt er mit uns Hörern sein bissig-fröhliches Spiel.”

Der 1977 geborene Komponist arbeitet betont selbst- und gesellschaftskritisch: Er untersucht grundlegende Bedingungen alltäglichen Handelns und analysiert scharfsinnig die soziale Funktion von Musik in der Gesellschaft. Buchstäblich jedes Lebenselement, kann Material, kann Gegenstand ästhetischer Betrachtung und Formung werden. Mittels eines breitgefächerten Spektrums künstlerischer Strategien schärft er die Wahrnehmung für vernachlässigte (akustische) Realitäten, lenkt so den Brennpunkt der Aufmerksamkeit auf das je aktuelle Sujet.

 

 

Gastsemiar am
Samstag, 7. Juli 2018, 10 bis 12 Uhr

in Raum 343 der Musikhochschule Freiburg
Hannes Seidl zur Uraufführung seines Werks „Es geht besser besser“
für das Ensemble Aventure

 

Konzert am
Freitag, 6. Juli 2018 um 20.00 Uhr
in der Elisabeth-Schneider-Stiftung
mit dem Ensemble Aventure

 

Weitere Informationen
- Hannes Seidl
- Ensemble Aventure

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Am 25. Juni, im Gastkurs des Instituts für Neue Musik, reflektieren sie ihre neuesten Kompositionen.

Für den Vormittag des 25. JUNI 2018 hat Prof. J. Schöllhorn (Institutsleitung) die Komponistin Georgia Koumará und ihre Kollegen Matthias Krüger und Sergej Maingardt zu einem gemeinsamen Seminar eingeladen. Anlass ist das Konzert im Humboldtsaal des Freiburger Hofs an selbigem Abend. Hierfür hatte das Ensemble Inverspace ein Konzept entworfen, das sie „Flickering Shades II“ nennen. Die Begriffe „Flimmern“ und „Schattierung“ - so schreiben sie – „erzeugen zunächst starke Assoziationen zu visuellen Künsten oder zu Erscheinungen, denen das Auge im Alltag ausgesetzt wird. Die zweite Auflage von Flickering Shades möchte diese Eindrücke in ein auditives Erlebnis transformieren und setzt dabei auf die Weiterentwicklung der kammermusikalischen Verflechtung elektronischer und akustischer Instrumente.“ Diese Idee, herangetragen an Koumará, Krüger und Maingardt, faszinierte. Alle drei stellten sich dem Thema, sezierten es aus kompositorischer Sicht und experimentierten mit seinen Variablen. So entstanden drei neue, künstlerisch sehr individuell gefärbte Werke für das Ensemble.

 

GASTKURS am
25. JUNI 2018, 14.00 – 16.00 Uhr
in Raum 343 der Musikhochschule Freiburg
MAINGARDT | KOUMARÁ | KRÜGER
Sergej Maingardt, Georgia Koumará und Matthias Krüger
(Köln) zu ihren Uraufführungen durch das Ensemble
Inverspace am Abend des 25. JUNI 2018 um 20.00 Uhr im Freiburger Hof

 

WEITERE INFORMATIONEN
- Georgia Koumará
- Matthias Krüger
- Sergej Maingardt
- Ensemble Inverspace 

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Spieltage am 23. und 29.06.2018

Am 23. Juni, an sieben Positionen rund um die Universität sowie am 29. Juni in der Musikhochschule präsentieren Studierende des Seminars „Instrumentales Musiktheater“ ihr Projekt „Zikaden“. Im Auftrag des Instituts für Neue Musik Freiburg unterrichtete Teresa Grebtschenko (Performerin, Schlagzeugerin) das genreübergreifende Fach auch im Sommersemester 2018. In diesem Jahr konfrontierte sie die Begriffe „Neue Musik“ und „Figurentheater“ miteinander, forderte auf, mit deren Festlegungen und Konnotationen, ihren Spielfeldern, ihrer Durchlässigkeit zu experimentieren. Zentrales Augenmerk sollte auf den Berührungspunkten der Kunstformen liegen. Gibt es Wechselverhältnisse? Lässt sich Interaktion provozieren, Synergie inszenieren?

Mit dem Ziel, singuläre Bühnenminiaturen zu entwerfen, modellierten die Teilnehmenden klingende Kreaturen. Kreaturen geeignet, mehr als Musikinstrument zu sein, befähigt, Counterparts im Rollenspiel zu übernehmen.

Drei Phasen bestimmten die Arbeitsprozesse. Der Anfang galt der Material- und Ideensuche … auf Schrottplätzen, in Bauhäusern, Kellern und andernorts. Dem folgte die Auseinandersetzung mit dem Gefundenem … dem Gewählten: Bei den Versuchen, Masken oder Figuren zu kreieren, stießen die Studierenden auf die Weigerungen des Materials. Quasi im Dialog entpuppten sich die erschaffenen Wesen als eigenwillige Charaktere mit individuell klanglichem, visuellem und theatralem Potential.

 

Termine
ZIKADEN
Samstag, 23.06.2018, 18.00 Uhr
Stadtmitte Freiburg, Ausgangspunkt: Gedenkbrunnen auf dem Platz der Alten Synagoge

Freitag, 29.06.2018, 17.00 Uhr
Musikhochschule Freiburg, Foyer

von und mit
Studierenden der Hochschule für Musik Freiburg: Daniel Chernov, Matthias Droll, YuYoung Jin, Nanae Kubo, David Auli Morales, Michael Murphy, Isabel Pardo, Ioannis Paul, Teresa Grebtschenko (Leitung)

 

weitere Informationen
http://teresagrebtschenko.com/cv.html

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Midissage mit der Performance BOX von Telemach Wiesinger und Alexander Grebtschenko

Es ist ein Team junger Komponistinnen und Komponisten aus L a Paz, die vom Institut für Neue Musik eingeladen wurden, in Freiburg ihre Klanginstallationen zu präsentieren. Die Arbeiten entstanden im Rahmen ihrer künstlerischen Ausbildung an der „Casa Taller“, der einzigen Akademie für Komposition in Bolivien. Substantieller Bestandteil dieses zweijährigen Studiums sind dreiwöchige Gastworkshops pro Semester. International qualifizierte Expertinnen und Experten erweitern hier das Lehrangebot. Solch konzentrierte Projektphasen vertiefen die Sachkenntnis von Spezialthemen - insbesondere schärfen sie den Blick für die Diversität und Komplexität des Faches Komposition.

Alexander Grebtschenko, Leiter des Studios für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik Freiburg, unterrichtete im Jahr 2016 das Thema „Komponieren mit den Mitteln der Elektronik“. Neben der Grundlagenarbeit in den Modulen Akustik und Tontechnik, entwickelte und produzierte die siebenköpfige Ausbildungsklasse des Jahrgangs 2015-2017 unverwechselbar fantasievolle Objekte – sie alle spiegeln das Experimentieren mit Spielstrategien, interaktiven Skripten und performativem Denken.

„Casa Taller“ wurde im Jahr 2012 von vier jungen Komponistinnen und Komponisten gegründet. Primäres Anliegen des Leitungskollektivs Lluvia Bustos, Miguel Llanque, Canela Palacios und Sebastián Zuleta war es, einen physischen Ort für die Neue Musik in Bolivien zu schaffen, einen Ort zum Bündeln von Kompetenzen, zum Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen aus aller Welt, einen Ort zum Erarbeiten und Präsentieren aktueller Werke der jungen Generation. Rasch rückte ein zweites Ziel in den Mittelpunkt des Interesses: Die Gruppe begann, die erste Akademie für zeitgenössisches Komponieren in Bolivien aufzubauen. Erste Workshopkonzepte führten zum Entwurf eines zweijährigen Ausbildungsplans. Im Jahr 2017 absolvierten die ersten sieben Studierenden ihren künstlerischen Abschluss an der „Casa Taller“. Zudem entstand das Ensemble „Weed“, das 2014 das Album „Ulupika“ mit Stücken des Leitungsquartetts veröffentlichte. Eine weitere Publikation „Ulupika Vol.2“ stellt Werke der examinierten Studierenden vor.

 

Termine
dienstags und donnerstags 17-19 Uhr,
samstags und sonntags 14-17 Uhr
ERÖFFNUNG am Freitag, 6. Juli um 19 Uhr
MIDISSAGE am Samstag, 14. Juli um 19 Uhr

 

Klanginstallationen junger bolivianischer Komponisten |
Midissage: Telemach Wiesinger und Alexander
Grebtschenko »BOX – eine installative Performance«
Alexander Grebtschenko, künstlerische Leitung

 

Ort: depot.K
Lehener Straße 30

 

weitere Informationen
Alexander Grebtschenko, Leiter des Studios für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik Freiburg
https://www.mh-freiburg.de/institut-fuer-neue-musik/studio-fuer-elektronische-musik/

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Céline Steiner                                                 Maximilian Kutsche

MEHRKLANG, das ist eine koordinierende Plattform für Projekte der zeitgenössischen Musik in Freiburg. MEHRKLANG gibt Impulse, konzipiert und unterstützt Vermittlungsprojekte, entdeckt neue Spielstätten, entwickelt neue Veranstaltungsformate, unterstützt die Gründung von Nachwuchsensembles und tritt ein für ein offenes und anregendes Klima für die Musik unserer Zeit.

Für das Konzert zum 10jährigen Bestehen hat MEHRKLANG, als Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V., einen Konzertort gewählt, der das Thema Zeit per Definition impliziert. Es ist die Archäologische Sammlung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Herderbau. Im Gebäude selbst, einem markanten roten Industriebau aus dem frühen 20. Jahrhundert, finden sich antike Originale und Abgüsse von griechischer, etruskischer und römischer Kunst.

Explizit bezieht sich das musikalische Programm des Abends auf die besonderen akustischen Verhältnisse des Ortes sowie auf die dort präsentierten Objekte. Eröffnet wird das Jubiläumskonzert durch Chorgesang mit Werken von P. Hindemith und O. Messiaen, weiter sind zu hören Bläsersoli sowie der erste Satz von I. Xenakis „Pléiades“ für sechs Percussionisten. Xenakis Musik – sie erklingt unter der Glaskuppel des Nord-Innenhofs - ist nach den sieben antiken Nymphen benannt, die auch Paten des bekannten Sternbilds sind. Inspiriert von den alten Skulpturen der Sammlung werden kurze Miniaturen von Studierenden des Instituts für Neue Musik uraufgeführt, und die Figuren zum Leben erweckt.

So korrespondiert das neue Werk „l´Envolant“ der Kompositionsstudentin Céline Steiner (Klasse Brice Pauset) mit dem „Barberinischen Faun“ und ist für Oboe und Violoncello geschrieben. Maximilian Kutsche (Klasse Cornelius Schwehr) komponierte die Miniatur „Sitzender Junge“ für Klarinette (in B) und Violoncello. Sie dialogisiert mit der Skulptur des „Spinario“, deutsch: des „Dornausziehers“.


Termine
Das Jubiläumskonzert am Samstag, 16. Juni 2018 findet in zwei Durchläufen und an drei Orten des Gebäudes statt:
19 Uhr Konzertdurchlauf 1
21 Uhr Konzertdurchlauf 2


Ort
Herderbau, Zugang zwischen Habsburgerstraße 114 und 116

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Mehrklang e.V. und der Archäologischen Sammlung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mehrklang e.V. wird gefördert durch die Stadt Freiburg

Weitere Informationen

- Mehrklang e.V.
- Institut für Neue Musik Freiburg

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„Echo aus Montepulciano“ ist ein gemeinsames kammermusikalisches Projekt der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Musikhochschule Freiburg.

Eine Woche lang (vom 28.5.-2.6.) treffen sich Studierende und Lehrende der beiden Hochschulen zu einer Exkursion mit klassischer, neuer und neuester Musik in den einzigartigen Räumlichkeiten des Palazzo Ricci, dem Sitz der „Europäischen Akademie für Musik und darstellende Kunst“.

Rund 15 Instrumentalisten und 4 Komponisten beider Hochschulen erarbeiten gemeinsam neue und bestehende Werke und präsentieren diese in zwei verschiedenen Konzerten am 1. und 2. Juni in Montepulciano. Das Publikum wird vier Uraufführungen junger Komponisten erleben, ebenfalls Werke von Lisa Streich, Elliot Carter, Philippe Schoeller, Cornelius Schwehr und Johannes Schöllhorn, sowie Werke von Robert Schumann und Franz Schubert. Ebenfalls werden dort Performances auf der Basis von Yoko Onos Sammlung „grapefruit“ realisiert werden.

Aus Freiburg nehmen die Instrumentalistinnen Clara Casado, Céline Steiner und Ülker Tümer, die Komponisten Ioannis Paul, Clemens K. Thomas und  Peiyi Yang sowie Jan E. Kuhl zur Realisierung der Performances und analytischen Begleitung der aufgeführten Werke an der Exkursion teil. Prof. Dr. Florence Millet (Klavier, Kammermusik) von der HfMT Köln und Prof. Johannes Schöllhorn (Komposition) von der MH Freiburg werden die Exkursion betreuen und leiten.

Die einstudierten Werke werden anschließend in mehreren Konzerten der jeweiligen Hochschulen in Köln (mit Aachen und Wuppertal) und Freiburg wiederholt.


Weitere Informationen:
Europäische Akademie für Musik für Musik und Darstellende Kunst
http://www.palazzoricci.com

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14.05.2018
DENKRAUM

Projektstart im Institut für Neue Musik: DENKRAUM als offene Gesprächsreihe zu aktuellen Themen zeitgenössischer Musik

Prof. Dr. Rainer Nonnenmann (Köln)           Prof. Johannes Schöllhorn (Freiburg)

Erster Termin am
13.6.2018, 15.00-17.00

Institut für neue Musik, Raum 343

Denkraum 1  „Fremdmaterial“
- zum Komponieren mit Vorgefundenem -

Im Digitalzeitalter der schnellen Up- und Downloads scheint musikalisches Material jeglicher Herkunft, Medien, Epochen, Kulturen und Weltgegenden gleichberechtigt zur Verfügung zu stehen. Alles Fremde lässt sich als Eigenes anverwandeln, bearbeiten, transformieren, sampeln, mixen, kopieren… Doch strenggenommen gibt es für Komponisten kein Eigenmaterial, sondern nur Fremdmaterial. Denn alle Klänge, Instrumente, Notationsweisen, Techniken und Technologien sind immer schon vorhanden und auf verschiedenste Weisen historisch, kulturell, sprachlich, medial oder alltagsweltlich geprägt, überliefert und kontextualisiert. Primäre Aufgabe ist es daher, sich dieses durch fremde Zusammenhänge, Zwecke und Expressivität bereits mehr oder minder aufgeladene, womöglich „abgegriffene“ Material durch individuelle Strukturierung und Formung zu eigen zu machen, um es mit individuellem Sinn und Ausdruck zu laden. Von „Fremdmaterial“ zu sprechen macht nur Sinn, wenn solches in neuen kompositorischen Zusammenhängen eigens als „fremd“ kenntlich gemacht wird, indem es sich beispielsweise um Musik „fremder“ Komponisten und Herkunft mit jeweils anderer Stilistik handelt, oder um Klänge aus Alltag, Tonträgern und Medien mit entsprechend vom Kontext des eigenen Stücks signifikant abweichender Beschaffenheit. Spätestens seit John Cages radiophonem Stück „Williams Mix“ (1952) gibt es Musik mit Musik, Collage, Montage, Mashup. Interessanter als ausschließlich auf Fremdmaterial basierte Musik sind Kompositionen, denen es auf funktional neu bestimmte Relationen zwischen eigenen Setzungen und fremden Materialien ankommt. Im ersten Denkraum „Fremdmaterial“ werden verschiedene Aspekte solcher relational auf andere Musik bezogener Stücke präsentiert und gemeinsam diskutiert, die sich nicht zuletzt auf kanonisierte „Klassiker“ beziehen.

Denkraum ist eine neue und offene Gesprächsreihe zu Fragen der Neuen Musik des Instituts für Neue Musik. In loser Folge werden aktuelle Themen der Neuen Musik präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Kontakt:
Prof. Johannes Schöllhorn j.schoellhorn(at)mh-freiburg.de
Institut für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg