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Konzert und Opernaufführung zu Ehren von Pauline Viardot-García

Juli 2022: Zwei Konzerte und vier Aufführung der Kammeroper „Cendrillon“ im Theater Freiburg

Sie war eine weltberühmte Opernsängerin, Komponistin, Pianistin und Pädagogin, geschätzt und bewundert von Musikern aus aller Welt – und wird dennoch oft vergessen: Pauline Viardot-García. Studierende und Lehrende der Hochschule für Musik Freiburg würdigen sie im Juli 2022 mit zwei Konzerten und vier Aufführung ihrer Kammeroper „Cendrillon“ im Theater Freiburg.

Pauline Viardot-García (1821–1910) war eine der bekanntesten und am meisten bewunderten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie war Klavierschülerin von Franz Liszt, enge Freundin von Clara Schumann und des russischen Schriftstellers Ivan Turgenew – eine großartige Musikerin und toughe Geschäftsfrau, die rund um den Globus bekannt war. Von ihren Musik- und Kompositions-Kollegen wurde sie ebenso geschätzt und bewundert wie von vielen Personen des öffentlichen Lebens und aus der Kulturszene. In Paris geboren, lebte sie in den 1860er-Jahren für einige Jahre in Baden-Baden und wurde zunächst als Sängerin auf allen großen Opernbühnen Europas berühmt, von London bis Sankt Petersburg. Schon während ihrer Gesangskarriere widmete sie sich der Komposition, vor allem von Liedern. Mit 42 Jahren zog sie sich von der Bühne zurück, unterrichtete Gesang und komponierte: Lieder, Klavierstücke und auch Kammeropern, meist mit Klavierbegleitung. Im Jahr 2021 wäre Pauline Viardot-García 200 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass planten die Leiter des Instituts für Musiktheater und der Gesangsabteilung der Hochschule für Musik Freiburg Konzerte und Opernaufführungen. Wegen der Corona-Pandemie mussten sie verschoben werden und finden jetzt im Juli 2022 statt.

Gesprächskonzerte mit Gesang und Hintergrundinfos zur Komponistin

Die Konzerte in der Hochschule für Musik und in der Sparkasse Freiburg unter dem Titel „Pauline Viardot – Musikbotschafterin Europas“ sind als Gesprächskonzerte angelegt: Gesangsstudierende aller Gesangsklassen, begleitet von Studierenden der Liedgestaltungsklasse von Prof. Matthias Alteheld, wechseln sich ab mit gesprochenem Text, der von Natasha Loges vorgetragen wird. Sie ist seit dem Sommersemester 2022 neue Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Freiburg und beschäftigt sich besonders mit Musikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Für das Konzert hat sie unter anderem Briefe, Tagebucheinträge und Rezensionen recherchiert, die aus der Zeit der Komponistin stammen und von Personen geschrieben wurden, die sie bewunderten. „Pauline Viardot-García war unter den Musikerinnen und Musikern des 19. Jahrhunderts eine der erfolgreichsten. Durch die zahlreichen Schriftstücke können wir sie selbst, aber auch die schillernden, außergewöhnlichen Zirkel, in denen sie sich bewegt hat, einem breiten Publikum zugänglich machen“, sagt Natasha Loges. Gesangs-Professorin Regina Kabis-Elsner, die das Programm gemeinsam mit Prof. Katharina Kutsch initiiert hat, will mit dem Konzert auch erreichen, dass Pauline Viardot-Garcías Musik weitergetragen und nicht vergessen wird – was bei erfolgreichen Musikerinnen leider häufig vorkomme. „Sie hat mehr als 200 großartige Lieder komponiert, aber Frauen verschwinden oft einfach wieder aus der Geschichtsschreibung. Wäre Pauline Viardot-García ein Mann gewesen, würde sie ebenso im Mittelpunkt der europäischen Musikgeschichte stehen, wie ihre männlichen Kollegen“, so Regina Kabis-Elsner.

Kammeroper „Cendrillon“ im Kleinen Haus des Theater Freiburg

Die Aufführung von Pauline Viardot-Garcías Kammeroper „Cendrillon“ ist eine Kooperation des Instituts für Musiktheater der Hochschule für Musik Freiburg mit dem Theater Freiburg. Die Kooperation bestehe schon seit dem Jahr 2012 und sei für die Studierenden eine schöne Sache, erklärt der Leiter des Instituts Prof. Alexander Schulin: „Für unsere Studierenden ist es toll, dass sie in einem Theater Bühnenluft schnuppern können, und das in dem geschützten Rahmen einer Hochschul-Veranstaltung.“ Das Stück „Cendrillon“, ein Spätwerk von Pauline Viardot-García, sei eine Salon-Oper, die die Musikerin ursprünglich als Übung für ihre Schüler komponiert habe. Die Uraufführung fand 1904 im Salon der Mademoiselle de Nogueiras in Paris statt. Das kurze Stück mit Dialogen nach dem französischen Märchen von Charles Perrault sei aus dem Geist der französischen Operette entstanden, erklärt Alexander Schulin: „Es ist ein beschwingtes Stück mit Humor und Leichtigkeit, schöne Unterhaltung für einen Sommerabend. Wir hoffen, dass sich das Publikum davon verzaubern lassen wird.“ Die Oper wird von zehn Gesangsstudierenden der Hochschule für Musik aufgeführt. Am Klavier spielt Hyunjung Kim, die musikalische Einstudierung und Leitung übernimmt Neil Beardmore, Professor für Opern-Korrepetition. Für die szenische Einstudierung sind Alexander Schulin (Regie), Emma-Louise Jordan (Choreografie) mit Fabian Lüdicke (Bühnenbild) und Milagros Pia Del Pilar Salecker (Kostüm) verantwortlich.
 

Die Veranstaltungen


Die Konzerte

Freitag, 1. Juli 2022, 19:30 Uhr
Hochschule für Musik Freiburg, Kammermusiksaal
Pauline Viardot – Musikbotschafterin Europas
Gesprächskonzert mit ausgewählten Liedern
Eintritt: 8 €, 4 € ermäßigt, 5 € für Mitglieder der Fördergesellschaft

Donnerstag, 7. Juli 2022, 20 Uhr
Freiburg, Meckelhalle
Live-Stream-Konzert aus der Meckelhalle im Sparkassen-FinanzZentrum
Eintritt frei. Freiwilliger Beitrag
Zum Live-Stream auf #inFreiburgzuhause

Mitwirkende
Es singen Studierende aus den Gesangsklassen, begleitet von Studierenden der Liedklasse von Prof. Matthias Alteheld. Durch das Konzert führt Prof. Natasha Loges. Idee und Verantwortung liegen bei den Professorinnen für Gesang Katharina Kutsch und Regina Kabis-Elsner.

Sowohl mit einem Opernschulprojekt als auch mit einem Liederabend widmet sich die Gesangsabteilung, das Institut für Musiktheater und die neu berufene Professorin für Musikwissenschaft, Prof. Natasha Loges, der berühmten Sängerin, Komponistin und Pädagogin Pauline Viardot-García. Sie war eine der am meisten bewunderten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts, Klavierschülerin von Franz Liszt, enge Freundin von Clara Schumann, George Sand und Ivan Turgenev; als universelle Musikerin hochgeschätzte Kollegin von Hector Berlioz, Frédéric Chopin, Charles Gounod, Giacomo Meyerbeer und zahlreichen weiteren Persönlichkeiten des kulturellen Lebens im Europa des 19. Jahrhunderts. Geboren in Paris, lebte sie für einige Jahre ab 1863 in Baden-Baden. Schon während ihrer Gesangskarriere widmete sich Pauline Viardot-García der Komposition, vor allem von Liedern. Nach ihrem Rückzug von der Bühne mit 42 Jahren unterrichtete sie Gesang und intensivierte ihr kompositorisches Schaffen: nicht zuletzt auch mit Kammeropern, vornehmlich mit Klavierbegleitung, meist aufgeführt von ihren Schülerinnen und Schülern in ihrem Salon.

Die Oper „Cendrillon“

Samstag, 9. Juli 2022, 20 Uhr
Sonntag, 10. Juli 2022, 19 Uhr
Dienstag, 12. Juli 2022, 20 Uhr
Theater Freiburg, Kleines Haus

Donnerstag, 14. Juli 2022, 15 Uhr
Konzertante Aufführung in Guebwiller, Château de la Neuenbourg (Frankreich) im Rahmen des Sommerprogramms der „Dominicains de Haute-Alsace“.
Cendrillon
Kammeroper in drei Akten von Pauline Viardot-García

Mitwirkende
Mingyu Ahn, Noémi Bousquet, Katharina Held, Lucille Bailly, Sara DeFranco, Johanna Bohnstengel, Lena Geiger, Raphael Lehnert, Pierre Arpin, Rahel Kramer, Verena Seyboldt, Deborah Kapsner → Gesang
Alexander Schulin → Inszenierung
Neil Beardmore → Musikalische Leitung
Emma-Louise Jordan → Choreographie
Fabian Lüdicke → Bühne
Milagros Pia Del Pilar Salecker → Kostüme

Als Tochter des legendären Tenors Manuel García blieb Pauline Viardot-García gar keine andere Wahl, als Opernsängerin zu werden. Doch schon während ihrer Gesangskarriere widmete sie sich auch einer anderen Leidenschaft: der Komposition. „Cendrillon“ ist ein Spätwerk nach dem französischen Märchen von Charles Perrault. Die Kammeroper, entstanden aus dem Geist der Pariser Operette, wurde 1904 erstmals in ihrem Pariser Salon aufgeführt. In Freiburg singen Gesangstudierende der Hochschule für Musik, die parallel einen kommentierten Liederabend vorbereiten, der sich den Liedkompositionen Pauline Viardot-Garcías widmet.

Vorverkauf:Theaterkasse Freiburg


Foto: Elsa Zherebchuk

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Kontakt

Ben Klaußner

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

b.klaussner(at)mh-freiburg(dot)de

0761 31915-53

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