Studio für FilmmusikStudio für Filmmusik

Studio für Filmmusik

Der Masterstudiengang »Filmmusik« richtet sich an Musikstudierende, die ihr kompositorisches Können im Filmmetier einsetzen, erweitern und vertiefen möchten. Im Rahmen des Studiengangs wird den Studierenden ein intensiver Diskurs mit Filmschaffenden geboten.

Dabei kooperiert(e) die Hochschule für Musik Freiburg mit mehreren Institutionen, z.B. mit der Internationalen Filmschule Köln (ifs), der  Kölner Hochschule für Medien (KHM) und der Filmakademie Baden-Württemberg. Studierende der Musik und des Filmfachs können sich auf diese Weise austauschen und am Beispiel gemeinsamer Projekte ihr jeweiliges Metier kennenlernen.

Mittelfristig soll auch die Film schaffende Wirtschaft im Rahmen von Produktionen auf unser großes Potenzial an Komponisten, Instrumentalisten auf die Infrastruktur zugreifen können.

Das Studio für Filmmusik, mit Aufnahmeräumen und hochwertigen Schnittplätzen, wurde im Dezember 2011 in Betrieb genommen.

Nachrichten

„Bett und Sofa“

Studierende der Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr komponieren Tonspuren zu russischem Stummfilm aus dem Jahr 1927 | Livepräsentation am 24. April 2018 um 20 Uhr im Kammermusiksaal

Es ist eine Mischung aus Zuspielung und Live-Musik, die zu dem Film „Tretya meshchanskaya“ (englischer Filmtitel „Bed and Sofa“) von Abram Room (1894-1976) entstand. Im studentischen Team des Filmmusikstudios des Instituts für Neue Musik wurden ästhetische wie technische Optionen debattiert und ausgelotet. Kern dieses reflektiven Prozesses war prononciert das Verhältnis von Ton und Bild sowie die künstlerischen Spielarten seiner Wechselbeziehungen und Funktionsweisen.

Abram Rooms Filmstory spiegelt die multiplen revolutionären Umbrüche im Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Subtil und doch nachdrücklich sucht das psychologische Kammerspiel die alarmierenden Widersprüche und Dysfunktionen der frühen sowjetischen Gesellschaft offenzulegen. Gleichermaßen sieht sich der Autor als Unterstützer staatlicher Kampagnen gegen das 20er-Jahre-Phänomen, die Verlockungen sexueller Freizügigkeiten tabufrei aufzuspüren und auszuleben.

Termin 

FilmLiveMusik
BETT UND SOFA
DI, 24. APRIL, 20.00 Uhr im Kammermusiksaal

Studio für Filmmusik | Karl Rauer, Klarinette | Ante Mamula, Akkordeon | Damjan Milosavljevic, Kontrabass | Sven Thomas Kiebler, Leitung

Odyssee – eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt

Uraufführung am 14. November im Kammermusiksaal der Musikhochschule

In vielen Sprachen ist der Begriff „Odyssee“ zum Synonym für eine lange Irrfahrt geworden oder – sinnbildlich gesprochen - für einen langen, mit Schwierigkeiten verbundenen Prozess. Er rekurriert auf die älteste und einflussreichste Dichtung der abendländischen Literatur, auf das dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos „Die Odyssee“ (erste Textüberlieferung etwa im 7./8. Jahrhundert vor Christus). In zunächst mündlicher Überlieferung gehört die Handlung zum Sagenkreis um den Untergang Trojas. Sie schildert die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka und seiner Gefährten auf der Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg.

Der zeitlos explosive Stoff, schließlich eine von Ingeborg A. Waldherr erstellte Materialfassung von verblüffenden Ausschnitten, gaben den Impuls für das Projekt der Freiburger Regisseurin. Zusammen mit dem Institut für Neue Musik und dem Filmmusikstudio Freiburg erstellte sie ein Team von zwei Kompositionsstudentinnen (Klasse Cornelius Schwehr), einer Schauspielerin und einem Schauspieler. In intensiver Arbeit an Themen und Strukturen, in raffiniertem Zusammenwirken von Text und Ton, von Technik und Bewegung im Raum entwickelte die Gruppe eine performative Gestalt zur Vorlage. Das Resultat ist die spannende Neuauflage des dem Mythos innewohnenden Beziehungsdramas, transferiert ins JETZT. 

Zweimal (s.u.) wird die Performance in Freiburg live aufgeführt. Im Frühjahr 2018 wird das Stück vom Institut für Neue Musik als Hörspiel produziert. 

Termine
14. November 2017, Kammermusiksaal der Musikhochschule Freiburg
18.30 Uhr Einführung der Regisseurin Ingeborg. A. Waldherr
19.30 Uhr „Odyssee - eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt"
28. November 2017, Archäologische Sammlung der Universität Freiburg
19.30 Uhr „Odyssee – eine Performance. Material von Homer mit Beckett erzählt“ 

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft „Humanismus heute“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 

Mitwirkende

Studio für Filmmusik des Instituts für Neue Musik Freiburg
Ensemble des Instituts für Neue Musik Freiburg
Cello, Dimitris Pekas
Flöte, Marusa Groselji
Schlagzeug, David Auli
Komposition, Marie-Luise Calvero
Komposition, Vania Kourti-Papamoustou

Schauspiel
Penelope, Kaija Ledergerber
Odysseus, Ilja Baumeier
Choreografie, Thomas Elgner

Regie
Regieassistenz, Lion Koch
Regieleitung, Ingeborg A. Waldherr

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100 Jahre Russische Revolution

Sechs Beiträge des Instituts für Neue Musik zu den Russischen Kulturtagen 2017 des Zwetajewa-Zentrums Freiburg

Die revolutionären Umbrüche hatten lang anhaltende sozioökonomische und kulturelle Auswirkungen weit über die Grenzen Russlands hinaus und prägten das gesamte 20. Jahrhundert. In modellhafter Weise reflektieren über zwanzig wissenschaftliche und künstlerische Einrichtungen der Stadt, zudem in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinstitutionen, ihren Einfluss auf westeuropäische Kulturen und Gesellschaften sowie ihrer künstlerischen Sprengkraft. 

Am 24. Oktober um 20 Uhr präsentiert die Filmmusikklasse von Prof. Cornelius Schwehr eine Uraufführung im E-Werk Freiburg: Studierende komponierten eine Musik zu Alexander Medvedkins (1900-1989) Stummfilmkomödie „Das Glück“ aus dem Jahr 1934. Mit burleskem Witz, mit Anleihen beim Surrealismus und Expressionismus, sucht die Satire raffiniert eine politische Botschaft zu vermitteln. Sie erzählt den Weg des Bauern Kmyr aus der Unterdrückung des zaristischen Landwirtschaftswesens in die vermeintliche Freiheit der sozialistischen Kolchosearbeit. Das Ensemble des Instituts für Neue Musik (Leitung Sven Thomas Kiebler) wird die neue Filmmusik zu „Das Glück“ im E-Werk Freiburg live aufführen. 

Ebenso am 24. Oktober im E-Werk Freiburg wird als zweites Werk das Septett in C-Dur op.2 von Gavriil Popov (1904-1972) dem Publikum vorgestellt: Die Kammersinfonie (UA 1926) verarbeitet Einflüsse der russischen und westeuropäischen Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts wie auch der russischen Folklore. Sie spiegelt so die Situation musikalischer Divergenzen der frühen Sowjetunion.

Im Kontext der Aktionen des Vereins „unsound“ werden am 25. November und 8. Januar  Tonspuren zu Filmabschnitten von Dziga Vertov (1896-1954) uraufgeführt. Vertov gilt als einer der Begründer des sozialistischen Dokumentarfilms. Immer im Dienste der Revolutionsmaxime des Oktober 2017 denkend, fordert er eine radikale Abwendung vom romantizistischen Illusionskino. Für den Kompositionsprozess überraschend war eine basale Idee: Es galt, das Kunstwerk von Beginn an als Installationen / Live-Performances zu entwerfen.

Eine Mischung aus Zuspielung und Live-Musik entstand zu dem Film „Tretya meshchanskaya“ (englischer Filmtitel „Bed and Sofa“) von Abram Room (1894-1976). Das psychologische Kammerspiel soll die Widersprüche und Dysfunktionen der frühen sowjetischen Gesellschaft offen legen. Room sieht sich zudem als Unterstützer staatlicher Kampagnen gegen das 20er-Jahre-Phänomen, die Verlockungen sexueller Freizügigkeiten tabufrei aufzuspüren und auszuleben. In Kooperation mit dem „Kommunalen Kino Freiburg“ wird das Projekt am 29.10.2017 als Film-Live-Musik-Abend der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Basierend auf der Publikation „Papas Briefe“ der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial International“ eröffnet die Freiburger Universitätsbibliothek am 26.10.2017 die Ausstellung „Papas Briefe – Briefe von Vätern aus dem Gulag an ihre Kinder“. Zur Vernissage erklingen eigens dafür geschriebene Werke von Freiburger Studierenden. Erstmalig werden „Papas Briefe“ aus dem Russischen ins Deutsche übersetzt. Anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe im Herbst, veranstaltet das „Theater im Marienbad“ eine Lesung zum Thema. [Die Veranstaltungsdaten entnehmen sie bitte der aktuellen Presse.] In direkter Zusammenarbeit mit der Regie und den Darstellenden entwickelte Carlo Philipp Thomsen eine Musik, die nuanciert, via elektronischer Zuspielung, mit dem Textvortrag verzahnt ist.


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  • Termine vom 12. Oktober 2017 bis 30. November 2017 sowie am 8. Januar 2018 an verschiedenen Orten in Freiburg. Die vollständigen Veranstaltungsdaten entnehmen sie bitte der aktuellen Tagespresse sowie den Veröffentlichungen des Zwetajewa-Zentrums Freiburg
  • Zwetajewa-Zentrum Freiburg: Russische Kulturtage 2017
  • Zwetajewa-Zentrum Freiburg

Ensemble Volans mit dem Projekt “Mechanismus” in Freiburg

Elf Uraufführungen von Film-Live-Musik zu fünf neuen Filmen

Am 8. Juni 2017 wird das Hamburger Ensemble Volans elf Film-Live-Musiken in Freiburg uraufführen. Die Gruppe widmet sich engagiert der Interpretation zeitgenössischer Musik mit dem Ziel, ein breites Publikum anzusprechen, Neugierde zu wecken. So liegen neben den „Klassikern“ der Neuen Musik Uraufführungen, die Improvisation sowie die Interaktion mit anderen Künsten im Fokus ihrer Passion.

Nun initiierte das Ensemble ein originär eigenes Projekt: es beauftragte Studierende der Filmhochschule Hamburg, Beiträge zum Thema „Mechanismus“ zu entwerfen. Das Ergebnis sind fünf Filmstreifen, die diese Idee in unterschiedlichster Intensität und Gestalt aufgriffen und realisierten. Freiburger Filmmusikstudierende des Instituts für Neue Musik (Klasse Cornelius Schwehr) erhielten sodann all das Material als Grundlage für die kompositorische Ausarbeitung. Einige der Filme wurden gleich mehrfach mit einer Tonspur versehen, sodass insgesamt elf neue Werke entstanden, jedes ein Original ganz eigener Couleur.  

Das Programm wird am 8. Juni 2017 um 19 Uhr in der Musikhochschule Freiburg uraufgeführt, interpretiert von den Musikerinnen und Musikern des Ensemble Volans. Im zweiten Teil des Abends werden zwei weitere Uraufführungen geboten: es sind die eigens zum Thema „Mechanismus“ geschriebenen Instrumentalstücke der Hamburger Kompositionsprofessoren Frederik Schwenk und Manfred Stahnke.

Im Wintersemester 2017/2018 wird die Veranstaltung in einem größeren Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert: Sie ist Bestandteil des 1. Hamburger Festivals für zeitgenössische Musik „Festival?“


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Filmmusik

Eine Freiburger Kooperation zwischen der Filmmusikklasse des Instituts für Neue Musik und dem Kommunalen Kino

Bereits seit 2001 zeigt das Kommunale Kino einmal jährlich neu komponierte Tonspuren junger Komponistinnen und Komponisten. Mit dem Beginn seiner Lehrtätigkeit für Musiktheorie und Komposition (1989-95 Winterthur, seit 1995 Freiburg) thematisiert Prof. Cornelius Schwehr Fragen der „angewandten Musik“ im Unterricht. Dabei reicht sein Interesse an der Verbindung von Gebrauchsmusik und avanciertem Musikdenken bis in die 70er Jahre zurück. Neben seiner Arbeit als Komponist Neuer Musik erforscht er andere Genres in bemerkenswert ästhetischer Bandbreite, schreibt Bühnenmusiken, Hörspiele und Filmmusiken.

Im Sommersemester 2010 installierte die Hochschule für Musik Freiburg den neuen Masterstudiengang „Filmmusik“ (Leitung Prof. Cornelius Schwehr). Im Oktober 2011 wurde das eigens dafür ausgebaute „Studio für Filmmusik“ in Betrieb genommen. Seither spezialisieren sich junge Komponistinnen und Komponisten (maximal sieben im Semester) auf das facettenreiche Verhältnis von Bild und Ton. Zu diesem Zweck sind die Studierenden in lebendigem Austausch mit verschiedenen Regisseurinnen und Regisseuren sowie Ausbildungseinrichtungen, z.B. der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Das Ergebnis der komplexen Auseinandersetzung ist eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Produktionen. Eine willkommene Herausforderung stellte auch das Projekt dar, eine neue Musik zur 4Kanal-Restaurierung des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) zu komponieren. Dieses Auftragswerk von ZDF/ARTE und der Murnau-Stiftung Wiesbaden wurde als gemeinsame Arbeit der ganzen Filmklasse erstellt und erschien 2014 auf BlueRay. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Events hingewiesen, in denen das Institut für Neue Musik cineastische Werke mit Filmmusik Live präsentiert.

Am 17. Januar 2017 nun, um 19.30 stellt die Filmmusikklasse ihre neuesten Produktionen im Kommunalen Kino Freiburg vor.


Mehr zum Thema:
Produktionen der Filmmusikklasse in der Bibliothek der Hochschule für Musik
Cornelius Schwehr und Publikationen zum Thema
Institut für Neue Musik Freiburg/Studio für Filmmusik
Kommunales Kino Freiburg

Neu veröffentlicht: Vortrag von Prof. Cornelius Schwehr

Was macht das Bild mit dem Ton

In: Überblendungen / herausgegeben von Jörn Peter Hiekel. - Mainz : Schott.- (Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt; 56), S.92-95

ISBN 978-3-7957-1069-9

Der Band dokumentiert die 69. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt vom 8. bis 11. April 2015. Die Tagung widmete sich einem wichtigen Teilaspekt der Gegenwartsmusik, der durch die gewachsenen digitalen Möglichkeiten – und die leichte Handhabbarkeit von verschiedensten Videoformaten – erkennbar an Bedeutung gewonnen hat. Es ging dabei, neben einem Blick auf Referenzbeispiele der letzten Jahrzehnte, um Strategien der mittleren und jüngeren Generation sowie um das Nachdenken darüber, in welche Relationen Hören und Sehen gebracht werden können.

(Quelle: Schott Music)

Filmmusik live zu „Das Cabinet des Dr. Caligari“

Neu komponierte Filmmusik zum Stummfilmklassiker am 24. und 25. November 2015

Parallel zur aufwändigen 4K-Restaurierung des expressionistischen Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (Robert Wiene, 1920) komponierte die Freiburger Filmmusikklasse von Prof. Cornelius Schwehr eine neue Musik zum Film. Im Juni 2014 erschien das Werk auf BlueRay. ZDF/ARTE und die Murnau-Stiftung Wiesbaden hatten die Komposition dafür in Auftrag gegeben; ebenso dessen Einspielung und Produktion im Studio für Filmmusik der Freiburger Musikhochschule.

Als „Das Cabinet des Dr. Caligari“ im Jahr 1920 uraufgeführt wurde, geschah dies ohne Originalmusik. Wie zu der Zeit üblich, wurde der Film mit einer Auswahl von Repertoirestücken begleitet. Kurze Zeit später erschien der Film mit einer Musik von Giuseppe Becce, bestellt von dem einflussreichen Filmmanager Erich Pommer. Becce galt als virtuoser Komponist und Arrangeur, der geschickt Musikstile anderer Genres und Epochen imitieren konnte. Dafür bediente er sich eines Baukastenprinzips: in seiner „Kinothek“ sammelte er musikalische Versatzstücke, die er dramatischen Szenen unterschiedlichsten Ausdruckscharakters zuordnete. Systematisch suchte er nach der  Kopplung von Stimmungen in Film- und Musikparcellen, geeignet, beim Betrachter Emotionalität zu evozieren.

Die kompositorische Arbeit der Filmmusikklasse Schwehr, setzte sich mit eben dieser Methode auseinander. Dabei galt es vor allem, die eklektische Kleinteiligkeit zu verlassen und - der Filmdramaturgie gerecht werdend - auch musikalisch größere Bögen zu spannen. Bereichert um das Spektrum klanglicher Gestik aus dem 20. Jahrhundert wurde die neue Musik variabel und umfangreich instrumentiert, auch unter Einbeziehung einer Drehorgel aus der Waldkircher Werkstatt Achim Schneiders. So gelingt es, das historische Filmgeschehen in die Gegenwart zu vermitteln.
  
Am 24. und 25. November 2015 gibt es nun die seltene Gelegenheit, dieses neue Werk der Filmmusik live zu erleben. Unter der Leitung von Sven Thomas Kiebler  präsentiert das Ensemble des Instituts für Neue Musik die neu komponierte Filmmusik, live gespielt, zu dem expressionistischen Stummfilmklassiker.

Termine:
Dienstag, 24.11.2015 um 20 Uhr im E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77
Mittwoch, 25.11.2015 um 20 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule Freiburg


Mehr zum Thema:
Freiburger Filmmusikklasse vertont „Das Cabinet des Dr. Caligari“ neu:          
 


Austausch der künstlerischen Hochschulen Wien und Freiburg

Reinhard Karger gibt Gastkurs am Institut für Neue Musik

Mit dem vergangenen Sommersemester begann eine neue Kooperation zwischen der Musikhochschule Freiburg und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Im Juni 2015 reiste Prof. Cornelius Schwehr (Leiter des Instituts für Neue Musik und des Studios für Filmmusik) nach Wien, um dort für eine Woche das Thema „Musik und …“ mit den Studierenden zu erörtern und zu bearbeiten. Dabei wurde in diesem Jahr der Zusammenhang von „Musik und Sprache“ fokussiert sowie künstlerische Beziehungsformen zwischen „Musik und Bild“.

Nun kommt, vom 19. – 21. Oktober 2015, der Komponist Reinhard Karger (Prof. für Medienkomposition in Wien) nach Freiburg.

Karger, Spezialist u.a. für das Verhältnis von Musik und Theater, sieht sich als kritischen  Beobachter und Anreger kreativer Prozesse im sozialen Feld. Mit „liebevoll-pfiffigem“ Blick auf das, was uns umgibt, sucht er hier nach der kommunikativen Funktion der Musik in allen Lebensbereichen. So erstaunt die Themenwahl für seine Seminare nicht: „Kulturelle Identitäten zwischen Bach und YouTube - kompositorische Ansätze in Schatten der Globalisierung“ sowie „Asynchronität als ästhetische Kategorie“.

Dieser Austausch wird großzügig gefördert vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union

Mehr zum Thema
Die exakten Terminangaben und Kurstitel finden sie zum Start der Wintersemesters 2015/16 auf der
Webseite des Instituts für Neue Musik/Semesterangebote
Reinhard Karger
Freiburger Studio für Filmmusik der Musikhochschule Freiburg

Neue Filmmusik für Berliner Symposium „Die Goldenen Zwanziger…“

Freiburger Filmmusikstudierende komponieren Live-Musik für zwei Stummfilmklassiker


Bühne, Tanz, Vergnügungswahn - die Goldenen Zwanziger sind Legende. Auch und gerade in Berlin, ist die laute, schillernde Unterhaltungskultur der pulsierenden Metropole bis heute ein Mythos. So widmet die „Komische Oper Berlin“ zusammen mit dem „Stadtmuseum Berlin“ und „ZDF/Arte“ dem Thema ein Symposium am 16./17. Oktober 2015. In Vorträgen und Diskussionen wird die herausragende Modernität der umtriebigen Szene beleuchtet. Inwiefern waren historische Einschnitte, technische Innovationen, der Kulturtransfer aus den USA etc. Impulsgeber der neuen europäischen Massenkultur? Aus welchen Milieus stammten die Vergnügungssüchtigen? Welches waren die „Hotspots“, welches die „Best of“ der Amüsiermeilen?

Flankiert wird die Tagung von einem üppigen Entertainmentprogramm für die Gäste der  Komischen Oper Berlin. Neben einer Tanzveranstaltung mit Swing der Zwanziger Jahre präsentiert ein Stummfilmfestival einen revueartigen Mix aus reproduzierten und originalen Wochenberichten, Reisereports, Werbe-, Sach- und Spielfilmen. Ganz wie im Berlin der Zwanziger vitalisieren live dargebotene Musik- und Tanzeinlagen die Gesamtshow und versetzen das Publikum ins Heute.
So entstand auch die Idee, für Klassiker des stummen Films Musik komponieren zu lassen. ZDF/Arte beauftragte die Filmmusikklasse des Freiburger Professors Cornelius Schwehr, zu zwei Leinwandstreifen eine neue, vom Orchester der Komischen Oper live zu spielende Filmmusik zu komponieren. Johann Ahl, Pablo Beltrán, Stephan Dick und Thomas Höhl wählten für ihre kompositorische Zusammenarbeit den UFA Stummfilm »Die Pritzelpuppe« (1923) - eine Produktion, die die kreative Welt der Puppenkünstlerin Lotte Pritzel dokumentiert.
Hong Ting Lai, Vasiliki Kourti-Papamoustou und Edward Fernbach schrieben eine neue Musik für den Kurzfilm »Wenn die Filmkleberin gebummelt hat« (1925).  

Mehr zum Thema
Komische Oper Berlin
Die Puppenkünstlerin Lotte Pritzel
Der Stummfilm auf Wikipedia

Vasiliki Kourti-Papamoustou für Concerto-Musikstipendium ausgewählt

Alfred-Toepfer-Stiftung fördert Abschlussjahr der griechischen Kompositions-Masterstudentin

Vasiliki Kourti-Papamoustou hat jetzt für das akademische Jahr 2015/2016 die Zusage für ein CONCERTO-Musikstipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung erhalten. Kourti-Papamoustou begann das Kompositionsstudium in Ihrer Heimat bereits mit 18 Jahren an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Im Oktober 2012 wurde sie dann zum zweijährigen Masterstudium Filmmusik am Institut für Neue Musik Freiburg zugelassen.

Direkt nach Abschluss dieser spezialisierenden Arbeitssphase im Studio für Filmmusik bewarb sie sich für einen weiteren Masterstudiengang an der Freiburger Hochschule. Seit dem Wintersemester 2014 studiert Kourti-Papamoustou nun das Hauptfach Komposition bei Prof. Cornelius Schwehr.

CONCERTO-Musikstipendium
Das CONCERTO-Musikstipendium richtet sich an nichtdeutsche Musikstudierende aus Europa, der Türkei und Israel unter 30 Jahren. Ziel der Stiftung es, den Abschluss eines Studiums (außer Bachelor) oder eines Aufbaustudiums an einer Musikhochschule in Deutschland zu unterstützen. Die ausgewählten Studierenden erhalten in ihrem Abschlussjahr eine Förderung von monatlich 920 Euro.

André Zacher kommt nach Freiburg

Gastseminar mit dem bekannten Filmtonmeister im Freiburger Studio für Filmmusik (7.-9. Juli 2015)

Der bekannte Filmtonmeister André Zacher kommt vom 7. bis 9. nach Freiburg, um an drei Tagen einen Workshop zum Thema „Tonpostproduktion beim Kinofilm“ anzubieten.

Als Lehrangebot für die Studierenden der Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr wird Zacher dabei den Bezug zur Praxis akzentuieren. Der weltgereiste O-Tonmeister, Sounddesigner und Mischtonmeister für Spiel- und Dokumentarfilm besitzt ein komplettes Equipment für Originaltonaufnahmen und betreibt ein eigenes Studio. Für den aktuellen Seminarschwerpunkt installiert er gemeinsam mit dem Freiburger Filmstudio die technisch notwendige Umgebung vor Ort. So ist es ihm möglich, anhand konkreter Beispiele einen detaillierten Einblick in diese komplexe Arbeit zu geben. Alle Arbeitsschritte der Tonpostproduktion sollen erfahrbar werden – vom Dialogschnitt über das Sounddesign bis hin zur Surround-Mischung beim Kinofilm.

Mehr zum Thema
Webseite André Zacher

Kölner Filmschaffende zum Austausch in Freiburg

Ganztägiger Workshop der Filmmusikklasse zusammen mit Studierenden der Spielfilmregie


Am Samstag, den 30. Mai reisen Studierende der Filmklasse Didi Danquart (Professor für Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln) zu einem Austauschseminar nach Freiburg. Vornehmlich an eigenen Regieübungen besprechen die Studierenden aus Film und Komposition gemeinsam die konstituierenden Elemente eines gelungenen Zusammentretens von Bild und Ton.

Basisaspekte des filmischen Blickwinkels werden reflektiert und diskutiert und so der Blick auf die Funktion und Wirkung der Musik im Film geschärft.

Bereits seit Gründung des neuen Freiburger Studiengangs Filmmusik im Jahr 2009 bestehen Kooperationen zu verschiedenen Filmschulen. Aktuell sind Produktionen mit jungen Filmemacherinnen und Filmemachern aus Ludwigsburg, Köln und Freiburg in Arbeit.

Mehr zum Thema
Kunsthochschule für Medien Köln
Didi Danquart

Kooperation von Bild und Ton

Studierende der Klasse Prof. Schwehr komponieren zu Aquarellserien der Malerin Gabriela Stellino.

Aquarell von Gebriela Stellino

In der Reihe »KlangBild« präsentieren am 2. Dezember 2014 um 19.30 Uhr im E-Werk Freiburg die Künstlerin Gabriela Stellino und die Studierenden der Kompositionsklasse Prof. Schwehr, Vasiliki Kourti-Papamoustou und Andru Matuschka, das Gemeinschaftsprojekt »Sequenzen«.

Abstrahierende Skizzen der gleichen Landschaft, Tag für Tag, viele Tage lang sind das Ausgangsmaterial für das Projekt. Die im Aquarell „eingefrorenen“ Augenblicke werden digitalisiert und überblendet. Ähnlich einer alten Trickfilmtechnik verschmelzen so die Bildfolgen zu leicht bewegten Sequenzen und faszinieren mit fast unmerklichen Wandlungen.

Andru Matuschka und Vasiliki Kourti-Papamoustou sensibilisierten ihre Sinne für das subtile „Bildgeschehen“. Unkalkulierte, punktuelle Anreize gaben Impulse für die Musik, die gerade nicht ab- oder nachbilden will. Vielmehr spielen die Tonspuren mit den Erwartungen an eine Interaktion zwischen Bild und Ton – sanft, verschmitzt, überraschend.  

Weitere Informationen
Webseite Gabriela Stellino
E-Werk Freiburg

„Nachtschwärmer“ erhält Bürgerpreis

Filmprojekt mit Musik von Vasili Kourti-Papamoustou in Waldkirch ausgezeichnet

Das Filmprojekt "Nachtschwärmer" mit Musik der Freiburger Filmmusik-Studentin Vasiliki Kourti-Papamoustou (Klasse Prof. Cornelius Schwehr, Foto) hat jetzt den Bürgerpreis Freiburg Nördlicher Breisgau 2014 verliehen bekommen.   

Es ist bereits der zweite Film der Jugendgruppe des Waldkircher Theatervereins, der nach zweijähriger Vorbereitungszeit fertiggestellt wurde. Nun ist er als DVD im lokalen Handel erhältlich. Ziel war es, Jugendliche der Schule für Sehbehinderte Waldkirch und des Theater Waldkirch zusammenzubringen: von der Entwicklung der Filmgeschichte über die schauspielerische Leistung bis hin zu allen Details der technischen Produktion wurde „inklusiv“ gearbeitet.

Die Initiative »für mich, für uns, für freiburg nördlicher breisgau« wählte die  
Projektarbeit für den Film „Nachtschwärmer“ in der Kategorie U21 als eine von acht Preisträgern. Mit dem Gesamtpreis von 8.000 Euro, der zu gleichen Teilen an die acht Gewinner geht, ehrt die Initiative bürgerschaftliches Engagement für Vielfalt und Miteinander in der Gesellschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen
Badische Zeitung zum Film „Nachtschwärmer“
Regiotrends zur Preisverleihung

Schwindel der Wirklichkeit

Freiburger Filmmusikstudierende für Projekt der Akademie der Künste in Berlin engagiert

Für das Projekt »Schwindel der Wirklichkeit« an der Akademie der Künste Berlin wurde jetzt die Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr engagiert.
Vom 1. bis 5. Oktober werden sich die Freiburger Studierenden dem Thema widmen. Unter Betrachtung des Verhältnisses von Hören und Sehen stellen sie Fragen wie: „Was ist wirklich?“, „Wie steht ästhetisches Produzieren und gesellschaftliches Sein zueinander?“, „Wie beeinflussen künstlerische Strategien und Arbeitsweisen die Wahrnehmung des Betrachters?“  

Kaum eine Frage ist in den Künsten so systematisch verhandelt worden wie die nach der Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeit. Insbesondere durch die neuen Medien und interaktiven Möglichkeiten der digitalen Welt wurde die Rolle von Bild, Text und Musik in Bezug auf Wahrheit, Identität und Realität in den vergangenen Jahren radikal verändert.

Seit November 2013 stellt sich die Akademie der Künste in Berlin nun dieser Frage - im Rahmen von Gesprächen, Vorträgen, Performances, Konzerten, Workshops und einer Ausstellung, die vom 16. September bis zum 14. Dezember zu sehen sein wird.
Im Herbst wird die Frage von der Freiburger Filmmusikklasse fachspezifisch aufgegriffen, die ein ganz besonders großes Interesse für das Thema mitbringt. Schließlich behauptet die Kombination von Bild und Ton in den allermeisten Fällen, Wirklichkeit abzubilden. Tatsächlich liegt gerade hierin aber die Möglichkeit eine intendierte Wirklichkeit selbst zu kreieren.
Bei ihrer Arbeit in Berlin werden die Freiburger Studierenden eine offene Arbeitsstation zum Thema erstellen mit dem Ziel, das Spiel mit dem Erzeugen von Wirklichkeiten ins Bewusstsein zu rücken und zur konkreten Auseinandersetzung damit einzuladen. Im Experimentieren mit drei unterschiedlichen Zugangsformen können Besucherinnen und Besucher vielfältige Entscheidungen beim Zusammentreten von Klängen und Bildern treffen und so eigene Wirklichkeiten „erschwindeln“:

  • Filmausschnitte, die hinsichtlich der Frage „Schwindel der Wirklichkeit“ bemerkenswert sind, werden analysiert, kommentiert und diskutiert.
  • An mehreren Seh-/ Hörstationen bieten sie die Möglichkeit, Bildsequenzen mit unterschiedlichen Tonspuren zu kombinieren, gewünschte Wirklichkeiten also selbst produzieren.
  • In einem Labor können interessierte Besucherinnen und Besucher - zusammen mit den Initiatoren - an kleinen Ton-Bild-Sequenzen praktisch arbeiten.

Weitere Informationen
www.schwindelderwirklichkeit.de
Webseite Akademie der Künste, Berlin




Freiburger Student erhält Kompositionsauftrag

Carlos Cardenas komponiert Pflichtstück für EBBA Brass-Band-Wettbewerb

Carlos Cardenas, Student der Komposition bei Prof. Brice Pauset sowie der Filmmusik bei Prof. Cornelius Schwehr, wurde von der European Brass Band Association (EBBA) beauftragt, für den »2. European Brass Band Challenge Wettbewerb 2015« eine Komposition für Blechbläser und Schlagzeug zu schreiben.
Das 10minütige Werk wird als Pflichtstück auf der Repertoireliste der »Sektion Challenge« für semiprofessionelle Blechbläserensembles stehen. Diese Kategorie des 38. European Brass Band Championships 2015“ (EBBC), früher „B-Section“ genannt, ist bereits seit 1994 fester Bestandteil des jährlich stattfindenden Festivals.

Die Organisation möchte hiermit explizit solche Musikgruppen fördern und herausfordern, in deren Herkunftländern eine geringer entwickelte Blechbläserkultur die Chancen einer progressiven Weiterqualifizierung nicht bieten kann. Die Teilnahme am Wettbewerb soll die Ensembles motivieren, sich neue, vielleicht mutige Ziele zu setzen und in den Phasen der Vorbereitung und Teilnahme ihre Mitglieder zu sich steigerndem musikalischen Können zu animieren.

Im kommenden Jahr, vom 1.-3 Mai 2015, finden die Meisterschaften der 38. European Brass Band Championships im Konzerthaus Freiburg statt. Neben dem Wettstreit der professionellen Bands in der „Championship-Sektion“ und dem Wetteifern der semiprofessionellen Blechbläserensembles in der „Challenge-Sektion“ steht die Auswertung des „6. European Composers Competition“ für Blechblasbesetzung auf dem Programm. Zum 13. Mal finden sich junge Musikerinnen und Musiker zur „European Youth Brass Band“ zusammen und bereichern das das Event mit ihrem Aufritt.

Mehr zum Thema
European Brass Band Association
European Brass Band Association – Challenge Competition Vision
Carlos Alberto Cárdenas González

Auszeichnung beim 24. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Cornelius Schwehr erhält Preis für beste Filmmusik für "Zeit der Kannibalen"

Cornelius Schwehr, Professor für Komposition und Leiter des Studios für Filmmusik an der Hochschule für Musik Freiburg, wurde auf dem 24. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für seine Filmmusik zu »Zeit der Kannibalen« ausgezeichnet.

Den Preis »Beste Musik- und Tongestaltung« erhielt er gemeinsam mit André Zacher (Tongestaltung).

»Zeit der  Kannibalen« von Joachim Naber (Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg) wurde auf der Berlinale als ein "Höhepunkt bei der Perspektive Deutsches Kino" (tagesspiegel) gefeiert. Die groteske Komödie über den weltweiten Turbo-Kapitalismus (unter anderem mit Devid Striesow als Darsteller) läuft ab 22.5. 2014 bundesweit in den Kinos.
Nicht nur sehenswert, sondern dank der Filmmusik von Cornelius Schwehr auch hörenswert!

Mehr zum Thema
Webseite Filmkunstfestival Mecklenburg-Vorpommern
Trailer »Zeit der Kannibalen«
Vita Prof. Cornelius Schwehr

Freiburger Musikhochschule vertont »Das Cabinet des Dr. Caligari« neu

Werk erscheint im Juni auf BlueRay, großes Medieninteresse an Freiburger Produktion.

Er gilt als Meilenstein der Filmgeschichte: Robert Wienes Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von 1920. Im Auftrag der Friedrich-Murnau-Stiftung wurde der Film jetzt aufwändig in 4k-Qualität restauriert. Die Freiburger Musikhochschule - genauer: Die Filmmusikklasse um Professor Cornelius Schwehr - erhielt darüber hinaus den Auftrag, die Filmmusik neu zu komponieren und einzuspielen.

Die Musik wurde im Wintersemester 2013/14 parallel zur Endphase der Filmrestaurierung komponiert und im Februar und März 2014 unter der Leitung von Sven Thomas Kiebler im Studio für Filmmusik der Musikhochschule eingespielt. Die Besetzung orientiert sich an der klassischen Kino-Orchesterbesetzung (Holz- und Blechbläser, Streicher, Percussion, Klavier und Harmonium), wobei das Harmonium durch eine von Achim Schneider in Waldkirch gebaute  Handdrehorgel ersetzt wurde.

Bereits im Vorfeld war das Interesse an der Arbeit der Musikhochschule hoch. So produzierte Hörfunkjournalist Ulrich Land für SWR2 Cluster einen Beitrag über die Kompositionsarbeiten (Sendetermin voraussichtlich 21. Juli auf SWR2 "Cluster"). SWR-Redakteur Henning Winter drehte einen Kurzbeitrag für das Abendjournal.

Am 13. Juni ist es dann soweit. Dann erscheint das filmisch wie musikalisch restaurierte Werk auf BlueRay. Aktuelle Informationen zur Neuerscheinung, Pressereaktionen sowie Bezugsmöglichkeiten erfahren Sie baldmöglichst hier auf der Webseite der Hochschule für Musik Freiburg. 

Videos und Texte zum Thema
Probenvideo im Studio für Filmmusik (Youtube-Kanal Musikhochschule)
Making of Caligari-Filmrestaurierung (Youtube)
»Man sieht anders, wenn man hört« von Nina Goslar, ZDF/ARTE-Filmredaktion

Johann Feindt kommt nach Freiburg

Gastseminar am 28.-30. April mit preisgekröntem Autor, Kameramann und Regisseur im Studio für Filmmusik

Der preisgekrönte Berliner Autor, Kameramann und Regisseur Johann Feindt kommt nach Freiburg, um im Rahmen eines Gastseminars (28.-30. April) an unserer Musikhochschule über seine Arbeit zu berichten. Für die Studierenden der Filmmusikklasse Prof. Cornelius Schwehr ist der filmische Blickwinkel für ihre kompositorische Arbeit essentiell.

Im Oktober reisen Studierende dann nach Berlin um sich dort in Zusammenarbeit mit Johann Feindt an dem Projekt  "Schwindel der Wirklichkeit" der Akademie der Künste zu beteiligen.

Zur Person: Johann Feindt
Johann Feindt wurde 1951 in Hamburg geboren. Nach seinem Medizinstudium lernte er von 1976-1980 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Seit 1979 ist er als freier Autor, Kameramann und Regisseur tätig, Mitglied der Sektion Film- und Medienkunst an der Akademie der Künste, Berlin. Unter seiner Regie entstanden preisgekrönte Filme wie "Der Versuch zu leben", der 1984 mit dem Bundesfilmpreis 1984 ausgezeichnet wurde.
Als Virtuose der Kamera arbeitet er sowohl als Dokumentarist wie für bedeutende fiktionale Produktionen, darunter immer wieder auch Krimis wie "Schimanski" oder "Polizeiruf 110". "Joe Polowski - Ein amerikanischer Träumer" (1986), "Viehjud Levi" (1998) und "Mein Vater" (2002) sind drei seiner bekanntesten Werke. Für die Dokumentation „Reporter vermisst“ erhielt er 2004 den Grimme-Preis. 2004 erschien der Film „Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien2, 2010 „Wiegenlieder“ beide in Co-Regie mit Tamara Trampe. Zur Zeit lebt und arbeitet Feindt in Berlin.

Seminar-Hinweis
Im Sommersemester 2014 wird der Freiburger Filmmusikprofessor Cornelius Schwehr dem Thema „Schwindel der Wirklichkeit. Die Welt als Bild“ ein Seminar widmen. Kaum eine Frage ist in den Künsten so systematisch verhandelt worden wie die nach der Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeit. Vor allem durch die Entwicklung neuer Medien und den interaktiven Möglichkeiten der digitalen Welt wurde die Rolle von Bild, Text und Musik in Bezug auf Wahrheit, Identität und Realität radikal verändert. Die Übung wird sich dieser Problematik von der Seite des Zusammenhangs von Bild und Ton(!), von Sehen und Hören nähern, um Fragen zu stellen danach, auf welche Weisen Wirklichkeit erzeugt oder auch erschwindelt werden kann.
Seminarankündigung im Vorlesungsverzeichnis (S. 59)

Mehr zum Thema
Grimme-Preisträger Johann Feindt
Filmportrait "Wiegenlieder" von Johann Feindt auf der Webseite der Berlinale
Deutsche Filmpreis- Nominierung "Der schwarze Kasten" von Johann Feindt

Filmmusik für restaurierten "Caligari" kommt aus Freiburg

Kompositionsarbeiten haben begonnen. Aufnahmen im Studio für Filmmusik ab März 2014.

Bildquelle: ARTE / Deutsches Filminstitut

Nach der aufwändigen 4K-Restaurierung des Stummfilm-Klassikers "Das Cabinet des Dr. Caligari" von Robert Wiene wird der Film im Mai 2014 auf Blue Ray-DVD erscheinen. ZDF/ARTE (über die Produktionsgesellschaft 2eleven) und Murnau-Stiftung Wiesbaden haben unsere Hochschule für Musik beauftragt, hierfür die Filmmusik zu komponieren und zu produzieren.

Prof. Cornelius Schwehr und seine Filmmusikklasse komponieren derzeit die umfangreich instrumentierte Filmmusik. Die Einspielung im hochschuleigenen Studio für Filmmusik erfolgt bereits ab März.

Noch bis zum 19. Februar ist das Meisterwerk des expressionistischen Films in der Mediathek von ARTE zu sehen, dort allerdings mit der Orgelmusik von John Zorn, die der New Yorker Künstler anlässlich der Uraufführung des Werkes in Berlin komponiert und eingespielt hat.

Im Gegensatz zu John Zorns Orgelwerk wird die Freiburger Filmmusik-Komposition umfangreicher in der Instrumentierung werden: So kommen Klarinette, Trompete, Posaune, Klavier, Geige, Cello, Kontrabass und Schlagzeug sowie eine Drehorgel aus Waldkirch zu Einsatz - gespielt von Studierenden der Freiburger Musikhochschule.

Nach der Sportdokumentation "Das weiße Stadion", die bereits am 4. Februar auf ARTE gezeigt wurde, ist "Caligari" die zweite wichtige Stummfilm-Musikproduktion für die Freiburger Filmmusik-Studierenden.

Mehr zum Thema
Caligari bis 19.2.2014 in der Mediathek auf ARTE
"Freiburger Musikstudenten vertonen Stummfilmdokumentation", BZ 01.02.2014

Terminhinweis
18. Februar, 20 Uhr
Kinoabend: Film-Livemusik mit Werken junger Komponisten der Freiburger Musikhochschule
im E-Werk Freiburg

Filmmusik für „Das weiße Stadion“ kommt aus Freiburg

Filmmusikstudierende vertonten Filmdokumentation der Olympischen Winterspiele 1928

Filmmusikstudierende der Hochschule für Musik Freiburg können auf eine weitere wichtige Referenz verweisen. Für den restaurierten Sportfilm „Das weiße Stadion“ haben sie soeben die Stummfilmdokumentation der Olympischen Winterspiele 1928 in St. Moritz vertont.

"Das weiße Stadion" ist die erste filmische Dokumentation der Olympischen Winterspiele überhaupt. Arnold Fanck schuf hier einen formal hochinteressanten Sportfilm schuf. Der Meilenstein des internationalen Sportfilms war lange Zeit kaum zu sehen, da man nur von Material in Moskau (und später im Filmmuseum München) wusste. Das IOC hat mit großem Aufwand weltweit recherchiert und 2012 eine exzellente Digitalrestaurierung auf Grundlage von Archivkopien vorgelegt, die aus Moskau, Berlin, München und Lausanne kamen.

Die neue Filmmusik für "Das Weiße Stadion" entstand jetzt an der Hochschule für Musik in Freiburg unter der Leitung von Prof. Cornelius Schwehr. Es ist eine Komposition für sechs Instrumente: Klarinette, Horn, Percussion, Klavier, Cello und Bass. Die Musik unterstützt die Montage und führt die formalen Experimente von Arnold Fanck auf musikalischer Ebene fort. In diesem freien Spiel von Musik und Bildern wird wieder einmal bewusst, dass sich der Stummfilm nicht mit einer bloßen Reproduktion des Sichtbaren aufgehalten hat, sondern dass es ihm immer auch um eine gesteigerte Wahrnehmung der Wirklichkeit ging, die hier ihre Resonanz in einer präzis durchkomponierten Musik findet.

Für 2015 sind verschiedene Live-Versionen der neu komponierten Sportfilmmusik in Planung. Darunter die Schweizer Erstaufführung beim Festival „Alpentöne“.

Programmhinweis: "Das Weiße Stadion" auf ARTE/ZDF
3. Februar 2014, 0.05 Uhr:
Erstausstrahlung, 87 Min.
Schweiz, 1928, ARTE/ZDF

Regie:
Arnold Fanck, Othmar Gurtner
Kamera:
Sepp Allgeier, Hans Schneeberger, Albert Benitz, Richard Angst
Komponisten:
Pablo Beltrám, Carlos Cárdenas, Stephan Dick, Vasiliki Kourti-Papamoustou, Seongmin Lee, Christian Mejía
Musik:
Hochschule für Musik Freiburg, Filmmusikklasse Cornelius Schwehr
Schnitt:
Arnold Fank, Walther Ruttmann
Produktion:
Olympia-Film A.G. Zürich, Studio für Filmmusik der Hochschule für Musik Freiburg Restaurierung:
Olympisches Komitee, Robert Jaquier, Adrian Wood

Mehr zum Thema
"Das weiße Stadion" auf ARTE
"Freiburger Musikstudenten vertonen Stummfilmdokumentation", BZ 01.02.2014

"Lindenstraße"-Filmmusik aus Freiburg

Carlo Phillip Thomsen komponiert Musik für Sonderfolge der bekannten Fernsehserie.

Carlo Phillip Thomsen (Mitte) im Studio für Filmmusik der Hochschule für Musik Freiburg. Foto: BZ, Thomas Kunz

Derzeit laufen die Arbeiten an einer Sonderfolge der bekannten deutschen Fernsehserie "Lindenstraße".

Bei dieser Sonderfolge arbeitet der WDR mit der Internationalen Filmschule ifs Köln sowie der Hochschule für Musik Freiburg zusammen. Der Freiburger Fimmusik-Student Carlo Philipp Thomsen komponierte die Filmmusik, wobei die Instrumentalmusiken von Dana Barak, Julia Bewer und Antoine Billet eingespielt wurden.

Der voraussichtliche Sendetermin für die Sonderausgabe ist im August 2013.

Mehr zum Thema
Studio für Filmmusik der Hochschule für Musik Freiburg
Webseite Lindenstraße
Webseite Internationale Filmschule ifs Köln
BZ-Bericht vom 09.03.2012 über den Master-Studiengang Filmmusik

Filmmusik für "People on Sunday 2010" aus Freiburg

Premiere Anfang November in Los Angeles

Im Rahmen der Summer School 2010/11 ist der Film »People on Sunday« entstanden, zu dem Minkyu Kim die Filmmusik schrieb.

Mehr zum Thema:
Webseite zum Filmprojekt "Peoples on Sunday 2010"

Mathilde-Schwarz Saal

Studiengang Filmmusik kooperiert mit der Internationalen Filmschule Köln

Praxiserfahrung im neuen Masterstudiengang Filmmusik (Prof. Cornelius Schwehr) durch Kooperation mit der Internationalen Filmschule (ifs) in Köln ...

Praxiserfahrung im neuen Masterstudiengang Filmmusik eröffnet die Kooperation mit der Internationalen Filmschule (ifs) in Köln. Studierende der Klasse Prof. Cornelius Schwehr an der Freiburger Musikhochschule erarbeiten Tonspuren für Kurzfilmprojekte von Studierenden der Regieklasse Prof. Hans Erich Viet in Köln.

 

Kleiner Saal

Weitere Informationen

Für Augen und Ohren
Eine Hörfunk-Reportage über die Neueröffnung des Studios für Filmmusik Freiburg, von Carolin Naujocks

"Komponieren mit Ton und Bild"
von Carolin Naujocks; Ein Artikel über die Arbeit des Studios für Filmmusik; in gekürzter Fassung erschienen inPositionen, Texte zur aktuellen Musik, Heft 91, Mai 2012

Institut für neue Musik
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