Begegnung mit Indien
25. Januar 2026
Studierende der Schlagzeugklasse laden zu einem Konzert der seit 15 Jahren etablierten Reihe „Das Rohe und das Gekochte“ ein, die von Prof. Dr. h. c. Bernhard Wulff, dem langjährigen Leiter der Schlagzeugklasse, und seinem Nachfolger Prof. Håkon Stene betreut wird. Im Mittelpunkt des Abends steht die Begegnung mit der Musik Indiens – als Dialog zwischen östlicher und westlicher Musiktradition.
Gast des Abends ist der indische Tabla-Solist Udai Mazumdar, der Studierenden der Hochschule in Workshops die rhythmischen Grundlagen der nordindischen klassischen Musik vermittelt. Diese gemeinsame Arbeit bildet die Basis des Konzerts. Mit seiner Komposition „Himalayans to Alps“ (2025) spannt Mazumdar einen Bogen zwischen indischer Rhythmustradition und westlichen Klang- und Formvorstellungen. Er macht erfahrbar, wie sich unterschiedliche musikalische Kulturen im Dialog begegnen können.
Diesen Gedanken greift auch das weitere Programm in ausgewählten Kompositionen auf: In „Cantéyodjayâ“ (1949) setzt sich der französische Komponist Olivier Messiaen mit hinduistischen Rhythmusmodellen auseinander und integriert sie in eine westliche kompositorische Sprache. Akira Nishimura überträgt in „Ektal“ (1992) einen nordindischen Tāla in einen zeitgenössischen Ensemblekontext, während Siegfried Kutterer in „Letzgi“ (2008) karnatische Rhythmuskonzepte mit europäischer Ensemblepraxis verbindet.
Ausführende sind Mikhail Krasnenker (Klavier) sowie Studierende der Schlagzeugklasse. Die musikalische Leitung übernimmt Håkon Stene. Bernhard Wulff eröffnet den Abend mit einer Einführung in die indische Musik, mit besonderem Augenmerk auf das Instrument der Tabla.
Die Reihe „Das Rohe und das Gekochte“, die dieses Jahr in ihre 15. Ausgabe geht, fördert den Austausch und die Begegnung mit außereuropäischen Musiktraditionen und setzt sich für eine reflektierte Auseinandersetzung mit deren kulturellen Ursprüngen ein – auch als Gegenposition zu einer Praxis, die Musik allein als formales oder klangliches Material versteht. Der Titel der Reihe verweist auf eine Schrift des Ethnologen Claude Lévi-Strauss, in der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kulturen herausgearbeitet werden.
„Es gibt nichts Friedlicheres als Menschen, die miteinander Musik machen“, so Wulff – gerade im gemeinsamen Musizieren entstehe ein Raum für Dialog und Verständigung zwischen Kulturen, der auf der Verantwortung jedes Einzelnen für das Ensemble beruht.
Das Konzert
Indische Tablas, Talas und geheimnisvolle Klänge: Dienstag, 27. Januar 2025, 19 Uhr, Wolfgang-Hoffmann-Saal der Hochschule für Musik Freiburg
Studierende der Schlagzeugklasse laden zu einem Konzert der Reihe „Das Rohe und das Gekochte“ ein. Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit der Musik Indiens – als Dialog zwischen östlicher und westlicher Musiktradition. Zu Gast ist der indische Tablasolist Udai Mazumdar, der gemeinsam mit den Studierenden arbeitet und seine neue Komposition „Himalayans to Alps“ vorstellt. Ergänzt wird das Programm durch Werke von Olivier Messiaen, Akira Nishimura und Siegfried Kutterer, interpretiert von Studierenden der Schlagzeugklasse sowie dem Pianisten Mikhail Krasnenker.
Mitwirkende
Udai Mazumdar → Tabla
Mikhail Krasnenker → Klavier
Studierende der Schlagzeugklasse
Håkon Stene → Leitung
Bernhard Wulff → Einführung
Programm
Einführungsvortrag Bernhard Wulff
Udai Mazumdar → Himalayans to Alps (2025)
Workshop-Resultate und Soli
Olivier Messiaen → „Cantéyodjayâ“ für Klavier gespielt von Mikhail Krasnenker
Akira Nishimura → „Ektal“ für 6 Schlagzeuger → Xiao Xianggu, Hung-Hsuan Shen, Eduardo Marin Sanz, Julian Schneider, Isacco Marchesi
Siegried Kutterer → „Letzgi“ für Schlagzeugtrio → Xiao Xianggu, Isacco Marchesi, Hung-Hsuan Shen
Eintritt
8,50 Euro, 4 Euro ermäßigt, 6 Euro für Mitglieder der Fördergesellschaft der Hochschule für Musik Freiburg
Tickets an der Abendkasse oder online unter: https://www.mh-freiburg.de/tickets
Kontakt
Julia Jacob
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0761 31915-53
E-Mail: j.jacobmh-freiburg.de