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Willkommen beim Institut für Neue Musik

Herzlich willkommen beim Institut für Neue Musik, das im Jahre 1964 von Wolfgang Fortner gegründet, dann von Klaus Huber ausgebaut und von Mathias Spahlinger weitergeführt wurde. Seit 2009 leitet Cornelius Schwehr das Institut für Neue Musik.

Aktuelle Meldungen

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Der 7. Hochschulwettbewerb Musikpädagogik honoriert die künstlerisch wie pädagogisch herausragende Initiative in Rostock.

Seit 2010 setzt die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) einen starken Akzent auf die Bedeutung musikalischer Bildung. Mit der Ausschreibung des neuen Wettbewerbs „Musikpädagogik“ artikuliert sie explizit ihr Engagement für dieses Thema. Ebenso betont sie ihren Anspruch auf Exzellenz in der Lehrerinnen- bzw. Lehrerausbildung sowie den künstlerisch-pädagogischen Studiengängen. Beide Fachbereiche sollen in ihrer Vielfalt und Attraktivität für die Öffentlichkeit sichtbarer gemacht und gewürdigt werden.

Am 29. Mai, beim Finale des diesjährigen Wettbewerbs, präsentierten Clemens K. Thomas  (Kompositionsklasse Schwehr, Freiburg) und Konstantin Dupelius (Musizierpädagoge mit  Abschluss Master of Arts) ihr 2014 gegründetes Projekt „NEUES ZEUG – Musik aus dem Jetzt für junge Entdecker“: In direkter Zusammenarbeit von Komponierenden, Lernenden und Unterrichtenden werden Instrumentalstücke entwickelt, in denen alle Beteiligten einer originär zeitgenössischen Klangsprache begegnen. Musik, die Kinder und Jugendliche gleichermaßen ernst nimmt und ihnen Freude bereitet, die herausfordernd UND spielbar ist. [Wir berichteten hier am 3.11.2015 s.u.]

Mit einem Förderpreis über 1000 €uro ehrte die Jury das progressive Konzept der Freiburger Initiative. Weitere Auszeichnungen gingen mit dem 1. Preis an den "Kölner Willkommenschor“ (Chor mit Partizipation von Geflüchteten der Musikhochschule Köln). Das Projekt „Fühl mal wie du klingst“ (Singen mit Gehörgeschädigten, Musikhochschule Düsseldorf) erhielt den 2. Preis. Der 3. Preis prämiert die Arbeit des Teams „Oper für Jung und Alt“ (Opernbesuche für Menschen mit Demenz, Musikhochschule Köln).

Mehr zum Thema:
NEUES ZEUG – Musik aus dem Jetzt für junge Entdecker
NEUES ZEUG – Musik aus dem Jetzt für junge Entdecker, Projektteaser
7. Hochschulwettbewerb Musikpädagogik der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen

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Der Sonderforschungsbereich 1015 gestaltet die Eröffnung seiner zweiten Förderperiode mit Kompositionen von Studierenden.

von links nach rechts: Andru Matuschka, Clemens K. Thomas, Morten Feldman

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Fortsetzungsantrag des SFB 1015 "Muße. Grenzen, Raumzeitlichkeit, Praktiken" für den Förderzeitraum vom 01.01.2017 bis 31.12.2020 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bewilligt. In der zweiten Förderphase beteiligen sich Fächer aus sechs Fakultäten sowie das Rechenzentrum und die Universitätsbibliothek am SFB. Darüber hinaus wird in einem Transferprojekt ein Museum der Muße und Literatur in Baden-Baden aufgebaut. Auf der Basis umfassender historischer Analysen ist das Ziel, „Muße“ erstmals interdisziplinär und kulturübergreifend zu erforschen.

In der Informationsgesellschaft der Gegenwart gehören Beschleunigung, Zeitverdichtung und Effizienz zu ihren maßgeblichen Attributen. Die Ausprägungen dieser Merkmale verändern unsere Arbeitswelt, tragen zur globalen Umverteilung von wirtschaftlichen Ressourcen bei und lassen die Unruhe zum Signum der Moderne werden. So ist der Ruf nach Freiräumen der Muße auch in Wissenschaft und Forschung unüberhörbar geworden. „Muße“ als ein Phänomen mit ihr eigener, offener Zeit. Zeit, die zum Freiraum simultaner Möglichkeiten in Kreativität, Denken, und Erfahrung wird.

Am 22. Juni 2017 wird die zweite Förderphase im Kreise geladener Gästen feierlich eröffnet. Der Abend beinhaltet ausdrücklich Räume zum Innehalten. So wird in drei Intervallen zeitgenössische Musik dargeboten. Die Wahl fiel auf Werke zweier Kompositionsstudenten des Instituts für Neue Musik Freiburg sowie auf ein Solostück von Morton Feldman (1929-1987). Es ist Musik in bewusst filigraner Besetzung. Musik, die sich reduziert gibt, still. Eine Zäsur, die für Augenblicke Muße zulässt?

Andru Matuschka (*1996) - Stück für Streichtrio
Violine - Ruth Gierten
Viola - Liese Mészár
Violoncello - Shunichiro Katsura
 
Clemens K. Thomas (*1992) - Drei (in 2 Versionen)
Harfe - Lea Kaya      
Blumentöpfe - Lukas Mühlhaus   
Gitarre - Alexandre Carl       

Morton Feldman (1929-1987) - Only
Stimme solo – Juliane Stolzenbach-Ramos

Weitere Informationen:
Institut für Neue Musik
SFB 1015 "Muße. Grenzen, Raumzeitlichkeit, Praktiken"

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Elf Uraufführungen von Film-Live-Musik zu fünf neuen Filmen

Am 8. Juni 2017 wird das Hamburger Ensemble Volans elf Film-Live-Musiken in Freiburg uraufführen. Die Gruppe widmet sich engagiert der Interpretation zeitgenössischer Musik mit dem Ziel, ein breites Publikum anzusprechen, Neugierde zu wecken. So liegen neben den „Klassikern“ der Neuen Musik Uraufführungen, die Improvisation sowie die Interaktion mit anderen Künsten im Fokus ihrer Passion.

Nun initiierte das Ensemble ein originär eigenes Projekt: es beauftragte Studierende der Filmhochschule Hamburg, Beiträge zum Thema „Mechanismus“ zu entwerfen. Das Ergebnis sind fünf Filmstreifen, die diese Idee in unterschiedlichster Intensität und Gestalt aufgriffen und realisierten. Freiburger Filmmusikstudierende des Instituts für Neue Musik (Klasse Cornelius Schwehr) erhielten sodann all das Material als Grundlage für die kompositorische Ausarbeitung. Einige der Filme wurden gleich mehrfach mit einer Tonspur versehen, sodass insgesamt elf neue Werke entstanden, jedes ein Original ganz eigener Couleur.  

Das Programm wird am 8. Juni 2017 um 19 Uhr in der Musikhochschule Freiburg uraufgeführt, interpretiert von den Musikerinnen und Musikern des Ensemble Volans. Im zweiten Teil des Abends werden zwei weitere Uraufführungen geboten: es sind die eigens zum Thema „Mechanismus“ geschriebenen Instrumentalstücke der Hamburger Kompositionsprofessoren Frederik Schwenk und Manfred Stahnke.

Im Wintersemester 2017/2018 wird die Veranstaltung in einem größeren Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert: Sie ist Bestandteil des 1. Hamburger Festivals für zeitgenössische Musik „Festival?“


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Das neueste Projekt des Kompositionsstudenten nun auch in Trossingen

Vom 27. Mai bis zum 2. Juni ist das in Freiburg uraufgeführte Werk (19.-21.12.2016) des Masterstudenten (Klasse Prof. Cornelius Schwehr) an der Musikhochschule Trossingen zu erleben.

„… Gedichte … Objekte (eine Installation)“ - das sind sechs Stationen mit jeweils einem Gedicht von Ernst Jandl, einer Vitrinenbox mit Objekten und einem Hörstück, über Kopfhörer zu hören. Auf allen Ebenen geht es um Liebe und zwischenmenschliche Kommunikation in verschiedenen Facetten: beieinander Zuflucht und Halt finden; sagen wollen, aber nicht können; in sich selbst gefangen sein; zweisam sein, eins werden (Sexualität); sichaneinanderbinden, aus ein ander gehen …

„… Gedichte … Objekte“ ist nicht nur „eine Installation“, sondern vielmehr ein Stück Musiktheater: es gibt die Ebenen Sprache, Musik und Bild, die im Ineinander eine vierte Ebene ergeben, die mehr ist als die Summe seiner Bestandteile. Nur geschieht das Ganze nicht in einem performativen, sondern einem installativen Kontext. Diese Anordnung ermöglicht unterschiedliche Reihenfolgen, mehrfaches Hören und individuelle Bezüge zwischen den Gedichten, den Objekten und den Kopfhörerstücken.


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Neue Orchesterkomposition mit solo Violine, Kontrabass und Schlagzeug

Es war eine Auszeichnung und eine Herausforderung zugleich, als der Kompositionsstudent Carlos Cárdenas ausgewählt wurde, sein Examensstück für das Orchester der Musikhochschule zu schreiben. Nur wenige erhalten den Auftrag, aufgrund einer überzeugenden Zwischenprüfung ein Werk für große Besetzung zu komponieren. Die öffentliche Aufführung des neuen Stücks wird Teil seiner Abschlussprüfung im Studiengang Konzertexamen/Meisterklasse Komposition (Klasse Prof. Schwehr) sein.

Die wirkliche Herausforderung jedoch liegt in der Besetzung. Als die Zwischenprüfungskommission der Idee nachging, weitere Solistinnen- und Solistenabschlüsse in die Situation zu integrieren, fiel die Wahl auf die folgenden Instrumentalstudierenden: Yurie Tamura (Violine), David Desimpelaere (Kontrabass) und Yu Young Jin (Schlagzeug). Damit war eine Klangkombination vorgegeben, die ungewöhnlich ist, die Carlos Cárdenas umso mehr als Anreiz für seine Arbeit begriff. So bot sie unter anderem Anlass, die klassische Aufgabenverteilung von Solo und Tutti zu hinterfragen und immer wieder neue Kommunikationsmodelle zu entwerfen.

Zu Beginn stand der intensive Austausch mit den Musikerinnen/dem Musiker, bei dem der Komponist deren Vorlieben und Spezialkenntnisse erforschte. Einige dieser individuellen Schwerpunkte wurden zur Basis für die konstituierenden Elemente des dreisätzigen Werks. So spielt der erste Abschnitt mit dem Farbenreichtum metallischer Klänge, während das Neben- Nach- und Miteinander verschiedener Tempi den Satz formt. Der zweite Teil lebt von der Offenheit des Glissando: die Abwesenheit fixierter Tonhöhen bietet ungeahnte Möglichkeiten für Melodik, Harmonik, Dramaturgie. Im Schlusspart überrascht Cardenas mit einer Kadenz, die bewusst neue Charakteristika setzt. Hier wagt er die Auseinandersetzung mit trefflich gewähltem Material seiner musikalischen Herkunft Lateinamerika.


11. und 12. Mai 2017 um 20 Uhr
Wolfgang Hoffmann Saal der Musikhochschule
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Carlos Cárdenas
Orchesterkonzert un y una (2016/17) UA
für Violine, Kontrabass, Schlagzeug und Orchester

Yurie Tamura, Solo Violine
David Desimpelaere, Solo Kontrabass

YuYoung Jin, Solo Schlagzeug

Eintritt 8 €uro, ermäßigt 4 €uro


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Gesamtprogramm des Konzertabends

Carlos Cárdenas Biographie

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Freiburger Studierende arbeiten mit Mitgliedern des „ensemble recherche“ an entstehenden Werken.

Fünf Studierende des Instituts für Neue Musik erhielten 2016/2017 ein attraktives Angebot: Das auf Neue Musik spezialisierte Ensemble stellte in drei mehrtägigen Arbeitsphasen seine interpretatorische Kompetenz zur Verfügung: Barbara Maurer (Bratsche), Martin Fahlenbock (Querflöte), Klaus Steffes-Holländer (Klavier) und Christian Dierstein (Schlagzeug) begleiteten den Entwicklungsgsprozess von fünf neuen Kompositionen.

Zum ersten Treffen brachten Andru Matuschka, Ardian Halimi und Hana Hosea (Klasse Cornelius Schwehr) sowie Céline Steiner und Peiyi Yang (Klasse Brice Pauset) erste Entwürfe mit. Diese sehr unterschiedlich weit ausgearbeiteten Skizzen dienten den Ensemble-Mitgliedern als Probengrundlage und luden zu reger Auseinandersetzung ein.

Zwei Aspekte standen bei allen Arbeitseinheiten im Mittelpunkt der Diskussion: Die Musikerin und die Musiker demonstrierten mehrfach neue Spieltechniken, die zum Umdenken inspirierten. Zudem stellte sich die Frage nach der Notation alles musikalischen Geschehens. „Wie ist es möglich, die eigenen Klangvorstellungen so unmissverständlich wie möglich zu verschriftlichen?“ Klare und konkrete Rückmeldungen der Profis gaben hier höchst konstruktive Anregungen.

In dieser erfreulich produktiven Zusammenarbeit entstanden zwei Stücke für Querflöte, Bratsche und Klavier sowie drei weitere für Querflöte, Bratsche, Klavier und Schlagzeug.
Am 11. Mai werden die fünf Uraufführungen der Öffentlichkeit präsentiert.

Freiburger Klassen-Arbeit Abschlusskonzert
Donnerstag, 11. Mai 2017 um 18 Uhr
Institut für Neue Musik und ensemble recherche
im Ensemblehaus, Schützenallee 72, 79102 Freiburg

Weitere Informationen:
Institut für Neue Musik Freiburg
ensemble recherche

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Am 27. Januar 2017 spricht der Komponist und Dichter über sein künstlerisches Arbeiten.

Foto: Elie Kongs

„Wir sind versucht, ihn Musiker-Poet zu nennen … oder, und das wäre in gleichem Maße gültig … Dichter-Musiker“, schrieb Olivier Messiaen 1976 im Vorwort zu Gaussins „Transes et Lumière“. Bereits in dieser ersten Publikation lyrischer Werke beschreibt der Kompositionsprofessor des jungen Musikstudenten dessen sprachlichen Gestus als chorische Musik: als symphonische Konstruktion aus Phonemen, Dauern, Intensitäten, sogar verbaler Mehrstimmigkeit. „L´attente… L´absolu“ ist das zweite poetische Werk Allain Gaussins, mehrfach aufgelegt und überarbeitet in den Jahren 2005 bis 2013. Jedes Gedicht dieser Sammlung entstand in enger Verknüpfung zu einem musikalischen Parallelwerk. Jedes ist Zeugnis des drängenden Forschens nach den Interferenzen zwischen Ton und Wort, versucht feinste Schwingungen einzufangen und ästhetisch neu zu artikulieren.



So liegt es nahe, dass  Brice Pauset (Kompositionsprofessor am Institut für Neue Musik Freiburg) den französischen Kompositionskollegen als Gastdozenten einlädt. Im Rahmen des Semesterthemas „Stimme und Sprache in der Neuen Musik“ bietet Gaussins Musik-Poesie eine verblüffende Sichtweise auf das Sujet. Am 27. Januar 2017 nun, um 18 Uhr wird Allain Gaussin Grundideen seines künstlerischen Schaffens vorstellen. Er wird über Haltungen sprechen, Anliegen, seine Einflüsse aus der elektroakustischen Musik und der Kultur Japans sowie über seinen Werdegang und signifikante Werke.

Mehr zum Thema:
26. Januar 2017 um 19.30 Uhr
Konzert mit Werken von Allain Gaussin 
im “Centre Culturel Français” Freiburg
Website Centre Culturel Français
Website Allain Gaussin

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12.12.2016
Filmmusik

Eine Freiburger Kooperation zwischen der Filmmusikklasse des Instituts für Neue Musik und dem Kommunalen Kino

Bereits seit 2001 zeigt das Kommunale Kino einmal jährlich neu komponierte Tonspuren junger Komponistinnen und Komponisten. Mit dem Beginn seiner Lehrtätigkeit für Musiktheorie und Komposition (1989-95 Winterthur, seit 1995 Freiburg) thematisiert Prof. Cornelius Schwehr Fragen der „angewandten Musik“ im Unterricht. Dabei reicht sein Interesse an der Verbindung von Gebrauchsmusik und avanciertem Musikdenken bis in die 70er Jahre zurück. Neben seiner Arbeit als Komponist Neuer Musik erforscht er andere Genres in bemerkenswert ästhetischer Bandbreite, schreibt Bühnenmusiken, Hörspiele und Filmmusiken.

Im Sommersemester 2010 installierte die Hochschule für Musik Freiburg den neuen Masterstudiengang „Filmmusik“ (Leitung Prof. Cornelius Schwehr). Im Oktober 2011 wurde das eigens dafür ausgebaute „Studio für Filmmusik“ in Betrieb genommen. Seither spezialisieren sich junge Komponistinnen und Komponisten (maximal sieben im Semester) auf das facettenreiche Verhältnis von Bild und Ton. Zu diesem Zweck sind die Studierenden in lebendigem Austausch mit verschiedenen Regisseurinnen und Regisseuren sowie Ausbildungseinrichtungen, z.B. der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Das Ergebnis der komplexen Auseinandersetzung ist eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Produktionen. Eine willkommene Herausforderung stellte auch das Projekt dar, eine neue Musik zur 4Kanal-Restaurierung des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) zu komponieren. Dieses Auftragswerk von ZDF/ARTE und der Murnau-Stiftung Wiesbaden wurde als gemeinsame Arbeit der ganzen Filmklasse erstellt und erschien 2014 auf BlueRay. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Events hingewiesen, in denen das Institut für Neue Musik cineastische Werke mit Filmmusik Live präsentiert.

Am 17. Januar 2017 nun, um 19.30 stellt die Filmmusikklasse ihre neuesten Produktionen im Kommunalen Kino Freiburg vor.


Mehr zum Thema:
Produktionen der Filmmusikklasse in der Bibliothek der Hochschule für Musik
Cornelius Schwehr und Publikationen zum Thema
Institut für Neue Musik Freiburg/Studio für Filmmusik
Kommunales Kino Freiburg

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Institut für Neue Musik startet neue Reihe mit Gesprächskonzerten.

Sven Thomas Kiebler, Leiter des Ensembles des Instituts für Neue Musik Freiburg

Am Mittwoch, 16. November 2016 um 20.00 Uhr beginnt das erste Gesprächskonzert der neuen Reihe mit Werken zeitgenössischer Musik. Explizit lädt der Titel ein zum Reflektieren, zum Wahrnehmen, Denken, Sich-Äußern. Im Mittelpunkt stehen hier die Interpretinnen und Interpreten und deren Auseinandersetzung mit den gespielten Kompositionen. So, wie es den Musizierenden freisteht, ein Werk ihrer Wahl zu bestimmen, so steht es ihnen ebenso frei, auf welche Weise sie ihre Interpretation sprachlich erörtern wollen. Ausdrücklich ist hier der Dialog mit den Komponierenden und dem Publikum gefragt.

Das Werk aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten verspricht neue Einsichten. Da sind rein zweckdienliche Faktoren zu durchdenken wie spieltechnische Finessen, die Lesefertigkeit der speziellen Notation Neuer Musik, Übe-, Probe- und Bühnenerfahrungen. Darüber hinaus ist die Diskussion um Analyse, Stilistik, Tradition und Ästhetik essentiell für das Erfassen einer Komposition. Nur stetes Reflektieren aller Aspekte ermöglicht den Interpretierenden, eine Vielzahl an Entscheidungen zu treffen, denn: „Um zu verstehen, muss der Interpret mitkomponieren“ (J. Uhde, R. Wieland: Denken und Spielen; Bärenreiter 1988, S. 15).

Mehr zum Thema:

Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik Freiburg
http://www.mh-freiburg.de/institut-fuer-neue-musik/startseite/

Programm  des Konzerts am 16. November 2016
http://www.mh-freiburg.de/institut-fuer-neue-musik/veranstaltungen/

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20.10.2016
„Sirenade“

Performance im Rahmen des Symposiums »VON DER BÜHNE INS LEBEN: HELDINNEN. EINE FEINE ODYSSEE«

„Inseln der Sirenen“ ist der Titel der Veranstaltung am Freitag, 4. November 2016 ab 19.30 Uhr. Mit Darbietungen rund um das Thema „Heldinnen. Von der Bühne ins Leben“ leitet der Abend das von drei Wissenschaftlerinnen konzipierte Symposium ein (Janina Klassen, Leitung / Sabine Sanio / Bettina Wackernagel). Im Licht der Scheinwerfer sind die Darstellerinnen der dramatischen Hauptfiguren Heldinnen. Als Primadonnen und Diven hofiert, wirkt ihre gefeierte Erscheinung auch über den Bühnenrand hinaus. Musikerinnen anderer Genres hingegen bleiben weitgehend unsichtbar. So sind z.B. die Pionierinnen elektronischer Musik in den Medien kaum präsent. Braucht es eine gendersensible Musikgeschichtsschreibung, die ihren Blickwinkel den Realitäten öffnet? Braucht es eine Kunst- und Medienwelt, in der die Heldinnen von der Bühne fraglos auch ins Leben kommen?

In ihrer Performance „Sirenade“ erarbeiteten Studierende zusammen mit Teresa Grebtschenko (Dozentin für instrumentales Musiktheater am Institut für Neue Musik Freiburg) eine Stück zum Thema. Im Mittelpunkt standen das Fabelwesen der „Sirenen“ aus der griechischen Mythologie und die sie charakterisierenden Zuschreibungen. Vor allem deren spezifische Geschlechterrolle wurde zum Zentrum der Auseinandersetzung: Weiblichkeit als lebensbedrohliche Verlockung zur Sinneslust. Oder besser: die Reduktion des Frau-Seins auf die subtile Kunst der Verführung.

Das Spiel der Gruppe will konfrontieren. Mittels eines lasziven Bewegungsrepertoires in provozierenden Kostümen, mittels einer eigens geschaffenen „Sirenensprache“ sowie dem „betörenden Gesang“ von Alarmsirenen gehen die DarstellerInnen in Kommunikation mit dem Publikum.

Weitere Informationen zur Konzertperformane und zum Symposium "Heldinnen"

Institut für neue Musik
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