Helfen Sie der Nationalen Musikakademie Odessa!

Das Innere der Musikakademie

Bei einem Angriff wurde das Studentenwohnheim unserer Partnerhochschule, der Nationalen Musikakademie Odessa zerstört. Wir haben zugunsten unserer Partnerhochschule am 7. Juli 2026 ein Benefizkonzert gegeben. Leider war die Kontoangabe beim Spendenaufruf falsch. Wenn Sie für die Musikakademie spenden möchten, verwenden Sie bitte die unten angegebene Kontoverbindung.

Ode an Odessa

Odessa, du Schöne, du empfängst deine Gäste mit dem Stolz einer eleganten Dame – einer schönen älteren Dame mit Geschichte. Deine Bewohner aus mehr als 130 Nationen kamen und kommen nicht nur, um an den Stränden des Schwarzen Meeres Erholung zu finden, sondern auch, um ihre Herzen durch den berühmten Witz der Odessiten leichter werden zu lassen. Du bist für viele Menschen ein legendärer Sehnsuchtsort.

Du bist die einzige Stadt, in der ich selbst längere Wege unter dem Schatten mächtiger Platanen mit Freude zu Fuß zurücklege. Wer durch deine Straßen geht, spürt den Einfluss französischer Architekten und Stadtplaner, die deine Altstadt mit großer Kunstfertigkeit gestalteten. Sie schufen harmonische Proportionen, versteckte Winkel, einladende Plätze und großzügige Parkanlagen.

Man sagt, wer erfahren möchte, wie das alte Paris aussah, bevor der Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann es im 19. Jahrhundert zugunsten eines gleichförmig imperialen Stadtbildes umgestaltete, der sollte durch die Straßen Odessas flanieren.

Odessa ist eine legendäre Musik- und Hafenstadt, zugleich ein traditionsreicher Erholungsort mit zahlreichen Sanatorien an der ukrainischen Schwarzmeerküste. Der einzigartige Bauplan der Wiener Staatsoper wurde hier ein zweites Mal verwirklicht. Als bedeutende Handelsstadt zahlte Odessa im Laufe ihrer Geschichte einen hohen Preis. Doch die Oper wurde zum Wahrzeichen der Stadt – und der Alltag selbst zur großen Oper. Straßen und Plätze werden zu Bühnen, auf denen sich die Menschen mit Stolz, Eleganz und Lebensfreude präsentieren.

Zwischen den Straßen Odessas und den zahlreichen Theaterbühnen der Stadt besteht eine unsichtbare Verbindung. Die Odessiten lieben das Besondere, das Kreative und die außergewöhnliche Inszenierung – auf der Bühne ebenso wie im täglichen Leben. Es ist nahezu unmöglich, sich dem Charme dieser Stadt zu entziehen.

Zu den größten Musikerpersönlichkeiten der ehemaligen Sowjetunion, die aus diesem Zentrum der Kreativität hervorgingen, zählen die Geiger David Oistrach und Nathan Milstein sowie die Pianisten Swjatoslaw Richter, Emil Gilels und Shura Cherkassky. Sie alle erhielten ihre musikalische Grundausbildung an der legendären Stoljarsky-Musikschule für Hochbegabte, studierten später an der Musikakademie – unserer Partnerhochschule – und wurden dort auf ihre internationalen Karrieren vorbereitet.

Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, der Jazz habe seine eigentliche Wiege nicht in Amerika, sondern bereits viel früher hier, in der einzigartigen Vielfalt der Kulturen Odessas. Diesen Gedanken würde ich ohne Zögern unterschreiben.

Odessa ist ein Sehnsuchtsort – eine Stadt voller Geschichte, Musik, Humor und Menschlichkeit. Ein Ort, an dem Menschen sich willkommen fühlen und den sie, einmal kennengelernt, für immer im Herzen tragen.

Bernhard Wulff

Spenden

Alle Spenden werden vollständig an die Nationale Musikakademie Odessa weitergegeben. Ob das Geld dort für aktuelle Ausgaben verwendet wird oder für einen eventuellen Wiederaufbau nach Kriegsende, wird derzeit noch geklärt. Bernhard Wulff wurde von der Musikakademie beauftragt und agiert als Treuhänder, der die Spendengelder zunächst auf einem Konto sammelt und sie dann, gesammelt oder in einzelnen Tranchen, an die Nationale Musikakademie Odessa weiterleitet.

Konto: Bernhard Wulff
Bank: Commerzbank, Freiburg
IBAN: DE50 6808 0030 4443 2770 03
BIC/SWIFT: DRESDEFF680
Verwendungszweck: Odessa, Musikakademie