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Stipendien und Programme

Noch immer gibt es auch im musikalischen Bereich Fachrichtungen, in denen Frauen in der Berufsausübung selten zu finden sind. Es ist ein Anliegen der Hochschule für Musik Freiburg, die Präsenz von Frauen in diesen Bereichen nachhaltig zu fördern. Auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik soll an der Hochschule mehr Raum und Aufmerksamkeit erhalten. Um die Gleichstellung von Frauen und Männern im eigenen Einflussbereich konkret zu unterstützen, schreibt die Hochschule für Musik Freiburg jährlich das FrauenFörderStipendium Musik aus und nimmt am Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm des Landes Baden-Württemberg sowie dem Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder teil:

Professorinnenprogramm

Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder fördert die Erhöhung der Anzahl von Professorinnen an Deutschen Hochschulen. Die Hochschulen bewerben sich mit ihren ausgearbeiteten Gleichstellungskonzepten und werden von einem Gremium begutachtet.

Die Hochschule für Musik Freiburg wurde als einzige Musikhochschule in Baden-Württemberg für das Professorinnenprogramm II von 2014 bis 2019 ausgewählt und nimmt auch in der dritten Programmphase teil.
 

Informationen zum Professorinnenprogramm auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

 

 

Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm

Das Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm ist ein Frauenförderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das den Weg von Frauen in die Professur unterstützen soll.
 

Flyer zum Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm

Informationen und Antragsstellung auf der Seite der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten

 

 

FrauenFörderStipendium Musik

Das FrauenFörderStipendium Musik der Hochschule für Musik Freiburg wird aus den Mitteln des Professorinnenprogramms finanziert. Auch in der neuen Programmphase des Professorinnenprogramms III ist die Hochschule vertreten.

 

Wer kann sich bewerben?

Gefördert werden sollen besonders begabte und leistungsstarke Studentinnen der Hochschule für Musik Freiburg, die erwarten lassen, die Präsenz von Frauen in künstlerischen, künstlerisch-pädagogischen sowie künstlerisch-wissenschaftlichen Berufen zu erhöhen. Bewerben können sich Studentinnen aller Studiengänge und Hauptfächer.

 

Monatliche Förderung

Die monatliche Zuwendung beträgt 400,00 EUR und wird für jeweils zwei Semester vergeben. Folgeanträge sind möglich. Gefördert werden können maximal zwei Studentinnen.

 

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt schriftlich in elektronischer Form. Einzureichen sind

  • ein aussagekräftiger Lebenslauf
  • ein Gutachten der Lehrperson im Hauptfach
  • eine ausformulierte Idee für ein Abschlussprojekt, das sich auf das Thema „Frauen im Musikbusiness“ bezieht (Höchstens eine DIN A4 Seite)
  • ein Programm mit zwei kontrastierenden Werken (ca. 15 Minuten)
  • Nicht-Instrumentalistinnen/Sängerinnen reichen bitte eine aktuelle Arbeitsprobe (z.B. DVD/Partitur/Projektbeschreibung) ein. Individuelle Lösungen können gefunden werden

 

Erwartungen an die Stipendiatinnen

Die ausgewählten Stipendiatinnen verpflichten sich zur Teilnahme an einem von der Hochschule angebotenen Coaching/Workshop für Musikerinnen.

Zum Abschluss gestalten die Stipendiatinnen in Wort, Ton, Bild oder anderen Ausdrucks-formen ein frei gewähltes Projekt. Die Projekte sollen öffentlich präsentiert und Projekt-dokumentationen elektronisch publiziert werden. Für das Abschlussprojekt dürfen die Räumlichkeiten der Hochschule genutzt werden.

 

Auswahlkommission

Die Auswahlkommission setzt sich zusammen aus einem Mitglied des Rektorates, drei hauptamtlichen Lehrenden verschiedener Bereiche, der Gleichstellungsbeauftragten, zwei Studierenden sowie einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter aus dem Studierendenreferat.

 

Auswahlverfahren

Die Kommission trifft aus den frist- und formgerecht eingegangen Bewerbungen eine Vorauswahl. Die ausgewählten Bewerberinnen stellen sich mit einem Vorspiel (Instrumentalistinnen/Sängerinnen) oder der Präsentation ihrer Arbeitsprobe (Nicht-Instrumentalistinnen) sowie einem anschließenden Gespräch mit der Kommission vor (Gesamtdauer ca. 30 Min.).

 

Bewerbungsfrist

Anmeldeschluss: Montag, der 08. November 2021, Auswahlvorspiel voraussichtlich Mitte/Ende November 2021


Bewerbungen bitte an:

Auswahlkommission FrauenFörderStipendium Musik
Hochschule für Musik Freiburg
Jacqueline Pfann
j.pfann(at)mh-freiburg.de

 

 

Die Stipendiatinnen des FrauenFörderStipendiums 2018/19


Mira Abu El Assal (links im Bild) wurde 1993 in Nazareth, Israel geboren. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und besuchte die Barenboim-Said Musikschule, an der sie intensiv gefördert wurde. Mit 14 gewann sie einen Preis für Amerika-Israel Keren-Sharet Wettbewerb in Israel. 

Mit 15 Jahren wurde sie aktives Mitglied  des “West-Eastern Divan Orchestra” unter der Leitung von Daniel Barenboim und bereiste mit dem Orchester die ganze Welt. 

Mit  16 spielte sie Solo mit dem “Haifa Symphony Orchestra” in Israel. Mit 18  schloss sie die Schule mit dem Abitur ab und zog direkt im Anschluss nach Berlin wo sie die deutsche Sprache lernte und ihr  Bachelor Studium im Sommer 2016 an der Hans-Eisler Hochschule abschloss. 

Im Jahr 2016 war Mira Stipendiatin des Live Music Now Vereins, wo sie die Möglichkeit bekam für ein spezielles Publikum in Krankenhäusern, Altenheimen und Gefängnissen zu spielen. Im selben Jahr spielte sie als Solocellistin mit vielen Orchestern in Deutschland, darunter das Expat Philharmonie Orchester und die Junge Philharmonie Berlin. Darüber hinaus arbeitete sie an der Freien Musikschule Potsdam als Cello-Lehrerin und besuchte Masterclasses bei Daniel Barenboim, Velery Gergiev,  Marin Alsop, Guy Brounstein, Elena Cheah, Claudius Popp, Stephan Forck, Joseph Schwab und Julian Steckel. 

 

Friederike Scheunchen (rechts im Bild) studiert derzeit Master Chorleitung bei Prof. Markowitsch und Prof. Sandmeier an der Musikhochschule Freiburg sowie Französisch auf Lehramt. 2016 schloss sie ihr Schulmusikstudium in den Hauptfächern Chor- und Orchesterleitung bei Prof. Alber und Hannes Reich, Violoncello bei Prof. de Secondi und Sprechen bei S. A. Werner an der Musikhochschule Trossingen ab. 

Mit sechs Jahren begann sie in der Mädchenkantorei Stuttgart und singt bis heute in verschiedenen Ensembles (Camerata Vocale Freiburg, Kammerchor der Musikhochschule Freiburg, Philharmonia Chor Stuttgart, u.a.) mit denen sie u.a. mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, den Münchner Symphonikern, der Badischen Philharmonie und der Württembergischen Philharmonie unter GMD G. Feltz, S. Denève, O. Rudner, K.-D. Masur, K. J. Edusei und S. Tewinkel konzertierte.

Dirigentische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse u.a. bei F. Bernius, M. Creed, G. Grün, H.-C. Rademann, A. Reibenspies, W. Schäfer und M. Schreier. Sie assistierte u.a. bei der Opernproduktion Die Fledermaus (Ltg. S. Tewinkel, Kammerphilharmonie Graubünden), bei der Meersburger Sommerakademie (Ltg. F. Markowitsch) sowie bei Projekten der Hochschulchöre Freiburg und Trossingen und ist Assistentin der Camerata Vocale Freiburg.

Außerdem ist sie als Gesangs- und Cellopädagogin tätig und unterrichtete im Rahmen eines Tutorats Chorleitung im Einzelunterricht für Schulmusik- und Rhythmikstudierende an der Musikhochschule Trossingen. 

Mehrere Jahre leitete sie den Kirchenchor Epfendorf und ist seit 2015 Dirigentin des Kammerchores ChorNetto Titisee-Neustadt, mit dem sie neben anspruchsvollen a cappella Werken Uraufführungen (W. Hader, D. Gräf, W. Freymann) und Chorsinfonik (Brahms Requiem, Mozart Requiem, 2019 Rossini Petite Messe solennelle u.a.) gemeinsam mit dem von ihr gegründeten Projektorchester Camerata ChorNetto (Musiker der Staatsoper Stuttgart, der Stuttgarter Philharmoniker, sowie der Musikhochschulen Trossingen und Freiburg) aufführt.

Im Wintersemester 18/19 ist sie für die Choreinstudierung von Honnegers Les Aventures du Roi Pausole des Opernstudios der Hochschule verantwortlich.

 

Die Stipendiatinnen des FrauenFörderStipendiums 2019/20

 

Sophia Kälber (links im Bild) studiert derzeit im 7. Semester Bachelor im Hauptfach Trompete (Prof. Wim van Hasselt) an der Musikhochschule Freiburg. Ihre Ausbildung begann als Schülerin am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar. In dieser Zeit erzielte sie zahlreiche 1. und 2. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, sowie Sonder-preise in verschiedenen Kategorien. 

Nachdem sie die ersten zwei Jahres ihres Studiums bei Prof. Kristian Steenstrup an der Royal Academy of Music in Aarhus (Dänemark) lernte, beendet sie nun den Bachelor in Freiburg mit Prof. Wim van Hasselt.

Neben der Ausbildung auf der modernen Trompete beschäftigt sie sich viel mit alter Musik und dem Spiel der Barocktrompete. Sie sammelte Orchestererfahrung als Aushilfe in Orchestern wie dem Theater Freiburg und dem orchestre des champs-élysées (Paris).

Weitere musikalische Impulse bekam sie durch Meisterkurse mit Reinhold Friedrich (Karlsruhe), Bo Nilsson (Schweden), Luis Gonzales (Spanien), Klaus Schuhwerk (Frankfurt/Basel) und anderen.

 

Die Gitarristin Jinhee Kim (rechts im Bild), die von Slava Grigoryan als „a rising star in the classical music scene“ bezeichnet wurde, ist mit ihrer gefühlsbetont, kraftvollen und tiefen Musik ins Rampenlicht getreten. Im Oktober 2019 führte sie als Jüngste ein Solorecital vor begeistertem Publikum beim Festival „Basel Plucks“ auf, in einer Reihe mit international renommierten Künstlern. In letzter Zeit erhielt sie zahlreiche Preise bei internationalen Gitarrenwettbewerben, z.B. „Maurizio Biasini“ in Paris, „Ruggero Chiesa“ in Italien, „Pleven Guitar Festival“ in Bulgarien. Schon 2010 machte sie als Solistin der nächsten Generation auf sich aufmerksam, als sie den ersten Preis beim „Adelaide International Guitar Competition“ in Australien gewann. An der Hochschule für Musik Basel schloss sie bei Pablo Márquez die zwei Masterstudiengänge „Master Performance“ (mit Minor Variantinstrument im historischen Kontext an der Schola Cantorum Basiliensis bei Peter Croton) und „Master Musikpädagogik“ mit Bestnoten in ihren Abschlusskonzerten ab. Als Höhepunkt des Studiums spielte sie letztes Jahr Maurice Ohanas Gitarrenkonzert mit dem Basler Sinfonieorchester im Rahmen des Schlusskonzertes. Momentan macht sie ihr Konzertexamen bei Michael Hampel an der Hochschule für Musik Freiburg und studiert gleichzeitig Musikphysiologie an der Zürcher Hochschule der Künste. Jinhee, geboren 1992 in Seoul, Korea, konzentriert sich in ihrer Arbeit besonders auf die Erweiterung des Repertoires der klassischen Gitarre, indem sie versucht ein Licht auf unbekannte Stücke zu werfen und eigene Transkriptionen von Stücken, die für andere Instrumente komponiert wurden.

 

Die Stipendiatinnen des FrauenFörderStipendiums 2020/21

 

Alena Hartmann (links im Bild) studiert Kirchenmusik im dritten und Schulmusik im fünften Semester mit den Hauptfächern Orgel bei Prof. Matthias Maierhofer sowie bei Prof. David Franke und Chorleitung bei Cornelius Leenen und Marius Mack.

In ihrer Kindheit und Jugend spielte sie Blockflöte im Ensemble, ab dem Alter von 12 Jahren zusätzlich Klavier. Dem Wunsch, Orgel zu lernen, ging sie durch die kirchenmusikalische C-Ausbildung während ihres Erststudiums 2014-2017 nach. 2016/17 verbrachte sie ein Jahr an der University of Oregon (USA) und konnte dort neben ihrem Hauptstudium in Umweltnaturwissenschaften auch einen Schwerpunkt auf Musik, besonders auf Orgel und Chorleitung legen.

Durch prägende Erfahrungen während ihres Auslandsaufenthaltes und der C-Ausbildung, entschloss sie sich 2018 zur Aufnahme des Schul- und Kirchenmusikstudiums. Neben dem Studium hat sie eine halbe Organistinnenstelle an der Kreuz-Luther Kirche in Freiburg und ist als Chorleiterin des Kirchenchores Sölden tätig.

Es ist ihr ein Anliegen, durch das Abschlussprojekt jugendliche Schüler*innen in Kontakt mit kirchenmusikalischen Tätigkeiten zu bringen. Dabei soll die Existenz des Kantorenberufes ins Bewusstsein gerückt und Interesse für die vielfältigen Tätigkeiten geweckt werden. Für studieninteressierte Jugendliche werden durch den persönlichen Kontakt Einblicke in das Studium und das Berufsfeld ermöglicht.

 

Stanislava Mikhailovskaia (rechts im Bild) ist in St. Petersburg geboren und aufgewachsen. Dort absolvierte sie die Spezialschule für Musik des Peter Tschaikowsky-Konservatoriums und entdeckte sehr früh ihre Leidenschaft für das Fagott. Schon als Kind und Jugendliche nahm sie an vielen Festivals und Konzerten in ganz Russland teil. So spielte sie mit bei den Konzertprogrammen des Museums-Naturschutzgebietes "Ist geboren" Sankt-Petersburg, der Jahre 2010-2017 sowie beim „Allrussischen Jugendsymphonie-Orchester“ unter der Leitung von Yury Bashmet bei der Tour durch Russland (Sotschi), Schweiz, Deutschland und Belarus in den Jahren 2012-2014.

Auch an zahlreichen Wettbewerben hat sie teilgenommen und auch Preise gewonnen, z.B. beim Holzblasinstrumente-Wettbewerb Petrosawodsk, Russland 2010, beim Allrussischen Wettbewerb junger Musikerinnen und Musiker "Der Nussknacker" (Moskau 2013) oder auch beim Kinder-Wettbewerb "Crescendo" Sankt-Petersburg, Russland und New York, USA im Jahr 2013.

Stanislava Mikhailovskaia hat ihr Bachelor-Studium an der Hochschule für Musik Freiburg schon mit 17 Jahren begonnen und studiert momentan im 5. Semester in der Klasse von Professor Diego Chenna.

 

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