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Orgelmusik im Augustinermuseum (entfällt)

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Die aktuellsten Nachrichten

Aktuelle Informationen zum Schutz vor COVID-19 an der Hochschule für Musik Freiburg unter www.mh-freiburg.de/corona

Hochulfinanzierungsvereinbarung 2021-2025 unterzeichnet

Nach zehn Monaten Verhandlungen haben sich das Land und die Hochschulen auf die Hochschulfinanzierung der kommenden fünf Jahre bis 2025 verständigt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Finanzministerin Edith Sitzmann sowie die Rektorinnen und Rektoren, Präsidenten und Dekane der 45 staatlichen Hochschulen und der fünf medizinischen Fakultäten haben die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet – wegen der Corona-Pandemie in einem außergewöhnlichen elektronischen Umlaufverfahren und ohne den üblichen Festakt.

Als Ersatz für die feierliche Präsenzveranstaltung wurde ein kurzer Film erstellt, mit dem die Unterzeichnung dokumentiert wurde.

Wolfgang Marschner verstorben

Die Hochschule für Musik Freiburg trauert um ihren Violinprofessor

Am 24. März 2020 ist Prof. Wolfgang Marschner im Alter von 93 Jahren gestorben. Er lehrte von 1963 bis 1997 als Professor für Violine an unserer Hochschule. Als weithin berühmter Pädagoge und renommierter Virtuose hat er entscheidend dazu beigetragen, dass unsere Hochschule ihr internationales Renommee in den 60er, 70er und 80er Jahren aufbauen konnte. Er unterrichtete Studierende aus aller Welt, viele erfolgreiche Violinistinnen und Violinisten gingen aus seiner Klasse hervor. Marschner war ein „kompletter“, ein umfassend gebildeter Musiker: Er war nicht nur einer der herausragenden Geiger seiner Generation, sondern zudem auch Komponist und Dirigent sowie ein erfolgreicher Organisator und Konzertmanager. Aus Anlass seines Todes veröffentlichen wir hier noch einmal die Würdigung, die der 2015 verstorbene Freiburger Musikwissenschaftler und professorale Kollege Marschners, Dr. Hannsdieter Wohlfarth, anlässlich von Marschners 90. Geburtstag verfasst hat.

Zum 90. Geburtstag
Wolfgang Marschner gehört zu den großen deutschen Geigern von Weltgeltung. Er wurde 1926 in Dresden in eine musikalische Familie hineingeboren, zu deren Vorfahren auch der berühmte Opernkomponist der Frühromantik, Heinrich Marschner, gehörte. Die musikalische Laufbahn Marschners setzte ungewöhnlich früh ein. Bereits mit vier Jahren wurde Wolfgang Marschner in die Orchesterschule der Dresdner Staatskapelle aufgenommen, nachdem er vom Vater den ersten Unterricht in Violine und Klavier erhalten hatte. Als Neunjähriger trat er mit Tartinis »Teufelstriller Sonate« auf, und als Dreizehnjähriger nahm er an einer Orchestertournee teil. Nach dem Studium an der Akademie für Musik und Theater in Dresden setzte Marschner seine Ausbildung mit vierzehn Jahren am Mozarteum in Salzburg fort und wurde alsbald Schüler des berühmten tschechischen Geigers Váša Prihoda. Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte Marschner wichtige Positionen im Musikleben einnehmen. Er wurde Konzertmeister beim Niedersächsischen Sinfonieorchester in Hannover und später beim Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Es folgte die Folkwang-Hochschule für Musik in Essen, wo Marschner eine Meisterklasse für Violine leitete, sodann eine Professur an der Kölner Musikhochschule und schließlich seit 1963 an der Musikhochschule in Freiburg. Weitere wichtige Ereignisse im künstlerischen Werdegang Wolfgang Marschners: 1954 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Kranichstein mit Alban Bergs Violinkonzert und der Solo-Sonate von Béla Bartók. Es folgten 20 Erstaufführungen des Violinkonzerts von Arnold Schönberg, darunter in London, Wien, Zürich unter den Dirigenten Hans Rosbaud, Pierre Boulez und Wolfgang Sawallisch. Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter Paul Hindemith und ein kurzfristiges Einspringen für Yehudi Menuhin bei den Edinburgh-Festspielen mit den Violinkonzerten von Beethoven und Bartok folgten. Marschners Repertoire umfasst neben ungezählten Kammermusikwerken nicht weniger als 70 öffentlich aufgeführte Violinkonzerte. Neben seiner Tätigkeit als Geiger trat Marschner auch als Dirigent und Komponist hervor. Unter seinen Kompositionen nenne ich: die »Paganini- Variationen« für Violine und Orchester oder Klavier, zwei Violinkonzerte, die »Sonata da Requiem« für Solo-Violine sowie die »Liguria-Fantasie« für Orchester. Seine »Modernen Studien für Violine« sind zu einem Standardwerk für angehende Geiger geworden. Unter den Hobbys von Wolfgang Marschner sei das Schachspiel genannt, das »königliche Spiel«, in dem Marschner im Alter von 16 Jahren Simultanmeister bei einem Turnier in Dresden wurde. Ich möchte noch auf die reiche Tätigkeit Wolfgang Marschners als Lehrer und Organisator eingehen. Seit Marschner im Alter von 27 Jahren seine erste Professur erhielt, unterrichtete er ohne Unterbrechung an Musikhochschulen. 1975 übernahm er darüber hinaus die künstlerische Leitung der von Herrn Dr. Hermann Pflüger initiierten Stiftung – der »Pflüger-Stiftung« – in Freiburg, die sich der Förderung junger Geigentalente zum Ziel gesetzt hat. Marschner leitete Internationale Violinkurse in Weimar, Peking, Seoul, Cleveland, London, Warschau, St. Petersburg, Bukarest und Kairo. Die Meisterkurse im schweizerischen Lenzerheide kamen hinzu. Der Förderung des Nachwuchses diente auch die Gründung des »Kammerorchesters Wolfgang Marschner« vor 35 Jahren, sowie die von ihm ins Leben gerufene Ludwig- Spohr-Gesellschaft und der Ludwig-Spohr-Wettbewerb und der Geigenbauwettbewerb »Jacobus Steiner«, der das Ziel verfolgt, jungen, begabten  Geigern gute Instrumente zur Verfügung zu stellen.

Stelle für Maria Sintamarian

Master-Studentin wird direkt nach Studienabschluss an das Tiroler Landeskonservatorium berufen

Maria Sintamarian, Master-Absolventin im Fach Klavier der Klasse Prof. Christoph Sischka wurde direkt nach Studienabschluss in einem internationalen Berufungsverfahren des Tiroler Landeskonservatoriums auf die Stelle einer Professorin für Klavier berufen. Inzwischen schloss sie auch den Masterstudiengang Musiktheorie bei Prof. Hans Fuhlbom erfolgreich ab.

Im Verlauf ihres Masterstudiums wurde Maria Sintamarian mehrfach bei internationalen Klavierwettbewerben in Italien ausgezeichnet, u. a. mit dem 1. Preis „Premio Vittoria Caffa Righetti“ in Cortemilia, mit dem Grete Sultan-Preis beim „Nuova Coppa Pianisti“ in Osimo für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes sowie dem 2. Preis ex-aequo, ohne Verleihung des 1. Preises, beim Euterpe-Klavierwettbewerb in Bari mit zusätzlichem Bach-Preis. Schon diese Auflistung zeigt die stilistische Spannbreite, mit der Maria Sintamarian ihre Programme gestaltet, was sich auch in Konzertbesprechungen niederschlägt: https://www.feuilletonfrankfurt.de/2019/02/13/die-pianistin-maria-sintamarian-im-hauskonzert-von-viviane-goergen/

Ihr nächster Auftritt in Freiburg soll am 22. Juni im Rahmen des Ebneter Kultursommers erfolgen.

Link: https://www.konstirol.at/team/professorinnen/sintamarian-maria-mmus/

Herzlichen Glückwunsch!

 

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Die deutschen Musikhochschulen