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Willkommen beim Institut für Neue Musik

Herzlich willkommen beim Institut für Neue Musik, das im Jahre 1964 von Wolfgang Fortner gegründet, dann von Klaus Huber ausgebaut und von Mathias Spahlinger weitergeführt wurde. Von 2009 bis Oktober 2017 war Cornelius Schwehr Institutsdirektor. Seit Oktober 2017 leitet Johannes Schöllhorn das Institut für Neue Musik.

Aktuelle Meldungen

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Johannes Schöllhorn präsentiert sein Konzertstück für Klavier und Orchester im offenen Seminar am 7. Februar 2018

 

Anlass für die Betrachtung seiner Komposition „clouds and sky“ (2010) bietet die aktuelle Semesterveranstaltung von Alfonso Gomez „Notation, Technik und Ästhetik Neuer Klaviermusik“. Hier werden zahlreiche Werke und Texte der Klaviermusik ab 1945 analysiert. Im Sinne einer Übung werden zeitgenössische Notationsformen und Spieltechniken vermittelt. 

Da ist die Einladung an Johannes Schöllhorn, neuer Leiter des Instituts für Neue Musik seit Oktober 2017, naheliegend, die eigene kompositorische Arbeit zum Thema zu referieren. Zunächst wird eine hochqualifizierte Einspielung des 25minütigen Opus vorgestellt. Im Anschluss daran reflektiert der Komponist Entwicklungen und Entscheidungen aus dem Mikrokosmos der Werkentstehung. 

„clouds and sky“ ist inspiriert von einem der Venedig-Bilder James McNeill Whistlers „Clouds and Sky, Venice“ (1879/80). Durch seine hohe Abstraktion scheint es den Blick auf die Stadt erst zu eröffnen. Es wirkt eher als Fenster, mehr noch wie ein transparentener Vorhang, durch den hindurch zu schauen die Wahrnehmung von bisher Ungeahntem initiiert. 

Schöllhorns Konzertstück für Klavier und Orchester basiert auf der zwölften Nocturne in e-moll, Op.107 für Klavier von Gabriel Fauré, geschrieben im Jahr 1915. Zwar steht diese an der Grenze der Tonalität, überschreitet sie jedoch nicht, sondern verliert sich - vorgeblich - in der Unendlichkeit der Tonalität. Schöllhorn nun sucht eine faszinierend neue Sicht auf die Nocturne zu erzeugen - vornehmlich durch drei radikale Eingriffe gelenkt: Extreme Verlangsamung, gleich einer slow motion, imaginiert die Auflösung der harmonischen Gravitation. Die distinguierte Orchestration erschafft einen Raumklang, der nahezu still zu stehen scheint. Das Solo-Klavier klingt abgeklärt solitär und doch konturierend über allem/in allem. So entsteht eine Musik, die zugleich wie eine Ablichtung ihrer selbst ist. Eine Musik, die simultan - wie die heiße Luft über der Lagune von Venedig – ein irisierendes Abbild ihrer selbst erzeugt.

Termine

Dienstag, 30. Januar 2018 um 20 Uhr in Raum 117
Vortragsabend im Rahmen des Seminars „Notation, Technik und Ästhetik Neuer Klaviermusik“, Leitung Alfonso Gomez 

Mittwoch, 7. Februar 2018 von 11–13 Uhr in Raum 343
Seminar mit Johannes Schöllhorn und Alfonso Gomez zu „clouds and sky (2010), Konzertstück für Klavier und Orchester von Johannes Schöllhorn

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Am 25. Januar 2018 Uraufführung von „Whale Fall“ beim Juillard School Focus! Festival

Erneuter Erfolg für SONG Yang, Kompositionsstudentin am Institut für Neue Musik im Fach Konzertexamen (Klasse Prof. Schöllhorn). Sie erhielt im Jahr 2017 einen Auftrag der „Juilliard School“, ein neues Werk für das „Focus! Festival 2018“ zu schreiben. Die renommierte New Yorker Ausbildungsinstitution für Künste eines breiten Spektrums stellte das diesjährige Event unter das Motto „China today: A Festival of Chinese Composition”.

Gemeinsam mit fünf weiteren Komponistinnen und Komponisten ist SONG Yang am 25. Januar 218 zur Uraufführung ihres Stücks „Whale Fall“ (2017) eingeladen. Ihr neues Stück für Flöte, Harfe und Kontrabass ist inspiriert vom Phänomen des Walfalls als eines existentiellen Beitrags zum Ökosozialsystem: Ein Walfall ist der Kadaver einer Familie von Wassertieren, der auf den Boden der Tiefsee gefallen ist. Hier schaffen sie komplexe, lokal begrenzte Biosysteme, die den Tiefseeorganismen über Jahrzehnte hinweg Nahrung liefern, die darüber hinaus die Gemeinschaftsstruktur des örtlichen Tiefseekollektivs kultivieren und erhalten. 

Mit mehr als 700 Veranstaltungen pro Jahr als essentieller Komponente des feinst differenzierten Unterrichtssystems fördert die „Juilliard School“ Talente aus Tanz, Schauspiel und Musik, erzieht zu höchstem künstlerischen Niveau. Dabei folgen die Lehrenden einem leidenschaftlichen Grundsatz: In dem Augenblick, in dem ein junger Mensch hier eintritt, besteht die Möglichkeit einer Blüte, eines Wunders. Gemeinsam erforschen wir diese Chance, schärfen die Selbsterkenntnis und ihren Einfluss auf die künstlerische Arbeit. Alle Studierenden hier sollten offen sein für diese Entwicklung, um die individuelle Kunst zu nähren, zu veredeln, ihr Leben zu geben, sie zum unverwechselbar Eigenen zu machen. 

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Salome Kammer zu Gast im Institut für Neue Musik

am 19. Januar 2018

Experimentelle Musik … Schadet das der Stimme?  Kammer: Nein! Ich habe diese Musik jetzt sechs Wochen lang probiert und mir geht’s prächtig. Das ist sicher eine Frage der Technik. Aber es liegt auch daran, dass ich vor verrückten Sachen keine Angst habe. Wenn man Angst hat, dann verkrampft alles, dann gibt es zu viel Druck – und dann wird man anfällig. Meine Einstellung zu den Affekten und Emotionen muss stimmen, ich darf nicht nur so tun, als sei ich wütend, ich muss wütend sein, dann macht der Körper alles richtig. Der Tagesspiegel 15.01.2011

Am 19. Januar 2018 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr in Raum 343 gibt

die Expertin Salome Kammer ein Gastseminar zum Thema

Die menschliche Stimme in der Neuen Musik. 
Techniken und Ausdrucksmöglichkeiten im 21. Jahrhundert

Salome Kammer eine großartige Sängerin zu nennen, wäre untertrieben. Sie ist vielmehr eine phänomenale Stimmakrobatin, die keine Grenzen zwischen Sprechen und Singen, Spiel und Ernst kennt. Süddeutsche Zeitung

Salome Kammers Universaltalent sprengt Grenzen. Ihr Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfasst Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodram, Liederabende, Dada-Lyrik und Broadwaysongs. Ihre Bühnenpräsenz als singende Schauspielerin oder schauspielende Sängerin fasziniert bei musikalischem Kabarett ebenso wie in dramatischen Bühnenrollen des Sprechtheaters. Sie hat mit ihrer Stimme die Neue Musik der vergangenen Jahre geprägt und zahlreiche Werke uraufgeführt. Komponisten im In- und Ausland, darunter Helmut Oehring, Wolfgang Rihm, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Isabel Mundry, Mauricio Sotelo und Carola Bauckholt schreiben Stücke für die Künstlerin, die mit ihrem extremen Ausdrucksreichtum und ihren unerschöpflichen stimmlichen Facetten zu neuen Produktionen anregt. Karsten Witt, Fortsetzung hier (externer Link)

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Neues Stück der Freiburger Kompositionsstudierenden am 7. April 2018 im Eventprogramm

Es gilt als eines der wichtigsten Musikereignisse im asiatischen Raum – jedes Jahr im Frühling begegnen sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 Kapazitäten der Klassikwelt und junge, ambitionierte Talente aus Asien in der Küstenstadt Tongyeong, Korea. Mit der Ernennung Tongyeongs als Festivalzentrum (Geburtsort des Komponisten Isang Yun) widmeten die Gründungsmitglieder das Event dem koreanischen Künstler und späteren Wahlberliner. 

2013 installierten die TIMF-Verantwortlichen einen neuen programmatischen Akzent: Mit dem „Asian Composers Showcase“ sollte die zeitgenössische asiatische Musik ein exklusives Forum bekommen. Jährlich seit dem, lädt das Goethe-Zentrum Korea in seiner Funktion als Finanzier und Mitveranstalter zu einem „Call for Scores“ ein. Aus den eingereichten Originalkompositionen wählt eine international besetzte Fachjury vier Werke aus. Diese werden beim kommenden Tongyeong-Festival vom TIMF-Ensemble eingespielt und der Öffentlichkeit präsentiert. Auf Basis dieser Uraufführungen wird eines der Stücke mit dem „Goethe-Award“ ausgezeichnet. Zudem erhält die Komponistin/der Komponist einen hochdotierten Kompositionsauftrag für das „Asian Composers Showcase“ des Folgejahres.

SONG Yang, Studentin am Institut für Neue Musik (Klasse Prof. Schöllhorn, Konzertexamen) schrieb anlässlich des „Asian Composers Showcase 2017“ ihre neue Komposition „Thawing“ (2017). Wegen herausragender künstlerischer Qualität wurden in diesem Jahr von 35 eingereichten Werken ausnahmsweise fünf Kompositionen designiert - vier davon integrieren traditionelle asiatische Instrumente in ihre Besetzung. So arbeitet SONG Yang für „Thawing“ mit fünf Saiteninstrumenten: neben Violine, Viola, Cello und Kontrabass ist der Einsatz der Guzheng von substantieller Bedeutung, einer Wölbbrettzither mit langer Tradition in der klassischen chinesischen Musik.

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Livepräsentation und Diskussion mit Jean-Pierre Collot am 22.12.2017 ausgehend von Jean Barraqués Klaviersonate (1952)

22. Dezember 2017 um 18 Uhr im Kleinen Saal
Jean-Pierre Collot: Live-Präsentation der Klaviersonate von Jean Barraqué (1952)
Im Anschluss daran Seminar mit Diskussion:
„Die Entwicklung der zeitgenössischen Klaviertechnik“

Unter Kundigen der Musik des 20. Jahrhunderts hat die Klaviersonate von Jean Barraqué (1952) einen beinahe mystischen Ruf. Bereits in diesem - seinem ersten für gültig erklärten Stück - geht der Komponist auf Distanz zu bestimmten „Zwängen“ serieller Konzeptionsprinzipien. Die damit gewonnenen Freiheiten gewähren Barraqués Musik „eine fieberhafte Expressivität von packender Dramatik“ (KDG, Artikel J.B.). Zudem schafft er mit „Sonate“ eine für die Entstehungszeit völlig neue Gestalt: in einem einzigen, 44minütigen Verlauf werden zwei kontrastierende Formteile fortschreitend neutralisiert. Wegen ihrer komplexen Strukturen gilt die vielschichtig organisierte  Komposition als höchst anspruchsvoll - Aufführungen wie Aufnahmen haben Seltenheitswert. 

Jean-Pierre Collot, seit 2003 Mitglied des auf Neue Musik spezialisieren „ensemble recherche“, ist Experte der zeitgenössischen Pianistik. Bereits von 1993 bis 1996 arbeitete er intensiv im Team des „Ensemble Intercontemporain“. Als Solist konzertierte er mit zahlreichen Orchestern und Ensembles u.a. unter der Leitung von Pierre Boulez, Peter Rundel und Lucas Vis.  CD-Veröffentlichungen initiierten anregende Zusammenarbeit mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Salvatore Sciarrino, Hugues Dufourt - sein Repertoire umfasst Werke von Stefan Wolpe, Erich Itor Kahn, Brian Ferneyhough, Hans-Werner Henze, Karl-Heinz Stockhausen, Morton Feldman, Wolfgang Rihm, Hans Abrahamsen, Brice Pauset, Hector Parra und vielen anderen Komponisten der Gegenwart. Seit 2005 ist Jean-Pierre Collot Dozent der Ensemble-Akademie des ensemble recherche und des Freiburger Barockorchesters. Meisterklassen, Workshops und Vorträge zum Thema „Die Interpretation in der zeitgenössischen Musik“ führten ihn nach Russland, Uzbekistan, Georgien, in die Ukraine, nach Israel,  China, Südamerika sowie in die Vereinigten Staaten.

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08.11.2017
FOKUS PHILIPPINEN

Feliz Anne Macahis, Jonas Baes und Alan Hilario diskutieren ihre kompositorischen Standpunkte, moderiert von Dieter Mack

Am Samstag, 25. November 2017 um 10 Uhr widmet sich das Institut für Neue Musik dem Thema des zeitgenössischen Komponierens auf den Philippinen im Rahmen eines Seminars. Anlass dazu bietet das Konzert des Vorabends mit demselbigen Titel FOKUS PHILIPPINEN, initiiert und ausgeführt vom „Ensemble Aventure“. Die Komponistin Feliz Anne Macahis sowie die Komponisten Jonas Baes und Alan Hilario sprechen zunächst über einzelne Werke und laden im Anschluss daran zur offenen Diskussion ein: zur Reflexion über Schnittmengen und Divergentes,  Interaktion und Wechselwirkung, über ästhetische und kulturelle Standortbestimmung, über Fragen zur politischen, sozialen und wirtschaftlichen Situation der Philippinen. 

Moderation: Dieter Mack, Komponist und Musikethnologe
Koodination: Marie-Luise Calvero, Kompositionsstudentin am Institut für Neue Musik (Klasse Prof. Cornelius Schwehr)

Termin

FOKUS PHILIPPINEN – Gastseminar mit Feliz Anne Macahis, Jonas Baes, Alan Hilario und Dieter Mack

Samstag, 25. November 2017, 10 bis 13 Uhr (Raum 343, begrenzte Platzzahl)

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Uraufführung am 14. November im Kammermusiksaal der Musikhochschule

odysee

In vielen Sprachen ist der Begriff „Odyssee“ zum Synonym für eine lange Irrfahrt geworden oder – sinnbildlich gesprochen - für einen langen, mit Schwierigkeiten verbundenen Prozess. Er rekurriert auf die älteste und einflussreichste Dichtung der abendländischen Literatur, auf das dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos „Die Odyssee“ (erste Textüberlieferung etwa im 7./8. Jahrhundert vor Christus). In zunächst mündlicher Überlieferung gehört die Handlung zum Sagenkreis um den Untergang Trojas. Sie schildert die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka und seiner Gefährten auf der Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg.

Der zeitlos explosive Stoff, schließlich eine von Ingeborg A. Waldherr erstellte Materialfassung von verblüffenden Ausschnitten, gaben den Impuls für das Projekt der Freiburger Regisseurin. Zusammen mit dem Institut für Neue Musik und dem Filmmusikstudio Freiburg erstellte sie ein Team von zwei Kompositionsstudentinnen (Klasse Cornelius Schwehr), einer Schauspielerin und einem Schauspieler. In intensiver Arbeit an Themen und Strukturen, in raffiniertem Zusammenwirken von Text und Ton, von Technik und Bewegung im Raum entwickelte die Gruppe eine performative Gestalt zur Vorlage. Das Resultat ist die spannende Neuauflage des dem Mythos innewohnenden Beziehungsdramas, transferiert ins JETZT. 

Zweimal (s.u.) wird die Performance in Freiburg live aufgeführt. Im Frühjahr 2018 wird das Stück vom Institut für Neue Musik als Hörspiel produziert. 

Termine
14. November 2017, Kammermusiksaal der Musikhochschule Freiburg
18.30 Uhr Einführung der Regisseurin Ingeborg. A. Waldherr
19.30 Uhr „Odyssee - eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt"
28. November 2017, Archäologische Sammlung der Universität Freiburg
19.30 Uhr „Odyssee – eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt“ 

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft „Humanismus heute“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 

Mitwirkende

Studio für Filmmusik des Instituts für Neue Musik Freiburg
Ensemble des Instituts für Neue Musik Freiburg
Cello, Dimitris Pekas
Flöte, Marusa Groselji
Schlagzeug, David Auli
Komposition, Marie-Luise Calvero
Komposition, Vania Kourti-Papamoustou

Schauspiel
Penelope, Kaija Ledergerber
Odysseus, Ilja Baumeier
Choreografie, Thomas Elgner

Regie
Regieassistenz, Lion Koch
Regieleitung, Ingeborg A. Waldherr

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Eine Produktion von zeug und quer e.V. im Rahmen der Russischen Kulturtage 2017

Künstlerische Leitung: Clemens K. Thomas, Kompositionsstudent am Institut für Neue Musik und Mitbegründer von zeug und quer e.V.  



Im Rahmen der Russischen Kulturtage Freiburg präsentiert der junge Kulturverein zeug und quer e. V. das musiktheatrale Ritual „Madame Lenin“. In der 90-minütigen Performance wird die „Utopie“ der Revolution in Frage gestellt: Werden Revolutionen im Nachhinein verklärt? Übersehen wir bei allen Neuerungen (Utopie des „Neuen Menschen“, Technifizierung, Fortschrittsgedanke…) nicht die negativen Auswirkungen der Revolution? Und zusammen mit ihnen die auf der Strecke Gebliebenen, die vom Fortschritt Abgehängten, die in andere Richtung Strebenden, die NichtIdeologiekonformen…? 



Madame Lenin, „Protagonistin“ des gleichnamigen Stücks von Welimir Chlebnikow (1885-1922), ist gegen ihren Willen Insassin einer psychiatrischen Anstalt. Sie spricht nichts und meidet die anderen Menschen. Die Textvorlage ist konsequent als Introspektion angelegt - anstelle von handelnden Personen treten 13 verschiedene „Stimmen“. Sie geben die Sinneseindrücke und Gedanken Madame Lenins wieder. Ihr Inneres wird geäußert. Die Zuschauenden haben Teil an ihren Schmerzen, ihren Ängsten, ihrer Behandlung — und werden Teil Madame Lenins… 

Madame Lenin steht im Mittelpunkt einer musikalisch-szenischen Performance, die Übergänge und Grenzen auslotet: semantisch verständliche Sprache wird transrationaler Klang, „Normalität“ wird „verrückt“. Madame Lenin ist eine „Verrückte“ - zumindest in den Augen ihres behandelnden Arztes. Doch wann eigentlich wird Normalität zum Problem, das behandelt werden muss? Wann eigentlich wird Normalität „verrückt“?

Das Team

Vokalquartett

Juliane Stolzenbach-Ramos 

Julienne Mbodjé 

Steffen Schwendner

Linus Fischer

Streichquartett, Evenos-Quartett, Essen 

Klarinette, Daniela Kohler
Harfe, Magdalena Schiela (als Gast)
Gitarre, Robert Menczel (als Gast)
Blumentöpfe, Yuyoung Jin und Lukas Mühlhaus
Komposition

Boris Yoffe, Vertonung des zentralen Textes „Madame Lenin“ von Welimir Chlebnikow

Ruslan Khazipov, Vertonung des Textes von Andrej Platonow

Clemens K. Thomas, Vertonung des Textes von Daniil Charms

Organisation

zeug und quer e.V.

Idee und Konzept

Boris Yoffe 

künstlerische Leitung

Clemens K. Thomas



Termine

11. November 2017, 20 Uhr SÜDUFER Freiburg, Haslacher Straße 41

12. November 2017, 18 Uhr SÜDUFER Freiburg, Haslacher Straße 41

15. Dezember 2017 Berlin, 20 Uhr Hamburger Bahnhof, Eröffnungsveranstaltung des 
„D-bü Wettbewerb Studierender deutscher Hochschulen“ 

April 2018 Karlsruhe, Studio des Badischen Staatstheaters im Rahmen der 24. Europäischen Kulturtage „Umbrüche Aufbrüche - Gleiche Rechte für Alle“



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Madame Lenin – Teaser (mit Musik von Boris Yoffe)
Madame Lenin – Blog  

Madame Lenin - Podcast (eine Einführung in 4 Folgen)

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Uraufführung der Auftragskomposition am 5. November in der Philharmonie Essen

„NOW! Grenzgänger“ ist das Thema der diesjährigen Festivalausgabe und widmet sich der Musik des 21. Jahrhunderts, die mit Grenzen spielt … die Schranken als Weichenstellungen, Übergänge als Chancen begreifen will. So sind Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die sich in „Transitzonen“ bewegen: Manche reizt das Changieren zwischen Komposition und Jazzimprovisation, andere die Reibungsflächen zwischen außereuropäischer und europäischer Musiksprache, wieder andere die Synthese zwischen Musik und Bewegung, zwischen Musik und (laufendem) Bild.

Zu dem Konzert „Tongue oft the Invisible“ am 5. November lädt das Ensemble Musikfabrik ein. In drei Uraufführungen und einem Werk für improvisierenden Pianisten, Bariton und 16 Musiker geht es um Schnittstellen - auch - zwischen Kulturen von West und (Fern-)Ost. So z.B. finden sich persische Instrumente in dem Stück von Ehsan Ebrahimi - Liza Lim vertonte für ihr Werk Texte des im 14. Jahrhundert lebenden Sufi-Poeten Hafez.

Farzia Fallah, Studentin am Institut für Neue Musik Freiburg (Klasse Johannes Schöllhorn) hingegen, ist fasziniert von Kippmomenten. „Für mich ist dies atemberaubend“, schreibt sie und stellt eben solche in den Fokus der neuen Komposition: das tänzerische Gehen an der Kante des Kippens, der instabile Augenblick in der Entstehung eines Mehrklangs … wenn man die Spannung im Instrument spürt. Die Fragilität des Klangspektrums, wenn die Luftsäule / die Saite noch unentschieden zwischen Teiltönen pendelt … verschiedene Farben auslotet. Oder auch der Augenblick des Umkippens, wenn das jeweils Andere ausgeschlossen wird.

Termin
5. November 2017, 17 Uhr Uraufführung von „tänzerisch an der Kante“
im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen

Kompositionsauftrag der Philharmonie Essen und des Ensemble Musikfabrik

Im Rahmen des Festivals „NOW! Grenzgänger 2017“, veranstaltet von der Philharmonie Essen, des Ensemble Musikfabrik und der Plattform für Transkulturelle Musik

Besetzung

für Ensemble (Flöte, Klarinette, Horn, Tuba, Schlagzeug, Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass): Mitglieder des Ensemble Musikfabrik
Komposition: Farzia Fallah

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Das multimediale Musiktheaterstück „Der Hungerkünstler“ wird am 21. Oktober in Shanghai uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung ist am 3. November in Köln.

SONG Yang, Kompositionsstudentin am Institut für Neue Musik Freiburg (Klasse Johannes Schöllhorn) erhielt den Auftrag des renommierten Festivals in der Sektion R.A.W.! (Rising Artists´ Work). Seit 2012 versteht sich das Projekt als „work station“ und Bühne für künstlerische Aktivitäten junger Köpfe. Vom 21. bis 28. Oktober sammeln sich hier kreative Ideen aller Genres, wird experimentiert und konkretisiert. Mit R.A.W.! fokussiert das CSIAF die internationale zeitgenössische Kunst parallel zu seinem Engagement für Werke der klassischen Sparten. Das einzige staatliche „International Arts Festival“ Chinas bietet jährlich - nun im 18. Jahr in Folge – über einen Monat ein breites Spektrum an hochqualifizierten Veranstaltungen mit Kunstschaffenden aus aller Welt. Erklärtes Ziel ist es, den kulturellen Austausch im Land und über alle Grenzen Chinas hinaus zu beleben und zu bereichern.

SONG Yangs neue Performance basiert auf Kafkas Kurzgeschichte „Der Hungerkünstler. In fünf Szenen interagiert ein Team von Mitgliedern des „Ensemble hand werk“, dem Schauspieler Hendrik Vogt sowie der Mediendesignerin Ashley Morgan. In komplexem Zusammenwirken von musikalischer und schauspielerischer Darstellung, von vorproduziertem Filmmaterial wie auch Realzeitvideos sucht die Komponistin einen Raum zu schaffen, der alle Sensoren öffnet: eine Erfahrung multidimensionaler Perzeption.

Termine
21. Oktober 2017, 19.15 Uhr Uraufführung „Der Hungerkünstler“ im Duanjun Theater, Shanghai
22. Oktober 2017, 14.30 Uhr zweite Aufführung „Der Hungerkünstler“ im Duanjun Theater, Shanghai
3. November 2017, 19.30 Uhr Deutsche Erstaufführung „Der Hungerkünstler“ in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

Besetzung
Hendrik Vogt, Schauspiel
Ensemble hand werk (Flöte, Saxophon, Cello, Klavier, Schlagzeug)
Ashley Morgan, Mediendesign
SONG Yang, Komposition

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