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Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten des »Deutschlandstipendiums« 2023/2024

Ein Mal pro Jahr vergibt eine Jury an der Hochschule für Musik Freiburg die »Deutschlandstipendien«. Für das akademische Jahr 2023/2024 wurden acht Stipendiatinnen und Stipendiaten damit ausgezeichnet. Hier stellen wir sie vor.

Das Deutschlandstipendium fördert Studierende sowie Studienanfängerinnen und Studienanfänger, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten 300 Euro monatlich – die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stifterinnen und Stiftern. Das Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung ist das Besondere am Deutschlandstipendium. Im Förderjahr 2023/2024 werden an unserer Hochschule Stipendien bereitgestellt durch die Heidi-Gruss-Stiftung, die Dominik-Pfahlberg-Stiftung sowie die »Doris und Jochen Ortmann-Stiftung«. Allen Stipendiengebenden dankt die Hochschule für Musik Freiburg nachdrücklich für ihr Engagement.

Der Leistungsbegriff, der dem Stipendium zugrunde liegt, ist bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Die folgenden Studierenden haben die Jury mit ihren Leistungen überzeugt – herzlichen Glückwunsch an unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahres 2023/2024!

  • Porträt der Querflötistin Elena Bertoli, die mit Querflöte zu sehen ist
    Elena Bertoli wurde im italienischen Brescia geboren und begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren. Im Jahr 2021 schloss sie ihre Schulausbildung, welche sie ein Jahr vorzeitig beendete, mit der »Matura per merito« mit Bestnote und Auszeichnung ab. Bereits mit fünfzehn Jahren wirkte sie als zweite Flöte und Piccoloflöte im »OVer-Orchester« von Parma in Opern wie »Rigoletto«, »Madame Butterfly« und in zahlreichen Sinfoniekonzerten mit. Als Gewinnerin des ersten Preises beim internationalen Flötenwettbewerb »Emanuele Krakamp« in Benevento hat sich Elena Bertoli auch durch zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter: »Junge Musiker Internationaler Wettbewerb Treviso«, »Musikwettbewerb der Stadt Bardolino Jan Langosz«, »Musikwettbewerb Wolfgang und Nannerl«, Mozart Preis bei »Wolfgang und Nannerl«, »Città di Belluno«, »A tutto Flauto Venezia«, »Preis Antonio Salieri«, »Duo flauto-pianoforte Italian Conservatories«. Sie studierte bei Prof. Massimiliano Pezzotti sowie Prof. Domenico Alfano und nahm an zahlreichen Meisterkursen der Flötistinnen und Flötisten Sebastian Jacot, Prof. Paolo Taballione, Christina Fassbender, Prof. Alice Morzenti, Marco Zoni, Ludovico Degli Innocenti und Karen Brubaker teil. Im Mai 2021 wirkte sie auch an der Aufnahme einer CD für die Vereinigung »Italia nostra« mit Stücken für Flöte, Flöte und Klavier sowie Flöte und Gitarre mit. Im Alter von 17 Jahren gewann sie ein Probespiel als erste Flöte mit dem Jugendsinfonieorchester von Mailand. Sie trat als Solistin und Orchestermusikerin mit dem Vivaldi Orchester von Valle Camonica, dem Jugend-Sinfonieorchester von Mailand, dem Orchestra »I musici di Parma«, der Philarmonie des Klavierfestivals von Brescia und Bergamo, dem Jugendorchester Darmstadt und dem »Orchester STU.D.I.O« des Konservatoriums von Brescia auf. Seit 2023 ist sie Mitglied der »Jungen Norddeutschen Philharmonie« in der Rolle der ersten Flöte. Derzeit studiert sie an der Hochschule für Musik in Freiburg in der Klasse von Prof. Mario Caroli.
  • Der Klarinnetist Mihai Goncearuc spielt Klarinette vor einem dunklem Hintergrund
    Mihai Goncearuc ist ein 19 Jahre alter Klarinettist aus Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau in Südosteuropa. Er begann sein Klarinettenstudium im Alter von neun Jahren bei Prof. Simion Duja an der Musikschule »Ciprian Porumbescu« in Moldau. Im April 2023 begann er sein Bachelor-Studium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Kilian Herold und Prof. Anton Hollich.
  • Die Cellistin Lara Jakobi ist vor einem grauen Hintergrund zu sehen
    Lara Jakobi studiert seit 2022 an der Hochschule für Musik Freiburg im Master-Studiengang Musikpädagogik mit Hauptfach Violoncello in der Klasse von Prof. Elena Cheah. Zum Wintersemester 2023/2024 hat sie an der Hochschule das Tutorat in Musikpädagogik bei Prof. Wolfgang Lessing übernommen. Zuvor studierte sie an der HfMDK Frankfurt künstlerische Instrumentalausbildung bei Prof. Jan Ickert und erhielt weitere Impulse in verschiedenen Meisterkursen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Interpretation zeitgenössischer Musik, pädagogischem Engagement und Kammermusik. Seit 2022 studiert sie parallel zu ihrem Musikstudium Soziologie und Kunstgeschichte an der JGU Mainz.
  • Der Fagottist Adomas Pleita ist mit seinem Fagott vor einem frühlingshaftem Hintergrund zu sehen
    Adomas Pleita wurde in Litauen geboren, wo er bereits früh an der Nationalen Musikschule in Vilnius Unterricht in Flöte, Fagott und Komposition erhielt. Seit 2020 studiert er Fagott bei Prof. Henrik Rabien, zunächst an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und seit 2022 an der Hochschule für Musik Freiburg. Weitere Impulse erhielt er von Dag Jensen und Jussi Särkkä im Rahmen der »Sibelius Summer Academy 2019«. Adomas Pleita gewann als Jugendlicher zahlreiche Preise in seiner Heimat, darunter den ersten Preis beim »24. Juozas Pakalnis«-Wettbewerb und den zweiten Preis beim zweiten internationalen Kammermusik-Wettbewerb »Muzikinė akvarelė«. Als 17-jähriger ist er bereits als Solist mit dem St.-Christophorus-Kammerorchester in Vilnius und dem Orchester der »Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstschule« aufgetreten. Außerdem war er Teilnehmer des Jugend-Kammermusik-Festivals »In corpore« in Helsinki (Finnland) 2018. Schon in den akademischen Jahren 2020/2021 und 2021/2022 war Adomas Pleita Stipendiat des Deutschlandstipendiums.
  • Der Violinist Simone Schermi spielt Geige
    Simone Schermi sieht es als seine Lebensaufgabe, durch Musik Brücken zu bauen, über Kulturen, Menschen und Zeiten hinweg. Er begann das Violinstudium in seiner italienischen Heimatstadt Imperia bei Prof. Alfonso Moretta an der Musikschule »G. Amadeo« und schloss sein Bachelor-Studium am Konservatorium von Genua bei Prof. Vittorio Marchese mit Bestnoten ab. Im Juli 2023 schloss er zudem sein Master-Studium bei Prof. Simone Zgraggen an der Hochschule für Musik Freiburg ab. Im November 2023 wurde Simone Schermi eingeladen, als Redner und Musiker an der »TEDx«-Veranstaltung in Salzburg im großen Saal der Stiftung Mozarteum teilzunehmen, wo sein Auftritt ein großer Erfolg war. Er war Konzertmeister und Solist des regionalen Jugendorchesters seiner Heimatregion Ligurien und arbeitet derzeit mit mehreren Orchestern zusammen, unter anderem mit der »Basel Sinfonietta«. Er absolvierte ein Erasmus-Semester an der »Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim« bei Noé Inui und nahm an mehreren wichtigen Meisterkursen teil, unter anderem an der »AIMS – Internationale Musikakademie von Solsona« in Spanien und der »Festival Academy Budapest« in Ungarn. Derzeit absolviert er sein erstes Semester im Master-Studiengang Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Freiburg.
  • Porträt des Blockflötisten Johann Sundermeier mit futuristischen Farben
    Johann Sundermeier studiert an der Hochschule für Musik Freiburg Blöckflöte bei Professor Stefan Temmingh. Sein musikalischer Werdegang ist außerdem von Musikproduktion, Improvisation und Komposition geprägt. Wichtige Impulse erhielt er dabei von Raphael Lott, Ralf Schmid, Armin Metz, und Cito Kaling. Zu hören war er mit seinen Kompositionen bei Festivals wie »Open Recorder Days Amsterdam«, Rudolstadt-Festival, Folklorum, »Folk´n´Fusion« und den Blockflöten-Festtagen oder auch im Pierre-Boulez-Saal in Berlin. Johann Sundermeier komponierte und produzierte die Musik für die Tanz- und Videoproduktionen »Residuals«, »Screen(d)« und »Envy« unter der Leitung der Choreografin Uta Engel.
  • Der Sänger Sören Thiemann ist vor einem roten Backstein-Hintergrund zu sehen
    Sören Thiemann erhielt seine ersten musikalischen und gesanglichen Impulse im Knabenchor Hannover, in dem er auch solistische Erfahrungen sammelte. Weitere solistische Erfahrungen und seinen ersten Gesangsunterricht erhielt er bei Johannes Schwarz und Prof. Mechthild Kerz in seinem Schulmusik-Studium an der »Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover«. Seit Oktober 2021 studiert der Sänger Gesang bei Prof. Markus Eiche an der Hochschule für Musik Freiburg. Er bestreitet regelmäßig Konzerte in und um Freiburg und Hannover. Dabei sang er zum Beispiel den Sprecher in Mozarts »Zauberflöte« oder die Basspartie der Kantate: »Ich hatte viel Bekümmernis« von Johann Sebastian Bach. Weitere Impulse erhielt er durch Prof. Dr. Marek Rzepka, Prof. Marina Sandel, Prof. Frank Löhr, Prof. Aris Argiris, Prof. Thilo Dahlmann und Prof. Geert Smits.
  • Johanna Toivanen sitzt auf einer grauen Bank, neben ihr liegen Schlagzeugschlegel
    Johanna Toivanen wuchs im finnischen Turku auf. Sie studierte 2015 bis 2019 Schlagzeug und Musikpädagogik im Bachelor-Studiengang bei Harri Lehtinen, Jyri Kurri und Lassi Erkkilä an der Fachhochschule Tampere. Sie sammelte Berufserfahrung in mehreren finnischen Orchestern und war Mitglied im »Orkester Norden«. Im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms studierte sie zwischen 2017 und 2018 an der »Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim« bei Prof. Dennis Kuhn und Se-Mi Hwang Schlagzeug. Zwischen 2019 und 2023 studierte Johanna Toivanen im Bachelor-Studiengang Schulmusik an der Hochschule für Musik Freiburg und setzte ihr Schlagzeugstudium bei Prof. Håkon Stene, Francesca Santangelo und Tilman Collmer fort. Außerdem studierte sie Germanistik an der Universität Freiburg. Seit April 2023 studiert sie im Master of Education an diesen Hochschulen, wobei sie im Rahmen ihres Studiums ihr Schlagzeugstudium mit dem Schwerpunkt »Kammermusik« vertieft und zudem Orchesterleitung bei Sergey Simakov studiert. Neben dem Lehramtsstudium unterrichtet sie an der Musikschule Freiburg Schlagzeug, gibt Konzerte im Umkreis von Freiburg und ist im Feld der Musikvermittlung tätig. Besondere Interessen in ihrer musikalisch-pädagogischen Arbeit sind der interkulturelle Dialog und das Brückenbauen durch die Musik. In der Spielzeit 2023 war Johanna Toivanen am Theater Freiburg als Gastmusikerin in der Schauspielproduktion »Der Krieg hat kein weibliches Gesicht« engagiert. Neben dem Schlagzeug prägte die Beschäftigung mit nordischer, insbesondere finnischer Volksmusik ihre musikalische Laufbahn. 2022/2023 erhielt sie das FrauenFörderStipendium der Hochschule für Musik Freiburg.
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