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Japantage an der Musikhochschule

An der Hochschule für Musik Freiburg ist die Gagaku-Musik des japanischen Kaiserhauses zu erleben

 

Im Zeichen traditioneller japanischen Musik steht am 13. Dezember 2019 das Konzert „Das Projekt Gagaku“ an der Hochschule für Musik Freiburg. Studenten der SOAI Universität Osaka und der Hochschule für Musik Freiburg präsentieren ab 19 Uhr im Kammermusiksaal gemeinsam die Ergebnisse eines Forschungsprojektes.

Forschungsgegenstand ist die Kommunikation in Ensembles. Wenn ein Streichquartett ein Werk der europäischen Klassik aufführt, verständigen sich die Musiker beim Spielen durch ihre Gesten und Körperbewegungen miteinander. Zugleich ist die Körpersprache ein Bestandteil der Aufführung: Das Publikum nimmt die Interpretation auch über die Bewegung der Musiker wahr. Im Vergleich dazu wirkt ein traditionelles, japanisches Gagaku-Ensemble mit Blasinstrumenten und Schlagzeug statuarisch, denn die Musiker spielen bewegungslos. Ein klassisches Musikstück entwickelt Themen und Motive, baut Spannung auf und lässt sie in Entspannung münden. Gagaku-Musik ist eher eine akustische Zustandsbeschreibung. Wie sich die Musiker eines Gagaku-Ensembles beim Spielen trotzdem verständigen können, haben vier Studenten der Hochschule für Musik Freiburg erforscht.

Sie reisten im Mai 2019 nach Osaka, um sich mit der höfischen Musiktradition Japans zu beschäftigen. Nach drei Wochen präsentierten sie zusammen mit dem Gagaku-Ensemble der SOAI Universität ihr neu erworbenes Können. Das Konzert in Freiburg schließt nun den Gegenbesuch von Studenten und Professoren aus Osaka an der Hochschule für Musik Freiburg ab. „Das Reizvolle an der tradierten Gagaku-Musik ist, dass sie ihre eigene, geheimnisvolle Klangkathedrale schafft. Da gibt es scharf schnarrende Blasinstrumente, die wie ein Biss ein eine saure Zitrone klingen. Wenn man sich als Zuhörer darauf einlässt, öffnet sich eine Tür in eine völlig andere Kultur“, so Prof. Bernhard Wulff, der das Forschungsprojekt begleitet hat.

Prof. Dr. Shinryu Ono ist einer der großen japanischen Meister der Gagaku-Musik und wird zusammen mit Bernhard Wulff die Ergebnisse der Forschungsreise vorstellen. Das Publikum kann die Erkenntnisse hörend nachvollziehen. Das Programm zeigt am Beispiel von Werken Georg Philipp Telemanns, Tōru Takemitsus, André Jolivets und japanischer Gagaku-Musik, wie unterschiedliche Ensembles beim Spielen kommunizieren.

Karten gibt es für 8 Euro (4 Euro ermäßigt) bei BZ Ticket und an der Abendkasse. Ein zweites Konzert der Japantage findet im Rahmen der Reihe „Das Rohe und das Gekochte“ am 14. Dezember 2019 um 20 Uhr im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik Freiburg statt

Downloads zur Vorankündigung

Vorankündigung

Für den Veranstaltungskalender

Pressefoto

Studenten der SOAI Universität Osaka an der Hochschule für Musik Freiburg. Von links: Narumi Kurashige, Koki Tabata, Yuko Yamamoto, Hanna Inoue.
Foto: Ramon Manuel Schneeweiß (Angabe nicht erforderlich)

Kontakt

Ben Klaußner

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

b.klaussner(at)mh-freiburg.de

0761 31915-53

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