Studio für FilmmusikStudio für Filmmusik

Studio für Filmmusik

Der Masterstudiengang »Filmmusik« richtet sich an Musikstudierende, die ihr kompositorisches Können im Filmmetier einsetzen, erweitern und vertiefen möchten. Im Rahmen des Studiengangs wird den Studierenden ein intensiver Diskurs mit Filmschaffenden geboten.

Dabei kooperiert(e) die Hochschule für Musik Freiburg mit mehreren Institutionen, z.B. mit der Internationalen Filmschule Köln (ifs), der  Kölner Hochschule für Medien (KHM) und der Filmakademie Baden-Württemberg. Studierende der Musik und des Filmfachs können sich auf diese Weise austauschen und am Beispiel gemeinsamer Projekte ihr jeweiliges Metier kennenlernen.

Mittelfristig soll auch die Film schaffende Wirtschaft im Rahmen von Produktionen auf unser großes Potenzial an Komponisten, Instrumentalisten auf die Infrastruktur zugreifen können.

Das Studio für Filmmusik, mit Aufnahmeräumen und hochwertigen Schnittplätzen, wurde im Dezember 2011 in Betrieb genommen.

Nachrichten

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09.04.2018
„Bett und Sofa“

Studierende der Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr komponieren Tonspuren zu russischem Stummfilm aus dem Jahr 1927 | Livepräsentation am 24. April 2018 um 20 Uhr im Kammermusiksaal

 

Es ist eine Mischung aus Zuspielung und Live-Musik, die zu dem Film „Tretya meshchanskaya“ (englischer Filmtitel „Bed and Sofa“) von Abram Room (1894-1976) entstand. Im studentischen Team des Filmmusikstudios des Instituts für Neue Musik wurden ästhetische wie technische Optionen debattiert und ausgelotet. Kern dieses reflektiven Prozesses war prononciert das Verhältnis von Ton und Bild sowie die künstlerischen Spielarten seiner Wechselbeziehungen und Funktionsweisen.

Abram Rooms Filmstory spiegelt die multiplen revolutionären Umbrüche im Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Subtil und doch nachdrücklich sucht das psychologische Kammerspiel die alarmierenden Widersprüche und Dysfunktionen der frühen sowjetischen Gesellschaft offenzulegen. Gleichermaßen sieht sich der Autor als Unterstützer staatlicher Kampagnen gegen das 20er-Jahre-Phänomen, die Verlockungen sexueller Freizügigkeiten tabufrei aufzuspüren und auszuleben.

Termin 

FilmLiveMusik
BETT UND SOFA
DI, 24. APRIL, 20.00 Uhr im Kammermusiksaal

Studio für Filmmusik | Karl Rauer, Klarinette | Ante Mamula, Akkordeon | Damjan Milosavljevic, Kontrabass | Sven Thomas Kiebler, Leitung

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Uraufführung am 14. November im Kammermusiksaal der Musikhochschule

odysee

In vielen Sprachen ist der Begriff „Odyssee“ zum Synonym für eine lange Irrfahrt geworden oder – sinnbildlich gesprochen - für einen langen, mit Schwierigkeiten verbundenen Prozess. Er rekurriert auf die älteste und einflussreichste Dichtung der abendländischen Literatur, auf das dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos „Die Odyssee“ (erste Textüberlieferung etwa im 7./8. Jahrhundert vor Christus). In zunächst mündlicher Überlieferung gehört die Handlung zum Sagenkreis um den Untergang Trojas. Sie schildert die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka und seiner Gefährten auf der Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg.

Der zeitlos explosive Stoff, schließlich eine von Ingeborg A. Waldherr erstellte Materialfassung von verblüffenden Ausschnitten, gaben den Impuls für das Projekt der Freiburger Regisseurin. Zusammen mit dem Institut für Neue Musik und dem Filmmusikstudio Freiburg erstellte sie ein Team von zwei Kompositionsstudentinnen (Klasse Cornelius Schwehr), einer Schauspielerin und einem Schauspieler. In intensiver Arbeit an Themen und Strukturen, in raffiniertem Zusammenwirken von Text und Ton, von Technik und Bewegung im Raum entwickelte die Gruppe eine performative Gestalt zur Vorlage. Das Resultat ist die spannende Neuauflage des dem Mythos innewohnenden Beziehungsdramas, transferiert ins JETZT. 

Zweimal (s.u.) wird die Performance in Freiburg live aufgeführt. Im Frühjahr 2018 wird das Stück vom Institut für Neue Musik als Hörspiel produziert. 

Termine
14. November 2017, Kammermusiksaal der Musikhochschule Freiburg
18.30 Uhr Einführung der Regisseurin Ingeborg. A. Waldherr
19.30 Uhr „Odyssee - eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt"
28. November 2017, Archäologische Sammlung der Universität Freiburg
19.30 Uhr „Odyssee – eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt“ 

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft „Humanismus heute“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 

Mitwirkende

Studio für Filmmusik des Instituts für Neue Musik Freiburg
Ensemble des Instituts für Neue Musik Freiburg
Cello, Dimitris Pekas
Flöte, Marusa Groselji
Schlagzeug, David Auli
Komposition, Marie-Luise Calvero
Komposition, Vania Kourti-Papamoustou

Schauspiel
Penelope, Kaija Ledergerber
Odysseus, Ilja Baumeier
Choreografie, Thomas Elgner

Regie
Regieassistenz, Lion Koch
Regieleitung, Ingeborg A. Waldherr

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Sechs Beiträge des Instituts für Neue Musik zu den Russischen Kulturtagen 2017 des Zwetajewa-Zentrums Freiburg

Die revolutionären Umbrüche hatten lang anhaltende sozioökonomische und kulturelle Auswirkungen weit über die Grenzen Russlands hinaus und prägten das gesamte 20. Jahrhundert. In modellhafter Weise reflektieren über zwanzig wissenschaftliche und künstlerische Einrichtungen der Stadt, zudem in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinstitutionen, ihren Einfluss auf westeuropäische Kulturen und Gesellschaften sowie ihrer künstlerischen Sprengkraft. 

Am 24. Oktober um 20 Uhr präsentiert die Filmmusikklasse von Prof. Cornelius Schwehr eine Uraufführung im E-Werk Freiburg: Studierende komponierten eine Musik zu Alexander Medvedkins (1900-1989) Stummfilmkomödie „Das Glück“ aus dem Jahr 1934. Mit burleskem Witz, mit Anleihen beim Surrealismus und Expressionismus, sucht die Satire raffiniert eine politische Botschaft zu vermitteln. Sie erzählt den Weg des Bauern Kmyr aus der Unterdrückung des zaristischen Landwirtschaftswesens in die vermeintliche Freiheit der sozialistischen Kolchosearbeit. Das Ensemble des Instituts für Neue Musik (Leitung Sven Thomas Kiebler) wird die neue Filmmusik zu „Das Glück“ im E-Werk Freiburg live aufführen. 

Ebenso am 24. Oktober im E-Werk Freiburg wird als zweites Werk das Septett in C-Dur op.2 von Gavriil Popov (1904-1972) dem Publikum vorgestellt: Die Kammersinfonie (UA 1926) verarbeitet Einflüsse der russischen und westeuropäischen Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts wie auch der russischen Folklore. Sie spiegelt so die Situation musikalischer Divergenzen der frühen Sowjetunion.

Im Kontext der Aktionen des Vereins „unsound“ werden am 25. November und 8. Januar  Tonspuren zu Filmabschnitten von Dziga Vertov (1896-1954) uraufgeführt. Vertov gilt als einer der Begründer des sozialistischen Dokumentarfilms. Immer im Dienste der Revolutionsmaxime des Oktober 2017 denkend, fordert er eine radikale Abwendung vom romantizistischen Illusionskino. Für den Kompositionsprozess überraschend war eine basale Idee: Es galt, das Kunstwerk von Beginn an als Installationen / Live-Performances zu entwerfen.

Eine Mischung aus Zuspielung und Live-Musik entstand zu dem Film „Tretya meshchanskaya“ (englischer Filmtitel „Bed and Sofa“) von Abram Room (1894-1976). Das psychologische Kammerspiel soll die Widersprüche und Dysfunktionen der frühen sowjetischen Gesellschaft offen legen. Room sieht sich zudem als Unterstützer staatlicher Kampagnen gegen das 20er-Jahre-Phänomen, die Verlockungen sexueller Freizügigkeiten tabufrei aufzuspüren und auszuleben. In Kooperation mit dem „Kommunalen Kino Freiburg“ wird das Projekt am 29.10.2017 als Film-Live-Musik-Abend der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Basierend auf der Publikation „Papas Briefe“ der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial International“ eröffnet die Freiburger Universitätsbibliothek am 26.10.2017 die Ausstellung „Papas Briefe – Briefe von Vätern aus dem Gulag an ihre Kinder“. Zur Vernissage erklingen eigens dafür geschriebene Werke von Freiburger Studierenden. Erstmalig werden „Papas Briefe“ aus dem Russischen ins Deutsche übersetzt. Anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe im Herbst, veranstaltet das „Theater im Marienbad“ eine Lesung zum Thema. [Die Veranstaltungsdaten entnehmen sie bitte der aktuellen Presse.] In direkter Zusammenarbeit mit der Regie und den Darstellenden entwickelte Carlo Philipp Thomsen eine Musik, die nuanciert, via elektronischer Zuspielung, mit dem Textvortrag verzahnt ist.


Mehr zum Thema:

  • Termine vom 12. Oktober 2017 bis 30. November 2017 sowie am 8. Januar 2018 an verschiedenen Orten in Freiburg. Die vollständigen Veranstaltungsdaten entnehmen sie bitte der aktuellen Tagespresse sowie den Veröffentlichungen des Zwetajewa-Zentrums Freiburg
  • Zwetajewa-Zentrum Freiburg: Russische Kulturtage 2017
  • Zwetajewa-Zentrum Freiburg
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Elf Uraufführungen von Film-Live-Musik zu fünf neuen Filmen

Am 8. Juni 2017 wird das Hamburger Ensemble Volans elf Film-Live-Musiken in Freiburg uraufführen. Die Gruppe widmet sich engagiert der Interpretation zeitgenössischer Musik mit dem Ziel, ein breites Publikum anzusprechen, Neugierde zu wecken. So liegen neben den „Klassikern“ der Neuen Musik Uraufführungen, die Improvisation sowie die Interaktion mit anderen Künsten im Fokus ihrer Passion.

Nun initiierte das Ensemble ein originär eigenes Projekt: es beauftragte Studierende der Filmhochschule Hamburg, Beiträge zum Thema „Mechanismus“ zu entwerfen. Das Ergebnis sind fünf Filmstreifen, die diese Idee in unterschiedlichster Intensität und Gestalt aufgriffen und realisierten. Freiburger Filmmusikstudierende des Instituts für Neue Musik (Klasse Cornelius Schwehr) erhielten sodann all das Material als Grundlage für die kompositorische Ausarbeitung. Einige der Filme wurden gleich mehrfach mit einer Tonspur versehen, sodass insgesamt elf neue Werke entstanden, jedes ein Original ganz eigener Couleur.  

Das Programm wird am 8. Juni 2017 um 19 Uhr in der Musikhochschule Freiburg uraufgeführt, interpretiert von den Musikerinnen und Musikern des Ensemble Volans. Im zweiten Teil des Abends werden zwei weitere Uraufführungen geboten: es sind die eigens zum Thema „Mechanismus“ geschriebenen Instrumentalstücke der Hamburger Kompositionsprofessoren Frederik Schwenk und Manfred Stahnke.

Im Wintersemester 2017/2018 wird die Veranstaltung in einem größeren Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert: Sie ist Bestandteil des 1. Hamburger Festivals für zeitgenössische Musik „Festival?“


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12.12.2016
Filmmusik

Eine Freiburger Kooperation zwischen der Filmmusikklasse des Instituts für Neue Musik und dem Kommunalen Kino

Bereits seit 2001 zeigt das Kommunale Kino einmal jährlich neu komponierte Tonspuren junger Komponistinnen und Komponisten. Mit dem Beginn seiner Lehrtätigkeit für Musiktheorie und Komposition (1989-95 Winterthur, seit 1995 Freiburg) thematisiert Prof. Cornelius Schwehr Fragen der „angewandten Musik“ im Unterricht. Dabei reicht sein Interesse an der Verbindung von Gebrauchsmusik und avanciertem Musikdenken bis in die 70er Jahre zurück. Neben seiner Arbeit als Komponist Neuer Musik erforscht er andere Genres in bemerkenswert ästhetischer Bandbreite, schreibt Bühnenmusiken, Hörspiele und Filmmusiken.

Im Sommersemester 2010 installierte die Hochschule für Musik Freiburg den neuen Masterstudiengang „Filmmusik“ (Leitung Prof. Cornelius Schwehr). Im Oktober 2011 wurde das eigens dafür ausgebaute „Studio für Filmmusik“ in Betrieb genommen. Seither spezialisieren sich junge Komponistinnen und Komponisten (maximal sieben im Semester) auf das facettenreiche Verhältnis von Bild und Ton. Zu diesem Zweck sind die Studierenden in lebendigem Austausch mit verschiedenen Regisseurinnen und Regisseuren sowie Ausbildungseinrichtungen, z.B. der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Das Ergebnis der komplexen Auseinandersetzung ist eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Produktionen. Eine willkommene Herausforderung stellte auch das Projekt dar, eine neue Musik zur 4Kanal-Restaurierung des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) zu komponieren. Dieses Auftragswerk von ZDF/ARTE und der Murnau-Stiftung Wiesbaden wurde als gemeinsame Arbeit der ganzen Filmklasse erstellt und erschien 2014 auf BlueRay. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Events hingewiesen, in denen das Institut für Neue Musik cineastische Werke mit Filmmusik Live präsentiert.

Am 17. Januar 2017 nun, um 19.30 stellt die Filmmusikklasse ihre neuesten Produktionen im Kommunalen Kino Freiburg vor.


Mehr zum Thema:
Produktionen der Filmmusikklasse in der Bibliothek der Hochschule für Musik
Cornelius Schwehr und Publikationen zum Thema
Institut für Neue Musik Freiburg/Studio für Filmmusik
Kommunales Kino Freiburg

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Was macht das Bild mit dem Ton

In: Überblendungen / herausgegeben von Jörn Peter Hiekel. - Mainz : Schott.- (Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt; 56), S.92-95

ISBN 978-3-7957-1069-9

Der Band dokumentiert die 69. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt vom 8. bis 11. April 2015. Die Tagung widmete sich einem wichtigen Teilaspekt der Gegenwartsmusik, der durch die gewachsenen digitalen Möglichkeiten – und die leichte Handhabbarkeit von verschiedensten Videoformaten – erkennbar an Bedeutung gewonnen hat. Es ging dabei, neben einem Blick auf Referenzbeispiele der letzten Jahrzehnte, um Strategien der mittleren und jüngeren Generation sowie um das Nachdenken darüber, in welche Relationen Hören und Sehen gebracht werden können.

(Quelle: Schott Music)

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Neu komponierte Filmmusik zum Stummfilmklassiker am 24. und 25. November 2015

Parallel zur aufwändigen 4K-Restaurierung des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (Robert Wiene, 1920) komponierte die Freiburger Filmmusikklasse von Prof. Cornelius Schwehr eine neue Musik zum Film. Im Juni 2014 erschien das Werk auf BlueRay. ZDF/ARTE und die Murnau-Stiftung Wiesbaden hatten die Komposition dafür in Auftrag gegeben; ebenso dessen Einspielung und Produktion im Studio für Filmmusik der Freiburger Musikhochschule.

Als „Das Cabinet des Dr. Caligari“ im Jahr 1920 uraufgeführt wurde, geschah dies ohne Originalmusik. Wie zu der Zeit üblich, wurde der Film mit einer Auswahl von Repertoirestücken begleitet. Kurze Zeit später erschien der Film mit einer Musik von Giuseppe Becce, bestellt von dem einflussreichen Filmmanager Erich Pommer. Becce galt als virtuoser Komponist und Arrangeur, der geschickt Musikstile anderer Genres und Epochen imitieren konnte. Dafür bediente er sich eines Baukastenprinzips: in seiner „Kinothek“ sammelte er musikalische Versatzstücke, die er dramatischen Szenen unterschiedlichsten Ausdruckscharakters zuordnete. Systematisch suchte er nach der  Kopplung von Stimmungen in Film- und Musikparcellen, geeignet, beim Betrachter Emotionalität zu evozieren.

Die kompositorische Arbeit der Filmmusikklasse Schwehr, setzte sich mit eben dieser Methode auseinander. Dabei galt es vor allem, die eklektische Kleinteiligkeit zu verlassen und - der Filmdramaturgie gerecht werdend - auch musikalisch größere Bögen zu spannen. Bereichert um das Spektrum klanglicher Gestik aus dem 20. Jahrhundert wurde die neue Musik variabel und umfangreich instrumentiert, auch unter Einbeziehung einer Drehorgel aus der Waldkircher Werkstatt Achim Schneiders. So gelingt es, das historische Filmgeschehen in die Gegenwart zu vermitteln.
  
Am 24. und 25. November 2015 gibt es nun die seltene Gelegenheit, dieses neue Werk der Filmmusik live zu erleben. Unter der Leitung von Sven Thomas Kiebler  präsentiert das Ensemble des Instituts für Neue Musik die neu komponierte Filmmusik, live gespielt, zu dem expressionistischen Stummfilmklassiker.

Termine:
Dienstag, 24.11.2015 um 20 Uhr im E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77
Mittwoch, 25.11.2015 um 20 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule Freiburg


Mehr zum Thema:
Freiburger Filmmusikklasse vertont „Das Cabinet des Dr. Caligari“ neu:          
 


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Reinhard Karger gibt Gastkurs am Institut für Neue Musik

Mit dem vergangenen Sommersemester begann eine neue Kooperation zwischen der Musikhochschule Freiburg und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Im Juni 2015 reiste Prof. Cornelius Schwehr (Leiter des Instituts für Neue Musik und des Studios für Filmmusik) nach Wien, um dort für eine Woche das Thema „Musik und …“ mit den Studierenden zu erörtern und zu bearbeiten. Dabei wurde in diesem Jahr der Zusammenhang von „Musik und Sprache“ fokussiert sowie künstlerische Beziehungsformen zwischen „Musik und Bild“.

Nun kommt, vom 19. – 21. Oktober 2015, der Komponist Reinhard Karger (Prof. für Medienkomposition in Wien) nach Freiburg.

Karger, Spezialist u.a. für das Verhältnis von Musik und Theater, sieht sich als kritischen  Beobachter und Anreger kreativer Prozesse im sozialen Feld. Mit „liebevoll-pfiffigem“ Blick auf das, was uns umgibt, sucht er hier nach der kommunikativen Funktion der Musik in allen Lebensbereichen. So erstaunt die Themenwahl für seine Seminare nicht: „Kulturelle Identitäten zwischen Bach und YouTube - kompositorische Ansätze in Schatten der Globalisierung“ sowie „Asynchronität als ästhetische Kategorie“.

Dieser Austausch wird großzügig gefördert vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union

Mehr zum Thema
Die exakten Terminangaben und Kurstitel finden sie zum Start der Wintersemesters 2015/16 auf der
Webseite des Instituts für Neue Musik/Semesterangebote
Reinhard Karger
Freiburger Studio für Filmmusik der Musikhochschule Freiburg

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Freiburger Filmmusikstudierende komponieren Live-Musik für zwei Stummfilmklassiker


Bühne, Tanz, Vergnügungswahn - die Goldenen Zwanziger sind Legende. Auch und gerade in Berlin, ist die laute, schillernde Unterhaltungskultur der pulsierenden Metropole bis heute ein Mythos. So widmet die „Komische Oper Berlin“ zusammen mit dem „Stadtmuseum Berlin“ und „ZDF/Arte“ dem Thema ein Symposium am 16./17. Oktober 2015. In Vorträgen und Diskussionen wird die herausragende Modernität der umtriebigen Szene beleuchtet. Inwiefern waren historische Einschnitte, technische Innovationen, der Kulturtransfer aus den USA etc. Impulsgeber der neuen europäischen Massenkultur? Aus welchen Milieus stammten die Vergnügungssüchtigen? Welches waren die „Hotspots“, welches die „Best of“ der Amüsiermeilen?

Flankiert wird die Tagung von einem üppigen Entertainmentprogramm für die Gäste der  Komischen Oper Berlin. Neben einer Tanzveranstaltung mit Swing der Zwanziger Jahre präsentiert ein Stummfilmfestival einen revueartigen Mix aus reproduzierten und originalen Wochenberichten, Reisereports, Werbe-, Sach- und Spielfilmen. Ganz wie im Berlin der Zwanziger vitalisieren live dargebotene Musik- und Tanzeinlagen die Gesamtshow und versetzen das Publikum ins Heute.
So entstand auch die Idee, für Klassiker des stummen Films Musik komponieren zu lassen. ZDF/Arte beauftragte die Filmmusikklasse des Freiburger Professors Cornelius Schwehr, zu zwei Leinwandstreifen eine neue, vom Orchester der Komischen Oper live zu spielende Filmmusik zu komponieren. Johann Ahl, Pablo Beltrán, Stephan Dick und Thomas Höhl wählten für ihre kompositorische Zusammenarbeit den UFA Stummfilm »Die Pritzelpuppe« (1923) - eine Produktion, die die kreative Welt der Puppenkünstlerin Lotte Pritzel dokumentiert.
Hong Ting Lai, Vasiliki Kourti-Papamoustou und Edward Fernbach schrieben eine neue Musik für den Kurzfilm »Wenn die Filmkleberin gebummelt hat« (1925).  

Mehr zum Thema
Komische Oper Berlin
Die Puppenkünstlerin Lotte Pritzel
Der Stummfilm auf Wikipedia

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Alfred-Toepfer-Stiftung fördert Abschlussjahr der griechischen Kompositions-Masterstudentin

Vasiliki Kourti-Papamoustou hat jetzt für das akademische Jahr 2015/2016 die Zusage für ein CONCERTO-Musikstipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung erhalten. Kourti-Papamoustou begann das Kompositionsstudium in Ihrer Heimat bereits mit 18 Jahren an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Im Oktober 2012 wurde sie dann zum zweijährigen Masterstudium Filmmusik am Institut für Neue Musik Freiburg zugelassen.

Direkt nach Abschluss dieser spezialisierenden Arbeitssphase im Studio für Filmmusik bewarb sie sich für einen weiteren Masterstudiengang an der Freiburger Hochschule. Seit dem Wintersemester 2014 studiert Kourti-Papamoustou nun das Hauptfach Komposition bei Prof. Cornelius Schwehr.

CONCERTO-Musikstipendium
Das CONCERTO-Musikstipendium richtet sich an nichtdeutsche Musikstudierende aus Europa, der Türkei und Israel unter 30 Jahren. Ziel der Stiftung es, den Abschluss eines Studiums (außer Bachelor) oder eines Aufbaustudiums an einer Musikhochschule in Deutschland zu unterstützen. Die ausgewählten Studierenden erhalten in ihrem Abschlussjahr eine Förderung von monatlich 920 Euro.

Weitere Informationen

Für Augen und Ohren
Eine Hörfunk-Reportage über die Neueröffnung des Studios für Filmmusik Freiburg, von Carolin Naujocks

"Komponieren mit Ton und Bild"
von Carolin Naujocks; Ein Artikel über die Arbeit des Studios für Filmmusik; in gekürzter Fassung erschienen in Positionen, Texte zur aktuellen Musik, Heft 91, Mai 2012

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