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Bericht zum Hochschulübergreifenden Seminar (HüS) für Musikpädagogik 2020 in Mainz

Vom 01. bis 06. März 2020 fand das 24. HüS an der Hochschule für Musik in Mainz statt. Das Seminar wird jährlich von der AG Schulmusik der Rektor*innenkonferenz der Musikhochschulen (RKM) ausgerichtet. Die Leitung übernahmen dieses Jahr die Professor*innen der Musikpädagogik Dr. Thade Buchborn (Hochschule für Musik Freiburg), Dr. Werner Jank (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), Dr. Valerie Krupp-Schleußner (Hochschule für Musik Mainz) und Dr. Ortwin Nimczik (Hochschule für Musik Detmold).

“Perspektiven auf Fachlichkeit im Musikunterricht” sollte für eine Woche lang das Thema sein und uns bis zur Abreise nicht mehr loslassen. Die meisten von uns Studierenden reisten mit der Frage an, was sich hinter dem Begriff der Fachlichkeit überhaupt verbirgt. Auch den Dozierenden war klar, dass hiermit ein schwer fassbares und weit umfassendes Thema gewählt worden war.

Nach der Ankunft an der Mainzer Musikhochschule am Sonntagnachmittag begann das Seminar mit einem Brainstorming in großer Runde zur Sortierung erster Gedanken und anschließend lernten wir uns beim ersten gemeinsamen Abendessen rasch kennen. Die folgenden Tage waren von Input, Gruppenarbeiten sowie ausführlichen Diskussionen in großer und kleiner Runde auf hohem Niveau geprägt. Dabei erschlossen sich uns Perspektiven aber auch Grenzen auf verschiedene Aspekte und Ebenen dessen, was Fachlichkeit im Musikunterricht ausmacht. Durch die Konkretisierung ihrer Bedeutung entstanden vielschichtige Thesen zur Fachlichkeit im Musikunterricht. Besonders interessant wurde das Untersuchen und Vergleichen der Lehrpläne verschiedener Bundesländer mit Blick auf deren Inhalte und Intentionen sowie die sich daraus ergebenden Sichtweisen auf und Vorstellungen von Fachlichkeit im Musikunterricht. In Form einer kleinen Feldstudie untersuchten wir unter den Gesichtspunkten Sprache und Kommunikation, Lehrer*innenhandeln, Handeln der Schülerinnen und Schüler und Gestaltung der Musikunterrichtsräume die Konstruktion von Fachlichkeit in Musikunterrichtsstunden an verschiedenen Mainzer Schulen. Daraufhin begannen wir eigene Visionen von Fachlichkeit an Schulen und im Studium zu entwickeln.

Darüber hinaus waren besonders der bundesweite Austausch zum Lehramtsstudium, aber auch das gemeinsame Musizieren, Kontakteknüpfen, Stadterkunden und Verbringen gemeinsamer Abende für uns alle persönlich bereichernd, auch über das Seminar hinaus.

Aufgrund des fachlichen und persönlichen Gewinns, den sowohl wir als Studierende als auch die Dozierenden wahrnehmen konnten, wurde deutlich, dass Seminare in solchem Format ein wichtiger Bestandteil des Studiums sind und bleiben/werden, noch mehr publik gemacht und unbedingt weiterhin unterstützt werden müssen. Wir wünschen daher allen Beteiligten bei den HüS für Musikpädagogik in den kommenden Jahren ähnlich positive Erfahrungen.

Lukas Kranz (Leipzig), Jakob Kretschmer (Dresden), Florian Wilhelm (Mannheim)

 

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