Improvisation – Kompilation – Komposition. Filmmusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Portraitfotos von David Franke (links) und Michael Fischer (rechts)

Im frühen 20. Jahrhundert gab es unterschiedliche Formen, wie Filme begleitet wurden. Die Kinomusiker:innen improvisierten oder griffen auf Notensammlungen zurück, bevor eigene Filmkompositionen entstanden. Damit verknüpften sich ästhetische Debatten, welche Musik angemessen sei. Zur musikalischen Filmillustration wurden ganz unterschiedliche Instrumente verwendet: vom Klavier über kleine Kapellen bis hin zu Orchestern oder großdimensionierten Kinoorgeln. Der Vortrag möchte die historische Dimension genauso beleuchten wie die gegenwärtige Praxis: In einem Gespräch mit dem Organisten Prof. David Franke wird deutlich, wie sich die Improvisation zum Film gewandelt hat und welche künstlerischen Aspekte heute im Vordergrund stehen. Im Wortsinne begleitet wird der Vortrag durch improvisierte Musikbeispiele.

Prof. Dr. Michael Fischer ist Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM). Seit 2021 lehrt er zugleich als Honorarprofessor an der Hochschule für Musik in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschichte und Theorie populärer Musik.

Prof. David Franke ist Professor für Orgel und Orgelimprovisation und Leiter des Instituts für Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Freiburg. Er gibt Orgel- und Orgelimprovisationskonzerte weltweit, auch Improvisationskonzerte zu Stummfilmen, mit anderen Musiker*innen, für Kinder u.v.m., und ist Wettbewerbs-Juror sowie Dozent von Meisterkursen für Orgel und Orgelimprovisation.
 

Die Veranstaltung ist Teil der FZM-Ringvorlesung »Improvisieren: Spontane Kreativität in Kunst und Alltag« und Teil der FZM-Veranstaltungsreihe »musik + wissen«.

Im Sommersemester 2026 veranstaltet das Freiburger Forschungs- und Lehrzentrum Freiburg (FZM) eine Ringvorlesung zum Thema Improvisieren aus verschiedenen fachlichen Perspektiven und Facetten. Neben zehn Vorträgen von Mitgliedern des FZM und Gästen, die mittwochs im Hörsaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität stattfinden, sind an fünf Montagabenden in der Hochschule für Musik Veranstaltungen mit improvisatorisch-musikalischen Darbietungen oder genreübergreifenden Performances geplant, davon zwei in der FZM-Veranstaltungsreihe »musik + wissen«.

Hier finden Sie das Kurzprogramm (pdf) (this file is not barrier-free) mit allen Einzelterminen der öffentlichen Ringvorlesung. 

Das Freiburger Forschungs- und Lehrzentrum Freiburg (FZM) ist eine gemeinsame Einrichtung der Hochschule für Musik und der Universität Freiburg mit dem Ziel der gegenseitigen Vernetzung in der musikbezogenen Forschung und Lehre.