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Lehramt Musik

Künstlerische Ausbildung am Instrument und der Stimme, wissenschaftliche und theoretische Studienbereiche, Dirigieren, Ensemblespiel und vieles mehr – der Studiengang Lehramt Musik beinhaltet eine breit gefächerte musikpraktische und pädagogische Ausbildung und bereitet damit auf die vielfältigen Herausforderungen im Lehrerberuf vor.

Nachrichten

Bericht zum Hochschulübergreifenden Seminar (HüS) für Musikpädagogik 2020 in Mainz

Vom 01. bis 06. März 2020 fand das 24. HüS an der Hochschule für Musik in Mainz statt. Das Seminar wird jährlich von der AG Schulmusik der Rektor*innenkonferenz der Musikhochschulen (RKM) ausgerichtet. Die Leitung übernahmen dieses Jahr die Professor*innen der Musikpädagogik Dr. Thade Buchborn (Hochschule für Musik Freiburg), Dr. Werner Jank (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), Dr. Valerie Krupp-Schleußner (Hochschule für Musik Mainz) und Dr. Ortwin Nimczik (Hochschule für Musik Detmold).

“Perspektiven auf Fachlichkeit im Musikunterricht” sollte für eine Woche lang das Thema sein und uns bis zur Abreise nicht mehr loslassen. Die meisten von uns Studierenden reisten mit der Frage an, was sich hinter dem Begriff der Fachlichkeit überhaupt verbirgt. Auch den Dozierenden war klar, dass hiermit ein schwer fassbares und weit umfassendes Thema gewählt worden war.

Nach der Ankunft an der Mainzer Musikhochschule am Sonntagnachmittag begann das Seminar mit einem Brainstorming in großer Runde zur Sortierung erster Gedanken und anschließend lernten wir uns beim ersten gemeinsamen Abendessen rasch kennen. Die folgenden Tage waren von Input, Gruppenarbeiten sowie ausführlichen Diskussionen in großer und kleiner Runde auf hohem Niveau geprägt. Dabei erschlossen sich uns Perspektiven aber auch Grenzen auf verschiedene Aspekte und Ebenen dessen, was Fachlichkeit im Musikunterricht ausmacht. Durch die Konkretisierung ihrer Bedeutung entstanden vielschichtige Thesen zur Fachlichkeit im Musikunterricht. Besonders interessant wurde das Untersuchen und Vergleichen der Lehrpläne verschiedener Bundesländer mit Blick auf deren Inhalte und Intentionen sowie die sich daraus ergebenden Sichtweisen auf und Vorstellungen von Fachlichkeit im Musikunterricht. In Form einer kleinen Feldstudie untersuchten wir unter den Gesichtspunkten Sprache und Kommunikation, Lehrer*innenhandeln, Handeln der Schülerinnen und Schüler und Gestaltung der Musikunterrichtsräume die Konstruktion von Fachlichkeit in Musikunterrichtsstunden an verschiedenen Mainzer Schulen. Daraufhin begannen wir eigene Visionen von Fachlichkeit an Schulen und im Studium zu entwickeln.

Darüber hinaus waren besonders der bundesweite Austausch zum Lehramtsstudium, aber auch das gemeinsame Musizieren, Kontakteknüpfen, Stadterkunden und Verbringen gemeinsamer Abende für uns alle persönlich bereichernd, auch über das Seminar hinaus.

Aufgrund des fachlichen und persönlichen Gewinns, den sowohl wir als Studierende als auch die Dozierenden wahrnehmen konnten, wurde deutlich, dass Seminare in solchem Format ein wichtiger Bestandteil des Studiums sind und bleiben/werden, noch mehr publik gemacht und unbedingt weiterhin unterstützt werden müssen. Wir wünschen daher allen Beteiligten bei den HüS für Musikpädagogik in den kommenden Jahren ähnlich positive Erfahrungen.

Lukas Kranz (Leipzig), Jakob Kretschmer (Dresden), Florian Wilhelm (Mannheim)

 

FACE-Bericht Symposium „Mastery oder Mystery? Musikunterricht zwischen Lehrgang und offenem Konzept“

Das Symposium „Mastery oder Mystery? Musikunterricht zwischen Lehrgang und offenem Konzept“ war nach dem 2018 durchgeführten Symposium zu „Interkulturalität – Musik – Pädagogik“ bereits die zweite im Rahmen des Projektes („Kooperative Musiklehrer*innenbildung Freiburg“ (KoMuF)) stattfindende Veranstaltung. In einer Kooperation von Pädagogischer Hochschule und Hochschule für Musik Freiburg wurde vom 7. - 8.11.2019 ein Symposium durchgeführt, dessen Ziel u.a. der Austausch von (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen, Lehrenden und Studierenden zu einem bewusst pointiert formulierten Tagungsthema war.

 

Die Vorträge, Workshops, Posterpräsentationen, Podiumsdiskussion und Keynote befassten sich mit Themenbereichen im Spannungsfeld zwischen den Polen Mastery und Mystery: Diese symbolisieren die teilweise kontroversen Positionen bzgl. einer Konzeption von Musikunterricht einerseits, der als Lehrgang strukturiert den Aufbau musikalischer Handlungskompetenz der Schüler*innen (im Sinne musikalischer „Mastery“) fokussiert. Andererseits werden im Kontext eines lehrgangsmäßig angelegten Musikunterrichts, so die ernst zu nehmende Kritik, Aspekte der Selbstbestimmung und Kreativität, Heterogenität oder ästhetische Erfahrungen ggf. noch zu wenig berücksichtigt: Raum für Offenheit bzw. Kontingenz und Unplanbarkeit, hier als „Mystery“ bezeichnet, wäre demnach ein wesentliches, das Fach konstituierende Prinzip.

 

Hintergrund bei der Wahl des Tagungsthemas ist u.a. die prominente Rolle des Standortes Freiburg bei der Entwicklung des Konzeptes eines Aufbauenden Musikunterrichts (AMU) – aber auch ein weiterhin großes Interesse an möglichen didaktischen Weiterentwicklungen. Die o.g. immer wieder aufscheinende Dichotomie zwischen offenen Konzepten und Lehrgang wirft grundsätzliche Fragen auf und kreist um die Herausforderung, wie Musikunterricht in seiner Gesamtheit in Zukunft gestaltet werden kann.

 

219 Teilnehmer*innen und 35 Referent*innen aus ganz Deutschland waren der Einladung nach Freiburg gefolgt. Anwesend waren erfreulicherweise auch zahlreiche Studierende. Nach einer musikalischen Eröffnung durch die sich aus Studierenden der PH rekrutierende Band Heirs to the Wild ging es in verschiedenen Beiträgen konkret um Aspekte des Aufbaus einer „Musical Mastery“, gemäß des Anliegens von AMU: Entwicklungslinien und Kritikpunkte (M. Fuchs; W. Jank), Forschung im Kontext AMU (G. Brunner), wichtige Bezugstheorien wie etwa die Music Learning Theory von Gordon (S. Schiemann) oder konkrete Unterrichtsumsetzungen im Bereich Solmisation, Rhythmussprache und Patternarbeit  (G. Balzer; M. Blassmann; L. Oravec & J. Steffens; H. Schiffels) wurden in den Blick genommen. Doch wie der zugespitzte Titel des Symposiums bewusst implizierte, sollten mögliche „Gegenentwürfe“ zu diesem Konzept unmittelbar in Nachbarschaft hierzu thematisiert werden. Vorgestellt wurden u.a. Ansätze, welche die Planung des Mysteriums Musikunterricht aus einer praxeologischen Perspektive beleuchten (C. Wallbaum), gestellt und beantwortet wurde auch die Frage, wie man mit SuS gemeinsam Musikunterricht planen kann (B. Küntzel). Zur Sprache kam darüber hinaus eine grundsätzliche Problemstellung, die durch Unterrichtsforschung bislang nur peripher erschlossen ist: Wie manifestieren sich die für die Fachspezifik konstitutiven Mystery-Momente im Musikunterricht (M. Spychiger)?

Daneben richtete sich der Fokus auf Möglichkeiten inklusiven Musikunterrichts in diesem Spannungsfeld (K. Schilling-Sandvoß). Das Programm des Symposiums zeichnete sich insgesamt durch Vielfalt aus: Optionen digitaler Lehr-Lern-settings im Themenkontext wurden ebenso vorgestellt (M. Sachsse) wie historische Gesangsbildungslehren „revisited“ (L. Oberhaus). Weitere Workshops gaben Impulse zu kooperativem Lernen (F. Evelein) und zu konkreten Fixpunkten – oder auch Spielräumen – im Musikunterricht (A. Kivi). Näher beleuchtet wurden in verschiedenen Beiträgen auch Fragen der Selbstbestimmung und Kreativität, z. B. im Kontext von Musiktheater (V. Schindel), oder bei Aufgabenstellungen und Formaten im Kontext von Komponieren und Improvisieren (u.a. T. Buchborn & E. Theisohn; J. Grow; J. Janczik; U. Kranfeld; A.L. Mause).

 

Etliche Beiträge beschäftigten sich implizit oder explizit mit der Verbindung von Mastery und Mystery (A. Lehmann-Wermser). Die Keynote von Matthias Nückles, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Unterrichts- und Schulforschung an der Universität Freiburg, zeigte gerade vor diesem Hintergrund die großen Linien auf (”Mastery and Mystery: On two Metaphors of Learning and the Dangers of Choosing Just One”).

 

Begleitet wurden die beiden Tage durch zwei critical friends, die die Tagung am Freitagabend durch eine konstruktive Reflexion über das Tagungsgeschehen abrundeten. Petra Gretsch als Kollegin aus der Germanistik und Ralph Gotzel, Seminarlehrer am Realschulseminar in Freiburg konnten aus einer Außenperspektive das Tagungsthema noch einmal prägnant beleuchten.

 

Ein Höhepunkt des Symposiums war die Hommage an Wilfried Gruhn anlässlich dessen 80. Geburtstags. Wilfried Gruhn, langjähriger Studiengangsleiter Schulmusik an der Hochschule für Musik Freiburg, hat durch seine Forschungsarbeiten und Publikationen eine große Bedeutung für die Entwicklung des AMU erlangt, aber auch insgesamt einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Faches geleistet. Entsprechend würdigte der Festvortrag von Peter Röbke (Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien) den Jubilar und reflektierte dabei das Tagungsthema mit dem Titel „Musikunterricht als Lehrgang, Verstehensbemühung, Ereignis? Besichtigung heikler Verhältnisse“. Ein weiterer, festlicher Akt zeichnete den Abend aus: die offizielle Aufnahme der Hochschule für Musik in die School of Education im Rahmen des Freiburger Advanced Centers of Education (FACE). Damit sind alle in der Lehrerausbildung tätigen Akteur*innen am Standort Freiburg auch institutionell verbunden.

 

Das Symposium brachte erneut viele Interessierte in Freiburg zusammen und zeigte ein fachlich nach wie vor hochinteressantes Spannungsfeld auf – es gilt, hier weiter zu denken.

Beitrag von Elisabeth Theisohn in neu erschienenem Buch

Elisabeth Theisohn hat einen neuen Beitrag über Körper und Bewegung als Konstituenten musiktheoretischen Denkens geschrieben.

Körper und Bewegung als Konstituenten musiktheoretischen Denkens : ein Plädoyer zur Dynamisierung musiktheoretischen Lernens in der Schule / Elisabeth Theison

erschienen in dem Buch:

Rhythmik - Musik und Bewegung : transdisziplinäre Perspektiven / Marianne Steffen-Wittek, Dorothea Weise, Dirk Zaiser (Hg.). Bielefeld : transcript, © 2019. 443 Seiten : Illustrationen, Notenbeispiele. (Schriftenreihe „Musik und Klangkultur“,  Band 29)

Unter der Signatur Sbh 33 Rhyt in der Bibliothek ausleihbar.

Herbsttagung der Forschungsgruppe ‚DBR in der Musikpädagogik‘ am 29. und 30. September 2019

Wie bereits in den vergangenen Jahren nutze die Forschungsgruppe ‚DBR in der Musikpädagogik‘ die Jahrestagung des ‚Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung (AMPF)‘ für eine daran anschließende eigene Herbsttagung. Am 29. und 30. September wurden offene und für die Musikpädagogik relevante Fragen des Forschungsansatzes in den Räumlichkeiten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover kontrovers diskutiert. Mit dabei waren die Freiburger Musikpädagoginnen und –pädagogen Prof. Dr. Silke Schmid (PH Freiburg), Prof. Dr. Thade Buchborn und Jonas Völker (beide HfM Freiburg). Neben der konkreten Arbeit an einem Forschungsprojekt sowie der Auseinandersetzung mit Fachliteratur wurden auch Formate der Weiterarbeit und Sichtbarkeit innerhalb der musikpädagogischen Forschung besprochen und beschlossen. Die kommende Frühjahrstagung findet wiederum an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover statt.

Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg am 27. und 28.9.2019

Freiburger Musikpädagoginnen und –pädagogen präsentieren ihre Forschungen und Konzepte

Der mittlerweile fünfzehnte Landeskongress des BMU-Landesverbandes Baden-Württemberg fand in diesem Jahr am 27. und 28. September an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg statt. In zahlreichen Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurden Aspekte der Musikpädagogik aus der Sicht von Wissenschaft, schulischer Praxis und Bildungspolitik erörtert. Mit dabei waren die Freiburger Musikpädagoginnen Prof. Dr. Georg Brunner, Eva-Maria Tralle und Jonas Völker. Im Format „Neues aus der Forschung“ präsentierte Georg Brunner das Konzept „Hören mit allen Sinnen –Kinderkonzert einmal anders“ sowie Eva-Maria Tralle ihre Forschungsarbeit „Biografie, Interkulturalität und Musiklehrkräfte –biografische Perspektiven auf Interkulturalität und Musikunterricht“. Jonas Völker stellte im Rahmen eines 90-minütigen Workshops aktuelle Forschungsergebnisse und Materialien zum interkulturell orientierten Musizieren in der Klasse vor. In einem weiteren Workshop mit Vortragsanteilen thematisierte Georg Brunner zudem das Spannungsfeld von Lehrgang und Kulturerschließung im Musikunterricht. Im kommenden Jahr gastiert der 5. Bundeskongress Musikunterricht des ‚Bundesverband Musikunterricht (BMU)‘ vom 23. bis 27. September in Mannheim.

Jahrestagung des AMPF 2019 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Freiburger Musikpädagogik mit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv vertreten

Vom 27. - 29. September 2019 fand die Jahrestagung des „Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung (AMPF)“ an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover statt. Wieder einmal stark vertreten war dabei der Standort Freiburg mit insgesamt neun Musikpädagoginnen und -pädagogen der Musikhochschule und der Pädagogischen Hochschule. Eine Rahmung erfuhr die diesjährige Tagung durch den Eröffnungsvortrag von Frau Dr. Ulrike Hartmann sowie die abschließende AMPF Lecture von Herrn Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser. Beide Vorträge thematisierten aus den jeweiligen Perspektiven Fragen nach Praxistransfer sowie Implementation der musikpädagogischen Forschung. Auf Basis eigener institutioneller Erfahrungen widmeten sich auch Prof. Dr. Thade Buchborn (HfM Freiburg), Prof. Dr. Georg Brunner und Prof. Dr. Silke Schmid (beide PH Freiburg) gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Jank (HfMDK Frankfurt) und Prof. Dr. Bernd Clausen (Universität Siegen) dem Thema anhand einer 90-minütigen Arbeitsphase zum Thema „Change Management im Lehramtsstudium – Kohärenz und Professionsorientierung“. Darüber hinaus bot die Jahrestagung ein vielfältiges Programm und mannigfaltige Einblicke in aktuelle musikpädagogische Forschungen und Überlegungen. So präsentierten Charlotte Rott Fournier im Rahmen eines Vortrages „Das Feld institutionalisierter musikpädagogischer Studiengänge. Prozesse von Ein- und Ausschluss“ und Eva-Maria Tralle anhand eines Posters „Biographische Perspektiven auf Interkulturalität (Eine Biographie-analytische Untersuchung mit Musiklehrer*innen)“ ihre Forschungsarbeiten. Bereits am Freitagabend (27.9.) gestalteten die Freiburger Prof. Dr. Wolfgang Lessing, Prof. Dr. Thade Buchborn, Eva-Maria Tralle, Johannes Treß, Charlotte Rott-Fournier und Jonas Völker ein 90-minütiges Forum zum Thema „Verfahrensweisen und Potential der Dokumentarischen Methode“. Die nächste Jahrestagung des AMPF findet vom 9.-11. Oktober an der Hochschule für Musik Mainz statt.

Symposium „Mastery oder Mystery“

Vom 7. bis 8. November 2019 wird ein Symposium veranstaltet.

In Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule für Musik Freiburg findet vom 7. bis 8. November 2019 das Symposium „Mastery oder Mystery? Musikunterricht zwischen Lehrgang und offenem Konzept“ statt.

Weitere Informationen hier

Sommer – Sonne – Konferenz

MitarbeiterInnen des KoMuF-Teilprojektes „Interkulturalität und Musikunterricht“ auf der CDIME-Conference in Tel Aviv.

Vom 16. bis 19. Juni 2019 besuchten Eva-Maria Tralle, Thade Buchborn und Jonas Völker die internationale Konferenz „Cultural Diversity in Music Education (CDIME)“ in Tel Aviv. Mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus u.a. den USA, Finnland, Schweden, Norwegen, Indien, Nepal, Australien, Südafrika, Österreich und der Schweiz waren unterschiedliche, teilweise auch länderspezifische Perspektiven auf das Themenfeld ‚kulturelle Vielfalt‘ vertreten. Zudem bot die gesellschaftspolitische Situation innerhalb Israels immer wieder Gesprächs- und Diskussionsanlass, bspw. im Rahmen des Eröffnungsvortrages „Religious authority and hyper-solidarity in education: insights from Israel politics and Muslim political thought“ von Dr. Ayman Agbaria. Die ebenso vielfältigen Vortragsformate reichten von Projektberichten, über Forschungsbeiträge bis zu Symposien. Das KoMuF-Team präsentierte in vier Vorträgen die Freiburger Forschungsprojekte. In einer einführenden Präsentation „Competence Orientation in Intercultural Music Education?“ wurden Spezifika des deutschsprachigen Diskurses zum Tagungsthema vorgestellt und hinsichtlich des Kompetenzbegriffes unterrichtspraktisch veranschaulicht. Die folgenden Vorträge schlossen daran an und fokussierten dabei empirische Befunde über die Akteursperspektiven. Thade Buchborn stellte Ergebnisse aus Gruppendiskussionen mit Musikkollegien („German Music Teachers’ Orientations to Migration and Intercultural Learning. A reconstructive study“), Jonas Völker seine Studie zum interkulturell orientierten Musikunterricht (“’… as if Germans would listen to something like that?!’ - Cultural Representations and collective affiliations in intercultural Music Lessons”) und Eva-Maria Tralle die Rolle der deutschen Wiedervereinigung in biographischen Erzählungen von Musiklehrkräften (“Disappeared borders – appeared opportunities? The German Reunification in biographical narrations of music teachers”) vor. Die deutschsprachigen Positionen wurden vom internationalen Publikum mit großem Interesse aufgenommen und ein weiterer thematischer Austausch verabredet - spätestens auf der nächsten CDIME, im September 2021 in Südafrika.

EAS-Conference in Malmö „The school I’d like“

Bei der "European Association of Music Education" war auch die Freiburger Musikhochschule vertreten.

Vom 15.-18. Mai 2019 traf die European Association of Music Education zu ihrer jährlichen Tagung diesmal in Malmö unter dem Titel „The school I’d like“ zusammen. Vier Tage lang wurden Perspektiven von SchülerInnen auf Unterricht und Visionen von MusikpädagogInnen für den Musikunterricht vorgestellt und diskutiert. Thade Buchborn, Anna Immerz und Eva-Maria Tralle präsentierten in ihren Vorträgen jeweils Ergebnisse aus den Teilprojekten der Kooperative MusiklehrerInnenbildung Freiburg. Mit wertvolllen Anregungen ging eine intensive Woche zwar zuende, die Überlegungen zu „the school I’d like“ werden jedoch fortgesetzt.

Doctoral Student Forum (DSF) für Musikpädagogik unter Freiburger Beteiligung

Vom 14. – 16. Mai 2019 fand in Malmö (Schweden) das 9. Doctoral Student Forum für Musikpädagogik statt.

Das Doctoral Student Forum wird jährlich vor der musikpädagogischen Konferenz der European Association for Music in Schools (eas) veranstaltet und bietet Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit ihre Forschungsprojekte in Form von Posterbeiträgen und Kurzvorträgen vorstellen zu können, Fragen und Ideen zu teilen und individuelle Rückmeldung zu bekommen. Dieses Jahr trafen sich Teilnehmende aus 8 Nationen – darunter auch Eva-Maria Tralle und Anna Immerz aus Freiburg. Organisiert und betreut wurde das Forschungstreffen von Prof. Dr. Isolde Malmberg (Hochschule für Musik und Theater Rostock), Prof. Dr. Thade Buchborn (Hochschule für Musik Freiburg) und Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover). Nach drei intensiven Tagen mit tollen Impulsen und Anregungen waren alle Teilnehmenden bestens auf die anschließende eas-Konferenz vorbereitet. 

KoMuF beim Methodenworkshop Magdeburg

Mitarbeiterinnen reisten Anfang Februar zum 22. Methodenworkshop Magdeburg

 

Drei Mitarbeiterinnen der Kooperative MusiklehrerInnen Freiburg (KoMuF) reisten Anfang Februar nach Magdeburg zum Methodenworkshop zur Qualitativen Bildungs- und Sozialforschung.

Der Workshop wird jährlich vom Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung der Otto von Guericke Universität ausgerichtet und gibt NachwuchswissenschaftlerInnen die Möglichkeit, unter Anleitung von fachlichen ExpertInnen an eigenem oder fremden Material zu arbeiten. Mit bis zu 20 Arbeitsgruppen, in denen unterschiedliche methodische Zugänge erarbeitet und diskutiert werden, bildet der Workshop das Spektrum qualitativer Bildungs- und Sozialforschung in seiner Breite ab.

Als materialeinbringende Teilnehmerinnen haben Anna Immerz, Charlotte Rott-Fournier und Eva-Maria Tralle ganz besonders von der Arbeit in den Kleingruppen profitiert und wertvolle Anregungen für die Arbeit am jeweiligen Forschungsprojekt mit nach Freiburg gebracht.

Design-based Research in der Musikpädagogik

Treffen des Arbeitskreises „Design-based Research in der Musikpädagogik“ am 25. Februar 2019 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Die Forschungsgruppe „Design-based Research in der Musikpädagogik“ traf sich am 25. Februar 2019 zur jährlichen Arbeits- und Austauschklausur am Institut für Musikpädagogische Forschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Neben den ‚Freiburgern‘ Prof. Dr. Thade Buchborn, Johannes Treß und Jonas Völker waren elf weitere Musikpädagoginnen und –pädagogen von verschiedenen Hochschulen und Universitäten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Wien, Salzburg, Graz, Hannover, Rostock, Stuttgart, Wuppertal, Bremen) vertreten.

Als inhaltlicher Rahmen diente die Diskussion, der Austausch und die Vernetzung hinsichtlich möglicher Beiträge im geplanten Sammelband zum Thema „Musikpädagogische Forschung zwischen Theoriebildung und Praxisveränderung“. Hierfür wurden zunächst angedachte Beiträge in Kurzreferaten präsentiert, hinsichtlich thematischer Anknüpfungspunkte geordnet und schließlich in zwei ausführlichen Gruppenarbeitsphasen vertieft. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einerseits wertvolle Einblicke in die inhaltliche und thematische Vielfalt des Sammelbandes gewinnen. Andererseits profitieren sowohl der Arbeitskreis als auch die Publikation von den Anregungen, Denkanstößen und Kooperationen in der kollegialen Zusammenarbeit.

Die Veröffentlichung des Sammelbandes ist für Ende des Jahres 2019 geplant.

Die Forschungsgruppe trifft sich das nächste Mal am Rande der Tagung des Arbeitskreises für Musikpädagogische Forschung in Hannover im September 2019.

 

Interkulturalität – Musik – Pädagogik

Bericht über das Symposium am 8. und 9. November 2018 an der Hochschule für Musik und Pädagogischen Hochschule Freiburg

Am 08.11.2018 füllt sich gegen 16 Uhr das obere Foyer in der Musikhochschule mit mehr Menschen als gewöhnlich an ein einem Donnerstagnachmittag im laufenden Semester. Es dauert nicht lange und alle tragen rote Bänder mit Namensschilder um den Hals und kommen bei Kaffee und Gebäck an Stehtischen ins Gespräch. Kurz darauf wandert die knapp 100-köpfige Gruppe in den Kammermusiksaal zum Eröffnungsvortrag des Symposiums „Interkulturalität – Musik – Pädagogik“, zu dem Lehrkräfte, (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen, VertreterInnen musikkultureller Verbände und MusikerInnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland nach Freiburg gereist sind.

Im Eröffnungsvortrag entwickelt Prof. Thade Buchborn aus Theorie und Empirie drängende Fragen für die Musikpädagogik im Herbst 2018, an denen sich die Diskussionen unter den Teilnehmenden im Laufe des zweitägigen Symposiums mit 18 Vorträgen und 8 Workshops immer wieder entzünden:

Auf die Frage danach, ob Interkulturalität eine Spezialaufgabe bleibt oder zum Normalfall im Musikunterricht werden sollte, hat Christopher Wallbaum eine Antwort. In der Keynote am Freitagmorgen in der Aula der Pädagogischen Hochschule stellt er Überlegungen zu seinem Modell vor, bei dem das Erfahren, Erfinden und Vergleichen von Musikpraxen im Zentrum des schulischen Musikunterrichts stehen soll. Ausgehend von einer grundsätzlichen musikalischen Qualität wie beispielsweise dem Grooven ergeben sich ‚Körbe voller Praktiken‘, aus denen sich Bezüge zur Pluralität und Diversität von Musikkulturen im Vergleich ergeben. Das Modell „Musikpraxen erfahren und vergleichen“ verschiebt den Fokus in Richtung der Musikpraxen, sodass sich die Frage nach Spezialaufgabe oder Normalfall von Interkulturalität gar nicht mehr aufdrängt.

In Raum 156 hat man den Eindruck, dass sich die Frage nach Normalität und Spezialaufgabe gar nicht stellt. Etwa 30 Rahmentrommlerinnen und –trommler bilden wie selbstverständlich einen Kreis: Alle sind hochkonzentriert und lauschen fasziniert den Anweisungen der Workshopleiterin Arezoo Rezvani (‚Persien im Blick‘). Die Erweiterung des jeweils eigenen musikkulturellen Repertoires findet hier ebenso statt wie bspw. im schulpraktischen Workshop von Kian Jazdi. Mit dem Anspruch transkultureller Begegnung werden Volks- und Kinderlieder „zwischen Orient und Okzident“ als Quodlibet zusammengesetzt.

Eine Frage, die sich bei einer Tagung mit dem Begriff Interkulturalität im Titel geradezu aufdrängt, ist die nach dem Kulturbegriff und seinen impliziten oder expliziten Implikationen für Unterrichtspraxen, -materialien und –konzepten: Olivier Blanchard greift mit einem praxeologischen Ansatz in seinem Vortrag auf ein Kulturverständnis zurück, demzufolge sich Kultur als Wissensordnung in den Praktiken selbst manifestiert. Auf diese Weise entlarvt er in der Diskussion über Interkulturalität und Musikunterricht die Essenzialisierung von Musik als Eurozentrismus. Dorothee Barth prüft und unterstreicht angesichts aktueller populistischer Strömungen und einer aufkeimenden gesellschaftlichen Dichotomisierung in „wir“ und „die Anderen“ das Potenzial des beudeutungsorientierten Kulturbegriffs für die Musikdidaktik. 

Eine interessante Perspektive auf die Frage nach der Entwicklung und musikkulturellen Öffnung der MusiklehrerInnnenbildung bot die Podiumsdiskussion am Freitagnachmittag mit Klara Barth (Schülerin am Wentzinger Gymnasium), Verena Bons (Studentin an der Hochschule für Musik Freiburg), Bernd Clausen (Professor für Musikpädagogik an der Musikhochschule Würzburg), und Martin Hopf (Musiklehrer an der Körschtalschule in Stuttgart Plieningen).  Wie verändert sich der Musikunterricht, wenn Musiklehrkräfte mit beispielsweise Hauptfach Oud Musik in der Schule unterrichten? Die Studentin begrüßt die Einführung des Hauptfaches Weltmusik für den Lehramtsstudiengang Musik an der Hochschule für Musik in Freiburg und sieht darin die Gelegenheit, sich mit neuen Musikkulturen zu beschäftigen. Klara Barth sieht auf Seiten der SchülerInnen eine grundsätzliche Offenheit demgegenüber, ist aber auch mit dem Musikunterricht so wie er bislang erteilt wird zufrieden. Sehr viel kritischer als die inhaltliche Ausgestaltung des Musikunterrichts sieht sie die grundsätzlich hohe Arbeitsbelastung der LehrerInnen, die sie aus der SchülerInnenperspektive wahrnimmt.

Sehr positiv auf- und angenommen wurde das Format des Open Space: In vier ‚Focus Groups‘ wurden Themen besprochen, die sich im Verlauf des Symposiums unter den Teilnehmenden herauskristallisierten: Was tun für eine Vernetzung zwischen Theorie und Praxis? Patriotismus im musikpädagogischen Diskurs - Sonderfall Deutschland? In der Interessensgruppe „Interkulturalität & Musikschule“ wurden zukünftige Kooperationen zwischen unterschiedlichen Akteuren und Institutionen über die Tagung hinaus verabredet.

Die Postersession diente dazu, verschiedene Initiativen, Institutionen und (Forschungs-)projekte einem breiten Publikum bekannt zu machen: Die Vereine Tamburi Mundi e.V. und das Roma Büro Freiburg e.V. informierten über ihre Angebote genauso wie die Orientalischen Musikakademie Mannheim; DoktorandInnen stellten sich der Herausforderung ihre Studien auf einem Plakat zu bündeln und aus dem Stegreif darüber zu informieren; studentische Initiativen wie das ‚Orchester con anima‘ oder ‚MusiCasa‘ präsentierten ihre ehrenamtliche Arbeit.

Das offizielle Programm endete mit dem Konzert ‚Beyond musical borders‘ dort, wo alles begann - im Kammermusiksaal. Insgesamt über 20 Künstlerinnen und Künstler wurden in verschiedenen Besetzungen dem ‚grenzüberschreitendem‘ Motto des Konzertes auf musikalischer Ebene gerecht. So war beispielsweise der Oud-Spieler Samir Mansour Teil eines Ensembles, das David Bowies „Loving the Alien“ neu interpretierte; Juliane Wahl an der Querflöte und Mehmet Ungan an der Ney bildeten ein seltenes aber umso faszinierendes Flötenduo; Johannes Treß am Saxophon spielte südindische Rhythmuskompositionen begleitet unter anderem von Philip Stade am Kontrabass. Einen krönenden Abschluss des Abends und des Symposiums war die Zugabe mit allen beteiligten Musikerinnen und Musikern gemeinsam auf der Bühne und der tosende Applaus der rund 200 KonzertbesucherInnen.

Am Puls der Zeit

4. Bundeskongress Musikunterricht vom 26.–30. September 2018 in Hannover

Unter dem Motto „Am Puls der Zeit – Bildung . Musik . Kultur“ fand vom 26. - 30. September 2018 der vierte Bundeskongress Musikunterricht in Hannover statt. Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil besuchten insgesamt rund 2600 Personen, darunter 1600 aktive Fortbildungsteilnehmerinnen und –teilnehmer die Veranstaltung des „Bundesverband Musikunterricht (BMU)“.

Die Freiburger Musikpädagogen Thade Buchborn & Jonas Völker waren als Referenten vertreten und präsentierten ein vielfältiges Angebot aus Workshops, Vorträgen und Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. Die Workshops „Interkulturalität im Musikunterricht?!“ (Jonas Völker) sowie „Schlag auf Schlag – Kompositionsaufgaben für den Musikunterricht“ (Thade Buchborn) kombinierten unterrichtspraktische Aspekte mit aktuellen Ergebnissen aus der Schulforschung. Zudem präsentierte Thade Buchborn im Format „Aus der Forschung“ Lehrendenperspektiven hinsichtlich der Themen „Migration, Interkulturalität und Musikunterricht“. 

Weiterhin war Thade Buchborn auch Gast der ca. einstündigen Radio-Reportage des „Deutschlandfunk“ zum Thema „Steht der Musikunterricht vor dem Aus?“. Hier wurden anlässlich des Bundeskongresses mit den Gästen Ortwin Nimczik, Jürgen Oberschmidt, Joana Grow und Thade Buchborn Fragen wie „Was bewegt die Musiklehrerinnen und –lehrer?“ diskutiert.

Besonders hervorzuheben ist die sehr gelungene Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis, sowohl in den verschiedenen Vortragsformaten als auch in der Zusammensetzung der Teilnehmenden sowie eine sehr konstruktive Stimmung und Arbeitsatmosphäre, zu der die stimmige Organisation und Programmgestaltung maßgeblich beigetragen hat.  

Der „5. Bundeskongress Musikunterricht“ findet vom 23.-27.09.2020 in Mannheim statt.

Design-Principles in der musikpädagogischen Forschungspraxis

Treffen der Arbeitsgruppe „Design-based Research in der Musikpädagogik“ im Rahmen der Jahrestagung des „Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung (AMPF)“ am 5.11.2018 in Würzburg

Wie bereits im vergangenen Jahr traf sich die Arbeitsgruppe „Design-based Research in der Musikpädagogik“ im Vorfeld der Jahrestagung des „Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung (AMPF)“ zur eigenen Arbeits- und Austauschklausur. Mit diesmal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von verschiedenen Hochschulen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum war die Nachfrage und das Interesse am Austausch und der Mitarbeit unverändert groß. 

Mit drei Mitarbeitern des KoMuF-Teams (Johannes Treß, Thade Buchborn & Jonas Völker) waren die Freiburger Musikpädagogen wieder stark vertreten. Außerdem zeichneten sich „die Freiburger“ für die inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Moderation des Arbeitsgruppentreffens verantwortlich. 

Thematisch wurde anschließend an die letzten Treffen, die Frage nach der Rolle von Design-Prinzipien in musikpädagogischen Forschungsarbeiten vertieft. Unter Einbeziehung von jeweils eigenen Forschungsprojekten der Anwesenden konnten die Spezifika musikpädagogischer Studien herausgearbeitet und im Plenum diskutiert werden. Zudem präsentierten Bernhard Suter (PH Zürich) und Prof. Dr. Silke Kruse-Weber (Kunst Uni Graz) spannende Einblicke in den Entwicklungsstand ihrer DBR-Arbeiten.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 24. und 25. Februar 2019 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover statt.

Freiburger Musikpädagoginnen präsentieren ihre Forschung

Herbsttagung des AMPF-Doktorandennetzwerks in Würzburg (04.–05. Oktober 2018)

Drei Promovierende der Kooperative MusiklehrerInnen Freiburg (KoMuF) reisten im Vorfeld der diesjährigen Jahrestagung des Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung (AMPF) nach Würzburg zur Herbsttagung des Doktorandennetzwerkes. Dort trafen 70 Nachwuchswissenschaftler_innen aus dem Bereich der Musikpädagogik und angrenzenden Disziplinen zusammen, um in Form von Vorträgen und Peer-to-peer Gesprächen eigene Überlegungen vorzustellen und zu diskutieren. Anna Immerz, Charlotte Rott-Fournier und Eva-Maria Tralle haben in diesem Rahmen viele wertvolle Anregungen für Ihre Forschungsprojekte bekommen und Kontakte mit Arbeitenden in ähnlichen Feldern geknüpft. In Workshops und Kolloquien mit Katharina Bradler, Anne Niessen und Jens Knigge wurden Einblicke in quantitatives Arbeiten und videographische Ansätze im Feld der Musikpädagogik gewährt. Nach eineinhalb Tagen intensiver Arbeit im Doktorandennetzwerk waren wir bestens präpariert für die anschließende Jahrestagung des AMPF.

Zu den Projektseiten von KoMuF

Forschungszugänge zum Musik Erfinden

Freiburger Musikpädagog_innen zeigen innovative Projekte in Würzburg

Zahlreiche Vorträge und Beiträge zur Forschungswerkstatt aus dem Freiburger Forschungsprojekt KoMuF bei der Tagung des Arbeitskreises musikpädagogischer Forschung 2018 in Würzburg

Bei der Tagung des Arbeitskreises musikpädagogischer Forschung (Ampf) – unter Tagungsleitung von Prof. Dr. Verena Weidner – zeigte sich das KoMuF-Projekt mit Beiträgen, welche durch die Adaption der dokumentarischen Methode innovative und vielversprechende Forschungszugänge aufzeigten. Eine kleine Premiere fand im Rahmen des Symposiums unter dem Titel „Forschungszugänge zum Musik Erfinden“ statt. Das Format des Symposiums wurde zum ersten Mal bei einer Ampf-Tagung angeboten und erprobt und stieß in vollbesetztem Haus auf reges Interesse. Das Symposium ermöglichte den Freiburger Forschenden nicht nur zwei unterschiedliche Forschungsprojekte in Bezug zueinander vorzustellen, sondern in Kooperation mit der Forschungsgruppe aus Dortmund Modus-M unterschiedliche Perspektiven auf einen Forschungsgegenstand zu eröffnen. Prof. Dr. Thade Buchborn, Elisabeth Theisohn und Johannes Treß gaben Einblicke in die Forschungsprojekte des Teilprojektes 2: Entscheidungsfindungsprozesse in Gruppenkompositionen (Theisohn) und Interaktionsprozesse in Gruppenimprovisationen (Treß) und vertieften in der anschließenden Diskussion mit den Dortmunder Forschenden methodische Fragen und Perspektiven.

Jonas Völker konnte am Folgetag sowohl an das Forschungsformat der Fachdidaktischen Entwicklungsforschung wie an die Forschungsmethode der dokumentarischen Methode an die Freiburger Symposiumsbeiträge anknüpfen. In seinem Vortrag  „… als ob ein Deutscher sowas hört.“ – Kulturelle Repräsentationen und kollektive Zugehörigkeiten in der unterrichtlichen Beschäftigung mit einem interkulturellen Lerngegenstand zeigte er anhand von Videodaten und Transkriptionen eindrucksvoll einen tiefenanalytischen Zugang in musikunterrichtliche Gruppenarbeitsprozesse.

Im Forum für Qualitative Forschung in der Musikpädagogik bekam das KoMuF-Team unter der Leitung von Kerstin Heberle (Dortmund) die Möglichkeit, eine eigene Forschungswerkstatt zur Forschungsmethode der dokumentarischen Methode anzubieten, die von Prof. Dr. Thade Buchborn in einem ausführlichen Impulsvortrag vorgestellt wurde. Mit Materialien aus den drei zuvor genannten Forschungsprojekten sowie aus dem Forschungsprojekt von Charlotte Rott-Fournier Fachkulturen innerhalb der Musikpädagogik? Eine rekonstruktive Studie zu Prozessen von Ein- und Ausschluss im Feld der Musikpädagogik und Thade Buchborn Migration, Interkulturalität und Musikunterricht sowie von Kerstin Heberle Fallarbeit zu kooperativen Lernsituationen im inklusiven Musikunterricht wurde dann in Kleingruppen gearbeitet. 

Die Projekte wurden als innovativ und vielversprechend hervorgehoben und stießen auf große Resonanz, was nicht zuletzt mit dem Preis für den besten Posterbeitrag für Charlotte Rott-Fournier gekürt wurde. Vor allem aber kamen alle Freiburger mit neuen, wertvollen Impulsen für die Weiterarbeit zurück.  

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Pop – Power – Positions

3. Tagung des deutschsprachigen Branch der International Association For The Study of Popular Music (IASPM D-A-CH) mit Freiburger Beteiligung

Unter dem Thema Pop – Power – Positions widmete sich  vom 18.-20. Oktober 2018 in Bern die dritte Tagung des deutschsprachigen Branch der International Association For The Study of Popular Music (IASPM D-A-CH) den globalen Beziehungen und Machtdynamiken, die dem Produzieren, Performen, der Distribution und (Re-)Präsentation aller Formen der Popmusik inhärent sind. Dieses spannende Themenfeld wurde in zahlreichen Vorträgen, Roundtables und musikalischen Interventionen künstlerisch und wissenschaftlich reflektiert. Spannend an der Tagung waren neben den Inhalten der interdisziplinäre Austausch im Verband, dessen Mitglieder Wissenschaftler/innen aus Musikwissenschaft, Musikethnologie, Musiksoziologie, Kultur- und Medienwissenschaft, Musikpädagogik und weiteren Disziplinen sind. Verena Bons und Thade Buchborn von der Musikhochschule Freiburg präsentierten unter dem Titel „Ed Sheeran oder so ja und des war’s dann, gell?“ – Eine dokumentarische Studie zu Lehrenden- und Lernenden- kulturen im Musikunterricht erste Ergebnisse aus einer im Rahmen des Projektes KoMuF – Kooperative Musiklehrer/innenbildung Freiburg durchgeführten Studie zu den Orientierungen von Musiklehrenden im Umgang mit Interkulturalität. Entlang des Kongressthemas reflektierte der Beitrag mit Bezug auf soziologische Theorien zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen in der Musikpädagogik die Machtposition, die Musiklehrenden allein durch das Privileg der Auswahl von Unterrichtsthemen und -inhalten zukommt. Ein besonderes Interesse galt in diesem Kontext der Frage, wie Lehrer/innen im Unterricht mit Popmusik umgehen, die für ihre Schüler/innen wichtig ist. 

Ein Höhepunkt der Tagung war die von Johannes Ismaiel-Wendt, L.J. Müller und Michael Rappe exzellent vorbereitete und geleitete Plenumsveranstaltung Pop – Populismus – Positionen: „Hier stimmt was nicht!“ Erfahrungsaustausch aus den deutschsprachigen Popular Music Studies.

Interkulturalität in der Musikschule

Erster Austausch mit der AG Interkultur des Landesverbandes der Musikschulen Baden-Württembergs

Am 27. Juli trafen sich die Mitglieder der AG Interkultur des Landesverbandes der Musikschulen Baden-Württembergs und Jonas Völker zum beidseitigen Kennenlernen und einem ersten fachlichen Austausch in der Geschäftsstelle des LvdM in Stuttgart. Ausschlaggebend für das Zusammentreffen ist das gemeinsame Interesse an der Frage nach Interkulturalität in der Institution Musikschule. Hiermit beschäftigt sich sowohl die Arbeitsgemeinschaft seit mittlerweile neun Jahren als auch Jonas Völker im Rahmen hochschuldidaktischer Seminare und lokalen Forschungsprojekten. Entsprechend wurden Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit und eines regelmäßigen Austausches besprochen. Nächste Gelegenheit hierfür ist das Symposium „Interkulturalität – Musik – Pädagogik“ vom 8.-10.11.2018 an der Hochschule für Musik Freiburg, zu dem sich Vertreterinnen und Vertreter der AG Interkultur angekündigt haben und über ihre Arbeit mit einem Posterbeitrag informieren. 

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Stimme bei Lehrkräften

Vortragsveranstaltung zum Weltstimmtag – World Voice Day mit Freiburger Beteiligung

Anlässlich des Weltstimmtags – World Voice Day – der wie jedes Jahr am 16. April gefeiert wird, veranstaltete das Stimmheilzentrum Bad Rappenau am 14. April 2018 eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Stimme im Lehrberuf“, welche im neugebauten Hörsaal der SLK Kliniken Heilbronn stattfand. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Lehrkräfte und Angehörige sprechintensiver Berufe sowie Ärzt*innen, Logopäd*innen und Atem-Stimm- und Sprechlehrer*innen. 

Zu dieser Veranstaltung wurde Anna Immerz, Mitarbeiterin an der Musikhochschule Freiburg und am Freiburger Institut für Musikermedizin, eingeladen einen Vortrag zu halten. Neben ausgewiesenen Expertinnen Prof. Dr. Voigt-Zimmermann und Prof. Dr. Keilmann skizzierte sie die stimmliche Ausbildung von Lehrkräften in Baden-Württemberg, stellte Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Stimmliche Gesundheit bei Lehrkräften“ vor, welches in den letzten Jahren am Freiburger Institut für Musikermedizin durchgeführt wurde und gab einen Ausblick, wie die stimmliche Ausbildung von Lehramtsstudierenden am Standort Freiburg künftig aussehen wird. 

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Doctoral Students Forum 2018 in Jelgava

Drei Tage lang arbeiten zehn Promovierende daran, ihre abertausend Ideen in einem einminütigen Vortrag zu bündeln

Ein Klassenraum des Gymnasiums Nr. 4 in Jelgava/Lettland am 12.03.2018. Eine Deutschlandkarte mit kyrillischen Schriftzeichen hängt an der Tafel. Ein Poster des Goethe-Institutes haucht den Atem schulischen Deutschunterrichtes von der Wand. Zehn Doktorand_innen aus sieben verschiedenen Ländern haben an den Tischen Platz genommen und werden von den beiden Betreuern Mary Stakelum (University of Bath/UK) und Thade Buchborn (Hochschule für Musik Freiburg) auf Englisch zum diesjährigen Doktorandenforum der European Association of Music Education (EAS) begrüßt.

Es folgen zwei Tage intensiver Auseinandersetzung mit den sehr unterschiedlichen Forschungsprojekten der Teilnehmenden.  Wie unterscheidet sich das Übeverhalten tschechischer Klavierschüler_innen von dem libanesischer? Wie funktioniert eigentlich das gemeinsame Musizieren bei ‘community music’? Warum wird Bartok von Australiens Klavierlehrer_innen verschmäht? Wer die Konferenzteilnehmer_innen mit diesen oder anderen Fragen in einer einminütigen Präsentation am Ende des Forums für sein Forschungsprojekt gewinnen konnte, hatte bei der anschließenden Postersession viel Besuch. Und ist in der eigenen Forschung fünf Lektionen weiter gekommen.

Competences in Music Education

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes „Kooperative MusiklehrerInnenbildung Freiburg (KoMuF)“ präsentieren ihre Forschungsprojekte auf der 26. EAS-Konferenz in Jelgava (Lettland)

Vom 14. bis 17. März 2018 kamen über 250 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Konferenz der „European Association of Music in School (EAS)“ in Lettland zusammen. Im Zentrum der 26. EAS-Konferenz stand in diesem Jahr das Tagungsthema „Competences in Music Education“. Zahlreiche Beiträge, Workshops und Keynotes beleuchteten den Kompetenzbegriff für die Musikpädagogik aus den dabei jeweils nationalen Perspektiven. Mit sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem KoMuF-Projekt war die „Freiburger Musikpädagogik“ erneut stark vertreten. Während Charlotte Rott-Fournier („Reconstructing music student´s orientations about inclusion and collaboration“), Johannes Treß & Prof. Dr. Thade Buchborn („A closer look into creative acts”) und Eva-Maria Tralle, Thade Buchborn & Jonas Völker („Competence Orientation in Intercultural Music Education?“) jeweils mit Forschungsbeiträgen vertreten waren, präsentierte Prof. Dr. Georg Brunner zwei Poster im Rahmen des Poster Talks. Überdies nahm Verena Bons am ebenfalls international besetzten „Student Forum (SF)“ teil. Neben dem Austausch von Perspektiven mit internationalen Kolleginnen und Kollegen und Vernetzungsangeboten in verschiedenen Focus Groups, konnten vielfältige Einblicke in die musikalischen (bspw. im Rahmen der Opening Ceremony oder des Conference Dinners) und pädagogischen (Schulbesuche) Praxen der Landeskultur gewonnen werden. 

Die 27. EAS Conference findet im Mai 2019 in Malmö (Schweden) statt.

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Qualitative Forschungsmethoden in der Musikpädagogik

Magdeburger Methodenworkshop 16.-17. Februar 2018 unter Freiburger Beteiligung

Am 16. und 17. Februar fand an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg der jährliche Methodenworkshop zur Qualitativen Bildungs- und Sozialforschung statt. Der Workshop bietet ein Forum, um unter fachlich kompetenter Anleitung von bundesweit anerkannten Forscherinnen und Forschern an Datenmaterial aus aktuellen Projekten arbeiten zu können. Dabei werden methodologische und methodische Fragestellungen am realen Beispiel erörtert.

Mit Charlotte Rott-Fournier, Eva-Maria Tralle und Anna Immerz waren drei Mitarbeiterinnen des Forschungsprojekts „Kooperative MusiklehrerInnenbildung (KoMuF)“ in Magdeburg vertreten. Durch Vorträge und die Arbeit in verschiedenen Forschungswerkstätten bekamen sie einen Einblick in etablierte qualitative Verfahren. Zudem nutzten sie die Gelegenheit offene Fragen zu diskutieren und eine detaillierte Rückmeldung zu den eigenen musikpädagogischen Forschungsprojekten zu erhalten.

Design-based Research in der Musikpädagogik

Treffen des Arbeitskreises vom 15.–16. Februar 2018 an der HMTM Hannover

Die Forschungsgruppe „Design-based Research in der Musikpädagogik“ traf sich am 15. & 16. Februar 2018 zur jährlichen Arbeits- und Austauschklausur am Institut für Musikpädagogische Forschung der HMTM Hannover. An dem Treffen nahmen insgesamt 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von verschiedenen Hochschulen und Universitäten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Freiburg, Wien, Salzburg, Hannover, Mainz, Trossingen, Dortmund, Stuttgart, Rostock) teil und nutzten die Gelegenheit, um intensiv über fächerübergreifende DBR-Literatur zu diskutieren sowie sich über Erfahrungen aus musikpädagogischen DBR-Projekten in verschiedenen Entwicklungsstadien auszutauschen.  

Die Musikpädagogik aus Freiburg war mit drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Forschungsprojektes „Kooperative MusiklehrerInnenbildung Freiburg (KoMuF)“ stark vertreten. Prof. Dr. Thade Buchborn, Johannes Treß und Jonas Völker nutzten die Gelegenheit, um sowohl offene Fragen zum Forschungsansatz im Allgemeinen als auch relevante Aspekte für die eigenen musikpädagogischen Arbeiten zu diskutieren. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Arbeitsphase werden über eine interaktive Online-Plattform weiterentwickelt und im Rahmen der nächsten Tagung des „Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung“ (AMPF) der Forschungscommunity präsentiert. Weitere Treffen der Forschungsgruppe sind entsprechend am Rande der AMPF-Tagung in Würzburg im Oktober 2018 sowie zur Frühjahrsklausur im Februar 2019 wiederum an der HMTM Hannover geplant.

Neue Perspektiven auf Prozesse des Musikerfindens

Kooperative Arbeitstagung der Dortmunder Forschungsgruppe Modus-M und des Freiburger KoMuF-Teams am 18./19. Januar in Freiburg

Es ist ein seltener Fall, dass sich zwei unterschiedliche Forschergruppen ohne Absprache zwar mit dem gleichen Forschungsgegenstand, aber mit sich ergänzenden Schwerpunktsetzungen beschäftigen. Zu einem seltenen Glücksfall wird dies aber, wenn sich dadurch in einer gemeinsamen Arbeitstagung neue erkenntnisreiche Sichtweisen auf die jeweils eigene Forschung eröffnen. So trafen sich Forschende aus den Projekten ModusM „Musikunterricht im Modus des Musik Erfindens“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Kranefeld (TU Dortmund) und dem Teilprojekt 2 des KoMuF-Projektes „Musizieren, Improvisieren und Musik erfinden im Musikunterricht“ unter der Leitung von Prof. Dr. Thade Buchborn (HfM Freiburg) für zwei Tage in den Räumlichkeiten der PH Freiburg zum Austausch ihrer Projekte. In intensiven Diskussionen über Methode und Methodologie und über Erhebung und Auswertung von Datenmaterial wurden empirische Herangehensweisen an das Improvisieren und Komponieren in musikpädagogischen Kontexten kritisch durchleuchtet und durchdrungen. So wurde gemeinsam der methodologischen Frage nach den Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen dokumentarischer Methode und dem praxeologischen Ansatz nach Reh/Ricken/Rabenstein nachgegangen. Inhaltliche Schwerpunktsetzungen in den Forschungswerkstätten waren u.a. Anerkennungsprozesse im Musikunterricht (Kerstin Heberle), Kooperationsmöglichkeiten zwischen Video- und Interviewstudie im Projekt LinKo (Anna-Lisa Mause, Miriam Meisterernst), Einblicke in das methodische Vorgehen der Transkription musikalischer Handlungs- und Interaktionsprozesse (Johannes Treß) und Wege der Transkription von videografierten kollektiven Kompositionsprozessen zur Auswertung nach dokumentarischer Methode (Elisabeth Theisohn). Dieses erste Arbeitstreffen war wissenschaftlich wie menschlich so gewinnbringend, dass weitere gemeinsame Arbeitstreffen schon für das Wintersemester in Planung sind. 

Improvisationsforschung und Improvisationsdidaktik

Johannes Treß hält Vortrag bei Tagung zur Improvisationsdidaktik an der HMTM Hannover

In Hannover findet vom 21.-23.2. die Tagung zur Improvisationsdidaktik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien statt. Zentrales Anliegen der Tagung ist dabei der Austausch unterschiedlicher didaktischer Formate an den verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum anzustoßen. Im Rahmen des Eröffnungsvortrages stellt Johannes Treß empirische Grundlagen aus der Improvisationsforschung vor und diskutiert mögliche Auswirkungen auf die Improvisationsdidaktik. Zentrale Inhalte des Vortrages basieren auf der Arbeit des KoMuF-Teilprojekts 2 "Musizieren, Improvisieren und Musik erfinden".

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Face to FACE Tagung – Lehrerbildung gemeinsam gestalten

Ministerin Theresia Bauer würdigt Kooperative Musiklehrer*innenbildung Freiburg

Unter dem Motto „Lehrer*innenbildung gemeinsam gestalten“ trafen sich am 16.11 Vertreter*innen des Netzwerkes FACE der Lehrer*innenbildung aus Freiburg und der Region, um Ergebnisse aus der Zusammenarbeit von Lehre, Praxis, Weiterqualifizierung und Forschung  zur Lehrerbildung zu  präsentieren und auszutauschen. Die anwesende Ministerin Theresia Bauer MdL würdigte in ihrem Grußwort explizit die Kooperative Musiklehrer*innenbildung Freiburg, die als zweite Förderlinie in dem Förderprogramm „Lehrerbildung in Baden-Württemberg“ mit ca. 2 Millionen Euro ausgestattet wurde. Nach einem Vortrag  von Prof. Dr. Timo Leuders zum fachspezifischen Umgang mit Heterogenität und  einer erfrischenden Darstellung  Frau Prof. Dr. Elsbeth Sterns von Erkenntnissen der Bildungsforschung und deren Gewinn für die Unterrichtspraxis war das KoMuF-Team auf der anschließenden Postersession mit zwei Postern vertreten und betrieb auf diese Weise 'Gesichtspflege'.

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Fachdidaktische Forschung zur Lehrerbildung

GFD/KOFADIS-Tagung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg unter Beteiligung des KoMuF-Teams

Ein Heimspiel war in diesem Jahr die GFD/KOFADIS-Tagung, die an der Pädagogischen Hochschule Freiburg vom 27. – 29. September stattfand. Unter dem Motto „Fachdidaktische Forschung zur Lehrerbildung“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachdidaktiken zum fächerübergreifenden Austausch. Das KoMuF-Team war dabei stark vertreten. Während Prof. Dr. Georg Brunner als Prorektor für Lehre und Studium an der PH Freiburg die Tagung miteröffnete, umrahmten Charlotte Rott-Fournier und Johannes Treß mit Studierenden der PH-Freiburg diese musikalisch. Im Rahmen von Symposien präsentierten die Projektmitarbeiterinnen und –mitarbeiter ihre jeweiligen Studien und Forschungsansätze. Dabei erörterte Anna Immerz gemeinsam mit  Dr. Manfred Nusseck und Franziska Trischler das Thema „Die Stimme als wichtiges Werkzeug im Lehrerberuf – Anforderungen, Ressourcen und Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften“. Moderiert von Prof. Dr. Thade Buchborn referierten Elisabeth Theisohn, Ute Konrad und Jonas Völker über ihre jeweiligen Design-based Research Studien und tauschten sich über Erfahrungen in der Musikpädagogik hinsichtlich des Tagungsthemas „Fachdidaktische Entwicklungsforschung“ aus. Ein weiteres Symposium hatte die „Förderung des musikalischen Selbstkonzepts im Musikunterricht“ zum Thema. Neben Daniel Fiedler waren hierbei außerdem Prof. Dr. Maria Spychiger und Helene Rieche vertreten. Außerdem präsentierte Charlotte Rott-Fournier ihr Poster „Die Einstellungen angehender Musiklehrkräfte zu Inklusion und multiprofessioneller Kooperation“.

„Soziale Aspekte des Musiklernens“ - Tagung unter Beteiligung Freiburger Musikpädagogen

Jahrestagung des „Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung“ in Bad Wildbad mit großer KoMuF-Beteiligung

Vom 5.–8. Oktober 2017 besuchten Prof. Dr. Thade Buchborn, Elisabeth Theisohn, Daniel Fiedler, Johannes Treß und Jonas Völker die AMPF-Jahrestagung und die Tagung des AMPF-Doktorandennetzwerks in Bad Wildbad. Das Tagungsthema „Soziale Aspekte des Musiklernens“ wurde umrahmt durch den Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Ruth Wright „Is Gramsci Dead? Revisiting Hegemony in 21st Century Music Education“ und der abschließenden AMPF-Lecture „Erfahrungsraum Musikpädagogik – Einsichten eines Musikwissenschaftlers“ von Prof. Dr. Wolfgang Stroh.

Johannes Treß und Jonas Völker nutzten die vorgeschaltete Doktorandentagung um ihre Promotionsprojekte „Vokale Gruppenimprovisation im Musikunterricht“ (Johannes Treß) und „Interkulturelles Lernen im Musikunterricht“ (Jonas Völker) in Vorträgen zu präsentieren. Daniel Fiedler war mit gleich zwei Postern auf der Postersession vertreten: „Erfassung des Musikalischen Selbstkonzepts von Schüler_innen der Sekundarstufe: Anpassung und Validierung des Musical Self-Concept Inquiry (MUSCI)“ in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Maria Spychiger und Dr. Johannes Hasselhorn sowie „Das Professionswissen von Musiklehrkräften: Validierung eines Fragebogens zur Erfassung des Technological Pedagogical And Content Knowledge (MTPACK) von Musiklehrkräften” in Zusammenarbeit mit Marc Godau.

Außerdem trafen sich Prof. Dr. Thade Buchborn, Elisabeth Theisohn und Jonas Völker am 6.10. im Rahmen der AMPF-Tagung zu einer Kurztagung der Forschungsgruppe „Design-based Research in der Musikpädagogik“ mit Kolleginnen und Kollegen aus der Musikpädagogik.

Weitere Informationen zur AMPF-Jahrestagung finden Sie hier

„Stimme gut - alles gut!“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KoMuF-Projekts leiten Workshop beim Landeskongress der Musikpädagogik in Karlsruhe

Der Landeskongress der Musikpädagogik fand vom 21.-23. September in Karlsruhe statt. Dabei bereicherten Prof. Dr. Bernhard Richter und Anna Immerz das Programm mit einem gemeinsamen Workshop „Stimme gut – alles gut!“ zum Umgang mit der Stimme im Musikunterricht. Ebenso nutzen Charlotte Rott-Fournier und Jonas Völker die Gelegenheit, um ihre jeweiligen Teilprojekte „Inklusion“ und „Interkulturalität“ im Rahmen eines Vortrages und Workshops mit dem Titel „Auf dem Weg nach Üsküdar - Möglichkeiten eines interkulturell-inklusiven Musikunterrichts“ konstruktiv zusammenzuführen.

Termine

Eignungsprüfungen:

Zum Sommersemester finden Eignungsprüfungen für Hochschulwechsler/innen im BA und für den Master (erstmals zum SS 2020) statt.

Grundständige Eignungsprüfungen für Lehramt Musik finden künftig nur noch zum Wintersemester statt.

 

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