Die E.T.A. Hoffmann-Stipendien 2026/2027 sind vergeben

Die »E.T.A. Hoffmann Stiftung«, eine Unterstiftung der »Immanuel Kant-Stiftung« zur Förderung klassischer Musikerziehung und gesamtkünstlerischer Leistungen, vergibt jährlich zum 1. April Stipendien an herausragende Studierende. Bewerben können sich vorrangig ausländische Studierende der Hochschule für Musik Freiburg, die gute Leistungen erbringen und sich für gesamtkünstlerische, völkerverständigende oder pädagogische Aspekte klassischer Musik engagieren. Im Studienjahr 2026/27 wurden der Bratschist Emmanouil Karamanolis, die Violonistin Almila Şerbetçi und die Pianistin und Chorleiterin Pauline Moulin-Klimoff ausgewählt. 

Herzlichen Glückwunsch!

Almila Şerbetçi

Almila Şerbetçi wurde 2007 in Ankara, Türkei, geboren. 2012 begann sie im Alter von fünf Jahren ihre Ausbildung  an der Grundschule für Musik und Ballett des Konservatoriums der »Bilkent Universität«. Von 2012 bis 2017  erhielt sie dort Violinunterricht bei Feruza Abdullayeva. 2017 trat sie als Solistin mit dem Sinfonieorchester der Stadtverwaltung Eskişehir auf. Im selben Jahr begann sie ihre Ausbildung an der Mittelschule für Musik und Ballett des Staatlichen Konservatoriums der »Dokuz Eylül Universität«. Dort erhielt sie vier Jahre lang Violinunterricht bei Prof. İldiko Moog. 2018 trat sie als Solistin mit dem »Olten Philharmonic Orchestra« auf. Von 2020 an war sie Schülerin des Gymnasiums für Musik und Darstellende Künste des Staatlichen Konservatoriums der »Anadolu Universität« und erhielt Violinunterricht bei Prof. Gülen Ege Serter. Im Jahr 2022 trat sie als Solistin mit dem »Bursa Osmangazi Kulturorchester« auf. 2024 trat sie als Solistin mit dem Staatlichen Sinfonieorchester İzmir auf und schloss im selben Jahr die Schule als Jahrgangsbeste ab. Anfang 2025 wurde sie an der Hochschule für Musik Freiburg angenommen und setzt dort ihr Studium als Studentin von Prof. Muriel Cantoreggi fort. Ebenfalls im Jahr 2025 wurde sie in den Kader des Türkischen Jugendsinfonieorchesters (TUGFO) aufgenommen und gab Konzerte in Istanbul, Bursa, Denizli, Hamburg, Prag, Bratislava und Wien. Im Jahr 2026 gab sie im Rahmen des Konzertprojekts »Yarının Yıldızlarıyız« ein Rezital im Kulturamt des Österreichischen Konsulats. Während ihrer Ausbildung nahm sie an Meisterkursen bei zahlreichen Dozenten teil, darunter Alexander Markov, Lutsia Ibrahimova, Alexander Vinnitski, Igor Tkatchouk, Mincho Minchev, Itzhak Rashkovsky, Ani Schnarch, Hande Küden und Miriam Contzen. Während ihrer Mittelschulzeit erhielt sie 2019 beim in Prag veranstalteten »Josef Micka Internationalen Violinwettbewerb« den ersten Preis. Während ihrer Gymnasialzeit erhielt sie 2021 den zweiten Preis beim Online Musikwettbewerb »The Muse International«, 2021 den dritten Preis beim internationalen Online Musikwettbewerb »Music and Stars Awards«, 2021 den ersten Preis im Bereich Streichinstrumente beim »Caka Online Musikwettbewerb« sowie 2023 den dritten Preis beim »Arnold Rosé Internationalen Violinwettbewerb«. Im Jahr 2024 wurde ihr der »Özkan Mert Ehrenpreis« verliehen.

Pauline Moulin-Klimoff

Pauline Moulin-Klimoff, 2001 in Paris geboren, begann ihre musikalische Ausbildung in Klavier, Chorleitung und Musiktheorie am »Conservatoire à rayonnement régional« in Paris. Parallel dazu sang sie zehn Jahre lang im Kinderchor »Sotto Voce«. Zwischen 2019 und 2023 war sie Assistenz-Dirigentin des Kinderchors Sotto Voce sowie des Chors der Opéra de Massy. Im Mai 2021 gewann sie den 2. Klavierpreis beim »Novak-Wettbewerb« in der Tschechischen Republik sowie einen Sonderpreis für Interpretation. Seit 2021 ist sie Mitglied des Ensembles des Festivals »Plage musicale à Belle-Île« als Dirigentin und Korrepetitorin. Im Rahmen dieses Festivals erfüllte sie im Juli 2025 und 2026 die Rolle der Assistenz-Dirigentin von Jean-Christophe Spinosi. Heute studiert sie an der Hochschule für Musik Freiburg im Bachelorstudiengang Klavier bei Tomoko Ogasawara und Chorleitung bei Frank Markowitsch. 2025  arbeitete sie als Assistenz-Dirigentin beim Freiburger Bachchor, mit dem Kinderchor des »Orchestre de Paris« und am Theater Freiburg als Sprachcoach. 2026 setzt sie dieses Engagement fort.

Emmanouil Karamanolis

Emmanouil Karamanolis stammt aus einer kinderreichen Familie aus Griechenland und studiert im Sommersemester 2026 das Fach Viola in seinem zweiten Fachsemester an der Hochschule für Musik Freiburg. Er begann sein Bratschenspiel während der Zeit der Corona-Pandemie und seither beschäftigt ihn dieses Instrument. Im September 2020 nahm er an der Aufnahmeprüfung am Staatlichen Konservatorium in Thessaloniki teil, die er erfolgreich bestand. Während seiner Ausbildungszeit in Thessaloniki spielte er in zahlreichen Orchesterkonzerten, zum Beispiel als Mitglied des  »Megaro Youth Symphony Orchestra« (MOYSA), des Orchesters der »Aristotle University of Thessaloniki« sowie im Orchester des »State Conservatory of Thessaloniki«. Hierbei konnte er sehr viel Bühnenerfahrung sammeln. Seit  Oktober 2025 studiert Emmanouil im Bachelorstudium an der Musikhochschule Freiburg in der Klasse von Prof. Diemut Poppen.