Rund.Funk.

Rundfunkoper verhält sich zur Oper wie das Hörspiel zum Bühnendrama: Die Aktion soll schon rein akkustisch verständlich gemacht werden. Diese Hör-Opern zur szenischen Aufführung zu bringen, birgt einen großen Reiz. Im Rahmen der Kooperation von Hochschule für Musik und dem Theater Freiburg stellen wir uns dieser Herausforderung.

Zur Aufführung kommt erstens das Hörspiel mit Musik »Mord« des Berliner Komponisten und Schönberg-Schülers Walter Gronostay von 1929. Das knapp viertelstündige Radiostück ist ein typisches Beispiel für das Experimentieren mit den radiophonen Möglichkeiten der Musik, die über das bloße Illustrieren weit hinausgeht.

Der italienische Komponist Nino Rota wiederum ist vor allem für sein Schaffen als Filmkomponist zahlreicher Meisterwerke von Federico Fellini oder Francis Ford Coppola bekannt. Als Opernkomponist befasste auch er sich mit der Gattung der »Opera radiofonica«. Die komisch-melancholische Geschichte »I due timidi« (Die zwei Schüchternen) zweier junger Verliebter, denen es nicht gelingt, einander ihre Liebe zu gestehen, angesiedelt im wuseligen Leben eines römischen Innenhofs, bedient sich eher der tonalen italienischen Tradition im Geiste Puccinis, mischt dies aber mit den modernen Klängen von Jazz und den Alltagsgeräuschen des städtischen Lebens. 

Eine Veranstaltung des Theaters Freiburg unter Mitwirkung der Hochschule für Musik Freiburg.

Mitwirkende

Suji Choi, Sophie Hunold, Debora Kapsner, Lea Krüger, Verena Seyboldt, Yuxan Wang, Johannes Blank, Markus Brock, Wei-Chieh Tai, Tom Volz, Johannes Arzt, Jens Martens, Tim Renkert, Kolja Riechmann, Jonathan Schlittenhard, Sören Thiemann → Studierende aller Gesangsklassen
Neil Beardmore → Musikalische Leitung, Klavier
Justus Kirstein → Chorleitung
Jiantao Yu → Klavier
Hojun Kang → Bühnenklavier
Julian Schneider → Schlagzeug
Alexander Schulin → Regie
Fabian Lüdicke → Bühne
Yvonne Forster → Kostüme
Emma-Louise Jordan → Choreografie

Programm

Walter Gronostay → Mord
Nino Rota → I due timidi