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Clemens Wöllner auf Professur für Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Systematik berufen

Neuer Professor für Musikwissenschaft kommt zum Wintersemester 2022/2023 an die Hochschule für Musik Freiburg
Porträtfoto von Clemens Wöllner

Prof. Dr. Clemens Wöllner, derzeit Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg und »Principal Investigator« im EU-Projekt SloMo (siehe unten), wird zum Wintersemester 2022/2023 neuer Professor für Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Systematik an der Hochschule für Musik Freiburg.

Forschungsschwerpunkt in der Musikpsychologie

Als Systematischer Musikwissenschaftler erforscht er die Prozesse des Musikschaffens, Musizierens, Distribuierens und Rezipierens in ihren psychologischen, sozialen, ästhetischen und akustischen Dimensionen. Das Spektrum seiner Forschung reicht dabei von der Frage, zu welchen Dirigierbewegungen sich Musikerinnen und Musiker am besten synchronisieren können, bis hin zur audiovisuellen Wirkung von Breakdance-Videos. Besonders interessieren ihn Zeitgestaltung und Zeitwahrnehmung, musikbezogene Bewegungen in Interpretation und Rezeption, multimodale Wahrnehmung musikalischer Performances, Aufmerksamkeit und Gedächtnisprozesse beim Musizieren, Fertigkeitserwerb und Expertise sowie die musikbezogene Lehr-Lernforschung.

Studien und Forschung an Musikhochschulen und Unis im In- und Ausland

Clemens Wöllner studierte Musikwissenschaft, Sozialpsychologie und Musikpädagogik an der »Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover« sowie an der »Leibniz Universität Hannover«. Im Jahr 2003 absolvierte er einen Master of Arts in »Psychology of Music« an der britischen »University of Sheffield«. Nach Forschungsaufenthalten am »Royal College of Music London« und am »Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften« in Leipzig wurde er 2007 an der »Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg« mit einer Arbeit zur Wahrnehmung des Ausdrucks beim Dirigieren promoviert.

Er arbeitete mehrfach an Musikhochschulen, wie in Stuttgart im Rahmen von Lehraufträgen für Musikpsychologie, oder in Manchester, wo er von 2008 bis 2010 am »Royal Northern College of Music« als »Research Fellow« tätig war. Weitere berufliche Stationen führten ihn von 2010 bis 2013 auf eine Vertretungsprofessur an die Universität Bremen und im Jahr 2013 auf die Professur an der Universität Hamburg. Im Wintersemester 2018/2019 war er »Visiting Researcher« an der US-amerikanischen »University of California San Diego«. Eine langjährige Kooperation verbindet ihn mit Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Musikhochschule aus der Komposition und Musiktherapie sowie mit der Universitätsmedizin im Rahmen des Projekts »Healing Soundscape«, in dem die Wirkung von Klanginterventionen im Krankenhaus erforscht wird.

Wissenschaftlich vernetzt und engagiert

Im Forschungsprojekt »Slow motion: Transformations of Musical Time in Perception and Performance«, das seit 2017 von der EU gefördert wird, untersuchen er und sein Team, warum beispielsweise die Zeit beim Musikhören subjektiv schneller vergehen kann, ob es ein präferiertes Tempo gibt in Abhängigkeit von unserer Physis, oder warum langsames Üben sinnvoll ist. Seine eigenen Arbeiten und die seines Forschungsteams wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem durch die »European Society for the Cognitive Sciences of Music«, die »International Conference on Music Perception and Cognition« (ICMPC) und die »Deutsche Gesellschaft für Musikpsychologie«.

Veröffentlichungen von Clemens Wöllner sind in international führenden Zeitschriften der Musikwissenschaft, Psychologie, Musikpädagogik und Bewegungswissenschaft erschienen sowie in Buchbeiträgen und Büchern bei Routledge, Olms, Hogrefe, Oxford University Press und anderen.

Clemens Wöllner ist aktiv als »Associate Editor« beziehungsweise als wissenschaftlicher Beirat der Fachzeitschriften »Musicae Scientiae«, »Psychology of Music«, »Music Performance Research« und »Jahrbuch Musikpsychologie«. Er ist zudem Präsident der »Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie«.

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