Hochschule für Musik Freiburg, Wolfgang-Hoffmann-Saal

zusammen(ge)hören

Bundesjugendorchester

Konzert für Menschen mit und ohne Hörschädigung

Der Verlust seines Gehörs hielt den leidenschaftlichen Komponisten Ludwig van Beethoven nicht vom Musizieren und Komponieren ab – er schrieb seine dritte Sinfonie »Eroica« in einer Zeit, in der sein Gehörverlust bereits weit fortgeschritten war. Diese Leidenschaft fürs Musizieren teilen auch die hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen, die am Bildungs- und Beratungszentrum Stegen bei Freiburg zur Schule gehen. Mit ihnen entwickelten im Herbst 2019 Bernhard Wulff, Mark Barden, Christoph Altstaedt und Christine Löbbert im Rahmen des Musikunterrichts das Programm »zusammen(ge)hören«.

»Heiligenstädter Testament« in Gebärdensprach-Version

Im Zentrum dieses Konzerts steht Beethovens Sinfonie »Eroica«. Das BJO und die Schülerinnen und Schüler aus Stegen werden deren beeindruckende Entstehungsumstände aus einem ganz neuen Blickwinkel erlebbar machen. In seinem »Heiligenstädter Testament«, das ergänzend in einer Gebärdensprach-Version zu hören und zu sehen ist, spricht Ludwig van Beethoven über seine fortschreitende Hörschädigung. Die Besonderheit des Programms wird noch durch ein zweites Werk deutlich: Der Komponist Mark Barden hat im Auftrag des Deutschen Musikrats gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aus Stegen improvisiert, geforscht und experimentiert und mit seiner Komposition »the weight of ash« ein Werk geschrieben, das im wahrsten Sinne Unerhörtes präsentiert.

Das BJO, Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusikerinnen und -musiker im Alter von 14 bis 19 Jahren, ist mit »zusammen(ge)hören« erstmals live in Freiburg zu erleben – einem spannenden Programm für alle mit oder ohne Hörschädigung, die ihre Wahrnehmung erweitern wollen.