„touch:ed“: Was es bedeutet, Mensch zu sein

4. Februar 2026

Die Big Band der Hochschule für Musik Freiburg, der Jazzchor von Hochschule für Musik Freiburg und Pädagogischer Hochschule Freiburg und Solistinnen und Solisten des Jazz/Pop-Fachs im gemeinsamen Konzert mit dem programmatischen Titel „touch:ed“ am 11. Februar 2026 um 20 Uhr.

Zivilcourage, Empathie, Vielfalt, Gemeinschaft und Verletzlichkeit – mit diesen und weiteren Aspekten von Menschlichkeit haben sich Studierende der Hochschule für Musik Freiburg sowie der Pädagogischen Hochschule Freiburg in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt. In zwei Seminaren entstanden musikalische, konzeptionelle und künstlerische Zugänge zu einer zentralen Frage: Was bedeutet es, heute menschlich zu sein? Aus diesem partizipativen Prozess ist ein abendfüllendes Konzertprogramm entstanden. Unter der musikalischen Leitung von Prof. Ralf Schmid trifft die Big Band der Hochschule auf den Jazzchor (Hochschule für Musik Freiburg und Pädagogische Hochschule Freiburg), geleitet von Julian Knörzer. Solistinnen und Solisten aus den Jazz/Pop-Klassen ergänzen das Programm in wechselnden Besetzungen – vom Duo bis zum neunstimmigen Frauenensemble.

Den Auftakt bildet „Breathe“ von Pink Floyd aus dem Album „The dark side of the moon“ – ein Song über Selbstwahrnehmung, Verantwortung und die Bereitschaft, sich berühren zu lassen. Daran knüpft „Don’t be afraid“, der britischen Sängerin Laura Mvula, die aus dem A-cappella-Jazz und Neo-Soul-Bereich stammt, an. Mit „Mumpitz“ – was so viel bedeutet wie Unsinn, dem man nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken sollte – der Jazzpianistin und Arrangeurin Claudia Döfflinger folgt ein augenzwinkerndes Big-Band-Werk, bevor „Azadi“, ein Stück für neun Frauenstimmen und Marimbaphon, den Freiheitsbegriff auch explizit politisch auflädt.

Die Big Band interpretiert zudem „Breaded together“, ein Werk der amerikanischen Jazz-Komponistin Maria Lynn Schneider über die Verflechtung menschlicher Erfahrungen. Ein deutliches Statement setzt „Don’t let this happen here“ von Charles Mingus – nicht nur durch seinen Titel, sondern auch durch die bewusste Wahl eines Komponisten, dessen Werk untrennbar mit gesellschaftlichem Engagement verbunden ist. „Musik ist immer auch Gegenwartskunst“, betont Prof. Ralf Schmid. „Sie sollte sich zu den Fragen ihrer Zeit verhalten – und genau das tun wir mit diesem Konzert.“ Die intensive Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen spiegele sich deutlich im Engagement der Studierenden wider, betont Schmid, unter anderem in einem begleitenden Workshop zur Frage, wie politisch Musik sein darf. Einen wichtigen Impuls lieferte zudem das an der Pädagogischen Hochschule Freiburg angesiedelte Projekt „Humanizing (music) Education“.

Im weiteren Verlauf des Konzerts öffnet sich das Programm verstärkt poetischen und existenziellen Dimensionen der menschlichen Erfahrung: Empathie, Nähe, Liebe und Kreativität. Zu hören sind unter anderem „Nachtwache“ von Claudia Döfflinger und „Grenzen“ von Dota Kehr. Ein gemeinsamer Auftritt von Big Band, Chor und Solistinnen und Solisten mit „As“ von Stevie Wonder bildet ein vorweggenommenes Finale. Den Abschluss setzt „Touch“ – das titelgebende Werk des französischen Elektro-Pop-Duos Daft Punk berührt den Übergang vom Menschen zur Maschine.

Konzert

touch:ed → Big Band der Hochschule für Musik Freiburg, Jazzchor von Hochschule für Musik Freiburg und Pädagogischer Hochschule Freiburg, Solistinnen und Solisten des Jazz/Pop-Fachs
Mittwoch, 11. Februar 2026, 20 Uhr, Wolfgang-Hoffmann-Saal der Hochschule für Musik Freiburg 
Prof. Ralf Schmid → Leitung Big Band
Julian Knörzer → Leitung Chor
Milena van de Sand, Katherina Kallitsis, Anna Unbehauen, Paula Mayer, Pia Ellensohn, Pedro Bericat → Konzeption und Leitung kleine Ensembles

Kurzfassung

Zivilcourage, Empathie, Vielfalt, Gemeinschaft und Verletzlichkeit stehen im Zentrum eines gemeinsamen Konzertprojekts der Big Band der Freiburger Hochschule für Musik unter musikalischer Leitung von Prof. Ralf Schmid, des Jazzchors von Hochschule für Musik Freiburg und Pädagogischer Hochschule Freiburg, geleitet von Julian Knörzer und Solistinnen und Solisten des Jazz/Pop-Fachs. In einem partizipativen Prozess haben sich die Studierenden in den vergangenen Monaten mit der Frage auseinandergesetzt, was es heute bedeutet, Mensch zu sein. Daraus ist ein programmatisch dichtes und vielseitiges Konzertprogramm entstanden, das am 11. Februar 2026 um 20 Uhr aufgeführt wird. Es verbindet gesellschaftlich engagierte Werke mit poetischen und existenziellen Zugängen zum Thema Menschlichkeit. Visuelle Projektionen mit Bildern und Zitaten erweitern den Konzertabend.

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