Europäisches Kooperationsprojekt „Die Drei Ecken“
Mit dem europäischen Kooperationsprojekt „Die Drei Ecken“ setzen führende Institutionen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland ein starkes Zeichen für die Zukunft der Neuen Musik im Oberrheingebiet. Unter der Leitung der Haute école des arts du Rhin (HEAR) bündeln Hochschulen, Festivals und Kulturinstitutionen aus Straßburg, Freiburg, Basel, Mulhouse, Donaueschingen und Karlsruhe ihre Kompetenzen, um nachhaltige Strukturen für künstlerische Entwicklung, Produktion und internationale Vernetzung zu schaffen – und die Sichtbarkeit der regionalen Musikszene zu erhöhen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie in der Schweiz auf kantonaler Ebene.
Das Projekt, das Ende 2025 gestartet ist und nun mit Beginn des Sommersemesters seine Arbeit sichtbar intensiviert, baut bewusst auf bestehenden, über Jahre gewachsenen Kooperationen zwischen dem Elsass, der Nordwestschweiz und Südbaden auf. Diese gewachsenen Beziehungen machen das Netzwerk tragfähig und schaffen die Grundlage, den gemeinsamen kulturellen Raum langfristig zu stärken. Ein zentrales Ziel ist es, Werke der Neuen Musik in Residenzen zu entwickeln und zu produzieren. Gemeinsame Formate der beteiligten Festivals und Veranstaltungsorte geben der Zusammenarbeit darüber hinaus eine öffentliche Bühne und lassen den trinationalen Kulturraum als lebendigen Ort zeitgenössischen Musikschaffens sichtbar und erfahrbar werden.
Professionalisierung junger Musiker und Musikerinnen
Für die Hochschule für Musik Freiburg steht die Professionalisierung junger Komponistinnen, Komponisten sowie Interpretinnen und Interpreten im Zentrum. Studierende und Promovierende sollen frühzeitig mit den realen Bedingungen der künstlerischen Praxis vertraut werden. Ein Schlüsselformat ist hier die Projektform „Side-by-Side“, in dem sie Seite an Seite mit erfahrenen Musikerinnen und Musikern des international renommierten Ensemble Recherche arbeiten oder Komponistinnen und Komponisten im SWR Experimentalstudio bei der Arbeit über die Schulter schauen können. „Professionalisierung innerhalb dieses Projekts bedeutet für uns mehr als professionelle Ausbildung“, betont Ludwig Holtmeier, Rektor der Hochschule für Musik Freiburg. Vielmehr gehe es auch darum, möglichst frühzeitig Netzwerke aufzubauen und in internationale Arbeitszusammenhänge einzutreten. „Gerade im Grenzraum Oberrhein kann so eine nachhaltige grenzüberschreitende Kulturlandschaft entstehen.“
Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, junge Musikerinnen und Musiker im Oberrheinraum zu halten, berufliche Perspektiven zu schaffen und die Region als wichtigen Standort für zeitgenössisches Musikschaffen weiter zu profilieren. Flankiert wird die praktische Arbeit am Projektstandort Freiburg auch durch das binationale und von der Deutsch-Französischen Hochschule geförderte Doktorandenkolleg Collège Glarean, das einen forschungsorientierten Resonanzraum schafft. Promovierende diskutieren hier Fragen des zeitgenössischen Musikschaffens in wissenschaftlicher Perspektive und können Vorträge und Workshops von internationalen Expertinnen und Experten erleben.
Projektübersicht
- Beteiligte Institutionen: HEAR - Haute école des arts du Rhin (Strasbourg, Mulhouse), Hochschule für Musik Freiburg, sonic space der Hochschule für Musik Basel FHNW
- Festivals und Aufführungsorte: „Gare du Nord“ (Basel), Festival „Météo“ (Mulhouse), ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe), Festival „Musica“ (Strasbourg), Donaueschinger Musiktage
- Laufzeit: 2025–2028
Weiterführende Links
https://www.hear.fr/die-drei-ecken/
Veranstaltungen/Termine
Donnerstag, 25. Juni 2026, 19 Uhr
Hochschule für Musik Freiburg, Wolfgang-Hoffmann-Saal
#GRAFFITI
Side-by-side-Ensemblekonzert unter Leitung von Friederike Scheunchen
Mitwirkende
Ensemble Recherche und Ensemble Particles (Ensemble für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik Freiburg)
Programm
Unsuk Chin → Graffiti
Luigi Nono → Canti per 13
Fausto Romitelli →Mediterraneo II
Uraufführungen von Boris Loginov und Li-chieh Wang
Eintritt
Der Eintritt ist frei. Das Konzert wird durch das Projekt „Die Drei Ecken“ (Interreg Rhin Supérieur/Oberrhein) der Europäischen Union kofinanziert.
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Kontakt
Julia Jacob
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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