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Benefizkonzert für ukrainische Partnerhochschule in Odessa

13. April 2022, 19 Uhr: Benefizkonzert für die „Nationale Musikakademie Odessa“

Die Hochschule für Musik Freiburg richtet ein Benefizkonzert zugunsten der „Nationalen Musikakademie Odessa“ aus, mit der seit fast 30 Jahren eine enge Hochschulpartnerschaft besteht. Geboten wird ein Programm des „prallen Lebens“, so der Organisator der Veranstaltung Bernhard Wulff.

Bernhard Wulff, emeritierter Schlagzeug-Professor der Hochschule für Musik Freiburg, verbindet eine lange Geschichte mit Odessa: Seit Mitte der 1990er-Jahre begleitet er die Partnerschaft zwischen den Hochschulen in Freiburg und Odessa. Er ist außerdem Mitbegründer des Musikfestivals „Two Days And Two Nights“, einem Klang-Marathon von zwei Tagen und zwei Nächten, der jedes Jahr im April in Odessa stattfindet und an dem immer auch Musiker und Komponisten der Hochschule für Musik Freiburg teilnehmen. Das Benefizkonzert habe er organisiert, damit Studierende und Lehrende aus Freiburg ihre Solidarität demonstrieren und die Kollegen in Odessa unterstützen könnten – das bei dem Konzert eingenommene Spendengeld geht an die Musikakademie Odessa. „Es ist eine musikalische Geste: Wir spielen Musik aus der ganzen Welt, ukrainische, deutsche, russische und andere, ein bunter Blumenstrauß der Klänge. Er repräsentiert das pralle Leben“, erklärt Bernhard Wulff.

Ukrainische, deutsche, russische und andere Musik

Der Abend beginnt mit einem traditionellen ukrainischen Volkslied, das von einer ukrainischen Studentin interpretiert wird. Daran reihen sich ganz unterschiedliche Stücke: Ein Cello-Oktett spielt Musik des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos, es gibt Klaviermusik aus der Ukraine, Streich- und Posaunenquartette sowie Beiträge von aus der Ukraine geflohenen Studentinnen und von Schlagzeug-Ensembles. Dazu Werke von Robert Schumann, von der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina und eine Klavieretüde von Franz Liszt. Einige Musiker aus Deutschland und der Ukraine tragen Stücke vor, die sie eigentlich auf dem diesjährigen „Two Days And Two Nights“-Festival gespielt hätten. Das Konzert endet mit einem stillen, nachdenklichen Klarinettensolo aus dem „Quartett vom Ende der Zeit“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen: „Für mich eines der schönsten Musikwerke“, sagt Bernhard Wulff. „Messiaen hat es im Zweiten Weltkrieg in einem Internierungslager geschrieben. Damit beschließen wir still den Abend, der eine Menge farbenprächtiger Beiträge bietet.“

Der Eintritt zu dem Benefizkonzert ist frei, Spenden gehen an die „Nationale Musikakademie Odessa“. Ob das Geld dort für aktuelle Ausgaben verwendet werde oder für einen eventuellen Wiederaufbau nach Kriegsende, werde noch geklärt, sagt Bernhard Wulff. „Wir hoffen aber auf viele raschelnde, nicht klimpernde Spenden.“
 

Das Konzert

Mittwoch, 13. April 2022, 19 Uhr
Hochschule für Musik Freiburg, Wolfgang-Hoffmann-Saal
Odessa
Benefizkonzert für unsere Partnerhochschule

Mitwirkende
Lehrkräfte und Studierende der Hochschule für Musik Freiburg
Elza Zherebchuk → Gesang (Ukraine)
Eric Le Sage, Lillia Khusnullina → Klavier
Kilian Herold → Klarinette
Ariane Moulin → Klavier
Håkon Stene & Ralf Schmid → Percussion
Percussion-Trio CLASH
Posaunen Quartett → Klasse Prof. Fabrice Millischer
Duo für Blockflöte und Schlagzeug
Cello-Ensemble → Klasse Prof. Jean-Guihen Queyras
Streicherkammermusik → Klasse Prof. Sylvie Altenburger
Kontrabass-Ensemble, Božo Paradžik → Leitung
u. a.

Als Gast aus Odessa → Marina Perepelitsa

Bernhard Wulff moderiert und liest aus seinen „Odessa-Geschichten“

Programm
Karmella Tsepkolenko (Odessa) → Momento Nr. 2
Sofia Gubaidulina → Streichquartett Nr. 2 (1987)
sowie Werke von John Cage, Franz Liszt, Olivier Messiaen, Gustav Mahler, Robert Schumann, Heitor Villa-Lobos, Laurence Crane und August Klughardt

Eintritt: Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Downloads zur Pressemitteilung

Pressefotos

Kontakt

Ben Klaußner

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

b.klaussner(at)mh-freiburg(dot)de

0761 31915-53

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