Klimaschutzmanagement

Klimaschutzkonzept

Die Hochschule für Musik Freiburg wird bis Ende 2026 ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeiten und Maßnahmen für einen verbesserten Klimaschutz an der Hochschule umsetzen. Ziel ist es – wie von der baden-württembergischen Landesregierung gefordert – bis 2030 CO2-neutral zu werden.

Ermöglicht wird dieses Vorhaben durch eine Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des »Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz« unter dem Titel »KSI – Integriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement für die Hochschule für Musik Freiburg« und dem Förderkennzeichen 67K25221. Die Hochschule kann dadurch für den Projektzeitraum (1. Dezember 2024 bis 30. November 2026) einen eigenen Klimaschutzmanager beschäftigen.

Dies ist seit dem 1. Dezember 2024 der Ingenieur und Energieberater Jesus da Costa Fernandes.

Jesus da Costa Fernandes hat an der Universität Freiburg ein Grundstudium in Physik absolviert, bevor er zu den Ingenieurswissenschaften wechselte und Nachrichtentechnik sowie »Energy Conversion and Management« an der Hochschule Offenburg studierte. Seit 1995 arbeitet er in Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich der nachhaltigen Energietechniken und des Klimaschutzes. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am »Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme« und am »Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung«. Von 2002 bis 2024 war er als Forschungs- und Entwicklungsingenieur sowie als Projektmanager mit den Schwerpunkten Gebäude-Energieforschung, erneuerbare Energien und Smart Grids am »Institut für nachhaltige Energiesysteme« (INES) der Hochschule Offenburg tätig.

Als Klimaschutzmanager arbeitet Herr da Costa Fernandes zusammen mit dem neu entstandenen Energieteam bestehend aus Verantwortlichen der Hochschulleitung, der technischen Betriebsleitung, dem Amt für Vermögen und Bau Freiburg sowie dem Klimaschutzmanager des Landes für die Cluster-Hochschulen im Bauamtsbezirk Freiburg. Weitere Akteursgruppen an der Hochschule wie Studierende, Lehrkräfte und Mitarbeitende sind eingeladen Teil des Energieteams zu werden. Erste Workshops sollen den Dialog befördern und so die Nutzenden in den Prozess der Maßnahmendefinition einbinden. Anschließend soll das erweiterte Energieteam um die Aufgaben des Klimaschutzes ergänzt werden und die Umsetzung der Maßnahmen an der Hochschule begleiten.

Die Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzepts für die Hochschule für Musik Freiburg soll den Weg für Maßnahmen vorbereiten und deren Umsetzung hin zu einem  CO2-neutralen Betrieb der landeseigenen Hochschulgebäude führen. Wichtige Elemente sind dabei eine Erstellung und fortlaufende Dokumentation der Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz), die wesentlich durch die Energiebereitstellung, vielfältige Aufwendungen für Mobilität, Ernährungsgewohnheiten oder Ressourcenverbrauch geprägt wird.

Nachstehende Meilensteine konnten als wichtige Schritte zur Erreichung deutlicher Einsparungen bei den CO2-Emissionen erreicht werden. Weitere Schritte sind vorzunehmen und sollen im Dialog mit Trägern, Verantwortlichen und Nutzenden angegangen werden. Hierzu soll beispielsweise durch Umfragen ein Einblick in das Mobilitätsverhalten der Hochschulmitglieder gewonnen und die Belange derjenigen berücksichtigt werden, die in Verbindung mit der Hochschule für Musik stehen. 

Meilensteine der letzten Jahre

  • 2025 Erste Energieverbrauchsanalysen mit Verbrauchsdaten der vergangenen drei Jahre zeigen einen Rückgang der Gesamtenergieverbräuche um fast ein Drittel. Die Maßnahmen zeigen Wirkung beim Hauptgebäude am Mendelssohn-Bartholdy-Platz 1 und sollen mit dem Klimaschutzkonzept konsequent fortgesetzt werden. 
  • 2024 wurde der erste Abschnitt mit circa 64 kW der Photovoltaik-(PV-)Anlage auf dem Dach der Hochschule an das Stromnetz angeschlossen. Sie wird nach Abschluss der Arbeiten nahezu das komplette Hochschuldach bedecken und eine Spitzenleistung von bis zu 300 kW aufweisen – die eingespeiste Strommenge soll dafür sorgen, dass die Hochschule keinen Strom mehr zukaufen muss (zur Pressemitteilung).
  • 2022 wurde beim »Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz« ein Antrag auf Bundesförderung gestellt, der die Einstellung eines Klimaschutzmanagers unterstützt und der Hochschule die Durchführung von begleitenden Bildungs- und Informationsmaßnahmen ermöglichen soll.
  • 2019 wurde die Beleuchtung in der Hochschule und in den Konzertsälen auf Digitalsteuerung und LED-Technologie umgestellt. Dadurch konnte in diesen Bereichen etwa 66 Prozent Energie eingespart werden.
  • Bereits seit 2018 gibt es an der Hochschule für Musik Freiburg einen regelmäßigen Austausch von Studierenden und Lehrenden zu Fragen des Klimaschutzes, das Thema wird auch in Lehrveranstaltungen behandelt.
  • 2017 wurde an der Hochschule ein Blockheizkraftwerk zur Wärme- und Stromgewinnung eingebaut. Dieses stellt Wärme und Strom für die Hochschule bei einem extrem hohen Wirkungsgrad bereit und nutzt die Abwärme zum Heizen (»Kraft-Wärme-Kopplung«).

Tobias Braun ist Klimaschutzmanager des Landes für die fünf Cluster-Hochschulen im Bauamtsbezirk Freiburg. Diese sind neben der Hochschule für Musik Freiburg, die Hochschule Offenburg (Leithochschule), die Hochschule Kehl, die Pädagogische Hochschule Freiburg und die Duale Hochschule Baden-Württemberg Lörrach. Tobias Braun unterstützt die Hochschulen bei der strukturellen Implementierung des Klimaschutzes und der Erstellung der Energie- und Klimaschutzkonzepte. Zudem unterstützt er bei der Identifizierung von Energie-Einsparmaßnahmen und bei der Optimierung von Bau- und Technikprojekten auf ihre Klimaschutzwirkung hin zusammen mit dem Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Darüber hinaus fällt die Teilnahme an Gremien, wie dem Energieteam, und die Entwicklung eines Monitorings und eines CO2-Bilanzierungstools in den Aufgabenbereich von Tobias Braun.

Kontakt: 0781/205-4721 / e-Mail: tobias.braun@hs-offenburg.de