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Willkommen beim Institut für Neue Musik

Herzlich willkommen beim Institut für Neue Musik, das im Jahre 1964 von Wolfgang Fortner gegründet, dann von Klaus Huber ausgebaut und von Mathias Spahlinger weitergeführt wurde. Von 2009 bis Oktober 2017 war Cornelius Schwehr Institutsdirektor. Seit Oktober 2017 leitet Johannes Schöllhorn das Institut für Neue Musik.

Aktuelle Meldungen

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Midissage mit der Performance BOX von Telemach Wiesinger und Alexander Grebtschenko

Es ist ein Team junger Komponistinnen und Komponisten aus L a Paz, die vom Institut für Neue Musik eingeladen wurden, in Freiburg ihre Klanginstallationen zu präsentieren. Die Arbeiten entstanden im Rahmen ihrer künstlerischen Ausbildung an der „Casa Taller“, der einzigen Akademie für Komposition in Bolivien. Substantieller Bestandteil dieses zweijährigen Studiums sind dreiwöchige Gastworkshops pro Semester. International qualifizierte Expertinnen und Experten erweitern hier das Lehrangebot. Solch konzentrierte Projektphasen vertiefen die Sachkenntnis von Spezialthemen - insbesondere schärfen sie den Blick für die Diversität und Komplexität des Faches Komposition.

Alexander Grebtschenko, Leiter des Studios für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik Freiburg, unterrichtete im Jahr 2016 das Thema „Komponieren mit den Mitteln der Elektronik“. Neben der Grundlagenarbeit in den Modulen Akustik und Tontechnik, entwickelte und produzierte die siebenköpfige Ausbildungsklasse des Jahrgangs 2015-2017 unverwechselbar fantasievolle Objekte – sie alle spiegeln das Experimentieren mit Spielstrategien, interaktiven Skripten und performativem Denken.

„Casa Taller“ wurde im Jahr 2012 von vier jungen Komponistinnen und Komponisten gegründet. Primäres Anliegen des Leitungskollektivs Lluvia Bustos, Miguel Llanque, Canela Palacios und Sebastián Zuleta war es, einen physischen Ort für die Neue Musik in Bolivien zu schaffen, einen Ort zum Bündeln von Kompetenzen, zum Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen aus aller Welt, einen Ort zum Erarbeiten und Präsentieren aktueller Werke der jungen Generation. Rasch rückte ein zweites Ziel in den Mittelpunkt des Interesses: Die Gruppe begann, die erste Akademie für zeitgenössisches Komponieren in Bolivien aufzubauen. Erste Workshopkonzepte führten zum Entwurf eines zweijährigen Ausbildungsplans. Im Jahr 2017 absolvierten die ersten sieben Studierenden ihren künstlerischen Abschluss an der „Casa Taller“. Zudem entstand das Ensemble „Weed“, das 2014 das Album „Ulupika“ mit Stücken des Leitungsquartetts veröffentlichte. Eine weitere Publikation „Ulupika Vol.2“ stellt Werke der examinierten Studierenden vor.

 

Termine
dienstags und donnerstags 17-19 Uhr,
samstags und sonntags 14-17 Uhr
ERÖFFNUNG am Freitag, 6. Juli um 19 Uhr
MIDISSAGE am Samstag, 14. Juli um 19 Uhr

 

Klanginstallationen junger bolivianischer Komponisten |
Midissage: Telemach Wiesinger und Alexander
Grebtschenko »BOX – eine installative Performance«
Alexander Grebtschenko, künstlerische Leitung

 

Ort: depot.K
Lehener Straße 30

 

weitere Informationen
Alexander Grebtschenko, Leiter des Studios für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik Freiburg
https://www.mh-freiburg.de/institut-fuer-neue-musik/studio-fuer-elektronische-musik/

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Céline Steiner                                                 Maximilian Kutsche

MEHRKLANG, das ist eine koordinierende Plattform für Projekte der zeitgenössischen Musik in Freiburg. MEHRKLANG gibt Impulse, konzipiert und unterstützt Vermittlungsprojekte, entdeckt neue Spielstätten, entwickelt neue Veranstaltungsformate, unterstützt die Gründung von Nachwuchsensembles und tritt ein für ein offenes und anregendes Klima für die Musik unserer Zeit.

Für das Konzert zum 10jährigen Bestehen hat MEHRKLANG, als Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V., einen Konzertort gewählt, der das Thema Zeit per Definition impliziert. Es ist die Archäologische Sammlung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Herderbau. Im Gebäude selbst, einem markanten roten Industriebau aus dem frühen 20. Jahrhundert, finden sich antike Originale und Abgüsse von griechischer, etruskischer und römischer Kunst.

Explizit bezieht sich das musikalische Programm des Abends auf die besonderen akustischen Verhältnisse des Ortes sowie auf die dort präsentierten Objekte. Eröffnet wird das Jubiläumskonzert durch Chorgesang mit Werken von P. Hindemith und O. Messiaen, weiter sind zu hören Bläsersoli sowie der erste Satz von I. Xenakis „Pléiades“ für sechs Percussionisten. Xenakis Musik – sie erklingt unter der Glaskuppel des Nord-Innenhofs - ist nach den sieben antiken Nymphen benannt, die auch Paten des bekannten Sternbilds sind. Inspiriert von den alten Skulpturen der Sammlung werden kurze Miniaturen von Studierenden des Instituts für Neue Musik uraufgeführt, und die Figuren zum Leben erweckt.

So korrespondiert das neue Werk „l´Envolant“ der Kompositionsstudentin Céline Steiner (Klasse Brice Pauset) mit dem „Barberinischen Faun“ und ist für Oboe und Violoncello geschrieben. Maximilian Kutsche (Klasse Cornelius Schwehr) komponierte die Miniatur „Sitzender Junge“ für Klarinette (in B) und Violoncello. Sie dialogisiert mit der Skulptur des „Spinario“, deutsch: des „Dornausziehers“.


Termine
Das Jubiläumskonzert am Samstag, 16. Juni 2018 findet in zwei Durchläufen und an drei Orten des Gebäudes statt:
19 Uhr Konzertdurchlauf 1
21 Uhr Konzertdurchlauf 2


Ort
Herderbau, Zugang zwischen Habsburgerstraße 114 und 116

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Mehrklang e.V. und der Archäologischen Sammlung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mehrklang e.V. wird gefördert durch die Stadt Freiburg

Weitere Informationen

- Mehrklang e.V.
- Institut für Neue Musik Freiburg

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„Echo aus Montepulciano“ ist ein gemeinsames kammermusikalisches Projekt der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Musikhochschule Freiburg.

Eine Woche lang (vom 28.5.-2.6.) treffen sich Studierende und Lehrende der beiden Hochschulen zu einer Exkursion mit klassischer, neuer und neuester Musik in den einzigartigen Räumlichkeiten des Palazzo Ricci, dem Sitz der „Europäischen Akademie für Musik und darstellende Kunst“.

Rund 15 Instrumentalisten und 4 Komponisten beider Hochschulen erarbeiten gemeinsam neue und bestehende Werke und präsentieren diese in zwei verschiedenen Konzerten am 1. und 2. Juni in Montepulciano. Das Publikum wird vier Uraufführungen junger Komponisten erleben, ebenfalls Werke von Lisa Streich, Elliot Carter, Philippe Schoeller, Cornelius Schwehr und Johannes Schöllhorn, sowie Werke von Robert Schumann und Franz Schubert. Ebenfalls werden dort Performances auf der Basis von Yoko Onos Sammlung „grapefruit“ realisiert werden.

Aus Freiburg nehmen die Instrumentalistinnen Clara Casado, Céline Steiner und Ülker Tümer, die Komponisten Ioannis Paul, Clemens K. Thomas und  Peiyi Yang sowie Jan E. Kuhl zur Realisierung der Performances und analytischen Begleitung der aufgeführten Werke an der Exkursion teil. Prof. Dr. Florence Millet (Klavier, Kammermusik) von der HfMT Köln und Prof. Johannes Schöllhorn (Komposition) von der MH Freiburg werden die Exkursion betreuen und leiten.

Die einstudierten Werke werden anschließend in mehreren Konzerten der jeweiligen Hochschulen in Köln (mit Aachen und Wuppertal) und Freiburg wiederholt.


Weitere Informationen:
Europäische Akademie für Musik für Musik und Darstellende Kunst
http://www.palazzoricci.com

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14.05.2018
DENKRAUM

Projektstart im Institut für Neue Musik: DENKRAUM als offene Gesprächsreihe zu aktuellen Themen zeitgenössischer Musik

Prof. Dr. Rainer Nonnenmann (Köln)           Prof. Johannes Schöllhorn (Freiburg)

Erster Termin am
13.6.2018, 15.00-17.00

Institut für neue Musik, Raum 343

Denkraum 1  „Fremdmaterial“
- zum Komponieren mit Vorgefundenem -

Im Digitalzeitalter der schnellen Up- und Downloads scheint musikalisches Material jeglicher Herkunft, Medien, Epochen, Kulturen und Weltgegenden gleichberechtigt zur Verfügung zu stehen. Alles Fremde lässt sich als Eigenes anverwandeln, bearbeiten, transformieren, sampeln, mixen, kopieren… Doch strenggenommen gibt es für Komponisten kein Eigenmaterial, sondern nur Fremdmaterial. Denn alle Klänge, Instrumente, Notationsweisen, Techniken und Technologien sind immer schon vorhanden und auf verschiedenste Weisen historisch, kulturell, sprachlich, medial oder alltagsweltlich geprägt, überliefert und kontextualisiert. Primäre Aufgabe ist es daher, sich dieses durch fremde Zusammenhänge, Zwecke und Expressivität bereits mehr oder minder aufgeladene, womöglich „abgegriffene“ Material durch individuelle Strukturierung und Formung zu eigen zu machen, um es mit individuellem Sinn und Ausdruck zu laden. Von „Fremdmaterial“ zu sprechen macht nur Sinn, wenn solches in neuen kompositorischen Zusammenhängen eigens als „fremd“ kenntlich gemacht wird, indem es sich beispielsweise um Musik „fremder“ Komponisten und Herkunft mit jeweils anderer Stilistik handelt, oder um Klänge aus Alltag, Tonträgern und Medien mit entsprechend vom Kontext des eigenen Stücks signifikant abweichender Beschaffenheit. Spätestens seit John Cages radiophonem Stück „Williams Mix“ (1952) gibt es Musik mit Musik, Collage, Montage, Mashup. Interessanter als ausschließlich auf Fremdmaterial basierte Musik sind Kompositionen, denen es auf funktional neu bestimmte Relationen zwischen eigenen Setzungen und fremden Materialien ankommt. Im ersten Denkraum „Fremdmaterial“ werden verschiedene Aspekte solcher relational auf andere Musik bezogener Stücke präsentiert und gemeinsam diskutiert, die sich nicht zuletzt auf kanonisierte „Klassiker“ beziehen.

Denkraum ist eine neue und offene Gesprächsreihe zu Fragen der Neuen Musik des Instituts für Neue Musik. In loser Folge werden aktuelle Themen der Neuen Musik präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Kontakt:
Prof. Johannes Schöllhorn j.schoellhorn(at)mh-freiburg.de
Institut für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg

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Am 26. April 2018 spricht der Komponist über sein neuestes Werk "Noctuelles" – Uraufführung am Vorabend durch das ensemble recherche

Wenn Synästhesie die Aktivierung eines Sinnes durch einen anderen bedeutet – so im Falle des Auslösens von Farbwahrnehmungen durch Tonsignale – dann kann Obsts künstlerisches Werk als synästhetisch inspiriertes gesehen werden: Allein seine Doppelqualifikation als Pianist (bei Alfons und Aloys Kontarsky) wie auch als Komponist (bei Hans Ulrich Humbert) u.a. im Studio für elektronische Musik der Musikhochschule Köln prägten sein musikalisches Denken grundlegend. So generiert Obsts forschender Umgang mit den Ausdrucksmöglichkeiten technischer Systeme eine expressiv-gestische Instrumentalfarbe - seine Kompositionen sprechen gleichermaßen von analytisch kalkulierter Konstruktion wie von intuitivem Experiment und kreativer Neugier. 

Zunächst rein elektronischen Kompositionen folgten Instrumentalwerke, teilweise mit Tonbandzuspielung oder Live-Elektronik. Seit Anfang der 90er Jahre setzte sich Obst intensiv mit den Paradigmen des Visuell-Dramatischen auseinander. Es entstanden Filmmusiken, Kammeropern und Opern. Kennzeichnend ist auch hier die Gleichberechtigung mehrerer Ebenen, ihr wechselseitiges Wirken auf den Gesamtprozess. Eric De Visscher (1996, 37) bezeichnet diese kompositorische Strategie als „synthetisches Musikdenken“: als vielschichtige Verknüpfung von künstlich produzierten (Klang-)Elementen, der Schaffung zusätzlicher virtueller Räume via Technik, von instrumental-musikalischer Ästhetik wie szenisch-dramatischer Bühnenkunst.

Michael Obst ist Professor für Komposition an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Gastseminar am
26. APRIL 2018, 10.00 - 12 Uhr 
in Raum 343 der Musikhochschule Freiburg
Michael Obst spricht über sein neues Werk "Noctuelles".
Uraufführung durch das ensemble recherche
am Vorabend um 20 Uhr im Ensemblehaus

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Kompositionsstudentin (Klasse Prof. Johannes Schöllhorn) erhält internationalen Goethe-Preis des "Asian Composers Showcase 2018" in Tongyeong, Korea

 

Am 7. April 2018 gewann die Kompositionsstudentin des Instituts für Neue Musik (Klasse Prof. Schöllhorn) für ihr Stück "Thawing" (2017) den renommierten Preis des "Tongyeong International Music Festivals 2018" (TIMF). Mit dem neuen Werk für Guzheng, einer chinesischen Wölbbrettzither, und vier Streicher hatte sie sich beim "Asian Composers Showcase" beworben. Im Rahmen des Festivals fördert dieser dezidiert die zeitgenössische asiatische Musik junger Komponistinnen und Komponisten. Das Stück wurde durch das Ensemble des TIMF uraufgeführt. Zusätzlich zum diesjährigen Preisgeld erhält die Wettbewerbssiegerin einen Kompositionsauftrag für den „Asian Composers Showcase“ des Folgejahres.

Das Projekt wird finanziert und mitveranstaltet vom Goethe-Zentrum Korea.

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09.04.2018
„Bett und Sofa“

Studierende der Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr komponieren Tonspuren zu russischem Stummfilm aus dem Jahr 1927 | Livepräsentation am 24. April 2018 um 20 Uhr im Kammermusiksaal

 

Es ist eine Mischung aus Zuspielung und Live-Musik, die zu dem Film „Tretya meshchanskaya“ (englischer Filmtitel „Bed and Sofa“) von Abram Room (1894-1976) entstand. Im studentischen Team des Filmmusikstudios des Instituts für Neue Musik wurden ästhetische wie technische Optionen debattiert und ausgelotet. Kern dieses reflektiven Prozesses war prononciert das Verhältnis von Ton und Bild sowie die künstlerischen Spielarten seiner Wechselbeziehungen und Funktionsweisen.

Abram Rooms Filmstory spiegelt die multiplen revolutionären Umbrüche im Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Subtil und doch nachdrücklich sucht das psychologische Kammerspiel die alarmierenden Widersprüche und Dysfunktionen der frühen sowjetischen Gesellschaft offenzulegen. Gleichermaßen sieht sich der Autor als Unterstützer staatlicher Kampagnen gegen das 20er-Jahre-Phänomen, die Verlockungen sexueller Freizügigkeiten tabufrei aufzuspüren und auszuleben.

Termin 

FilmLiveMusik
BETT UND SOFA
DI, 24. APRIL, 20.00 Uhr im Kammermusiksaal

Studio für Filmmusik | Karl Rauer, Klarinette | Ante Mamula, Akkordeon | Damjan Milosavljevic, Kontrabass | Sven Thomas Kiebler, Leitung

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Das Basler Ensemble „zone expérimentale“ präsentiert Werke von und mit dem Avantgardekünstler (Komponist und Posaunist) am Freitag, den 13. April 2018 in der Freiburger Musikhochschule

George E. Lewis, Edwin-H.-Case-Professor für ´Amerikanische Musik´ an der Columbia Universität (New York), suchte in seiner Instrumentalausbildung früh das Spiel mit den experimentellen Variablen des Jazz. Kompositionsstudien intensivierten diese Lust am Forschen und Wagen. Heute gilt er als Spezialist für intermediales Komponieren und Improvisation. Seine Werke sind in mehr als 150 Einspielungen dokumentiert. Sie umfassen u.a. elektronische wie computerbasierte Musik, mehrdimensionale Videos und Installationen sowie interaktive Ensemblearbeit und freies Klangdesign. 

Mit „zone expérimentale“ arbeitete George E. Lewis an ausnotierten und offenen Werken. Das Ensemble ist essentieller Bestandteil des 2009 gegründeten Studiengangs „Master of Arts in Spezialisierter Musikalischer Performance Zeitgenössische Musik“ an der Hochschule für Musik Basel. Unter der künstlerischen Leitung von Jürg Henneberger (Piano, Dirigieren), Mike Svoboda (Posaune) und Marcus Weiss (Saxophon) begleiten die Lehrenden die Studierenden in ihrer anspruchsvollen Zusatzausbildung. Hier bekommen junge Persönlichkeiten einen Rahmen, die sich gleichermaßen durch einen ausgeprägten Gestaltungswillen wie durch Virtuosität am Instrument auszeichnen. 

Gastkonzert
GEORGE E. LEWIS (USA)
FR, 13. APRIL, 19.30 UHR
Wolfgang-Hoffmann-Saal
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Basel
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Werke von George E. Lewis
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zone expérimentale | Studierende der Hochschule für
Musik Basel FHNW MA SP Freie Improvisation | George E. Lewis, Leitung

Weitere Informationen  
GEORGE E. LEWIS
zone expérimentale

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Johannes Schöllhorn präsentiert sein Konzertstück für Klavier und Orchester im offenen Seminar am 7. Februar 2018

 

Anlass für die Betrachtung seiner Komposition „clouds and sky“ (2010) bietet die aktuelle Semesterveranstaltung von Alfonso Gomez „Notation, Technik und Ästhetik Neuer Klaviermusik“. Hier werden zahlreiche Werke und Texte der Klaviermusik ab 1945 analysiert. Im Sinne einer Übung werden zeitgenössische Notationsformen und Spieltechniken vermittelt. 

Da ist die Einladung an Johannes Schöllhorn, neuer Leiter des Instituts für Neue Musik seit Oktober 2017, naheliegend, die eigene kompositorische Arbeit zum Thema zu referieren. Zunächst wird eine hochqualifizierte Einspielung des 25minütigen Opus vorgestellt. Im Anschluss daran reflektiert der Komponist Entwicklungen und Entscheidungen aus dem Mikrokosmos der Werkentstehung. 

„clouds and sky“ ist inspiriert von einem der Venedig-Bilder James McNeill Whistlers „Clouds and Sky, Venice“ (1879/80). Durch seine hohe Abstraktion scheint es den Blick auf die Stadt erst zu eröffnen. Es wirkt eher als Fenster, mehr noch wie ein transparentener Vorhang, durch den hindurch zu schauen die Wahrnehmung von bisher Ungeahntem initiiert. 

Schöllhorns Konzertstück für Klavier und Orchester basiert auf der zwölften Nocturne in e-moll, Op.107 für Klavier von Gabriel Fauré, geschrieben im Jahr 1915. Zwar steht diese an der Grenze der Tonalität, überschreitet sie jedoch nicht, sondern verliert sich - vorgeblich - in der Unendlichkeit der Tonalität. Schöllhorn nun sucht eine faszinierend neue Sicht auf die Nocturne zu erzeugen - vornehmlich durch drei radikale Eingriffe gelenkt: Extreme Verlangsamung, gleich einer slow motion, imaginiert die Auflösung der harmonischen Gravitation. Die distinguierte Orchestration erschafft einen Raumklang, der nahezu still zu stehen scheint. Das Solo-Klavier klingt abgeklärt solitär und doch konturierend über allem/in allem. So entsteht eine Musik, die zugleich wie eine Ablichtung ihrer selbst ist. Eine Musik, die simultan - wie die heiße Luft über der Lagune von Venedig – ein irisierendes Abbild ihrer selbst erzeugt.

Termine

Dienstag, 30. Januar 2018 um 20 Uhr in Raum 117
Vortragsabend im Rahmen des Seminars „Notation, Technik und Ästhetik Neuer Klaviermusik“, Leitung Alfonso Gomez 

Mittwoch, 7. Februar 2018 von 11–13 Uhr in Raum 343
Seminar mit Johannes Schöllhorn und Alfonso Gomez zu „clouds and sky (2010), Konzertstück für Klavier und Orchester von Johannes Schöllhorn

Weitere Informationen

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Am 25. Januar 2018 Uraufführung von „Whale Fall“ beim Juillard School Focus! Festival

Erneuter Erfolg für SONG Yang, Kompositionsstudentin am Institut für Neue Musik im Fach Konzertexamen (Klasse Prof. Schöllhorn). Sie erhielt im Jahr 2017 einen Auftrag der „Juilliard School“, ein neues Werk für das „Focus! Festival 2018“ zu schreiben. Die renommierte New Yorker Ausbildungsinstitution für Künste eines breiten Spektrums stellte das diesjährige Event unter das Motto „China today: A Festival of Chinese Composition”.

Gemeinsam mit fünf weiteren Komponistinnen und Komponisten ist SONG Yang am 25. Januar 218 zur Uraufführung ihres Stücks „Whale Fall“ (2017) eingeladen. Ihr neues Stück für Flöte, Harfe und Kontrabass ist inspiriert vom Phänomen des Walfalls als eines existentiellen Beitrags zum Ökosozialsystem: Ein Walfall ist der Kadaver einer Familie von Wassertieren, der auf den Boden der Tiefsee gefallen ist. Hier schaffen sie komplexe, lokal begrenzte Biosysteme, die den Tiefseeorganismen über Jahrzehnte hinweg Nahrung liefern, die darüber hinaus die Gemeinschaftsstruktur des örtlichen Tiefseekollektivs kultivieren und erhalten. 

Mit mehr als 700 Veranstaltungen pro Jahr als essentieller Komponente des feinst differenzierten Unterrichtssystems fördert die „Juilliard School“ Talente aus Tanz, Schauspiel und Musik, erzieht zu höchstem künstlerischen Niveau. Dabei folgen die Lehrenden einem leidenschaftlichen Grundsatz: In dem Augenblick, in dem ein junger Mensch hier eintritt, besteht die Möglichkeit einer Blüte, eines Wunders. Gemeinsam erforschen wir diese Chance, schärfen die Selbsterkenntnis und ihren Einfluss auf die künstlerische Arbeit. Alle Studierenden hier sollten offen sein für diese Entwicklung, um die individuelle Kunst zu nähren, zu veredeln, ihr Leben zu geben, sie zum unverwechselbar Eigenen zu machen. 

Institut für neue Musik
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