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Prof. Brice Pauset

Prof. Brice Pauset

Komposition

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Raum 342

Ausbildung/Studium

  • Brice Pauset hat zunächst Klavier, Geige und Cembalo und dann Komposition in Paris und Siena (Italien) studiert.
  • 1994 erhielt er ein Stipendium der Fondation Marcel Bleustein-Blanchet pour la Vocation, 1994-1996 war er Praktikant am IRCAM.
  • Seither hat er sich ganz seiner kompositorischen Arbeit, seiner Lehrtätigkeit und dem Cembalospiel sowie, manchmal in Verbindung mit dem klassischen Repertoire, der Interpretation eigener Werke am Klavier gewidmet.

Werdegang/Stationen

  • Brice Pauset arbeitet regelmäßig mit den wichtigsten Musikinstitutionen in der ganzen Welt zusammen. Seine Werke werden regelmäßig von Solisten wie Teodoro Anzelotti, Irvine Arditti, David Grimal, Nicolas Hodges, Salome Kammer oder Andreas Staier und dem Arditti String Quartet, dem ensemble recherche, dem Hilliard Ensemble, dem Klangforum-Wien, dem Freiburger Barockorchester und fast allen deutschen und österreichischen Radiosinfonieorchestern gespielt.
  • Er war in der Saison 2004-2005 Composer in residence an der Mannheimer Oper und hat gemeinsam mit der Komponistin Isabel Mundry und der Choreographin Reinhild Hoffmann die Oper „Das Mädchen aus der Fremde” geschrieben.
  • Zu seinen letzten wichtigen Werken zählen die „Exercices du Silence” für Stimme, Klavier und Elektronik (Festival d’Automne, Paris – IRCAM), „Dornröschen II” für solistisches Streichquartett, zwei Chöre und großes Orchester (WDR, Köln) und das „Kontra-Konzert” für Barockorchester und Hammerklavier (Kölner Philharmonie, für das Freiburger Barockorchester und Andreas Staier). Für die Jahre 2010-2015 ist er Composer in residence an der Oper Dijon (Frankreich); dort wird 2019 seine Oper „Strafen” (nach Franz Kafka) uraufgeführt.
  • In nächster Zeit entstehen Werke wie „Kataster” für Ensemble und großes Orchester, Stücke für Streichquartett mit Elektronik, Streichquartett und Orchester, Orchester und ein einstündiges Stück für Ensemble, Elektronik und Bilder (Klangforum-Wien und IRCAM, Paris).
  • Er ist der Cembalist des von David Grimal in Paris gegründeten Ensembles „Les Dissonances”. Leidenschaftlich interessiert er sich für den Instrumentenbau und baut nach und nach eine Sammlung von Instrumenten auf, in der sich Nachbauten von den bedeutendsten Instrumentenbauern unserer Zeit (Christopher Clarke, Anthony Sidey), Originalinstrumente (darunter ein Hammerklavier von Johann Fritz aus dem Jahr 1810) sowie Nachbauten aus seiner eigenen Werkstatt finden.
  • 2008 wurde Brice Pauset als Kompositionsprofessor an die Musikhochschule von Freiburg im Breisgau berufen, wo er schon seit 2002 wohnt. In seinem Unterricht lotet er die Verbindungen zwischen Musik, Philosophie, Politik, Wirtschaftswissenschaft, bildende Kunst, Literatur und Architektur aus. Er gibt dazu zahlreiche Meisterkurse, insbesondere in Royaumont, am IRCAM (Paris), in Graz und an vielen anderen Orten.
  • Im Oktober 2012 wurde er zum Künstlerischen Leiter des Ensemble Contrechamps in Genf berufen. Er ist außerdem Kurator des Slowind-Festival aus Ljubljana (Slowenien) für die Edition 2017.
  • Seine Musik ist in ständigem Dialog mit der vergangenen und gegenwärtigen Geschichte. Seine Gedanken zu Ästhetik, Politik und Utopie werden Gegenstand einer Publikation in Form von Gesprächen und analysierenden Texten sein, an der er mit dem Musikwissenschaftler Laurent Feneyrou arbeitet.
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