15 Jahre »Das Rohe und das Gekochte«

Schlagwerk
Im Format »Das Rohe und das Gekochte« spielen Studierende der Schlagzeugklasse mit Gästen aus aller Welt.

Am 27. Januar hat  die interkulturelle Konzertreihe »Das Rohe und das Gekochte«  mit einem Indienprogramm im gutbesuchten Konzertsaal der Hochschule für Musik Freiburg Jubiläum gefeiert: 15 Jahre.  Der Titel der Reihe stammt ursprünglich vom französischen Ethnologen und Anthropologen Claude Levi Strauß, der in seiner gleichnamigen Publikation die Forschungsergebnisse über die Gemeinsamkeiten der Kulturen vorstellte. Musik und Musiker haben noch nie nationale Grenzen respektiert und wir können uns bei dieser Gelegenheit gerne daran erinnern, daß wir ohne den Balkan, dem osmanisch, arabisch, nordafrikanischen Kulturraum keine Geige, Flöte, Gitarre oder Pauke hätten. Wir hätten keine klassische Musik.

 In unserer Konzertreihe hatten wir in den 15 Jahren bislang musikalische Partner unter anderem aus Indonesien mit einem Gamelan Ensemble, Musiker aus Malaysia, Trommeltechniken aus dem Senegal, Balaphon aus Ghana, Rahmentrommeln aus der Türkei, Gong -und Trommelkreise aus Myanmar, Maracas-Solisten aus Kolumbien und Venezuela, Gagaku und Noh-Theater-Musik aus Japan, Schamanen-Trommeln aus der Mongolei, arabische und alte neapolitanische Trommeln-und nun auch noch Indien. 

Es ist eine wichtige Geste, daß die Freiburger Musikhochschule sich nicht nur um ihre Kernkompetenz kümmert, sondern mit dieser Konzertreihe auch ein wichtiges Statement des gegenseitigen Respekts anderen Kulturen gegenüber artikuliert. Das Thema ist aktuell wie nie zuvor.  

Bernhard Wulff