Erfolgreiche Hochschulkooperation mit dem »Shanghai Conservatory of Music«

Andy Haberer, Luzia Ernst, Lea Krüger, Benedikt Heisinger, Prof. Markus Eiche
Andy Haberer, Luzia Ernst, Lea Krüger, Benedikt Heisinger, Prof. Markus Eiche

Nach den gegenseitigen Besuchen unseres Rektors Prof. Dr. Ludwig Holtmeier sowie Prof. Markus Eiche in China und des Leiters des »Shanghai Conservatory of Music«, Prof. Changyong Liao, mit seiner Delegation in Freiburg konnte die von langer Hand vorbereitete Kooperation zwischen den beiden Hochschulen in diesem Sommer erstmals mit Leben gefüllt werden. Vier Studierende der Hochschule für Musik Freiburg erhielten die Möglichkeit, mit Unterstützung des Shanghai Conservatory nach China zu reisen. Begleitet wurde das Projekt von Prof. Markus Eiche. Die Reise begann Anfang Juli und führte zuerst nach Shanghai. 

Nach dem langen Flug und einer komfortablen Unterbringung in unmittelbarer Nähe des Konservatoriums stand für die vier entsandten Gesangstudierenden vor allem die Teilnahme an der »Shangyin Opera House & Gulangyu Opera Competition 2025« im Mittelpunkt. Dieser international ausgeschriebene Wettbewerb, der erst zum zweiten Mal stattfand, wird vom Shanghai Conservatory veranstaltet und gliedert sich in drei Runden – eine erste digitale und zwei weitere live vor Ort. Schon kurz nach der Ankunft begannen für unsere vier Sängerinnen und Sänger die intensiven Vorbereitungen auf das Halbfinale. Jetlag und das schwüle Klima mit gefühlten 40 Grad stellten dabei eine besondere Herausforderung dar. Nach Abstimmungs- und Raumproben ging es schließlich auf die Bühne: Vor einem großen Online-Publikum präsentierten sich über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit jeweils zwei frei gewählten Arien. Ein besonderer Aspekt des Wettbewerbs ist die Förderung chinesischsprachigen Repertoires – und so wagten sich auch unsere vier Freiburger Gäste an Arien in chinesischer Sprache. Dank der tatkräftigen Unterstützung chinesischer Kommilitoninnen und Kommilitonen in Freiburg konnte diese Hürde erfolgreich genommen werden. Wenn diese Erfahrung eins gelehrt hat, dann Demut vor den asiatischen Sängerinnen und Sängern und ihrer Arbeit, das europäisch-sprachige Repertoire zu erlernen.

Gemeinsames Galakonzert deutscher und chinesischer Studierender

Neben den musikalischen Eindrücken blieb Zeit, Shanghai in seiner Vielfalt zu entdecken – von historischen Wasserstraßen über klassische Gärten bis hin zu imposanten Wolkenkratzern. Auch die kulinarischen Erlebnisse und die Einblicke in die reiche Kultur prägten die Tage. Besonders herzlich gestaltete sich eine Stadtführung, die zwei Mitarbeiterinnen des Organisationsteams übernahmen. Überhaupt waren die Betreuung und Hilfsbereitschaft des chinesischen Teams von der Vorbereitung bis nach der Rückkehr ein Geschenk, für das besonderer Dank gilt. In einem zweiten Reiseabschnitt ging es mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Xiamen. Vor der Millionenstadt liegt die autofreie Insel Gulangyu (Kulangsu), die seit 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Auf der Insel befindet sich ein Konzertsaal, in dem das Finale des Gesangswettbewerbs ausgetragen wurde. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Galakonzert deutscher und chinesischer Studierender, welches zusammen mit dem Preisträgerkonzert in die renommierte Konzertreihe auf Kulangsu eingebunden war. In intensiven Proben wurde gemeinsam gesungen, getanzt und gearbeitet, um ein abwechslungsreiches Opernprogramm auf die Bühne zu bringen. Im Mittelpunkt standen dabei der künstlerische Austausch und ein praxisnaher szenischer Bewegungskurs von Prof. Markus Eiche, der sich unmittelbar am Repertoire der Studierenden orientierte. Am Ende der Reise standen unvergessliche Begegnungen, der Gewinn des »Chinese Opera Award« für Andy Haberer mit einer herausragenden chinesischen Arie – und Erinnerungen, die alle Beteiligten ein Leben lang begleiten werden. Nach rund zwölf erlebnisreichen Tagen in China ging es schließlich wieder zurück nach Deutschland. 

Andy Haberer, Luzia Ernst, Lea Krüger, Benedikt Heisinger, Prof. Markus Eiche